Krebs genetisch?

Hallo,
meine Mama ist eigentlich schon fast ihr ganzes Leben krank. Angefangen hat alles mit knapp 30 Jahren. Sie hatte schon Gebärmutterkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Eierstockkrebs, Brustkrebs, Schilddrüsenkrebs, einen Hirntumor und jetzt mit 56 J. zum Schluss Magenkrebs und Bauchspeicheldrüssenkrebs. In meiner Familie gab es schon einige mit Krebs. Davon sind zwei mit Mitte 40 an Brustkrebs gestorben. Jetzt habe ich seit einigen Monaten schon zwei Knoten in den Brüsten. Hab aber irgendwie Angst davor zum Arzt zu gehen. Außerdem soll jetzt meine Bauchspeicheldrüse und Leber kontrolliert werden, da alle meine Leberwerte zu hoch sind. Gibt es wirklich Krebserkrankungen, wobei die Gene eine Rolle spiele? Müßte ich regelmäßiger zu irgendwelchen Vorsorgeuntersuchungen gehen? Das hört sich wahrscheinlich total bescheuert an, aber ich habe Angst vor schlimmen Ergebnissen.

Liebe Grüße
Mone

Hallo Mone,

ja Krebs kann Genetisch bedingt sein.
An deiner Stelle würde ich zum Arzt gehen um so schneller etwas behandelt wird um so besser sind die Heilungschancen. Brustkrebs ist heutzutage heilbar in den meisten Fällen.
Ich wünsche Dir viel Kraft und hoffe das es sich nur um einen gutartigen Knoten handelt.

LG
Danny

Sehr geehrte Fau Mone,

da weiß auch die Wissenschaft nicht so genau was los ist. Es könnte genau so gut sein, dass Krebs einfach ansteckend ist, weil er durch Mikroorganismen verursacht wird. Dass Sie Angst vor den Ergebnissen haben ist das angesagte Ziel der heute angestrebten Krebspanik. Nicht zuletzt um die Patienten zur Krebsvorsorge zu treiben. Dennoch kann ich Ihnen den Gang zu einem Therapeuten nicht ersparen. Wie wäre es mit einem alternativen Arzt oder einem Klassischen Homöopathen? Zusätzlich vielleicht noch auf der Seite www.zellkreis.de etwas informieren. Gute Gesundheit! Axel Bumb

Hallo, 1998 hat die Wissenschaft festgestellt das Krebs nicht genetisch bedingt ist. Selbst wenn in der Familie diese Krankheit vorkommt. Aber eine regelmäßige Vorsorge wäre in Ihrem Fall schon angebracht.

Alles gute für Sie

Liebe Mone,

ja, geh zum Arzt - so schnell wie möglich und lass Dich regelmäßig und gründlich untersuchen. Insbesondere bei Brustkrebs gibt es eine erhöhte genetische Disposition. Im Gegensatz zu vor 20 Jahren sind aber die Behandlungsmethoden sehr viel besser, so dass sehr viel häufiger eine Heilung erreicht werden kann und auch mit Krebs eine bessere Lebensqualität da ist.
Bitte geh’ zum Arzt!!!

Liebe Grüße,

Brigitte

Hallo Mone,

es gibt - gerade was Brustkrebs angeht - durchaus genetische Faktoren, die dabei eine Rolle spielen. Bei diesem gehäuften Auftreten von Krebs in der Familie ist Ihre Angst für mich mehr als nachvollziehbar.
Da Krebs aber ein so vielfältiges Geschehen ist, bei dem zahllose Faktoren eine Rolle spielen, lässt sich diese Frage nicht in zwei Zeilen beantworten. Ich stehe aber gerne telefonisch unter Tel. 0 76 82/ 392 zur Verfügung (am besten kurz anrufen, um einen Termin mit mir zu vereinbaren [wir brauchen ca. 30 Minuten]). Wenn es jetzt auf ein paar Tage hin oder her nicht ankommt, freue ich mich, wenn Sie erst ab 12.3. anrufen, da ich zuvor voll bin mit anderen Terminen. Wenn Sie sich über mich/ die ganzheitlichen Krebsberater informieren möchten, können Sie das vorab schon mal unter www.ganzheitliche-krebsberatung.de tun.

