Kredit für ETW

Liebe/-r Experte/-in,

ich möchte mit eine ETW kaufen und gehe nächste Woche zur Bank um nach einem Kredit zu fragen.

Wenn ich eine Wohnung für 130.000 € kaufen möchte,
90.000 € Eigenkapital habe, davon aber nur 60.000 € für die Wohnung nehme und noch 70.000 € von der Bank brauche.

Was ist für die Kreditvergabe für mich (den Zinssatz den ich bekomme)besser, dem Banker anzugeben das ich 90000,- habe, aber nicht alles für die Wohnung einsetzen möchte oder zu sagen ich habe 60.000 € Eigenkapital.

Bei wie viel % Zinsen ist es ein gutes Angebot - Laufzeit nehme ich an, möglichst lange.

Zum Schluss noch die Frage, wie viel vom tatsächlichen Eigenkapital sollte ich Ihrer Meinung nach für die Wohnung nehmen.

Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort

Gruß Ixora

Hallo,

für die Bank zählt nur das, was Sie auch für die Whg. als EK einsetzen. Die anderen Fragen kann man nicht so kurz beantworten, da spielen viele Faktoren eine Rolle. Grundsätzlich ist mehr EK natürlich besser, da die Rate geringer wird. bzw. die Lfz. kürzer und evtl. besserer Zinssatz. Allerdings kann man vor den mittelfristigen bis langfristigen Inflationsgefahren auch überlegen, ob eine höhere Finanzierung nicht sinnvoll ist und der Rest inflationssicher investiert wird.

Über Zinssätze kann ich keine detaillierte Auskunft geben, bin vom Markt zu weit weg.

Gruß

Elster

Es ist für die Kreditwürdigkeit immer gut, Vermögen angeben zu können. Direkte Empfehlungen kann ich nicht abgeben, da jede Bank unterschiedliche Voraussetzungen und Bewertungen für ihre Standardkredite hat. Und sich der Zins nach dem persönlichen Rating = Einschätzung des Kreditnehmers durch die Bank - richtet. Ich kann nur empfehlen mehrere Angebote einzuholen und evtl. staatliche Fördermöglichkeiten, wie Darlehen junge Familie usw. beachten.

Liebe/-r Experte/-in,

ich möchte mit eine ETW kaufen und gehe nächste Woche zur Bank
um nach einem Kredit zu fragen.

Wenn ich eine Wohnung für 130.000 € kaufen möchte,
90.000 € Eigenkapital habe, davon aber nur 60.000 € für die
Wohnung nehme und noch 70.000 € von der Bank brauche.

Was ist für die Kreditvergabe für mich (den Zinssatz den ich
bekomme)besser, dem Banker anzugeben das ich 90000,- habe,
aber nicht alles für die Wohnung einsetzen möchte oder zu
sagen ich habe 60.000 € Eigenkapital.

Bei wie viel % Zinsen ist es ein gutes Angebot - Laufzeit
nehme ich an, möglichst lange.

Zum Schluss noch die Frage, wie viel vom tatsächlichen
Eigenkapital sollte ich Ihrer Meinung nach für die Wohnung
nehmen.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort

Guten Morgen Ixora,

der Betrag von Teuro 60 ist voll ausreichend für eine vernünftige Immobilienfinanzierung. Im Rahmen einer von der Bank gewünschten Selbstauskunft wären die zusätzlichen Vermögenspositionen, also auch das zusätzlich vorhandene Eigenkapitel anzugeben, was aber durchaus vorteilhaft ist für die Beurteilung des Kreditwunsches. M. E. spielt aber Eigennutzung oder Vermietung eine entscheidende Rolle; bei Eigennutzung sind Zinsen nicht steuerlich absetzbar, d.h. der Kreditanteil sollte so klein wie möglich sein (und möglichst schnell getilgt werden), es sei denn die Ertäge für die Anlage des Eigenkapitals liegen nach Abzug der Abgeltungssteuer höher als der Finanzierungszinssatz - dies ist nach allg. Erfahrung nur schwer zu erreichen. Deshalb würde ich die Laufzeit von diesem Gedanken abhängig machen und ebenso auch die Höhe des Tilgungssatzes. Die aktuellen Sätze würde ich mir taggleich vor dem Bankbesuch aus dem Internet holen, z. B. unter baufi24.de. Gutes Gelingen, für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.
MFG
HJR

Gruß Ixora

Hallo Ixora

Leider kann ich nicht alle Fragen beantworten, da ich in der Schweiz lebe und die genauen Details der Kreditvergabe für Wohneigentum in Deutschland nicht kenne.

