Kredit für ETW

Hallo und sorry für die späte Antwort.

Entscheidend ist nicht das was sie angeben, entscheidend ist was Sie besichern lassen: Das Sie noch 30 TEUR EK zur Verfügung haben, müssen Sie ohnehin angeben wenn Sie einen Kredit haben möchten (sonst machen Sie sich meines Wissens nach strafbar, die Bank verlangt i.d.R. diverse Vermögensaufstellungen)

Wenn Sie aber bereit sind die 30 TEUR zu Gunsten der Bank zu verpfänden (das Geld kann dann nicht mehr ohne weiteres verwendet werden), dann erhalten Sie auch i.d.R. einen besseren Zinssatz.

Grundsätzlich fahren Sie mit einem EK-Anteil von 60/130 schon ganz gut. Ein finanzielle Reserve i.H.v. 30 TEUR ist sinnvoll, dazu wird Ihnen auch die Bank raten.

VG, bei Fragen einfach Rückmailen.
i-Invest

PS: zu Konditionen kann ich Ihnen leider keine Angaben machen.

Hi,

es ist dem Banker egal, ob du noch 30.000,- über hast, da er ja nicht weiß, ob du dir z. B. nächste Woche damit ein Auto kaufst. Ich würde die Tatsachen so darstellen, wie sie sind, und vielleicht hat der Berater ja noch einen Vorschlag, wie man den Zinssatz senken kann (z. B. das Geld als Sicherheit anlegen).

Wann es ein guter Zinssatz ist, hängt von sehr vielen Faktoren ab. Einen ersten Überblick kannst du im Internet bekommen (z. B. Dr. Klein, Interhyp, Debeka etc.). Die Zinssätze dort bekommst du aber nur mit 1a Bonität.

Es ist beim Wohnungskauf meist gut, 40% Eigenkapital zu haben, plus die Maklercourtage, Notarkosten und so weiter. Da sind die 60.000 schon ganz vernunftig. Das kann aber der Bankberater genau prüfen.

Gruß,
Chillie

Hallo,

meine Empfehlung:
Für die ETW max. 40% Eigenkapital einsetzen - also 52.000 Euro. Und dazu die Kaufnebenkosten wie Notar (ca. 1 - 1,5%), Grunderwerbsteuer (3,5%) und ggf. Maklercourtage (3,57%) ebenfalls aus Eigenmitteln bezahlen.
Den Restbetrag von 78.000 (60% aus 130.000) sehr langfristig finanzieren: am besten mit einer Zinsbindung auf 20 Jahre inkl. einer Tilgungsrate in der Höhe, dass nach 20 Jahren der Betrag getilgt ist.
Finanzierung nur mit Sondertilgungsrecht über die gesamte Laufzeit inkl. Kündigungsrecht durch Sie als Kunde bereits nach 10 jahren.
Der Zinssatz für erstrangige Darlehen auf 20 Jahre fest liegt derzeit bei unter 4% !
Bei einer längerfristigen Anlage Ihres Restkapitals bekommen Sie sicher mehr als diese 4%!
Viele Grüße
Heinz

Hallo Heinz,

vielen Dank für Ihre Antwort. Hätte dazu noch eine Frage,wo liegt der Vorteil wenn ich die Kaufnebenkosten aus Eigenmitteln bezahle?

Habe folgendes Angebot:

Kauf für: 130.000.-
Nebenkosten: 12.000,-
Gesamt: 142.000,-
Eigenmittel: 72.000,-
Finanzbedarf: 70.000,-
Zinsbindung: 15 Jahre (bei längerer Laufzeit wären die Zinsen viel höher.)
Sondertilgungsrecht: 7.000,- Jährlich
Zinssatz: 3,8%
Effektiv: 3,87%

evtl. gleichzeitig einen Bausparvertrag über 55.000,- ansparen mit 126,- Zahlung mtl.,
der dann ab 2025 die Restsumme übernimmt zu 1,50% (eff. 1,82)

Glaube das mit dem Bausparvertrag mach ich nicht, leuchtet mir irgendwie nicht ein.

