Krebs bekämpfen oder Krebs verstehen?

Hallo an alle,

der Krebs wird mit allen Mitteln bekämpft, und man versucht nicht zu verstehen warum Krebs überhaupt entsteht.

Ich sehe den Krebs als eine Funktion des Körpers uns auf einen chaotischen Zustand aufmerksam zu machen. Wird dieser Zustand aber trotz aller Symptome ignoriert, dann wuchert der Krebs immer mehr, wie ein sich materalisierender Schrei des Körpers nach Ruhe und Ordnung.

Wer Krebs hat, ist meistens Müde und hat manchmal auch subfibrile Temperaturen. Man kann keine Leistung mehr geben, fühlt sich gereizt oder depressiv.
(Burn-Out-Syndrom kommt diesem Zustand sehr nahe!)
Wenn das ganze Leben aus den Fugen gerät und wenn keine Ordnung und keine Ruhe mehr herschen, dann sind die Zellen nicht mehr in der Lage sich am Gesammt-Bauplan zu halten und „wuchern unkontrolliert“.
Es sieht jedoch so aus als ob es nicht unbedingt unkontrolliert wäre, sondern dass es sich nach der Emotionellen und Geistigen Zustand des Menschen richtet und auch dementsprechend sich verändert, in Größe, Form, etc.

Da gleich zur Chemo zu greifen oder gleich eine Brust abzuschneiden finde ich persönlich sehr unprofessionel und unwissenschftlich.

Denke darüber gibt es viele Ansichten und Meinungen.

Gruss
catmad

Hallo catmad
Krebs ist eine Art Sammelbegriff. Man kann ihn kaum eindimensional erklären.
Brustkrebs und Darmkrebs weisen z.B. eine deutliche Häufung in der Familienanamnese auf, d.h. wenn die Mutter und die Großmutter Brustkrebs hatten, bsteht eine größere Gefahr für die Tochter, ebenfalls an Brustkrebs zu erkranken. Ähnlich bei Darmkrebs.
Kehlkopfkrebs und Lungenkrebs (Bronchialkrebs) ist bei Rauchern eindeutig häufiger.
Eine Zeitlang haben wir Psychosomatiker über mögliche Häufung von Krebs bei aggressiv gehemmten Personen nachgedacht. Sanfte, liebe, sich alles gefallen lassende Menschen schienen häufiger an Krebs zu erkranken, während „unangenehm-aggressiv-querulatorische“ eher rheumatische Erkrankungen aufzuweisen schienen.
Das

Hallo Branden,

Sanfte, liebe, sich alles gefallen lassende Menschen schienen
häufiger an Krebs zu erkranken, während
„unangenehm-aggressiv-querulatorische“ eher rheumatische
Erkrankungen aufzuweisen schienen.

Das ist sehr interessant, ich habe die selbe Beobachtung gemacht. Sanfte Menschen scheinen sich nicht gegen eine aggressive Umwelt wehren zu können und bilden tatsächlich sehr „aggressive“ Tumoren aus. Die Wut die diese Menschen besitzen gegen Ungerechtigkeiten können sie nicht abbauen, wobei die „Jähzornigen“ Menschen ihre Wut Ausdruck verleihen. Zwar leider meistens auf die flasche Art und Weise, aber die Wut wird ausgedrückt und frisst sich so nicht ins „Mark und Bein“.

Das

Hi,

der Krebs wird mit allen Mitteln bekämpft, und man versucht
nicht zu verstehen warum Krebs überhaupt entsteht.

Ich laube, es gibt zur Zeit keine andere Erkrankung deren Ursachen so akribisch erforscht werden…

Ich sehe den Krebs als eine Funktion des Körpers uns auf einen
chaotischen Zustand aufmerksam zu machen. Wird dieser Zustand
aber trotz aller Symptome ignoriert, dann wuchert der Krebs
immer mehr, wie ein sich materalisierender Schrei des Körpers
nach Ruhe und Ordnung.

Solch eine erklärung passt allerhöchstens zu stressbedingten erkrankungen (z.B. Herpes simplex, enteritiden, morb.crohn usw.usw.)

