Hallo!
Hier kommt eine Frage eines absoluten Laien, entschuldigt!
Kann aus einer Entzündung ein bösartiger, sprich ein Tumor
entstehen, der Krebszellen aufweist?
Jain.
z.B.: Man hat sich eine Glasscherbe in die Ferse getreten und
die Wunde hat sich entzündet oder eine Katze wurde gebissen
und der Biss hat sich entzündet, besteht dann die Gefahr einer
Tumorbildung und wenn ja unter welchen Umständen?
Es gibt unter Hunden einen klonalen Tumor, besonders der Genitalien glaube ich. Der kann unter Hunden meine ich durch intensiven Kontakt verbreitet werden.
Es gibt natürlich auch einige Viren, die Tumore auslösen können und die sind auch mit Entzündungen assoziiert die Infektionen.
Schließlich aber noch, was Du eigentlich meintest. Es ist höchst unrealistisch, dass an der Stelle einer einmaligen Verletzung ein maligner Tumor entsteht. Nichtsdestotrotz sind Entzündungen der Tumorentstehung zuträglich. Die Art des Beitrags hierbei bezeichnet man als Tumorprogression. Die Verletzung und die folgende Entzündung ist damit ein Tumorpromotor.
An grundsätzlich tumoranfälligen Labormauslinien könnte man sicherlich mit häufigen kleinen Verletzungen der Haut an einer Stelle dort einen Hautkrebs auslösen! Das Risiko bei einer einmaligen Sache ist jedoch sehr gering. Verantwortlich für dieses Risiko sind wohl Zytokine und andere Wachstumsfaktoren, die im Zuge von Entzündungen und Heilungsprozessen ausgeschüttet werden. Aber damit kenne ich mich nicht genau aus.
Bedeutsam wird das bei chronischen Entzündungen.
Externe Links werden auch gerne gelesen!
Du wirst wohl von den Texten nichts verstehen, da alles Fachchinesisch ist. Wenn Du dich dennoch reinstürzen willst:
Tschau, Stefan
„The chemokine network in cancer - much more than directing cell movement“ Abstract und Full-Text
http://www.ijdb.ehu.es/web/paper.php?doi=10.1387/ijd…
„At the crossroads of inflammation and cancer.“ Cell, 2004
Zu dem Fulltext hast Du keinen Zugang, daher der Abstract:
Chronic inflammation and cancer are closely associated in the intestine. Anti-inflammatory medication reduces intestinal neoplasia, while colorectal cancer incidence is increased in ulcerative colitis. Cyclooxygenases are key to both diseases, yet the molecular basis of the association remains incompletely understood. Two recent Cell (Greten et al., 2004; Rakoff-Nahoum et al., 2004) papers illuminate roles of Toll-like receptors and the NF-kappaB pathway in the control of epithelial homeostasis in health and disease.
„Inflammatory Cells and Cancer: Think Different!“ als Fulltext
http://www.jem.org/cgi/content/full/193/6/F23
„Inflammation and cancer.“ Nature, 2002
Ohne Datenbankzugang nur als Abstract:
„Recent data have expanded the concept that inflammation is a critical component of tumour progression. Many cancers arise from sites of infection, chronic irritation and inflammation. It is now becoming clear that the tumour microenvironment, which is largely orchestrated by inflammatory cells, is an indispensable participant in the neoplastic process, fostering proliferation, survival and migration. In addition, tumour cells have co-opted some of the signalling molecules of the innate immune system, such as selectins, chemokines and their receptors for invasion, migration and metastasis. These insights are fostering new anti-inflammatory therapeutic approaches to cancer development.“