Krebsangst

hallo,

also folgendes Problem…ich hatte vor kurzem eine Pilzinfektion im Genitalbereich…das ganze hab ich gleich mit Krebs in Verbindung gebracht…dann hatte ich irgendwie keinen Hunger mehr… und ich hatte ständig laute Darmgeräusche…nun habe ich einen kleinen Knoten im linken Unterbauch festgestellt…auch hier hab ich gleich wieder an Krebs gedacht… irgendwie macht mich diese Angst noch total verrückt…ich hab in einer Woche einen Arzttermin zur Untersuchung…allerdings fällt es mir schwer, diese Zeit noch auszuhalten…wahrscheinlich werde ich total gesund sein…aber diese Angst kommt immer wieder, obwohl es in meiner Familie noch nie einen Krebsfall gab, denke ich ständig daran…sollte ich auch noch einen Psychologen aufsuchen?

Vielen Dank für die Antworten !!!

achso, außerdem muss ich zur zeit häufig wasser lassen und habe das gefühl das der urin ungewöhnlich hell ist.

Behandlung von Krebsangst
obwohl es in

meiner Familie noch nie einen Krebsfall gab, denke ich ständig
daran…sollte ich auch noch einen Psychologen aufsuchen?

hallo toni,
ja du solltest auf jeden Fall einen Psychotherapeuten (Arzt oder
Psychologen) aufsuchen, um weitere unnötige Untersuchungen die nur Zeit
vergeuden und zusätzliche Kosten verursachen, zu vermeiden.

Hallo,

ich kann Nashorn nur zustimmen.
Ich selbst habe so ziemliche alles verstorbenen Verwandten wegen Krebs verloren, mein Mann hat z.Zt. Darmkrebs im Endstadium (es ist schrecklich, das mitzuerleben), und trotzdem kann ich Deine Ängste nicht nachvollziehen.
Ich schätze, es steckt etwas anderes hinter Deiner Angst vor Krebs und ein guter Psychologe oder eine Selbsthilfegruppe kann da vielleicht helfen.
Versuch es auf alle Fälle, so leben macht ja auch keinen Spaß.

Gruß, Anne

Moin, Toni,

keep cool. Auch ich habe diese Anwandlungen. Jedesmal, wenn ich mir beim Rasieren eine Scharte schneide, denke ich, das könnte eine Warze gewesen sein - die erste Vorstufe von Hautkrebs. Das passiert mir alledings schon seit 40 Jahren, inzwischen habe ich mich daran gewöhnt.

Wenn der Urin recht blass ist, hast Du schlicht zuviel Farbloses getrunken. Hau Dir Holundersaft rein oder Rote-Bete-Saft und staune über die Farben.

Nochmal: Keep cool. Ich hatte mal ein Magengeschwür, nein, zwei im Abstand von vier Jahren, dazu einen Internisten, dessen Stirn sich in hundert Falten legte, wenn er mich nur sah. Heute fehlt mir nichts mehr. Doch - der Internist, ein begnadeter Philosoph.

Gruß Ralf

Strategie ändern!
Hi,

ich kann deine Angst verstehen. Wir alle sind um unser Leben besorgt und möchten auf keinen Fall ernsthaft krank werden. Da wird dann jeder Pickel gleich zum Krebsgeschwür, jedes Knurren und Zucken wird gleich mit einer unheilbaren, unbekannten Krankheit in Verbindung gebracht die man nur selber hat und niemand anderes. Und die Ärzte… die haben sowieso keine Ahnung und keiner versteht einen…
Und dann die Schreckensmeldungen in Funk und Fernsehen. Ja, und dann die Schicksalberichte in den Printmedien. Und Amputationen bei kleinen Kindern, bei dem der Krebs aus jeder Öffnung brütet.

Hinzu kommt dann noch das Internet. In 1000 Foren weiß immer irgendjemand was besser und es gibt immer einen, der das gleiche Leiden hatte - nur 100 mal schlimmer. Und dann gibt es 10 Leute, die 12 verschiedene Meinungen haben. „Mein Opa hatte genau das gleiche - halbes Jahr später war der tot… wäre er mal… hätte er mal… hätte… täte… tüte…“.