Wer Krebs hat, ist meistens Müde und hat manchmal auch
subfibrile Temperaturen. Man kann keine Leistung mehr geben,
fühlt sich gereizt oder depressiv.
(Burn-Out-Syndrom kommt diesem Zustand sehr nahe!)

Das ist ja nun mal was völlig anderes…

Wenn das ganze Leben aus den Fugen gerät und wenn keine
Ordnung und keine Ruhe mehr herschen, dann sind die Zellen
nicht mehr in der Lage sich am Gesammt-Bauplan zu halten und
„wuchern unkontrolliert“.
Es sieht jedoch so aus als ob es nicht unbedingt
unkontrolliert wäre, sondern dass es sich nach der
Emotionellen und Geistigen Zustand des Menschen richtet

naja…

und

auch dementsprechend sich verändert, in Größe, Form, etc.

Also fazitär mochte ich sagen, daß meine Kritik, wenn auch harsch nicht unbedingt gegen deine meinung geht, das passt aber alles nicht so ganz ins medizin-board, saondern gehört eindeutig ins esotherik-board.

Da gleich zur Chemo zu greifen oder gleich eine Brust
abzuschneiden finde ich persönlich sehr unprofessionel und
unwissenschftlich.

Natürlich gibt es andere erprobte verfahren, die man durchaus auch anwenden kann. Man bewegt sich aber hier auf einem dünnen und gefährlichen grat zwischen alternativer medizin und wunderheilerei.
ich muss hier nur mal auf den guten herrn dr. rath verweisen, dessen ansichten und pseudowissenschaftlichen erkenntnisse nicht nur unfug sondern in höchstem maße gefährlich sind.
ALLES, was der heilung eines menschen im wege steht ist unprofessionell und unwissenschaftlich. es ist nun mal so, daß wenn ich bei einem Mamma-CA durch mastektomie eine 90%ige heilungschance erreiche und mit antistress-therapie nur eine 5%ige, sich die frage nach wissenschaftlichkeit und professionalität gar nicht erst stellen darf…

Aber, wie gesagt, es gibt wie immer auch hier sehr viele verschiedene meinungen…

LG Alex

Hi!

Du hälst also psychische und geistige Begebenheiten als Ursache für die Krebsentstehung an? Tja, im Grunde seh ich das genauso, es gibt aber einige „aber“ :wink:

Eine (teilweise) Bestätigung seh ich auch tagtäglich: ein Teil der Krebspatienten, nämlich die, die eine positive Grundstimmung haben und sowohl gegen den Krebs als auch für ihr Leben bzw. bessere Lebensqualität kämpfen, diesen Pat. ergeht es meist viel besser, sie vertragen die Therapie besser und viele von ihnen werden geheilt.

und man versucht
nicht zu verstehen warum Krebs überhaupt entsteht.

Das ist nicht wahr! Die Forschung arbeitet sogar sehr intensiv daran!
Allerdings ist das auch nicht ganz einfach, weil es eben nicht DIE Ursache dafür gibt, da spielen wohl sehr viele wie auch sehr unterschiedliche Faktoren eine Rolle.

Meine persönliche Überzeugung ist, daß psychische/geistige Faktoren sehr wohl ein Rolle spielen, aber sicher nicht als einziger Auslöser und auch nicht obligat (sprich, nicht jeder, der „schlecht drauf ist“ oder „lebensmüde“ oder am Burn-out-Syndrom oder wasweißich leidet, entwickelt automatisch Krebs).
Das heißt aber nicht, daß ich wissenschaftliche Theorien nicht anerkenne, ich sehe sie vielmehr als ineinandergreifend: Eine Theorie besagt beispielsweise, daß die betreffenden Zellen aufgrund einer Störung nicht mehr erkennen können, daß in ihrer Umgebung bereits „genug“ Zellen vorhanden sind, und sich daraufhin verstärkt anfangen zu teilen ->Krebs. Zu den Faktoren, die zu dieser Störung führen, könnten beispielsweise eben unter anderem psychische Faktoren gehören.
Aber darüber kann man sich streiten und ich bezweifle, daß solche Fragen jemals geklärt werden können :wink:

Da gleich zur Chemo zu greifen oder gleich eine Brust abzuschneiden
finde ich persönlich sehr unprofessionel und unwissenschftlich.

