Kredit bei der Sparlasse für ca.180.000 Euro ?

Hallo erstmal, wahrscheinlich ist das eine sehr dumme frage aber ich sitze hier auf heißen kohlen und finde keine richtige Antwort dazu im netz. noch dazu verstehe ich nicht viel von diesen sachen :smile:

hier meine Gedanken:

meine Freundin und ich wollen aus unserer jetzigen Wohnung ausziehen, würden aber gerne eine Wohnung kaufen, naja, „Eigenkapital“ ist keins da aber Sicherheit vom Job und falls nötig könnte ich meine Eltern als „Sicherheit“ angeben :smile:

Wie gesagt wir würden uns gerne eine Wohnung kaufen.
Eine Wohnung alleine machts aber auch nicht, möbel bräuchten wir auch
und evtl. noch ein Auto :smile:

meine frage ist ob man von der Bank (in meinem fall die Sparkasse) ein Kredit von ca. 180.000 Euro bekommt.
bei einer Lufzeit von 25-30 Jahren würden es an die 650€ im Monat ausmachen. Ist ja fast wie Miete zahlen, deswegen denke ich mir das das doch bestimmt kein problem sein soll aber so wird es nicht sein :smile:

kann mir da einer weiter helfen??? kann ich meine Hoffnungen behalten oder kann ich sie vergessen??? weiter miete zahlen oder die eigene Wohnung kaufen ???

Hallo,

Grundsätzlich gibt es schon das Modell der Vollfinanzierung ohne EK.
Empfohlen wird aber immer min 20 % EK 40 % wären besser.
Das nächste ist, je schlechter deine Sicherheiten sind um so Teurer wird der Zins (Risikozuschlag) Grundsätzlich ein UNVERBINDLICHES Gespräch mit deiner Bank und Bausparkasse führen. Und dann weiter schauen

Mfg Sven

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

„Eigenkapital“ ist keins da aber Sicherheit vom Job und falls

Seid Ihr beide Beamte ?

nötig könnte ich meine Eltern als „Sicherheit“ angeben :smile:

Wie stellst Du Dir das vor ? Haben die Eltern Vermögen oder laufendes Einkommen.

Eine Wohnung alleine machts aber auch nicht, möbel bräuchten wir auch und evtl. noch ein Auto :smile:

Spätestens jetzt dürft Ihr Eure Träume begraben. Der Darlehensbetrag dürfte so weit über dem Wert der Wohnung liegen, dass Ihr ohne Sicherheiten das Darlehen wohl kaum bekommt.

meine frage ist ob man von der Bank (in meinem fall die
Sparkasse) ein Kredit von ca. 180.000 Euro bekommt.

Eher nicht.

bei einer Lufzeit von 25-30 Jahren würden es an die 650€ im Monat ausmachen.

Wie kommst Du denn auf 650 € ? Ich war bei über 1000 €.

Ist ja fast wie Miete zahlen, deswegen denke

Allerdings mit den finanziellen Verpflichtungen eines Eigentümers.

ich mir das das doch bestimmt kein problem sein soll aber so wird es nicht sein :smile:

Ich sehe da ein Riesenproblem.

behalten oder kann ich sie vergessen??? weiter miete zahlen
oder die eigene Wohnung kaufen ???

Ich würde erstmal das Auto und die Möbel kaufen und wenn das alles bezahlt ist, kann man über die Wohnung neu nachdenken.

Alternative
Du sitzt doch gar nicht auf heißen Kohlen. Du möchtest Dich aber gerade da draufsetzen :wink:

Euer Wunsch ist, ALLES sofort zu haben und für den Rest des Lebens abbezahlen. Und Ihr überseht dabei, daß dann nicht nur Zins und Tilgung zu zahlen sind! Die eigene Wohnung hat dann auch laufende Kosten für Instandhaltung und Modernisierung, das dann neue Auto hält auch nicht ewig und braucht ab und an eine Reparatur, oder neue Reifen. Und auch die kreditfinanzierten Möbel sind nicht für die Ewigkeit.
Mein Vorschlag: Jetzt Eure Ausgaben weitgehend zurückfahren und damit Geld ansparen. Und dann über das Angesparte nachdenken, wofür es auszugeben. Und immer eines nach dem anderen. Und wenn dann die Wohnung dran ist, bei der Bank nach einem Kredit nachfragen für die fehlende Differenz.