Fakt ist, dass du dich anscheinend (ohne vorrausgreifen zu wollen - ich kenn dich ja nicht) zu oft, zu sehr und zu intensiv mit deinem eigenen Körper beschäftigst. Es ist ganz logisch, dass du keinen Hunger mehr hast, wenn du ständig daran denken musst, dass dies und das bei dir nicht in Ordnung sein könnte. Man fällt in eine Spirale und das Ganze wird zum Selbstläufer. Man läuft von Arzt zu Arzt in der Hoffnung, dass irgendeiner irgendwas findet, was das Ganze erklärt. Findet der Arzt nichts, dann geht man zu dem nächsten, weil man nicht die erhoffte Antwort erhält. „Sie haben nichts“, klingt langweiliger als „Sie haben nur noch 3 Monate zu leben!“. Eine feststellbare, handfeste Diagnose würde deinen Leiden einen Namen geben und du hättest einen Grund dich zu fürchten. So hast du nunmal keinen und jedes Knurren und Zucken wird zur Katastrophe, weil man sich ständig sagt: „Ja, und wenn er was übersehen hat?“

Dafür gibt es ansich nur zwei Erklärungen:
a.) Du führst ein total langweiliges Leben und hast einfach nicht die Ablenkung, die du bräuchtest um dich nicht ständig mit jedem Pickel zu befassen oder
b.) Du hast eine ernsthafte Neurose, die behandlungsbedürftig ist.

Ich gehe mal stark davon aus, dass du einen gut gefüllten Medikamentenschrank hast, wo für jedes Wehwehchen ein Mittel steht. Weiter mutmaße ich, dass du deine Freizeit mit dem Lesen von medizinischer Fachlektüre vergeudest und bei wikipedia die komplette Medizinsparte durchgelesen hast.

Tipp für dich im Fall A: Sorg mal für Ausgleich in deinem Leben. Besorg dir einen Job, wenn du keinen hast, finde ein neues Hobby, baue Modellflugzeuge, reise mal Weg oder such dir einen Partner. Geh mal in die Disko und besauf dich mal ordentlich. Oder treff dich mal mit Kumpels zu einer geselligen Runde. Geh mal aus dem Haus und mach irgendwas. Such dir eine Brieffreundin, lern eine neue Sprache, hol dein Abi nach - mach irgendwas, was wieder Sinn in dein Leben gibt.

Tipp für dich im Fall B: Geh nicht zu 20 verschiedenen Ärzten, geh mal zu dem RICHTIGEN Arzt, was in dem Fall der Psychologe ist. Ein erster Schritt ist es dich deinem Hausarzt anzuvertrauen. Du selber schreibst ja, dass du das Gefühl hast, dass du da hingehörst. Das wird eine ungeheure Erleichterung für dich werden.

In Zeiten unserer Konsum- und Bequemgesellschaft trifft man solche hypochondrische Auswüchse häufiger. Die Leute haben einfach nichts mehr spannendes im Leben.

Gute Besserung, levi

Es ist Winter

achso, außerdem muss ich zur zeit häufig wasser lassen und
habe das gefühl das der urin ungewöhnlich hell ist.

… dann wird mehr von der Flüsssigkeitsmenge, die du oral inkorporierst nicht zum kühlen genutzt, sondern einfach ausgeschieden.

Wie ich immer sage: Viel trinken, evtl. auch zuviel.

Dir ist bewusst, dass dein Körper, auch durch leichtes Schwitzen, seine Temperatur reguliert? Und dafür auch mal Durst erzeugt.

Gruß

Stefan

Fast ein sternchen
Hi,

deine einführung war ziemlich treffend. Da kann man nicht viel hinzufügen. Aber der rest war scheiße!

Die angst vor krebs ist ganz natürlich.
Unser gesundheitssystem prsdigt uns nur noch „vorsorgeuntersuchung, gesunde lebensweise, kein alkohol, kein nikotin, kein sex.“
Wovon wir früher blind geworden sind oder rückenmarksschwund bekommen haben ist heute der risikofaktor nummer eins für „KREBS“.

Daher kann man nicht jeden direkt zur terapie raten oder sagen: „get a life!“

Der weg führt IMMER über den hausarzt, der ALLES ausschließen muss. Dann kann man sagen, man solle einen therapeuten aufsuchen.