Nun, was auch immer die Ursache für Krebs ist, zweifelsfrei steht jedenfalls fest, daß die Erkrankung zu einem schnellen und vor allem qualvollen Tod führt.
Erst einmal steht die Rettung des Lebens an erster Stelle, danach kann man sich um andere Dinge sorgen…

Schließlich mußt du auch bedenken: selbst wenn deine Theorie stimmen würde, die Beseitigung der Ursache (meinetwegen das Leben wieder in Ordnung bringen) beseitigt nicht gleichzeitig den Krebs! Der hat dann zwar seine Funktion als „Hilferuf“ erfüllt, ist aber immer noch da und wächst unkontrolliert…

Und ich hab noch weitere Gegenargumente gegen die „Krebs als Hilferuf“-Theorie:
Es gibt Krebsarten, die erst sehr spät überhaupt Symptome machen und somit bemerkt werden und da sind sie meist schon inoperabel und haben meist auch schon gestreut…
z.b. Gallenblasen-Karzinom: langsames Wachstum und erst späte Metastasierung, Überlebenszeit im Durchschnitt trotzdem nur 2-3 Jahre

Andere Krebsarten machen wiederrum relativ früh Symptome, sind aber dermaßen aggressiv, daß auch da die Überlebenszeit trotz Therapie extrem kurz ist…
z.b. Glioblastom (Hirntumor): Beschwerdenentwicklung über einige Wochen, mittlere Überlebenszeit 5-12 Monate, nach 5 Jahren geht die Überlebensrate nahe 0%…

Fazit: ist zwar schön und gut mit der psychischen/geistigen Theorie (und teilweise teile ich sie ja auch), aber helfen tuts dem Patienten leider nicht…

Gruß,
Sharon

Hallo,

Solch eine erklärung passt allerhöchstens zu stressbedingten
erkrankungen (z.B. Herpes simplex, enteritiden, morb.crohn usw.usw.)

trifft das auf „Krebs“ ggf. nicht auch zu (Streß -> geschwächte Immunabwehr, Regeneration) ?

Gruss
Enno

Hi,

Solch eine erklärung passt allerhöchstens zu stressbedingten
erkrankungen (z.B. Herpes simplex, enteritiden, morb.crohn usw.usw.)

trifft das auf „Krebs“ ggf. nicht auch zu (Streß ->
geschwächte Immunabwehr, Regeneration) ?

nun da kann man streiten. stress ist jedenfalls nicht das, was man als kanzerogen bezeichnen würde. natürlich könnte man z.b. argumentieren:
stress->magen ulcus->reparaturmechanismen->Zellwchstum->entartung

solche sachen sind empirisch aber schwer beweisbar o. erfassbar.
es gibt aber hingegen unzählige gegenbeispiele, bei denen stress sicher keine rolle spielt. z.B.: beim familiären-adenomatös-polipösen-colon-carzinom oder beim Mamma-Carzinom, bei dem auch eine eindeutig-familiäre Häufung beobachtbar ist.

LG Alex

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Danke (owT)
.

Hallo catmed,

der Krebs wird mit allen Mitteln bekämpft, und man versucht
nicht zu verstehen warum Krebs überhaupt entsteht.

Ist nicht wahr, die Erforschung der Krebsentstehung ist eine Grundlagenforschung, auf dieser Basis werden neue Medikamente entwickelt. Seit 5 Jahren verfolge ich -da selbst erkrankt- intensiv, was sich in diesem Bereich tut. Es hat hier gewaltige Fortschritte gegeben.

wie ein sich materalisierender Schrei des Körpers
nach Ruhe und Ordnung.
Wer Krebs hat, ist meistens Müde und hat manchmal auch
subfibrile Temperaturen. Man kann keine Leistung mehr geben,
fühlt sich gereizt oder depressiv.

Viele Krebspatienten berichten von o.g. Symptomen vor der Erkrankung.
Viele erkranken in oder direkt nach Phasen hoher körperlicher oder seelischer Belastung. Die Frage ist aber: was bedingt was?
Bekomme ich Krebs weil… oder ertrage ich die Belastung nicht mehr, weil der Krebs an mir zehrt?