Gruß
Boris

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

ok, das mit dem Auto und den Möbel kauf war vielleicht etwas hoch gegriffen aber ist es wirklich so unwahrscheinlich das die Bank die Wohnung ohne Eigenkapital voll finanziert?

Im Grunde gehört doch dann der Bank die Wohnung bis man es ab bezahlt hat…

Weis einer vielleicht wie lange die max. Laufzeit ist? 25-30 Jahre???

am Donnerstag habe ich ein Termin bei der Bank und werde mal nachfragen aber dennoch denke ich mir das das doch funktionieren sollte.

Dumm gesagt: was sind schon 150000€ für eine Bank? zählt es nicht das man sich noch nie was zuschulden kommen lassen hat (schufa)

ok, das mit dem Auto und den Möbel kauf war vielleicht etwas
hoch gegriffen aber ist es wirklich so unwahrscheinlich das
die Bank die Wohnung ohne Eigenkapital voll finanziert?

Im Grunde gehört doch dann der Bank die Wohnung bis man es ab
bezahlt hat…

Die Bank will aber nicht unbedingt Immobilieneigentümer zwangszuversteigender Objekte werden

Weis einer vielleicht wie lange die max. Laufzeit ist? 25-30
Jahre???

am Donnerstag habe ich ein Termin bei der Bank und werde mal
nachfragen aber dennoch denke ich mir das das doch
funktionieren sollte.

Dumm gesagt: was sind schon 150000€ für eine Bank? zählt es
nicht das man sich noch nie was zuschulden kommen lassen hat
(schufa)

Die Banker haben jauch ach net die Glaskugel für die Zukunft :wink: und in 30 Jahren kann viiiiiiiiiiel passieren.
Ihr geht da recht blauäugig ran…

Der Kater

hoch gegriffen aber ist es wirklich so unwahrscheinlich das
die Bank die Wohnung ohne Eigenkapital voll finanziert?

Nein, Kaufpreisfinanzierungen sind üblich, aber wenn dann noch Möbel und Auto finanziert werden sollen, streichen die banken die Segel.

Im Grunde gehört doch dann der Bank die Wohnung bis man es ab
bezahlt hat…

Was soll die bank mit einer Wohnung ? Die wollen ihre Kohle zurück, die Wohnung macht denen nur unangenehme Arbeit.

Weis einer vielleicht wie lange die max. Laufzeit ist? 25-30
Jahre???

Das hängt davon ab, wieviel Tilgung Du bezahlen willst.

Dumm gesagt: was sind schon 150000€ für eine Bank? zählt es

Das erlebst Du gerade in Amerika, was passiert, wenn die Banken mit Immo-Krediten zu großzügig sind.

Träum weiter!
180.000€ entsprechen bei 5% Annuität schon mal 750€.

Eine persönliche Vorbemerkung: Ihr geht da wirklich sehr naiv ran - aber, okay, für solche Fälle hilft eben so ein Forum. Bis Donnerstag (schriebst Du was von Banktermin) solltet ihr da noch kräftig lesen. Z.B. auch gängigen Infoplatformen im Netz; auch mal einen „Online Finanzierer“ mit vielen Rechnern bemühen.

Ich persönlich halte von Finanzierungen ohne EK nichts; ich verstehe zwar den Wunsch nach Eigenheimen, muss aber auch appellieren, sich das mit Zahlen mal anschaulich zu machen. Nur so ein kleines Beispiel: für die 180k zahlst Du bei 1,44% Tilgung (Deine Vorgabe: 30 Jahre) und angenommenen 5% auf die ges. Laufzeit (das ist im 30j-Durchschnitt zu niedrig, denke ich) am Ende tatsächlich 180’000 Euro, plus ca. 168’000 Zinsen, also beinahe 90% drauf. Das also zum Thema kaufen sei ja irgendwie so wie mieten. Was ist dann Deine 180k Wohnung in 30 Jahren noch wert? Unterschätze bitte auch nicht die Kosten/Verluste, wenn Du nach 10 Jahren feststellst, dass Du jetzt doch etwas anderes möchstet, weil Du Kinder möchstest, aufs Land, oder Dich beruflich verändern möchtest.