Sonnige Grüße aus dem Schwarzwald

Dr. Dirk Häfner (www.schwarzwald-apotheke-elzach.de)

Hallo Mone,
ich verstehe vollkommen, dass Du in Sorge bist, auch unter dem Blickwinkel der Erkrankungen Deiner Mutter.
Aber gleich ein dringender Rat an Dich, wenn Du Knoten in der Brust ertasten kannst, so schnell als möglich zur näheren Untersuchung. Meine Frau ist an Krebs verstorben, ich habe sehr oft mit Ärzten gesprochen, alle schliessen es nicht aus, dass bei Erkrankungen in der Familie ein höheres Risiko zu erwarten ist.
Alles Gute und viel Glück
Grüße
llo,

meine Mama ist eigentlich schon fast ihr ganzes Leben krank.
Angefangen hat alles mit knapp 30 Jahren. Sie hatte schon
Gebärmutterkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Eierstockkrebs,
Brustkrebs, Schilddrüsenkrebs, einen Hirntumor und jetzt mit
56 J. zum Schluss Magenkrebs und Bauchspeicheldrüssenkrebs. In
meiner Familie gab es schon einige mit Krebs. Davon sind zwei
mit Mitte 40 an Brustkrebs gestorben. Jetzt habe ich seit
einigen Monaten schon zwei Knoten in den Brüsten. Hab aber
irgendwie Angst davor zum Arzt zu gehen. Außerdem soll jetzt
meine Bauchspeicheldrüse und Leber kontrolliert werden, da
alle meine Leberwerte zu hoch sind. Gibt es wirklich
Krebserkrankungen, wobei die Gene eine Rolle spiele? Müßte ich
regelmäßiger zu irgendwelchen Vorsorgeuntersuchungen gehen?
Das hört sich wahrscheinlich total bescheuert an, aber ich
habe Angst vor schlimmen Ergebnissen.

Liebe Grüße
Mone

Hallo Mone,

zuerst mal ist es gar nicht bescheuert, wenn man sich vor vermeintlich schlimmen Ergebnissen fürchtet. Das ist nur menschlich. Es ist menschlich, aber auch falsch.

Nein, Krebs ist nicht genetisch bedingt in dem Sinne, dass eine bestimmte Tumorart definitiv weitervererbt wird. Es gibt allerdings Hinweise darauf, dass bestimmte Krebsarten, vor allem Prostata, Darm- und Brustkrebs auch familiär mitbestimmt werden. Nach heutiger Kenntnis beruhen etwa fünf bis zehn Prozent aller Krebserkrankungen auf einer erblichen Veranlagung, d.h. nicht der Krebs selbst, wohl aber die Veranlagung dazu kann vererbt werden.

Grundsätzlich spielen dabei die gleichen genetischen Veränderungen in Onkogenen, Tumorsuppressor-Genen oder Reparaturgenen eine Rolle wie bei spontan entstehenden Tumoren.
Voraussetzung allerdings ist, dass die zugrunde liegenden genetischen Schäden entweder in der Eizelle der Frau oder im Spermium des Mannes vorhanden sind (sogenannte Keimbahnmutation), da nur genetische Schäden dieser Zellen bei der Vererbung weitergegeben werden können. Je nachdem, ob Onkogene, Tumorsuppressor-Gene oder Reparaturgene betroffen sind, führt die Weitergabe der Gendefekte in den Keimzellen jedoch nicht immer sofort zur Tumorentstehung, da im Organismus für jedes Gen eine zweite Sicherungskopie existiert. Erst wenn im Laufe des Lebens auch diese Sicherungskopie geschädigt wird, entsteht vielfach erst ein Tumor.

Quellen:
Herkunft und Entstehung von Tumoren (Äthiologie), in: H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006, S. 235-278

Allerdings wurde von Wissenschaftlern des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in aktuellen Studien deutlich höhere genetische Einflüsse entdeckt. Zu der Studie heißt es:

"Bisher sind die Forscher davon ausgegangen, dass es familiäre Formen nur bei wenigen Tumorarten gibt. Der Epidemiologe Kari Hemminki hat das Gegenteil entdeckt.
Der Experte hat anhand der schwedischen Familienregister festgestellt, dass bei fast allen Tumoren familiäre Erkrankungsformen vorhanden sind. Das bedeutet, dass in den betroffenen Familien sowohl für Nachkommen als auch für Geschwister von Betroffenen ein erhöhtes Erkrankungsrisiko besteht.

