Liebe Experten,
ich habe 1999 während meiner Ausbildung zum Bankkaufmann einen Kredit mit veränderlichem Zins für private Zwecke bei meinem damaligen Arbeitgeber (Kreissparkasse) abgeschlossen.
Dieser wurde damals mit 6,87 % Effektivverzinsung vereinbart, wobei dabei ein Disagio verrechnet wurde. Genau heißt es hierzu im Vertrag:
„Der anfängliche effektive Jahreszins beträgt 6,87 v.H. Dabei wurde vereinbart: das Disagio auf einen Zeitraum von 12 Jahren und 4 Monaten, für den dem Kreditnehmer bei regelmäßigem Kreditverlauf ein Zinsvorteil gewährt wird. (Zinsvorteilszeitraum)“
Die Tilgung beträgt 5,35 v.H. Alle Raten wurden ausnahmslos pünktlich bezahlt. Ich habe demnach mit einer Rate von umgerechnet 102,35 Euro begonnen.
Jetzt aber zu meiner Frage:
Binnen der letzten 18 Monate wurde der Zins stetig nach oben angepasst. So gab es allein innerhalb der letzten 12 Monate genau 4 Zinsanpassung. (Oktober 2006 / April 2007 / Juli 2007 / Oktober 2007)
Dies führt nun dazu, dass ich zwischenzeitlich mehr als 20 Euro monatliche Mehrkosten habe.
Ist dies gerechtfertig und überhaupt zulässig?
Was hat es mit dem Zinsvorteilszeitraum auf sich?
Gibt es eine Möglichkeit sich gegen diese ständigen Anpassungen zu wehren?
Ich bin jetzt bei einem Zinssatz von 9,29 % und das ist ja Wahnsinn! Wie gesagt, der Kreditverlauf ist einwandfrei. Ich würde den Kredit durch einen anderen (günstigeren) ersetzen, dies ist aufgrund meiner Selbstständigkeit jedoch ziemlich aufwendig. Das neue Kreditinstitut bräuchte dann Bilanzen etc. - das kostet viel Zeit und Geld.
Besten Dank für Eure Expertenmeinungen bereits an dieser Stelle.
Liebe Grüße
Martin