Natürlich kann eine Finanzierung ohne EK klappen. Du solltest aber ein sehr ordentliches Einkommen haben. Ein Faustregel: Die mtl. Belastung (Kapitaldienst, also Zins plus Tilgung) sollte nicht höher als 33% von Deinem Netto sein. Zum Beispiel zurück: Du zahlst im Moment dann 966,28 für die Wohnung ab (180’000 mal 5% Zinsen, 1,44% Tilgung, geteilt durch 12). Ich würde raten, das auch noch stemmen zu können bei einer Rate von 1.210,10 (das entspricht der Annahme, dass nach Ende der Zinsfestschreibung der Zins 2% höher liegt; schau Dir mal historische Kurven an, das kann passieren; wir liegen im Moment immer noch sehr tief). Ergo, Du solltest also schon ca. 3000 netto haben. Es gibt genügend Vorschläge im Netz, wie Du schätzen kannst was Du mtl. so brauchst (Essen, Leben, Auto, Versicherungen, Altersvorsorge, usw.); rechne auch ca. 2 Euro pro qm Rücklage für Renovierungen an der Wohnung (das klingt viel ist aber (zumindest bei Häusern) angesagt). Dann weisst Du, was für die Finanz. übrig bliebe.

Möbel und Auto und so mit dieser Finanz. geht gar nicht, das stellt für die Bank keine „wertsteigernde Massnahme“ dar; Ausnahme könnte eine Einbauküche sein. Ich denke die Bank wird zumindest die 5-10 % Gebühren aus EK sehen wollen, real liegst Du eh schon bei einer 100%plus Finanzierung (denn die Bank kann nicht 100% des Kaufpreises beleihen, muss also Abschläge absichern)

Sag bitte der Bank nicht „das ist doch für Sie kein Problem“… Doch. Das wird es aber (siehe sub prime News)! Mit dem Statement ist das Gespräch dann schnell vorbei…

Ich kann mir gut vorstellen, dass eure Situation sich wie „heisse Kohlen“ anfühlt. Glaub mir, ich bin nicht sonderlich dreist oder anmassend wenn ich das in Frage stelle.
Ich würde auch vorschlagen, dass ihr euch vornehmt in den nächsten x Jahren (vielleicht 3) pro Monat mal 940 Euro zu sparen. Dann seid ihr in 3 Jahre (4% Zins angenommen ) bei 36’000 Euro, also 20% der Summe. Damit schlagt ihr 2 Fliegen mit einer Klappe: Ihr seht ob ihr (nebst Miete, ja, aber das sollte es euch wert sein. Ihr wisst ja wofür es es tut) es schafft und ihr seid in 3 Jahren mit 20% EK ein gern gesehener Kunde bei eurer und anderen Banken, also in einer sehr viel besseren Verhandlungsposition.

Also, viel lesen bis Do und nochmal ruhig nachdenken. Viel Erfolg.

b.

Hallo Filippo,

zu Deiner Frage muss ich auch meinen Senf dazugeben: ich sehe bei Euch neben dem Problem des Eigenkapitals auch die Tatsache, dass Ihr zu Zweit einen Immo-Kauf stemmen wollt. Mein persönlicher Grundsatz hierzu: sowas immer alleine stemmen oder gar nicht. Es haben schon viele Menschen (ob Männlein oder Weiblein - egal) die Hälfte eines Immobilienwertes abgesahnt, obwohl sie selber kaum was zur Abzahlung beigetragen haben. Du wirst jetzt denken, Mann, was hat der denn für ein Problem. Tja und damit hättest Du recht.