Schweden bietet aufgrund seiner umfassenden Bevölkerungsstatistik einzigartige Möglichkeiten zum Studium genetischer Risiken von Krebserkrankungen, da alle seit 1932 Geborenen in einem Familienregister dokumentiert sind. In diesem Register befinden sich Daten über mehr als zehn Mio. Menschen. Zusätzlich dazu erfasst das Schwedische Krebsregister fast
100 Prozent der Krebserkrankungen im Land. Durch Zusammenführung beider Datenbanken, die auch am DKFZ genutzt werden, konnten Hemminki und sein Team mehr als drei Mio. Familien untersuchen. Der Experte fand fast 5.000 Familien, in denen jeweils mehrere gleichartige Tumorerkrankungen aufgetreten waren.

Bei 24 von 25 Tumorarten fand Hemminki familiäre Erkrankungsformen. Am häufigsten waren familiäre Tumore bei Prostatakrebs (rund 15 Prozent), gefolgt von Darmkrebs (10 Prozent) und Brustkrebs (8,5 Prozent). Am seltensten waren familiäre Krebserkrankungen bei Bindegewebs- (0,4 Prozent) und Hodentumoren (0,5 Prozent). „Betrachtet man den Grad der Erblichkeit, zeigen sich ebenfalls erhebliche Unterschiede von Krebsart zu Krebsart. Das höchste genetische Risiko wiesen Familien mit Hodenkrebs auf“, berichtet Hemminki. Söhne von erkrankten Vätern hatten im Vergleich zu Söhnen aus Familien ohne Hodenkrebs ein vierfach erhöhtes Risiko, Brüder von Betroffenen sogar ein neunfach erhöhtes Risiko, selbst an einem Hodenkrebs zu erkranken.

Familiäre Erkrankungen kommen auch bei verbreiteten Krebsarten wie Prostata-, Nieren-, Haut-, Magen- und Lungenkrebs, Leukämien und endokrinen Tumoren vor, und zwar häufiger als bisher angenommen. Ein besonders hohes Erkrankungsrisiko beobachtete der Forscher in Familien mit mehr als zwei Erkrankungsfällen bei Verwandten ersten Grades bzw. niedrigem Erkrankungsalter. „Beides lässt auf eine durchschlagende genetische Disposition für die jeweilige Krebserkrankung schließen und sollte eventuell Anlass für eine genetische Beratung geben“, meint Hemminki.

Das Argument, die beobachtete familiäre Häufung von Krebserkrankungen könne ebenso durch geteilte Umweltfaktoren bedingt sein, schließt der Experte aus. „Frühere Studien an Ehepaaren haben gezeigt, dass die Krebsrisiken nur bei streng umweltbedingten Tumoren wie etwa Lungen- oder Genitalkrebs parallel anstiegen“, meint der Epidemiologe. Allerdings bleibe das Risiko in der Regel weit unter dem genetisch bedingter Tumoren."

nachzulesen

http://www.medizinauskunft.de/artikel/diagnose/krank…, vom Jahre 2004

Fazit: Bei einzelnen Krebsarten wird ein bestimmtes Gen vererbt, das die Entstehung von Krebs begünstigt, aber nicht per se bewirkt; dh. auch wenn man dieses Gen vererbt bekommt, bedeutet dies nicht, dass man Krebs entwickelt, nur dass die Wahrscheinlichkeit höher ist im Vergleich zu einem Mitmenschen, der dieses Gen nicht besitzt, dass man einen Tumor ausbilden kann. Wie immer auch die tatsächliche Gewichtung des familiären Hintergrundes sein mag, einflussreicher als genetische Veranlagung bleiben die Umstände des täglichen Lebens, d.h. die eigenen persönlichen Lebensumstände, Arbeit, Umgebung, Ernährung, Bewegung etc.

Natürlich sollten Sie bei Ihrer Familiengeschichte und Ihrem Befund von Knoten in der Brust erst recht zur Vorsorgeuntersuchung gehen, und zwar schnellstmöglich.
Nehmen Sie Ihre Angst an, aber lassen Sie sich nicht von ihr lähmen. Gehen sie zur Vorsorgeuntersuchung.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas helfen. Bei weiteren Fragen melden Sie sich bitte wieder hier oder auf meinem blog.

