die Krankenkassen fordern Männer ab 45 Jahren Lebensalter zur
Krebsvorsorge-Untersuchung auf - einige „belohnen“ das sogar
mit einem Bonus.
Nun habe ich gehört, dass diese von den gesetzlichen
Krankenversicherungen bezahlte Untersuchung kaum was bringt,
weil ein beträchtlicher Teil heute möglicher Tests gar nicht
bezahlt wird - hier wird man dann von den Arzthelferinnen bzw.
vom Arzt aufgefordert (ziemlich masiv und nachdrücklich!), die
Untersuchung privat zu bezahlen (~ 80 EURO).
Zunächst: Eine Krebsvorsorgeuntersuchung so ganz allgemein bringt tatsächlich nichts. Man kann beweisen, daß jemand krank ist, aber nicht, daß jemand gesund ist.
Die Vorsorgeuntersuchungen heben vor allem auf Dickdarmkrebse ab. Und da wird es witzig. Wenn ich einen (!) symptomenlosen Darmkrebs finden will, so muß ich etwa 900 Untersuchungen machen, bei denen nichts rauskommt, also eine Menge rausgeschmissenes Geld, verschwendete Zeit udn Ressourcen.
IM Grunde kann sich das Gesundheitssystem eine solche Verschwendung gar nicht leisten.
Eine Ausnahme gibt es: Das sind die gynökologischen Krebse bei Frauen etwa ab 40.
Aber auch hier muß man vorsichtig sein: Man könnte denken: Ich mache bei jeder Frau ab 25 eine Mammographie, um sie gegen Brustkrebs abzusichern.
Kann man tun, nur erzeugt man auf diese Weise mehr Brustkrebse als man findet!
Bei Männern ist die Sache insgesamt fraglich.
Dazu meine Frage: Warum werden diese Kosten nicht von der GKV
getragen, wenn die „Standrad-Untersuchung“ doch angebl. so gut
wie nichts bringt?
Weil unsere Politiker sich in ein gutes Licht setzen wollen. Stellen Sie diese Frage per e-mail an SPD oder CDU. Aber die anderen Parteien versichern Ihnen ebenso gerne, daß ihnen das Wohl des Volkes am Herzen … würg!!
Sollte man diese Untersuchungen machen lassen und selbst
bezahlen oder ist das Panikmache und moderne
Beutelschneiderei?
Im Grunde oben beantwortet: Wenn man eine Frau ist ja, als Mann nein. Und bezahlen würde ich nicht dafür.