Krebspatienten verhungern

hallo Yve,

das alles spricht doch keineswegs gegen meinungsfreiheit. im
gegenteil, wenn du zu lebzeiten klar deine meinung sagst, so
hast du doch eine deutlich höhere chance, dass dieser dann
auch später nachgegangen wird.

wer sagt, dass das dann noch tatsächlich deine meinung ist? gerade während der intensivtherapie geht dir in kürzester zeit extrem viel durch den kopf, stürzen ganze weltbilder für dich in sich zusammen, bricht vieles weg, was du so noch gar nicht ahnen kannst, wenn du es nicht mindestens einmal vorher am EIGENEN körper gespürt hast. und auch dann weißt du noch nicht, wie du das nächste mal auf diese ungewohnte nähe reagierst. dann etwas aus der hand zu geben, was deinen willen als den von vor x monaten beschreibt, kann unter umständen tödlich für dich sein. bis hin zum unterlassen von lebensrettenden operationen. bis hin zum von dir vermeintlich gewünschten abstellen des implantierten defibrillators am tag x. meine schwiegermutter hat mir mal gesagt, ich soll ihr signalisieren, wenn sie alt ist. einmal war ich extrem sauer auf sie. klar, dass ich sie an dem tag alt fand. es war ja nur ein tag. nicht ihr tag x. sie vertraut mir offensichtlich. auch wenn ich achterbahn fahre. aber mich darüber entscheiden zu lassen, ob sie alt ist, verkneift sie sich inzwischen.

gruß.

Tach zurück,
kann es sein, dass Du Dich persönlich in vielen Dingen gleichmal angegriffen fühlst? Internetwissen reicht noch lange nicht aus um sachlich und argumentiv die medizinischen Belange anderer zu klären. So und jetzt komm mal runter von der Palme auf der Du sitzt!

Ich weiss nicht was die Frage des Sterbenswollen mit Auschwitz zu tun hat - wenn das dein Niveau ist sachlich Fragen oder Themen zu diskutieren dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

Auf deine weiteren plumpen Komentare mag ich hier nicht eingehen ich denke viele andere die lesen können haben mich verstanden.

Tach auch!

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Hallo Biggi,
neben mir lebt jemand mit fremder Niere und jemand mit fremden Herzen (definitiv keine Lebend-Spender). Fuer die bin ich dankbar.
Gruesse Elke

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HAllo,
leider kann ich noch keine Sterne verteilen, weil ich die Wartezeit nicht erfüllt habe, zu diesem Beitrag von mir jedoch einen dicken „virtuellen“ Stern. Den gleichen Eindruck wie Du habe ich auch schon öfter bei der Lektüre von Biggis Beiträgen gehabt.

Grüße
Heidi

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Hi Gemeinde! Hi Yve, Elke und Biggi!

Yve und Elke stimme ich (wie bei Elke so oft!) voll zu.

Es stimmt durchaus, daß wenn man kurz vom Ende im Krankenhaus liegt, oft dem eigenen Leben Revue passiert wird. Und dann entstehen sehr wichtige Entscheidungen. Eine davon ist eben, ob ich möchte, daß meine Organe (falls ich in Frage komme, wie Yve sehr zu Recht gesagt hat) bei meinem Tod gespendet werden oder nicht. Deine Meinungsfreiheit besteht darin, noch zu diesen (letzten) Zeiten Deines Lebens, Deine Entscheidung zu bestätigen oder eben zu ändern. Beides steht Dir zu und es wird respektiert.

Auch stimmt, daß bei sehr schwerkranken Menschen kurz vom Ende, eine deutliche Besserung des allgemein Zustandes eintrifft. Jeder der sich mit Menschen in diesem Stadium beschäftigen, wird es dir auch bestätigen können. Doch der Schein trügt, leider…

Ansonsten m.W. ein 90-jähriger Mensch hat ein sehr langes Leben hinter sich. Vielleicht ein tolles Leben. Aber vielleicht eben nicht. Das hat eine riesen Bedeutung bei der Lebenswille überhaupt. Wer nichts mehr vom Leben zu erwarten hat (oder zumindest so denkt und das glaubt) wird bestimmt bald sterben. Es hört sich grausam an, aber es stimmt. Auch jeder Arzt wird es Dir bestätigen können. Eventuell Dein Nachbar, als Du ihn trafst, war gerade in so einer Phase, wo er sich bestens fühlte und Hoffnung wieder schöpfte. Vielleicht auch nicht… Aber Deiner Beschreibung nach, kann ich mir sehr gut vorstellen, daß es so ist.