Es ist ratsam, einen Teil der Eigenmittel als Liquiditätsreserve zu behalten. Der Vorschlag, 30’000 zu behalten und 70’000 von der Bank aufzunehmen, scheint mir sinnvoll.

Diese Liquiditätsreserve deckt unvorhersehbare Ausgaben, oder Einnahmeverluste.

Wie lange ein Kredit aufgenommen werden soll, scheiden sich die Geister. Bei einer anziehenden Konjunktur steigen die Zinsen, und eine lange Kreditdauer mit einem fixen Zinssatz ist in einem solchen Fall die beste Lösung.
Allerdings scheint der Wirtschaftsgang in den nächsten Jahren, im Hinblick auf die diversen Sparrunden der öffentlichen Hand, eher verhalten auszufallen.

Wichtig ist in dieser Frage, wieviel Zinsbelastung man sich leisten kann.

Gruss
Stephan

:Liebe/-r Experte/-in,

ich möchte mit eine ETW kaufen und gehe nächste Woche zur Bank
um nach einem Kredit zu fragen.

Hallo HJR,

vielen Dank für die prompte Antwort, ich möchte die Wohnung selbst nutzen.
Habe einfach kein gutes Gefühl dabei wenn ich mein ganzes EK reinstecke,
wobei das mit den Zinsen (bezahlen/bekommen) natürlich zu berücksichtigen ist.

LG Ixora

den banker interessiert nur, wieviel Eigenkapital sie einsetzen werden,
nicht wieviel sie noch irgendwo haben.
wieviel ek sie einsetzen, ist ihr ding.
die meisten kreditinstitute vergeben sehr gute konditionen bei einem
fremdmittelsatz von bis zu max. 60% der gesamtkosten inkl. der
erwerbsnebenkosten.
je höher der ek-einsatz umso wahrscheinlicher, dass die bank auf eine teure
grundschuldeintragung verzichtet, was kosten sparen hilft -->
verhandlungssache
konditionen siehe internet, m.E sehr gut, auch in der abwicklung (ganz
wichtig !!!) : ING Diba

Hallo,

60.000,-€ Eigenkapital, die für die Finanzierung eingesetzt werden sollen, stellen schon ein gutes Verhältnis von Eigenkapital zu Fremdkapital dar.

Ich könnte Ihnen einen für Sie unverbindlichen Finanzierungsvorschlag übersenden. Als Partner der Prohyp (einer 100%igen Tochter der Interhyp) habe ich zugriff auf mehr als 100 Finanzinstitute und könnte Ihnen aus diesem Pool den günstigsten Finanzierer heraussuchen.

Sollten Sie daran interessiert sein, bitte ich um kurze Mail, oder Anruf under den nachstehenden Kontaktdaten.

F.-W. Hollmann-Raabe
Finanzdienstleistungen
Am Gottesberg 34
33619 Bielefeld
Tel.: 0521/162310
Mobil: 0171/2710257
E-Mail: [email protected]
Web: www.hr-finance.de

Hallo Ixora,
Das Kriterium der Höhe der Hypothekarzinsen ist nicht wieviel du der Bank angibst sondern wieviel Eigenkapital zu einschiesst. Ich kenne die genauen Bedingungen in Deutschland nicht und sie sind auch von Bank zu Bank verschieden, aber die 1. Hypothek ist billiger als die zweite. Eine erste Hypothek geht typischerweise bis zu einem Drittel des Kaufpreises.
Die Bank kann dir da genaue Angaben machen und du kannst deine Situation der Bank voll offenlegen ohne zu riskieren dass du mehr bezahlten musst. Erkundige dich bei der Bank was eine Libor-basierte Hypothek kosten würde. Das könnte sehr attraktiv sein wäre aber kurzfristig und sicher nur für einen kleineren Teil der gesamten Hypothek sinnvoll.
Viel Glück und beste Grüsse aus der Schweiz
Eric

Hallo,

Sie sollten auf jeden Fall das gesamte Eigenkapital korrekt angeben. Dies verbessert in jedem Fall Ihre Verhandlungsbasis im Hinblick auf die Konditionen. Wie viel Eigenkapital Sie tatsächlich einsetzen wollen, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Beim derzeitigen Zinsniveau würde ich persönlich mehr Eigenkapital (praktisch als Anlage in einem Sachwert) wählen.