Zum fragesteller:
Natprlich ist die angst eher etwas übertrieben. Aber man solle sich nicht verunsichern lassen. Wenn man schon selbst erkennt, dass man evtl. etwas „hilfe“ braucht, dann soll man das auch ruhig vor den HA äußern…

LG ALex:smile:

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Hallo…
Wenn dich deine ständigen Ängste im Leben einschränken, dann musst du natürlich wie alle anderen hier auch erwähnt haben professionellen Rat holen…Aber trotzdem würde mich eine Frage interessieren:
Wovor hast du denn wirklich Angst?
Wenn ich beschäftigt bin; dem Leben was beisteuern kann und mich nicht mehr so mit mir selbst beschäftige, mich den Aufgaben im Leben widmen kann, Freizeit geniessen kann,mich um meine Familie,Beziehung, Freunde kümmern kann,…dann habe ich auch keine Ängste mehr.Die Ängste kommen immer dann auf wenn meine Gedanken nur um mich kreisen (und diese Phase habe ich auch hinter mir; auch mit Therapie…Diese habe ich dann beendet, weil ich das Gefühl hatte dass ich keinen Psycho-Rat mehr brauche und es auch selber meistern kann; das wichtigste ist dass man unabhängig wird durch die Therapie und nicht abhängig wird von der Therapie!).
Hast du keine Aufgaben im Leben die dich auch ablenken?
In anderen Ländern sterben Menschen tagtäglich qualvoll; hast du z.B.nie Nachrichten über die Mönche in Burma gelesen?In Tel Aviv leben die Menschen in ständiger Sorge dass jederzeit ein Selbstmordattentäter sich unmittelbar in der Näche in die Luft sprengen könnte…
Mir helfen oft solche Gedankengänge, wenn ich mal wieder träge werde…

Gruss Firdevsii

Selbstzitat
Hallo,

Der weg führt IMMER über den hausarzt, der ALLES ausschließen
muss. Dann kann man sagen, man solle einen therapeuten
aufsuchen.

Ich zitiere mich mal selber:

„Ein erster Schritt ist es dich deinem Hausarzt anzuvertrauen.“

Gruss, levi

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vielen dank für die vielen Ratschläge…ich werde das ganze dann nächste woche durchchecken lassen und sofern alles ok ist auch mal um psychologischen beistand bitte…na ja um nochmal darauf zurück zu kommen…ne arbeit habe ich…also von langeweile kann eigentlich nicht die rede sein…vielleicht fehlt aber auch einfach die ablenkung nach der arbeit…also nochmals vielen Dank an Alle !!!

Hi Alex,

Aber der rest war scheiße!

Ach tatsächlich? Fand ich gar nicht.

Die angst vor krebs ist ganz natürlich.

Ja, durchaus… Niemand möchte nach einer Chemo wochenlang kotzen, alle Haare verlieren , etc., aber : ich würde hier sehr wohl zwischen der ‚handelsüblichen‘ Angst und Angsstörungen (Carcinophobie) bzw. einer in dieser Richtung gehenden Form der Hypochondrie ('ich habe ‚nen Pickel, das ist bestimmt Krebs‘).

Unser gesundheitssystem prsdigt uns nur noch
„vorsorgeuntersuchung, gesunde lebensweise, kein alkohol, kein
nikotin, kein sex.“

Jajaja, nur: wo bleibt das Leben?! In unserer Familie gab es einige Krebserkrankungen, ich komme auch langsam in das Alter, in dem eine der Krebsformen zuschlagen könnte, zumal ich mit meinem Magengeschwürchen dafür prädestiniert bin. Soll ich mich jetzt gleich einbuddeln lassen, um gar nicht erst in diese ‚Verlegenheit‘ zu kommen?.

Der weg führt IMMER über den hausarzt,

Blödsinn! Der HA mit seinen ‚Kopfpauschalen‘ ist gar nicht in der Lage dazu, ‚alles‘ auszuschließen!

Dann kann man sagen, man solle einen therapeuten
aufsuchen.

Ich glaube kaum, daß ein HA (der bestenfalls Internist ist) qualifiziert ist, eine Angststörung zu beurteilen.

Grüße
Renee

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