Du kennst bestimmt jemand der Krebs hat oder der jemand in seiner Familie hat, der daran gestorben ist. Stimmt’s? Wenn es so ist (und davon gehe ich jetzt mal aus) frage sie mal. Es istleider so, daß die Chemotherapie eine sehr gewaltige Wirkung hat, nämlich: Menschen haben kaum Appetit und müssen sich oft überbegen. Brech- und Würgereiz ist so allgegenwärtig, daß man nur weg vom jegliche Nahrungsmittel sein will. Diese Chemotherapie wirkt, indem Zellen abtötet. Leider aber nicht nur die befallenen sondern auch gesunde. Dieses Vorgang hat u.a. o.g. Wirkung zur Folge. Was ist damit meine??? Nur eins: Ich frage mich nämlich weshalb du von vorne herein davon ausgehst, daß dein Nachbar absichtlich nichts zu Essen bekam. Glaube mir, Biggi, so was habe ich, in meiner langjährigen Berufsleben noch nie erlebt (ausser medizinische Gründe dagegen sprechen).

Schönen Gruß
Helena
*die seit Jahren einen Spendenausweis hat und jeder in ihrer Nähe davon informiert hat*
*die einen Organspendeausweis für sein 2-jährigen Sohn hat ausstellen lassen und ebenfalls jedem davon in Kenntnis gesetzt hat*
*die spätestens seitdem sie zum ersten mal in einer Dialyse-Station war, davon überzeugt ist, eine gute Sache gemacht zu haben*
*die eine sehr gute Freundin hat, die ausschließlich noch am Leben ist, weil sie die Niere eines Spenders in sich trägt*

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Hi Yve,

natürlich hast Du ein Sternchen von mir bekommen.

Ich kriege echt Zahnweh, wenn ich das dumme Geplapper höre, daß die Notärzte einen sterben lassen, damit ein anderer Patient ein Organ bekommt.

Erstens: Sowas ist eine unverschämte, dreiste Unterstellung gegenüber den Leuten, die tagtäglich uns von der Straße kratzen, wenn es nötig ist. Keiner der Notärzte oder Sanitäter, die ich kenne, stecken das locker weg, wenn sie einen Patienten nicht retten können. Wer selbst noch nicht in dieser Lage war, sollte sich einfach über die Beurteilung derer Motivation zurückhalten.

Zweitens: Wie schon gesagt wurde, muß der Hirntod von zwei geeigneten Ärzten unabhängig voneinander festgestellt werden. Diese dürfen weder an der Entnahme noch an der Transplantation beteiligt sein. Mögliche Spendefälle werden an Eurotransplant in Leiden/NL weitergeleitet; dieser sind Deutschland, die Benelux-Staaten, Österreich und Slowenien direkt angeschlossen und es besteht eine Verbindung mit weiteren Vermittlungszentralen inner- und außerhalb Europas. Wie man das sonst noch gegen Mißbrauch absichern soll, weiß ich auch nicht.

Drittens: 2000 wurde durchschnittlich die Hälfte des Bedarfs realisiert. Schonmal drüber nachgedacht, daß jegliche Organmafia schlicht überflüssig wäre, wenn jeder einen Spenderausweis hätte? Damit könnte man nämlich verhindern, daß z.B. in Südamerika Leute und Straßenkinder abgeschlachtet werden, weil es nicht nötig wäre, daß ein Reicher sich auf illegalem Weg ein Organ beschaffen muß.

Viertens: Eine Vogel-Strauß-Haltung ist nicht fair gegenüber den Angehörigen, die im Bedarfsfall in ihrer Trauer eine Entscheidung treffen müssen. Wenn schon kein Ausweis, dann sollte man wenigstens der Familie mitteilen, wie man dazu steht, um Gewissenskonflikte möglichst einzudämmen.

Fünftens: Geht mal davon aus, daß diejenigen, die sich am meisten vorher in die Hose machen, am lautesten nach einer Spenderniere schreien, wenn sie an der Dialyse hängen. Es kann schon morgen jeden von uns treffen - entweder auf der einen oder auf der anderen Seite. Ist es fair, ein Organ annehmen zu wollen, wenn man selbst nicht zur Spende bereit ist?

Sachliche Fakten und Antworten gibt’s auf der Seite
http://www.akos.de/

Gruß
mowei

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Hallo Elke,

neben mir lebt jemand mit fremder Niere und jemand mit fremden
Herzen (definitiv keine Lebend-Spender). Fuer die bin ich
dankbar.