Zinssatz ist natürlich besser wenn Sie alles Eigenkapital angeben und sagen, Sie wollen nicht alles einsetzen. Kann ja evtl. noch zusätzlich als Sicherheit genutzt werden durch Abtretung oder Verpfändung, dann kann die Anlage normal weiterlaufen.
bei unter 50% Blankoanteil ist der Zinssatz schlechter als bei unter ca 75% Blanko und bei fast 100% Sicherheit (wohl gemerkt nur rd. 60-80% des Geldes werden als Sicherheit angerechnet, der rest ist der Blankoanteil…)ist der Zinssatz am Besten, je Stufe und Rating/Bonität macht das schon mal ohne Blankoanteil gegenüber 50% Blanko knapp 0,6% aus.
Ein guter Zinssatz auf 10 Jahre Zinsfestschreibung wäre rd. 3,9%-4,5% (Ich arbeite auf einer Voba wo aber nicht nur der Zinssatz für meine Kunden entscheidet sonder vielmehr eine solide Finanzierung, weshalb ich ihnen zu einer Volksbank oder Raiffeisenbank rate). Es spielen nämlich auch noch Dinge wie Sondertilgungsmöglichkeiten und Zinssicherheit nach den 10 Jahren eine Rolle oder ob man noch öffentliche Gelder oder Zuschüße bekommt, da sind Direktbanken eigentlich schlecht in der Beratung…
Grüße
Heiko der Volksbanker

Hallo Ixora,

das kann ich grundsätzlich auch nachvollziehen, aber man muss dabei bedenken, dass „private Schulden (nicht absetzbar) die dümmsten Schulden“ sind. Ich würde nur soviel, aber auch soviel an Eigenkapital einsetzen, dass ich meinen Lebensstandard nicht einschränken muss und eine Rücklage für Notfälle bewahren. Laß Dir in keinem Fall einen Bausparvertrag oder einen Produktmix (kombiniert mit einer Lebensversicherung oder einem Fondssparvertrag) aufschwätzen, denn dies widerspricht nicht nur meinem obigen Statement „dümmste Schulden“ sondern sind auch begehrte Provisionsquellen für einen Berater resp. die Bank.
Good luck
HJR

Hallo Ixora,

ich bin zwar auf dem Gebiet der Kapitalanlage tätig, möchte aber zumindest auf die grundsätzliche Fragestellung antworten.

Deine Eigenkapitalquote schein mir gut zu sein. Auf alle Fälle solltest Du Deinem Banker Deine gesammten wirtschaftlchen Verhältnisse offenlegen. Das steigert Deine Bonität und kann einen positiven Einfluss auf den möglichen Zinssatz haben. Dass Du nicht Dein gesammtes Kapital einsetzen möchtest ist verständlich, nachvollziehbar und gut. € 60.000 sind ange,essen. Auch für die Bank ist es gut zu wissen, dass Du noch was für „schlechte Zeiten“ in der Hinterhand hast. Bei dem derzeit niedrigen Zinsniveau halte ich eine lange Zinsbindungsdauer für sinnvoll.

Beste Grüsse aus Stuttgart

Roland

Hi Ixora,

ich bin Banker, aber in Italien.
Aus meiner Sicht ist es empfehlenswert die gesamten Eigenmittel anzugeben.
Die Situation stellt sich ja insegsamt recht positiv dar. Sollten Sie gefragt werden was Sie mit dem Rest machen: etwas für die Einrichtung, etwas als Reserve…sind gute Argumente.
Was das Zinsangebot betrifft kann ich leider nicht behilflich sein, ich bin hier in anderen Breitengraden…aber Vergleiche finden Sie jederzeit im Internet.
Die Laufzeit und die Höhe des Eigenkapitaleinsatzes hängt von der Rückzahlungsfähigkeit ab. Je kürzer die Laufzeit desto niederer die Gesamtzinskosten, aber um so höher die Rate.
Gruß aus Südtirol
Edi

es gibt eine grundregel bei der jeder banker grundsätzlich immer 20% eigenkapital fordert. es ist aber sicher immer besser, wenn man möglichst viel schon selbst mitbringt. es hängt aber auch davon ab, ob das eigenkapital im moment frei verfügbar ist oder ob es angelegt ist. dann entscheidet auch der zinssatz. grundsätzlich würde ich immer dem banker alle infos geben, da er nur so, das beste für dich rausholen kann, kannst ja auch sagen, dass du nur einen teil davon in die finanzierung stecken möchstest.
gruß
darli

Hallo,

bei der Vergabe der Zinssatzes spielt für ihre Höhe neben der Laufzeit die Bonität als auch die Sicherheit eine entscheide Rolle.

