Guten morgen,
nein, es geht um den weiter unten verlinkten SZ-Artikel.
Na, wer hat da von wem abgeschrieben. SZ vom Spiegel?
Jedenfalls geht es um das selbe Problem an anderem Beispiel.
das finde ich aber nicht. Im einen Fall, so er denn in der Form stimmt, geht es darum, daß der Kreditkäufer bewußt versucht, die Kreditnehmer über den Tisch zu ziehen. Im anderen Fall ist es mehr der Verkäufer der Forderungen, der über den Tisch gezogen wird, weil er weder den richtigen Wert seiner Kredite kennt, noch weiß, wie er richtig mit Problemkrediten umzugehen kann.
die Abschläge im Bereich von 10-90% bewegen. Da ein einzelner
Kredit nur eine nicht meßbare Wirkung auf das Rating des
Kreditgebers hat, ein Verkauf unter par bzw. eine Abschreibung
jedoch immer eine real meßbare Auswirkung auf die Gewinn- und
Verlustrechnung, überlegt man sich den Verkauf sehr gründlich.
Ja, es geht vielleicht um einen „Schlag“ von Krediten, aber
das sind mitunter auch Einfamilienhauskredite bzw.
Kleinunternehmerkredite. Gerade die Privatbanken wollten diese
im Osten loswerden, aus Angst vor Basel2.
Nur, daß Immobilienfinanzierungen von Basel II im Vergleich zu heute bei der Eigenkapitalunterlegung begünstigt werden. Allein mit diesem Absatz zeigt sich schon, daß das es hier um ein breites Spektrum komplizierter Einzelthemen geht, so daß es kaum sinnvoll ist, daß alles auf einen Rutsch abzuarbeiten.
Ich kenn es
persönlich, was bspw. eine bajuwarische Großbank die nun Pasta
ißt für Druck ausgeübt hat. Es ging um Kredite in der
Bandbreite von 500.000DM bis 2.000.000DM aus den 90ern mit
10Jahreslaufzeit an KMU. Die Annuitäten haben die KMU aus dem
Unternehmen gepresst.
Die Annuitäten haben die Klein- und mittelständischen Unternehmen aus dem Unternehmen gepreßt? Ich fürchte, das verstehe ich nicht.
Das Risiko für die Bank war hoch, aber
der hohe Zins aus Anfang der 90er war „Entschädigung“. In der
Phase der niedrigen Zinsen hätte das Risiko/Ertragsverhältnis
nicht mehr gestimmt.
Dabei übersiehst Du, daß der Bank der Bruttozinssatz, den der Kunde zahlt, überhaupt nicht interessiert. Entscheidend ist die Marge und die bleibt grundsätzlich gleich, egal wie hoch der Marktzinssatz ist. Allerdings kann man bei niedrigen Marktsätzen höhere Margen besser verstecken, insofern verdienen die Banken zumindest nicht weniger, wenn die Zinssätze niedrig sind.
Also wollte man die Kredite loswerden.
Kann wohl sein, aber die Ursache muß (s.o.) eine andere gewesen sein.
Gegen das Bankgeheimnis kann man nur verstoßen, wenn man
Informationen über die wirtschaftlichen Verhältnisse des
Kreditnehmers preisgibt. Aus diesem Grund werden Kredite gerne
als Gesamtportfolio verkauft, das vorher als ganzes (!)
bewertet wird. Eine Weitergabe von Informationen zu einzelnen
Kreditnehmern findet dann gar nicht statt.
Wenn du sagst, nur Notleider werden verkauft, dann kann man
sich schon vortrefflich streiten, ob man nicht schon verraten
(im Sinne des Bankgeheimnisses) ist, wenn man in das Portfolio
mit Rating „poor“ gesteckt wird.
Es gibt verschiedene Kriterien, nach denen man ein Portfolio zusammenstricken kann: nach Qualität der Kredite, nach Kundenart, nach Branche, nach Volumen usw. usf. Der Umstand, daß man zu einem Portfolio gehört, sagt gar nichts aus. Ein Kredit könnte ja auch noch dazugepackt worden, um das Rating des Portfolios zu verbessern.
Gruß,
Christian