Die Stunden vom Hirntod bis zur Organentnahme sind schlimm. Überhaupt die Entscheidung, eine Hirntoddiagnostik einzuleiten, ist schlimm. Und jeder Anlass weniger dazu nimmt das Tempo aus der Situation. Du kannst dich dann besser auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Egal wer draußen wartet.

Gruesse

teuer verblichen
Tach zurück,

kann es sein, dass Du Dich persönlich in vielen Dingen
gleichmal angegriffen fühlst?

Was ordnest du als Ding ein? Und was als Angriff? Wenn mich etwas berührt, reagiere ich. Gleichmal. Du heute offensichtlich auch.

Internetwissen reicht noch lange
nicht aus um sachlich und argumentiv die medizinischen Belange
anderer zu klären.

Ich lese dich.

So und jetzt komm mal runter von der Palme
auf der Du sitzt!

Ist das ein persönlicher Angriff?

Ich weiss nicht was die Frage des Sterbenswollen mit Auschwitz
zu tun hat - wenn das dein Niveau ist sachlich Fragen oder
Themen zu diskutieren dann kann ich nur mit dem Kopf
schütteln.

Wer will sterben?

Auf deine weiteren plumpen Komentare mag ich hier nicht
eingehen ich denke viele andere die lesen können haben mich
verstanden.

Gruß.

warte-arbeit
hallo,

leider kann ich noch keine Sterne verteilen, weil ich die
Wartezeit nicht erfüllt habe, zu diesem Beitrag von mir jedoch
einen dicken „virtuellen“ Stern. Den gleichen Eindruck wie Du
habe ich auch schon öfter bei der Lektüre von Biggis Beiträgen
gehabt.

offensichtlich lassen sich medizinische belange bis hin zum gleichen eindruck im internet klären. hesperos hat jetzt vielleicht eine sorge weniger. vielleicht hilfst du ihm so, mehr als du ahnst.

hast du hunger?

Hallo Biggi,

Die Stunden vom Hirntod bis zur Organentnahme sind schlimm.

Das bezweifle ich nicht.

Überhaupt die Entscheidung, eine Hirntoddiagnostik
einzuleiten, ist schlimm.

Auch das nicht.

Und jeder Anlass weniger dazu nimmt
das Tempo aus der Situation. Du kannst dich dann besser auf
das Hier und Jetzt konzentrieren. Egal wer draußen wartet.

Trotzdem halte ich deine Befuerchtungen gegenueber einer
erschlichenen Lebendentnahme von Organen fuer beleidigend
gegenueber dem Notfallpersonal in Krankenhaeusern.

Was die in deinem anderen Posting angesprochene „Sicherheit“
deines Lebens betrifft, so magst du marginal sicherer leben
als ich mit Organspendeausweis (genau wie mein Mann und meine
Kinder), aber ich glaube nicht, dass diese eventuell existierende
faktische groessere Sicherheit meine subjektiv empfundene Sicherheit,
die sich aus dem Glauben an die Menschen im Allgemeinen herleitet,
uebertrifft. Anders gesagt: Don Quixote hat ein schwereres Leben als ich.
Gegen Windmuehlen zu kaempfen empfinde ich als Verschwendung meiner
Energien, die ich, meine Familie und meine Freunde fuer anderes brauchen.

Gruesse, Elke

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Hallo Biggi,
würdest Du dir die Mühe machen und Dich mal für die Menschen interessieren, die mit Dir *kommunizieren*, dann hättest Du sicher festgestellt, dass sich Hesperos zwar männlich liest, aber nicht unbedingt ein Mann sein muss.

Ansonsten ärgere ich mich ein wenig über mich selbst. Man findet sie nämlich immer wieder im Internet: diejenigen die Fragen und Diskussionen nicht sachlich führen, sondern sich auf reine Provokation und Polemik spezialisiert haben. Generell habe ich nichts gegen das *anders denken*. Oft kann man Leute damit wirklich zum nachdenken anregen, nur gibt es auch hier gewisse Grenzen.

Für meinen Teil habe ich weder die Tagesfreizeit, noch die Motivation mich auf diese Art der Diskussionen einzulassen.

Daher kannst Du Dir jede Art der weiteren Provokation auch sparen. Wir werden uns hier sicher nicht mehr begegnen.

Einen schönen Tag noch!
Sandra

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Hallo Elke,

Wie lebt es sich, mit soviel Misstrauen?
Gruesse, Elke

an Biggis Beiträge sieht man doch, wie es sich lebt - ständig in der Furcht, jemand könnte mir etwas Böses tun oder noch schlimmer, alles was mir passiert, ist willentlich darauf ausgerichtet, mir zu schaden.