Folglich kann man sagen, dass eine 100%-ige Besicherung i. d. R. auch einen niedrigeren Zinssatz zur Folge hat.
Da der Kaufpreis der Wohnung bei 130.000 Euro liegt und der Beleihungswert (ist der Wert, den die Bank mit einigen Abschlägen annimmt, den sie bei einer möglichen Verwertung auf dem Markt wieder erhalten würde) sehr wahrscheinlich über den 70.000 Euro liegen, den Sie von der Bank haben möchte, wäre der Kredit zu 100% abgesichert.
Daher sollten Sie den gleichen Zinssatz aushandeln können, als wenn Sie weniger benötigen würden. Bei eingigen Banken ist es außerdem so, dass bei einem Volumen unter 50.000 der Kredit teurer wird, da dann die Bearbeitungskosten relativ gesehen teurer sind.

Als grobe Regel sagt man, dass eine Eigenkapitalquote von 20-30% schon recht gut ist, um sich eine Immobilie über Kredit zu finanzieren.
Mehr Eigenkapital - wie bei Ihnen- ist natürlich immer besser, da damit der Tilgungsanteil der Rate natürlich wesentlich höher ist und der Kredit somit schneller zurückgezahlt ist.

Der mögliche Zinssatz bei einer 10-jährigen Laufzeit dürfte derzeit zwischen 3,60 und 3,90 bei voller Besicherung liegen.

Allerdings würde ich der Bank auch ruhig wahrheitsgemäß sagen, dass Sie nicht dass ganze Kapital für den Wohnungskauf einsetzten möchten. Denn vielleicht könnte man ja den Zinssatz noch einmal verbessern, in dem sie der Bank das restliche Geld als Termineinlage kurzfristig zur Verfügung stellen (was ich allderdings nicht glaube).
Aber wenn man mit offenen Karten spielt, fährt man auf Dauer besser!

Ich hoffe mit der Antwort geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen,

Frank Sandker

Hallo,

fangen wir mal mit dem Leichteren an:

http://www.bauen-und-heimwerken.de/bau-lexikon/t-wie…

Einen der günstigeren Sätze sollte realisierbar sein, wobei ich w/feststehender Kalkulationsbasis persönlich eher eine lange Kaufzeit wählen würde; das ist Geschmackssache, aber variable Zinsen können auch mal sehr schnell nach oben gehen - und dann wird’s ggf. sehr teuer. Zur Auswahl der Bank: Ich würde eine Bank vor Ort aussuchen und nach Möglichkeit eine Volks/Raiffeisenbank, eine Sparda-Bank oder eine Sparkasse als Finanzierungsinsitut mit der FInanzierung beauftragen, auch wenn diese vielleicht ein bisschen teurer ist, als eine AG a la Deutsche Bank, etc. Hintergrund: Wenn’s mal nicht so läuft, sind die Volksbänker, Spardabänklern und auch die SParkassler eher zur dann erforderlichen Hilfe bereit. Die AG’ler, nur dem Aktionär verpflichtet, gehen sehr viel schneller den Weg der Zwangsvollstreckung.

Dem Banker wird’s wohl eher recht sein, wenn Du ihm „nur“ 60.000,-- Euro EK nachweist; dann verdient er über die Laufzeit besser. Mit dann fast 50% EK solltest Du aber auch nen guten Zinssatz bekommen; durchaus den Hinweis geben, dass auch andere Banken zur Angebotsabgabe aufgefordert sind.

