Krebs bekämpfen

Hallo zusammen,

habe mal eine Frage. Ein Bekannter von mir liegt im Krankenhaus (keine Uni klinik) und es wurde Krebs in Leber, Lunge, Blase und im Darm diagnostiziert. Nun wurde mitgeteilt, dass der Krebs nicht bekämpft werden kann. Chemo und operiert wird er aber trotzdem. Jetzt meine Frage: Besteht die Chance die Überlebenschancen zu erhöhen? Stehen die Chancen bei einer intravinösen Chemo besser als bei einer normalen? Bzw. wo ist der Unterschied? Was kann noch getan werden? Ich weiss sowas muss man von Fall zu Fall betrachten und eine Ferndiagnose ist schwierig bzw. man kann gar nichts dazu sagen, aber ich frage trotzdem.

Ich hoffe mir kann jemand helfen.

Vielen Dank im Voraus.

Hi!

Welche der Fragen soll denn hier beantwortet werden und wie?

Ob man die Überlebenschancen erhöhen kann:
Das ist doch genau das, was die Ärzte deines Bekannten versuchen, wenn sie trotz geringer Aussicht operieren und Chemo machen.

Ob die Chancen bei einer intravenösen Chemo besser sind als bei einer ‚normalen‘:
Was ist denn ‚normal‘? Es gibt so viele verschiedene Krebsformen, dass das hier niemand beantworten kann, welche Chemo für deinen Bekannten am Erfolg versprechendsten ist. Aber auch hier gehe ich davon aus, dass seine Ärzte das tun, was in ihrer Macht steht.

Es mag hart klingen, aber dein Bekannter ist einfach sehr schwer krank und hat wohl keine gute Prognose, wenn schon so viele Organe betroffen sind. Es ist einfach so, dass sich kein Mensch aussuchen kann, woran er mal stirbt und wann. Das Leben ist nicht gerecht. Meine Freundin ist letztes Jahr kurz vor ihrem 39.Geburtstag an Krebs gestorben, nachdem sie 9 Jahre gegen die Krankheit gekämpft hat.

Bleibt einem denn etwas anderes übrig, als den Ärzten zu vertrauen und sein Schicksal anzunehmen?

Ich wünsche deinem Bekannten Glück, viel Glück!!!

Alles Gute, Noi

Hi,

arbeite auf einer Krebsstation und habe quasi jeden Tag mit dem Thema zu tun.
Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen: da kann man wirklich nicht viel machen, als den palliativen Weg zu gehen. Wenn bereits soviele Organe betroffen sind, wird die Chemotherapie die er bekommen wird, den Allgemeinzustand nicht wirklich verbessern. Er wird begleitet werden von Übel- und Appetitlosigkeit. Eine Chemotherapie setzt den Betroffenen schwer zu.

Ich würde vorschlagen das er die Zeit, die ihm noch bleibt, sinnvoll zu nutzen, so lange er das noch kann. Eine Prognose zu stellen ist hierbei schier unmöglich. Selbst wenn die Ärzte ihm noch 6 Monate geben, werden die letzten beiden nicht besonders lebenswert sein. Das heisst, er würde in so einem Fall noch 3-4 „gute“ Monate haben.

Alles Gute,
GDA

Es sieht in dem Fall nicht gerade gut aus.
Palliativmedizin ist vermutlich das einzige, was man tun kann.
Eine Krebs-Chemo- und Strahlentherapie sind in dem Fall nur unnötige Qualen, wozu bis ans Ende leiden?
Natürlich gibt es auch in unerer heutigen Zeit Wunder, ich würde aber nicht darauf hoffen, dass der Bekannte von Ihnen zu denen gehören könnte.
Wenn man etwas zu dem Wunder beitragen möchte, könnte man die Dinge tun, die das Immunsystem stärken - also Sport betreiben und gesund ernähren und leben, ausgewogener Schlaf. Vielleicht gibts Ärzte, die sogar immunverstärkende Präparate verschreiben oder Immuntherapien mit Antikörper gegen den Krebs bewerkstelligen. Dies könnte ihre Chance auf ein Wunder etwas erhöhen, die Chance wäre aber trotzdem sehr sehr gering.
Der Bekannte sollte auf jeden Fall sein Leben bis an sein Ende leben und nicht in Qualen der antineoplastischen Chemotherapie oder Strahlentherapie sterben.