Gruss

Eckehart

Hallo,

äh - bei 180.000 Euro komme ICH auf ne Monatsrate bei

5 % Zinsen und 1 % Tilgung

komme ich auf eine Monatsrate von 900 Euro (und nicht von 650 Euro…)

Und nach 10 Jahren sind da dann aber noch 156.000 Euro Schulden übrig…

Abgezahlt wäre nach 35 Jahren (vorausgesetzt, Du kannst Dir nach Ablauf der Zinsbindung die Raten noch leisten…)

Was Ihr wollt, ist nicht nur eine 100 % Finanzierung, sondern eine 120 oder 130% Finanzierung (sprich: nicht nur den Wohnungskaufpreis, sondern alle kosten UND noch mehr!)

Ich wage mal zu bezweifeln, daß das im Moment ne Bank macht - egal, ob Sparkasse oder sonstwer

Wendy

Hallo,
warum eigentlich einen Kredit und keine Hypothek?
Ich habe noch nie von einem Krdeit gehört, der eine längere Laufzeit als 8-10 Jahre hat. Kann mich natürlich irren.
Eine über eine Hypothek finanzierte Wohnung kann durchaus sinnvoll sein. Du zahlst dann eben „nur“ die Hypothekenzinsen, was meist weniger ist als Miete.
Und die Wohnung steigt meist im Wert. Über die Abzahlung kann man sich dann am Ende Gedanken machen.

Bitte aber das Wohngeld nicht vergessen. Das macht bei EW mindestens 200 pro Monat aus!
MFG
Hagen

Hallo,
warum eigentlich einen Kredit und keine Hypothek?

Hallo,

weil eine Hypothek ein Grundpfandrecht ist, das aufgrund seiner Akzessorietät mit dem Kredit verbunden ist.

Der Kreditvertrag (wird langfristig allerdings meist Darlehensvertrag genannt, vielleicht meintest Du das? Die Begriffe werden im Sprachgebrauch relativ synonym gehandhabt, auch wenn sie nicht identisch sind) regelt ja nun einmal das Verhältnis von Kreditnehmer und Kreditgeber, sowie die mit dem Darlehen verbundenen Kosten und Zahlungen (Zinsen, Tilgung, Agio, Disagio,…).

Nachdem die Bank nun eine Sicherheit haben will, muss diese irgendwie bestellt werden. Hierzu nimmt man das Grundpfandrecht.
Früher waren es meist Hypotheken, aber die ist schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr praxisrelevant und wurde durch die Grundschuld ersetzt.
Der Unterschied ist schnell erklärt: Die Hypothek ist akzessorisch, das heisst an die Forderung geknüpft.
Ist das Darlehen also zurückgezahlt, kann die Hypothek nicht mehr existieren, sie erlischt faktisch, das kennt man u.a. noch im Pfandrecht oder bei Bürgschaften.

Die Grundschuld dagegen ist abstrakt, besteht also auch unabhängig von der Forderung weiter. Das hat den großen Vorteil, dass die Sicherheit (Grund und Gebäude) einfach auch für andere Kredite dienen kann, ohne dass eine Änderung im Grundbuch, die nicht unerhebliche Kosten verursacht, notwendig ist. HIerzu muss dann einfach nur die Sicherungsabrede geändert werden, die die Grundschuld mit dem Darlehen verknüpft (diese Notwendigkeit ergibt sich aus der Abstraktheit des Instruments).
Für Bankazubis gibt es da den treffenden Merksatz: „Eine Grundschuld hat keinen Schuldgrund“, das erklärt den Charakter der GS ganz gut.

Auf den ersten Blick erscheint dieses Weiterbestehen der Grundschuld auch nachdem das Darlehen getilgt wurde als Nachteil, könnte doch der Gläubiger versuchen, diese in Anspruch zu nehmen. Das ist grundsätzlich auch möglich, da jedoch ohne Anspruch auf Zahlung (da der Kredit schon zurückgezahlt wurde) die Inanspruchnahme der Grundschuld die Sicherungsabrede (genauer: den Rückgewähranspruch)verletzen würde, genießt der Kreditnehmer dennoch Schutz.

Freie Hypothekenanteile werden übrigens automatisch zu Eigentümergrundschulden, also Grundschulden die direkt auf den Eigentümer des Grundstückes lauten, die dann wiederum durch Sicherungsabreden anderweitig genutzt werden können.

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Hallo Uwe,
danke für Deine ausführliche Antwort.
Man lernt eben nie aus.
MFG
Hagen