Good luck und Grüße

Randori01

hallo!

ich verzichte mal auf alle notwendigen einlassungen hinsichtlich kauf einer etw und den damit möglicherweise verbundenen schwierigkeiten, sondern geh gleich auf die fragen ein:

regulär „erwartet“ eine bank ein eigenkapital von ca. 20% der eerwerbskosten insgesamt. erwerbskosten bedeuten: kaufpreis, notar, grunderwerbsteuer, sonstige nebenkosten, ggfs. maklercourtage - alles in allem zwischen 5 und 10% des kaufpreises.

ich gehe mal von ca. 140tsd erwerbssumme aus - davon dann 20% eigenkapital, bedeutete ca. 30tsd eigenkapital, das eingebracht werden müßte. das ist mit den 60tsd, die zur verfügung stehen, locker abgedeckt, auch bei einer erstrangigen abdeckung von 60%).

je nach zustand der wohnung muß noch renoviert werden - das kann sich schnell auf mehrere 10tsd euro belaufen; das kann aber keiner aus der ferne schätzen. mit dem restkapital, das noch zur verfügung steht, wäre aber genügend geld vorhanden, renovierungen damit abzudecken. daher kein weiterer finanzierungsbedarf, sofern das geld nicht langfristig gebunden ist (z.b. private rentenversicherung o.ä.).

beim gespräch mit der bank sollte man schon durchblicken lassen, über wieviel kapital man insg. verfügt, und wieviel man für den kauf einsetzen will. die bank wird so oder so eine vermögensaufstellung erstellen, „lügen“ bringt da keine vorteile.

aus eigener erfahrung kann ich sagen, daß man i.a. am günstigsten fährt, wenn man möglichst viel geld/kapital zu beginn der finanzierung in die immobilie steckt, den eigenanteil also möglichst hoch hält. warum? zinsen, die ich gar nicht erst zahlen muß, sind bares geld wert. und bei den derzeit niedrigen guthabenzinsen (3,75-4% max für 10 jahre) wäre das bestenfalls ein nullsummenspiel.

daher lieber bei 140tsd erwerbssumme 60tsd als eigenkapital zuschießen, und die restlichen 80tsd über die bank finanzieren. bei den derzeitig niedrigen zinssätzen würde ich a) eine möglichst lange laufzeit (mind. 15jahre) und b) eine möglichst hohe tilgung wählen, und c) sondertilgungen vereinbaren.
bei 15jährigen verträgen kann man nach 10jahren sowieso kündigen, wenn man das wollte, die zinsen werden zukünftig eher steigen als fallen.
tilgungshöhe mind. bei 2-3%, besser höher, weil man sonst für einen relativ geringen finanzierungsbetrag lange abzahlt (das erhöht dann wieder die zinszahlungen in total, wenngleich auch nicht die zinslast).
sondertilgungen, weil man damit die möglichkeit hat, geld, das übrig ist, in das darlehn zu „schießen“ und damit die zinszahlung absolut zu verringern. auf diese weise kann man es schaffen, mit dem abzahlen des darlehns nach 10-13 jahren fertig zu sein. oder auch früher (bei sondertilgungen).
kfw-kredite kann man anfragen, ebenso auch mögliche sondertöpfe der bank - bei der finanziellen lage und dem relativ geringen finanzierungsbetrag würde ich aber eher darauf verzichten, da kfw-darlehn i.a. langfristig angelegt sind und eine niedrige tilgung haben.

leider ist der finanzierungsbetrag von ca. 80tsd nicht besonders hoch, insofern kann es schon sein, daß die bank nicht die „besten“ konditionen anbietet. irgendwas zwischen 4 und 4,5% sollte aber drin sein. wenn man dann eine tilgung von 5,5 - 6% wählt, dann beudetet das eine monatliche belastung von (10% aus 80tsd= 8000:12=)667euro. man kann, wenn das zuviel ist, die tilgung auch herabsetzen - den „idealfall“ rechnet aber der bankmensch aus. die monatliche belastung lieber etwas niedriger und komfortable wählen, damit auch finanzielle engpässe abgefangen werden können, und das dann über sondertilgungen ausgleichen (5tsd per anno sollten drin sein, besser: höherer betrag oder unbegrenzte höhe).
ggfs. kann man auch überlegen, anstelle von 60tsd mehr eigenkapital zu nehmen - jeder euro, der nicht fremdfinanziert wird, spart bares geld!!!

letzter tipp: auf alle fälle gespräche mit mehreren banken führen; die unterschiede in den angeboten werden gewaltig sein. auch angebote von internet-finanzierern einholen (unverbindlich) - wer eine „simple“ finanzierung braucht, ist dabei i.a. gut bedient; die unterschiede hinsichtlich der zinsangebote können durchaus um 05-0,75% differieren.