Alles Gute für Sie, Dr.A.Schrenk

liebe Mone,

es müssen in einem Körper schon 5-10 Schutzmechanismen überwunden werden, damit sich zunächst ein gutartiger und dann daraus ein bösartiger Tumor erwächst.
Die Anzahl der Schutzmechanismen kann variieren (erklärt warum Bundesanzler a.D. Schmidt kein Lungenkrebs bekommen hat - muss extrem gute Gene haben) oder warum vielleicht einige in eurer Familie so wenig Schutz gegen den Krebs haben.
Bitte lasse die Knoten kontrollieren. Die meisten Raumforderungen die man tastet sind gutartig, aber du willst ja nicht unbedingt warten, bis das größer wird oder ggf. tatsächlich umschlägt. Eine gute Frauenärzting kann dir schnell sagen, was sie davon hält und wird wahrscheinlich einen Ultraschall davon machen, bei der Vorgeschichte in der Familie wahrscheinlich auch alles Kostenfrei. In seltenen Fällen kann man auch eine Mammographie bei sehr jungen Frauen machen oder sogar ein MRT. Regelmäßige Vorsorge ist unerlässlich und die Intervalle sollten hier auch auf das kleinstmögliche Mass reduziert werden.
Ob eine genetische Testung Deiner Mutter sinnvoll ist, kann Dir nur Ihr betreuender Onkologe sagen, den Du gerne mit Ihr zusammen mal um Rat fragen kannst, denn es gibt sehr seltene Fälle, bei denen tatsächliche eine familiäre Häufung vererbt wird.
Das heißt aber nicht, dass man dann auch daran erkrankt, man muss einfach dann genauer schauen und großzügiger „knoten“ beobachten und ggf. rausnehmen.

Mach Dich nicht verrückt, aber gehe bitte zur Vorsorge, damit die Gewißheit was es ist, Dich wieder ruhig schlafen läßt. Denn Ungewißheit quält mehr als alles andere.

Grüße,

Helmut

Hallo Blinki79,
nein, gemäß aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse gibt es keine vererbbaren Krebskrankheiten.
Es kommt vielmehr auf gemeinsame soziale Umstände, den Wohnort und Essens- bzw. Lebensgewohnheiten an. Wenn mehrfach Familienmitglieder betroffen sind, dann ist das eher darauf zurückzuführen, aber nicht auf eine genetische Veranlagung. Dabei ist z.B. entscheidend, welches Wasser haben Sie alle getrunken, an welchem Wohnort, in welchem Haus gewohnt, welchem Stress waren Sie dauerhaft ausgesetzt etc. Wenn Familienmitglieder davon betroffen sind ist das aber noch lange kein Todesurteil für Sie, Sie haben eine nahezu 100% Überlebenschance bei der kompletten Änderung ihres Lebenswandels und ihrer Lebensumstände. Das betrifft vor allem die Lebenshaltung und positive Einstellung.
Dazu gibt es aktuelle Studien im Internet nachzulesen.
Leider sind viele Fachärzte, was das betrifft noch nicht auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft, daher kann es Ihnen gegenüber leider zu Fehlauskünften kommen.
Falls noch etwas unklar ist und weitere Fragen auftauchen, bitte gerne nochmals emailen.

Liebe Grüsse und alles Gute sendet

liebe Mone,
das ist nat

liebe Mone,
das, was Du schilderst ist natürlich schon sehr beunruhigend und schrecklich für Dich, vor allem, da es im engsten Familienkreis geschieht.
Ich kann gut verstehen, dass Du Angst hast vor bedenklichen Ergebnissen, wenn Du einen Arzt aufsuchst, aber es kommt auf Dein Sicherheitsbedürfnis an: wenn Du lieber Angst vor vielleicht eintretenden Erkrankungen hast, dann meide Arztbesuche und fürchte Dich lieber grundlos.
Wenn Du allerdings Gewissheit haben willst, dann stell Dich Deiner Angst und lass Dich durchchecken, dann hast Du entweder Grund zum angsthaben oder Du bist beruhigt, dass zur Zeit nix festzustellen ist: Du hast die Wahl.
Noch zu Deiner 1. Frage: es gibt Erkrankungen, die gehäuft eine Familie betreffen, aber nicht jede® in der Familie erkrankt.
Geh zum Hausarzt/Hausärztin und hab Vertrauen
rät Dir
synapse (selber Hausarzt)

Liebe Mone,
Deine Angst ist ja gut verständlich, und um die zu beruhigen, hilft nur genaues Durchchecken beim Arzt. Über die Erblichkeit von Krebs wird geforscht und geforscht. Es gibt bisher meines Wissens nach nur ein sicheres Ergebnis: ein Gen für eine bestimmte Art von Brustkrebs. Bei Frauen, die dieses Gen haben, ist das Risiko um einiges höher als bei anderen Frauen, kriegen kann Frau den Brustkrebs mit oder ohne Gen - oder eben auch nicht. Mach Dir also nicht allzu viele Sorgen. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan. Vielleicht hilft (auch wegen Deiner Familiengeschichte) eine Psychotherapie bei der Angstbewältigung.
Ich wünsce Dir alles Gute!
Angelika