Hallo,

Seien Sie froh, dass ich noch nicht weiss, wer sind wirklich sind. Soviel Unsinn gerade bei einem sensiblen Thema zu schreiben, grenzt nahezu an körperliche fährlassige Körperverletzung. Können Sie nicht endlich mal den Mund halten?! Tut mir leid, bei Ihrer absolut Unkenntnis sollten sie bei solchen Themen einfach mal nicht äußern.

Ich bin gerade dabei zu überlegen, ob es rechtliche Schritte gegen sowas gibt.

Anja

4 „Gefällt mir“

Meinen Sie meine Antwort ist nicht sensibel? Sie sprechen wohl eher von sich selbst.
Ich wette, Sie würden Ihren Patienten bis an sein Lebensende mit Zytostatika vollpumpen, auch wenn die Chance zu Überleben 0,0000001% ist.
Es gibt ein paar Kontraindikationen bei den antineoplastischen Chemotherapien, nämlich wenn die Therapie mehr Qualen verursacht als der normale Verlauf der Krankheit oder der Sinn der Therapie (wie in dem Fall) nicht mehr gegeben ist.
Anscheinend haben Sie in der Onkologie nicht aufgepasst, darum werde ich Sie (wieder einmal) belehren:
Der Körper muss sich ständig mit neoplastischen Geweben auseinandersetzen, aus welchen Gründen auch immer sie entstehen. Die internen Zellkontrollen (Gating Prozessen, p53, etc) beseitigen fehlerhafte Strukturen, kommen trotzdem welche durch werden diese dann in der Regel extern durch das Immunsystem zerstört, bei Immundefekten, Immunschwächen etc. (Älteren Personen z.B.) ist dieser Mechanismus nicht mehr einwandfrei und dann könnte solch eine Neoplasie entstehen.
Weiters gibt es Antikörpertherapien gegen Krebstypen, diese werden in der Regel aber mit Zytostatika und Strahlentherapien kombiniert.
Ich weiß selbst, wann ich den Mund halten soll, vielleicht sollten Sie aber in manchen Situationen den Mund halten. Sie scheinen ziemlich taktlos zu sein und müssen sich hier immer unnötig aufspielen.
Das ist wirklich geschmacklos, wenn Sie wirklich eine Ärztin sind, dann tut mir jeder einzelne Patient Leid, den Sie behandeln.
Oftmals möchten Patienten gewisse Fragen beantwortet kriegen und wenn der Patient ein wenig nachrecherchiert hat und ein wenig bezüglich seiner Therapie nachfragen bzw. mitreden will wird er sofort von solchen Konsorten wie Ihnen niedergemacht, damit er ja die gezwungene Compliance zeigt.
Gott sei Dank gibt es auch normale Ärzte, die sich nicht für Gott und die Welt halten, denn wenn die Ärzteschaft nur aus solchen wie Ihnen bestehen würde, dann wär die Patientenschaft arm dran.
Ich fasse hier lediglich meine Meinung dazu auf und jeder Patient hat ein Anrecht darauf, seine Therapie oder nicht-inanspruchnahme der Therapie auszuwählen.
Rechtliche Schritte, aha? Gegen was wollen Sie rechtliche Schritte einleiten? Vielleicht gegen Ihre eigene Geschmacklosigkeit?

2 „Gefällt mir“

und eine Ferndiagnose ist

schwierig bzw. man kann gar nichts dazu sagen, aber ich frage
trotzdem.

Tja, solche Fragen sollte man hier nicht stellen. Ohne Kenntnis der gesamten Krankenakte sind die Stellungnahmen falsch bzw. verantwortungslos.
Und Working Anjas habe ich gerade ein Sternchen zuerteilt.