So könnte ich nicht leben - Biggis scheint nicht an das Gute zu glauben - vielleicht passiert Ihr darum auch nichts Gutes?

Grüße

Wendy

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Hi,

schon mal die Möglichkeit professioneller Hilfe ins Auge gefaßt?

Besort
Heidi

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Treibjagd
Hi du!

Auch stimmt, daß bei sehr schwerkranken Menschen kurz vom
Ende, eine deutliche Besserung des allgemein Zustandes
eintrifft. Jeder der sich mit Menschen in diesem Stadium
beschäftigen, wird es dir auch bestätigen können. Doch der
Schein trügt, leider…

Mobbing ist immer auch Einladung.

Ich frage mich nämlich weshalb du von vorne
herein davon ausgehst, daß dein Nachbar absichtlich nichts zu
Essen bekam. Glaube mir, Biggi, so was habe ich, in meiner
langjährigen Berufsleben noch nie erlebt (ausser medizinische
Gründe dagegen sprechen).

Wie engmaschig kontrollierst du den Blutzucker, um hypoglykämes Kammerflimmern zu vermeiden? Herz-Kreislauf-Versagen steht oft auf Totenscheinen. Hypoglykämie selten. Dabei ist die in Deutschland inzwischen schon fast natürlich. Und last but not least der jeweilige Krebs als Haupttodesursache.

Gruß.

Tach

erschlichene Lebendentnahme von Organen

Meinst du mit „erschlichen“ eine Antriebsarmut beim Reanimatiosteam mit juristischer Todesfolge und das Entstehen einer Zeitlücke zur Organentnahme durch externe Überflieger?

Gruß.

Hi,

schon mal die Möglichkeit professioneller Hilfe ins Auge gefaßt?

Einen Gerichtsmediziner, um den Totenschein zu ändern?

Gruß.

Hallo,

nein, z.B. eine Abklärung Deiner BZ-Werte, bei Hypoglykämie kann eines der Anzeichen nämlich auch geistige Verwirrung sein.
Woher hast Du denn bitte die Info, daß „hypoglykämisches Kammerflimmern“ eine wenig genannte, aber häufige Todesursache ist? Letztendlich ist die Todesursache eigentlich immer Herz-Kreislaufversagen.

Gruß
Heidi

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Hallo Biggi,

erschlichene Lebendentnahme von Organen

Meinst du mit „erschlichen“ eine Antriebsarmut beim
Reanimatiosteam mit juristischer Todesfolge und das Entstehen
einer Zeitlücke zur Organentnahme durch externe Überflieger?

Ich bin auf deine Andeutungen eingegangen, dass
bei Organspendern eventuell eine

Antriebsarmut beim Reanimatiosteam

vorliegen koennte, – ich selbst glaube nicht daran -;
die andere Alternative:

das Entstehen
einer Zeitlücke zur Organentnahme durch externe Überflieger

  • verstehe ich nicht.

Gruesse, Elke

wirr
Hallo,

nein, eine Abklärung der BZ-Werte, bei Hypoglykämie
kann eines der Anzeichen nämlich auch geistige Verwirrung
sein.

Ich unterstelle niemandem geistige Verwirrung. Höchstens gesteigertes Temperament bei kalten Händen.

Woher hast Du denn bitte die Info, daß „hypoglykämisches
Kammerflimmern“ eine wenig genannte, aber häufige Todesursache
ist? Letztendlich ist die Todesursache eigentlich immer
Herz-Kreislaufversagen.

Aus Betroffenen-Gesprächen in der Geschlossenen. Verwirrt genug?

Gruß.

Zeitnot & Lupe (Kolonialmacht vor Ort)
Hallo Elke,

Antriebsarmut beim Reanimationsteam

ich selbst glaube nicht daran -;

Das ist relativ, je nachdem, wer da grad liegt, OK? Wenn es ein Angehöriger von dir ist, erwartest du vielleicht auch ein paar mehr Umdrehungen pro Minute und nicht nur das Einläuten der nächsten Kaffeepause.

das Entstehen
einer Zeitlücke zur Organentnahme durch externe Überflieger

  • verstehe ich nicht.

Der Vorbehandler gehört nicht zum Entnahme-Team, um Interessen-Kollisionen zu vermeiden. Ist das Haus klein, fliegt das Team ein, entnimmt und verschwindet mit den Organen.

Gruss.