Grüßle Ixora (Jutta)

Hallo Borito,

vielen Dank für Ihre Antwort. Hätte dazu noch eine Frage,
wo liegt der Vorteil wenn ich die Kaufnebenkosten aus Eigenmitteln bezahle?

Habe folgendes Angebot:

Kauf für: 130.000.-
Nebenkosten: 12.000,-
Gesamt: 142.000,-
Eigenmittel: 72.000,-
Finanzbedarf: 70000,-
Zinsbindung: 15 Jahre (bei längerer Laufzeit wären die Zinsen viel höher.)
Sondertilgungsrecht: 7.000,- Jährlich
Zinssatz: 3,8%
Effektiv: 3,87%

evtl. gleichzeitig einen Bausparvertrag über 55.000,- ansparen mit 126,- Zahlung mtl.,
der dann ab 2025 die Restsumme übernimmt zu 1,50% (eff. 1,82)

Glaube das mit dem Bausparvertrag mach ich nicht, leuchtet mir irgendwie nicht ein.

Grüßle Ixora (Jutta)

hallo jutta,

die kaufnebenkosten werden von der bank zur kaufsumme zugeschlagen, das ist so einfach wie logisch für die bank (und in meinen augen auch richtig so). „eigentlich“ muß man noch notwendige und offensichtliche renovierungen/sanierungen dazuschlagen, weil eben der geldbedarf des käufers auch um diese summe steigt, und zwar von beginn an.
bei dir liegt der fall anders, weil du genügend mittel im hintergrund hast, mögliche renovierungen damit abzudecken.
würde die bank diese kaufnebenkosten nicht mit hinzuziehen zur berechnung, ergäbe sich schnell eine finanzierungslücke - und banken mögen „notleidende kredite“ nicht wirklich gerne in ihren bilanzen (auch wenn die finanzkrise anderes vermuten läßt).

zu den von dir geschilderten konditionen:

Kauf für: 130.000.-
Nebenkosten: 12.000,-
Gesamt: 142.000,-
Eigenmittel: 72.000,-
Finanzbedarf: 70000,-
Zinsbindung: 15 Jahre (bei längerer Laufzeit wären die Zinsen
viel höher.)
Sondertilgungsrecht: 7.000,- Jährlich
Zinssatz: 3,8%
Effektiv: 3,87%

mit dem zinssatz bist du bei anfänglich ca. 2700euro zinszahlung an die bank im ersten jahr (wird, durch die annuität, und je nach tilgungssatz dann von jahr zu jahr absolut weniger), das entspricht ca. 226euro im monat.
je nach tilgungssatz kommst du bei 3% auf plus 175euro, bei 4% auf plus 233euro, bei 5% auf 292euro usw., so daß du bei 4% tilgung (den satz würde ich mind. nehmen, wenn´s die monatlichen einkünfte erlauben) auf eine anfängliche monatliche belastung von ca. 460euro kommst.
ob du das „stemmen“ kannst, auch über den zeitraum von 10-15 jahren, wirst du selbst beurteilen können/müssen.

nun kommt aber das wirklich interessante: der gewährte so-tilgungsbeitrag von 10%p.a. der kreditsumme ist in meinen augen gnadenlos gut. bei einer tilgung von z.b. 4% und einer jährlichen so-tilgung von 5000euro wärst du mit der kompletten finanzierung nach etwa 7 jahren durch. zinszahlung für diesen zeitraum: ca. 12-13.000euro. wenn du jetzt noch „gegenrechnest“, was du an (möglichen) zinsen auf die 50000euro erhältst, die du ja jetzt nicht in die finanzierung, sondern erstmal auf der „hohen kante“ hältst, dann dürfte sich die zinszahlung für´s darlehn auf ca. 6.500euro in toto belaufen. ein witz…
das heißt im klartext: du hättest genügend spielraum, die beträge der so-tilgung jedes jahr neu zu kalkulieren, ggfs. auch mal ausfallen zu lassen, wenn „not an der frau“ ist.

generell gilt: die beträge, die man am anfang tilgt (daher auch der „hohe“ tilgungssatz von 4 oder 5% sowie die so-tilgungen) „sparen“ am meisten zinszahlungen (absolut, denn der relative anteil bleibt ja immer bei 3,8%). also: am anfang reinbuttern, später kann man´s mal schleifen lassen.

