Kredit für Existenzgründung

Hallo,
ich versuche gerade mich über eine optimale Gründerfinanzierung zu informieren und vielleicht kann mir hier jemand bei meiner Entscheidung helfen.

Also, im Moment bin ich in Vollzeit fest angestellt und möchte mich im Frühjahr mit einem Dienstleitungsunternehmen selbstständig machen.

Im Grunde brauche ich kaum Eigenkapital, aber um einen Puffer für nicht eingeplante Ausgaben zu haben oder um nicht gleich wieder aufgeben zu müssen, falls es nicht gleich richtig losgeht, wollte ich gern einen Kredit zwischen 5000 und 10000 Euro aufnehmen und auf einem Konto mit guten Zinsen ersteinmal lagen.

Jetzt habe ich, glaube ich, 2 Möglichkeiten:

  1. Ich könnte Anfang nächsten Jahres versuchen über die KFW-Mittelstandsbank bei meiner Hausbank ein Startgeld oder Microdarlehen zu bekommen. Das würde allerdings bedeuten, dass ich einen sehr gut ausgearbeiteten Businessplan schreiben müsste.

  2. Ich könnte sofort mit meinen letzten Gehaltsnachweisen versuchen bei meiner Hausbank oder einer Direktbank einen Kredit zu bekommen. In dem Fall würde ich mir den Papierkrieg sparen.

Kann mir jemend zu dem einen oder anderen raten und gibt es Dinge, die ich beachten muss?
Darf ich einen ganz normalen Kredit überhaupt dazu verwenden mich selbstständig zu machen?

Ich würde mich freuen, wenn jemand in der Hinsicht Erfahrungen hat und sie mit mir teilen möchte. Danke!
Marie

Ich sehe Probleme bei einem KfW-Darlehen…
Hallo …

das typische an Gründungsdarlehen ist, dass man damit Investitionen und Betriebsmittel bestreiten kann.

Problematisch wird es, wenn man darzulegen versucht, dass man das Geld „eigentlich“ nicht benötigt, aber dennoch gerne hätte… weil… „es könnte ja sein, dass man es doch mal braucht“.

An exakt dieser Stelle wird Ihnen jeder Bänker liebevoll auf die Schulter klopfen und Sie milde lächenlnd mit einem: „Sie sollten vielleicht nochmals genauer planen… gute Frau!“ nach Hause schicken.

Natürlich beinhaltet jede Finanzplanung einen „gewissen zusätzlichen Finanzierungsanteil“ aber bei Ihnen besteht die Planung zu 100% aus diesem Anteil, denn Sie schreiben ja selbst eigentlich kein Eigenkapital zu benötigen.

An dieser Stelle sind Sie wahrscheinlich besser bei der Hausbank aufgehoben, indem Sie sich dort einen Dispokredit einräumen lassen, den Sie auch nur dann in Anspruch nehmen, wenn Sie das Geld benötigen.

MfG
MGB-Consulting

Hallo Marie,

es gibt auch Existenzgründerunterstützung vom Arbeitsamt. Also arbeitslos melden und diese Unterstützung beantragen (eventuell vorher mal nachfragen).

Cheers, Felix

Es gibt keinen finanziellen Puffer für …
Hallo …

es ist zwecklos zur AA zu tigern und um einen Puffer für nicht geplante Ausgaben zu bitten… Sie werden umgehend wieder nach Hause geschickt und aufgefordert die Ausgaben zu planen, damit der unbekannte Puffer bekannt wird.

Wenn Sie viel Glück haben, dann lacht Sie das Arbeitsamt aus, ich habe aber auch schon Fälle erlebt, in denen eine Förderung wegen unzureichender kaufmännischer Fähigkeiten dauerhaft abgelehnt wurde.

„Unzureichende kaufmännische Fähigkeiten“ ist dabei die freundliche Umschreibung für „grenzenlose Dummheit“.

MfG
MGB-Consulting