Es sieht jedoch so aus als ob es nicht unbedingt
unkontrolliert wäre, sondern dass es sich nach der
Emotionellen und Geistigen Zustand des Menschen richtet und
auch dementsprechend sich verändert, in Größe, Form, etc.

Es mag Menschen geben, die nach einer Krebserkrankung an sich arbeiten und nie wieder erkranken. Viele haben darüber Bücher geschrieben „wie ich den Krebs überwand“. Diese Beschreibungen werden von anderen Kranken geradezu verschlungen. Leider kann man den zu gehenden Weg nie kopieren, jeder muß SEINEN Weg finden, mit dieser Erkrankung umzugehen. Ich finde es aber gefährlich, von „Krebspersönlichkeit“ zu sprechen, oder zu suggerieren, daß man mit der richtigen Einstellung den Krebs besiegt. Wer wieder erkrankt hat dann eben noch nicht den richtigen emotionalen und geistigen Zustand erreicht, oder was ?

Da gleich zur Chemo zu greifen oder gleich eine Brust
abzuschneiden finde ich persönlich sehr unprofessionel und
unwissenschftlich.

Weißt Du eigentlich, wovon Du redest? Die radikale Beseitigung des Tumors bzw. radikale Tumorverkleinerung ist immernoch die beste Vorraussetzung, diese Krankheit zu überleben. Manche Tumore müssen mit Chemo und/oder Bestrahlung erst verkleinert werden, damit sie operabel werden. Unwissenschaftlich/Unprofessionell ? Sorry, das macht mich ziemlich wütend ! Lieber OP ab als tot, frag mal einen Krebspatienten. Ich lebe immer noch, gerade WEIL ich zweimal operiert und auch bestrahlt wurde.

Vielleicht können wir uns darauf einigen, daß die Psycho-Onkologie ein wichtiges Standbein in der Krebstherapie ist und zum Glück auch weiter gefördert wird. Weiterhin gehe ich mit Dir konform, daß die Schulmedizin sich den sog. Naturheilverfahren öffenen sollte (umgekehrt ist das der Fall).

Gruß
Ute

OT subfibrile Temperaturen?
Hai, catmad,

„subfibrile Temperaturen“ - was’n das?

fragt
Sibylle

Hi!

„subfibrile Temperaturen“ - was’n das?

lat.: sub = unter, unterhalb
febris = Fieber

also „leichtes Fieber“ laut Definition mit 37,5 bis 38,0°C

Einteilung:

Normaltemp.: 36,3 bis 37,4°C
subfebrile Temp.: 37,5 bis 38,0°C
leichtes Fieber: 38,0 bis 38,5°C
mäßiges Fieber: 38,6 bis 39,0°C
hohes Fieber: 39,1 bis 39,9°C
sehr hohes Fieber: über 40°C

Gruß,
Sharon

Hallo,
wo wird da gemessen (oral ?).

Gruss
Enno

Hi!

wo wird da gemessen (oral ?).

theoretisch auch :wink:
Zumindest würde man so in etwa die gleichen Werte bekommen.
Problem beim oralen Messen ist nur, daß es da leichter zu Meßfehlern kommen kann, z.b. wenn man vorher was warmes oder kaltes (wobei es nicht eiskalt sein muß, 25°C „kaltes“ Wasser reicht schon) getrunken/gegessen hat oder verstärkt durch den Mund atmet usw.

Wichtig ist nebenbei auch die richtige Technik: Thermometer gehört unter die Zunge und etwas seitlich, also in der Nähe der Backenzähne, dort ist die Temperatur am höchsten und somit näher an der Körpertemperatur. Und man sollte natürlich den Mund dabei geschlossen halten.

Die rektale Messung ist halt genauer, weil weniger beeinflußbar :wink:

Gruß,
Sharon

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Danke,
hatte gedacht, oral gemessen wäre immer niedriger - das beruhigt mich jetzt wieder ein wenig (bzgl. meiner Frage weiter unten). Mal sehen, was die Blutuntersuchung zu Tage fördert.

Gruss
Enno