7-8 jahre zur abzahlung sind keine wirklich lange zeit, bei einer guten und straffen finanzierung rechnet man mit 12, 13 jahren - das ist schon sehr ambitioniert :smile:

ich persönlich würe, wenn ich das leisten könnte, die tilgung bei 4% lassen und den rest jahr für jahr über sondertilgungen ausgleichen. das verringert zwar nicht die monatliche rückzahlungsrate, wohl aber den anteil, der getilgt wird.

ein paar worte noch zum bausparvertrag:

grds. ist der bsv nix schlechtes. du kannst ihn zum ablösen des darlehns nehmen, sofern du nicht mit siebenmeilenstiefeln durch die finanzierung willst (z.b. darlehn für 15 jahre abschließen, nach 10 jahren kündigen, restdarlehn mit bsv ablösen - durch den deutlich niedrigeren zins sparst du hier nochmal eine menge geld; die tilgungsrate dürfte dann auch locker zu stemmen sein). du kannst den bsv aber auch für dann anstehende renovierungen nehmen - ebenso eine äußerst günstige (und garantierte!) finanzierung. vorteile des bsv sind weiterhin: keine monatliche pflichtrate bei der ansparung, sondern man spart, was man will und kann. ab darlehnszuteilung sind sonderzahlungen jederzeit unbegrenzt möglich, das verringert die laufeit enorm.
einen bsv über 55tsd halte ich aber für weitaus übertrieben, es sei denn, es ist jetzt schon absehbar, daß in ca. 10-12 jahren ein sanierungsstau entsteht.

letzendlich hängt alles davon ab, wie hoch die monatliche rate sein soll, die du bewältigen kannst und willst (und zwar auf dauer!). wenn du 500 euro im monat locker aufbringst, und wenn du jährlich 3-4000 euro an so-tilgung aufbringen kannst, dann wäre es eine überlegung wert, das bankdarlehn nicht über 15, sondern nur über 10 oder 8 jahre abzuschließen und dann den rest (so es dann noch einen nennenswerten betrag zu restfinanzieren gibt) über eine bsv-ablöse abzutragen.

aber laß dir dazu von deinem bankberater mal mehrere szenarien durchrechnen - die haben super programme dafür, und was du dir mühsam in excel zusammenbasteln müßtest, hat er in ein paar sekunden aus dem pc geholt. dann kannst du, nach abwägung aller gegebenheiten, in ruhe entscheiden, was für dich das beste ist.

wie schon gesagt: das beste ist eine „satte“ tilgungsrate und zu beginn (die ersten 3-4jahre) ordentliche sondertilgungen.

falls es noch fragen gibt: einfach melden, gerne auch per email.

saludos, borito

Hallo Jutta,

wenn der Darlehensbetrag nicht höher ist als 60% des Wertes bekommt man sog. Erstrangkonditionen (=günstgigere Zinsen), da das Risko für die Bank sehr viel kleiner ist, wenn sie nur 60% beleihen muss.

Wenn die Bank oder Bausparkasse behauptet, der Zinssatz für 20 oder 25 Jahre Zinsbindung sei „sehr viel höher“ dann stimmt dies nicht - es werden von diesem Institut wohl nur max. 15 Jahre angeboten…

Wenn Sie die Bausparrate gleich in die Tilgung einrechnen und den Bausparvertrag (Abschlussgebühr!!) weglassen, haben Sie das Darlehen schneller getilgt.

Wenn Sie wollen, kann ich Ihnen gerne einen Zins- und Tilgungsplan mit 15, 20 und 25 Jahren rechnen.
Meine Kontaktdaten finden Sie auf meiner Seite hs-baufinanzierung.de

Viele Grüße
Heinz

Bei diesem Thema kenne ich mich leider nicht so gut aus, um eine verlässliche Antwort bzw. Tipps zu geben.

Sorry.

Viele Grüße.