hoffe, das hilft. wenn noch info-bedarf besteht, einfach nochmal nachfragen.

saludos, borito

Hallo Ixora,

die Bank wird im Rahmen der für die Finanzierung notwendigen Bonitätsprüfung eine Vermögens- und Schuldenaufstellung verlangen, aus der dann sowieso hervorginge, wie hoch Dein Eigenkapital insgesamt ist.
Wie viel Du für die ETW einsetzen kannst / willst, wird die Bank v.a. vor dem Hintergrund Deines möglichen Kapitaldienstes betrachten: Je höher der Finanzierungsanteil desto höher Deine monatlich zu erbringende Rate. Wichtig ist, dass Du monatlich - nach Abzug Deiner Kosten - noch genügend finanziellen Spielraum für Zins + Tilgung hast. Als Daumenregel gilt, dass der Eigenkapitalanteil bei mindestens 20% liegen sollte, 46% ist also richtig gut.

Neben Deiner Bonität (Prüfung über Vermögen/Schulden + Einnahmen/Ausgaben) ist für die Kondition das Objekt wichtig, also die ETW. Sofern diese als Sicherheit dient und der Preis marktgerecht ist, verfügt die Bank bei knapp über 50% „Beleihungsauslauf“ (EUR 70.000 Kredit bei EUR 130.000 Marktwert) über eine optimale Besicherung.

Ausgehend von diesen Daten kannst Du definitiv die besten Zinssätze erwarten: bei 10 Jahren Zinsbindung ca. 3,70 - 3,90% (der beste Satz bei finanztest war 3,51), bei 15 Jahren ca. 4,10 - 4,30%.

Die Laufzeit würde ich von Deinen monatlichen freien Mitteln abhängig machen: umso mehr Geld Du im Monat übrig hast, desto schneller kannst Du den Kredit zurückzahlen. Beispiel: bei EUR 70.000 Kreditsumme, 4,00% Zinssatz und 10 Jahren Laufzeit beträgt der monatliche Kapitaldienst ca. EUR 700, bei 15 Jahren nur ca. EUR 515.

Ich hoffe, meine Antwort hilft Dir weiter.
Viel Glück bei den Verhandlungen und viel Spaß in der neuen Wohnung!

Gruß,
arminius

Liebe Ixora,

ist der Kaufpreis der Wohnung 130.000,00 € oder sind die Kosten für den Kauf 130.000,00 €? Beim Kauf fallen in den meisten Bundesländern der BRD 3,5 % Grunderwerbssteuer und 1,5 % für Notar und Grundbuch. Falls Sie die Wohnung über einen Makler kaufen fällt hier noch 3,57 % Maklergebühr an.
Diese Kosten müssten dann auf den Kaufpreis noch draufgerechnet werden. Eventuell fallen noch Renovierungskosten an.

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass alle Kosten insgesamt 130.000,00 € betragen.

Ich würde 80.000,00 Eigenkapital einsetzen. Ab 50.000,00 Kredit gibt bei den meisten Banken bessere Konditionen als bei einer kleineren Summe. Die Bank schätzt den Wert des Objektes ein. Ist der Beleihungsauslauf also Anteil des Kreditbetrages vom Wert des Objektes bis 60 % ist das Risiko für die Bank geringer und Sie erhalten einen besseren Zinssatz.
Bei 10 Jahre Laufzeit ist das Beste etwa 3,19 %. Die Zinsen sind derzeit extrem niedrig. 15 Jahre etwas mehr.

Ich würde den Kreditbetrag relativ klein halten. In Zeiten der Wirtschaftskrise wissen wir alle nicht was alles noch kommt. Deshalb finde ich es besser die Tilgungsrate überschaubar zu halten damit auch in Zeiten der Not die Rate noch bezahlt werden kann. Ich würde eine Bank wählen die jährlich 5 % Sondertilgung zu lässt. Dann kann wenn Geld vorhanden ist die Darlehenssumme reduziert werden und das Darlehen ist früher zurückbezahlt.

Es ist gut wenn Sie immer noch etwas übrig haben für sonstige Anschaffungen etc.

Wir wollen auch gerade ein Haus kaufen.

Viel Erfolg.

Tshora