die 90 ist ein zusätzlicher Informationsschlüssel für das Buchungsprogramm. Im DATEV-Programm „Kanzlei Rewe“ bedeutet die 90 üblicherweise, dass der Betrag USt in Höhe des Regelsatzes enthält und das USt-Konto ohne besondere Buchung direkt mit bebucht wird.
die 90 ist ein zusätzlicher Informationsschlüssel für das
Buchungsprogramm. Im DATEV-Programm „Kanzlei Rewe“ bedeutet
die 90 üblicherweise, dass der Betrag USt in Höhe des
Regelsatzes enthält und das USt-Konto ohne besondere Buchung
direkt mit bebucht wird.
Hi,
90 ist der Schlüssel für Vorsteuerabzug, im betreffenden Fall sind also
Reisekosten mit Vorsteuerabzug gebucht worden. USt mit vollem Satz wäre
30 vorneweg.
Bei der Erfassung unter DATEV gibts keinen Vorsteuerschlüssel 90. Er heißt 9, und die Null dahinter ist eine Füllnull…
Als bei DATEV noch alles RZ-gebunden lief, und solche „Komforterfassungen“ wie LODAS noch nicht entwickelt waren (man klopfte da seitenlange Papierlisten in einem Kennziffer-Wert-Eingabesystem), war ein Spruch, der bei jeder DATEV-Schulung irgendwann fiel: „Ohne Führungsnullen können wir arbeiten, aber die Füllnullen sind unverzichtbar…“, wobei sich dann jeder selber seine Führungsnullen vorstellen durfte.
Das Konto 1371 kann in vielen verschiedenen Zusammenhängen verwendet werden, es ist neutral, und beim Überschussrechner hat es maximal Abstimmfunktion, keine weitere Bedeutung.
Im vorliegenden Fall ist es sinnvoll, u.a. Reisekosten nicht gegen „Einlagen“ und auch nicht gegen „Kasse“ zu buchen. Buchung gegen Kasse führt dazu, dass eine solche entsteht, mit allen Anforderungen, die an eine Kassenführung gestellt werden. Der Überschussrechner muss keine Kasse führen, und wenn man unvorsichtig das Konto „Kasse“ einführt, schafft man Verpflichtungen (und auch Prüfungsmöglichkeiten), die sonst nicht da sind. Buchung gegen „Einlagen“ kann Missverständnisse auslösen, nicht jedem frisch gebackenen Inspektor leuchtet ein, dass die nicht genau zeitgleich irgendwoher entnommen sein müssen, und trotzdem nicht automatisch aus nicht aufgezeichneten Einnahmen stammen. Der Begriff der „Einlage“ hat bei der Gewinnermittlung gem. § 4 I EStG eine besondere Bedeutung, die manchen zu einer Art „Zuschätzungsreflex“ verleitet. Da hammer schon viel Spaß gehabt - während es kurioserweise kaum mal aufgegriffen wird, wenn so ein „Zauberkonto“ 1370 oder 1371 Jahr für Jahr richtig fette Habensalden aufweist…
Bei der Erfassung unter DATEV gibts
keinen Vorsteuerschlüssel 90. Er heißt 9, und die Null
dahinter ist eine Füllnull…
vielen Dank für die Aufklärung!
Hat zwar Null-Relevanz für irgend etwas, aber gibt einem das schöne Gefühl, mal wieder ein Stück schlauer geworden zu sein!
Als bei DATEV noch alles RZ-gebunden lief, und solche
„Komforterfassungen“ wie LODAS noch nicht entwickelt waren
(man klopfte da seitenlange Papierlisten in einem
Kennziffer-Wert-Eingabesystem), war ein Spruch, der bei jeder
DATEV-Schulung irgendwann fiel: „Ohne Führungsnullen können
wir arbeiten, aber die Füllnullen sind unverzichtbar…“,
wobei sich dann jeder selber seine Führungsnullen vorstellen
durfte.
*lach*
Ich weiß ja nicht, ob wir nicht auch ohne Füllnullen arbeiten könnten.
Ich finde, es werden viel zu viele Führungspositionen durch Nullen ausgefüllt.
Oder werfe ich jetzt Definitionen durcheinander?
Bei der Erfassung unter DATEV gibts
keinen Vorsteuerschlüssel 90. Er heißt 9, und die Null
dahinter ist eine Füllnull…
Servus,
jaja, das waren noch Zeiten… Füll- und Führungsnull? Egal,
Hauptsache man knallt den richtigen Sechsteller rein… aber Gott sei
Dank habe ich lediglich noch Datev in MS-DOS 6 Version kennengelernt,
zum Azubibeginn gabs ein eigens Dongle, den SKR und Grundfertigkeiten
mit F-Tasten
Lang lang ist’s her, nun kennt ja auch Datev die Mausfunktion…
für die Antwort. In einem ASCII Export konnte ich auch eine Spalte „BUFeld“ ausfindig machen, die gelegentlich mit ‚1‘, ‚8‘ (7%) oder ‚9‘ (16%) gefüllt ist. ‚1‘ ist den Rechnungen ohne ausgewiesener MWSt. zugeordnet.
Man erkennt sicherlich, dass ich da einen pragmatischen Zugang wähle (per reverse Engineering und Redoing).
Vorsicht mit den Steuerschlüsseln! „1“ bedeutet bei DATEV „umsatzsteuerfrei mit Vorsteuerabzug“. Also kein Vorsteuer-, sondern ein Umsatzsteuerschlüssel, und dazu mit einer besonderen Funktion (betreffend Einspielen in USt-Verprobung, Steuerformulare etc.).
Sinnvoll ist es, in diesem Zusammenhang nicht ausschließlich pragmatisch vorzugehen, sondern alle Steuerschlüssel und auch die selten auftauchenden, noch eine Stelle davor zu erfassenden Berichtigungsschlüssel zu besorgen. Es gibt welche, die so selten sind, dass man sie in einem „gegriffenen“ Beispiel mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht auftauchen, aber wenn man sie mal bräuchte, aber sie sind nicht definiert, haut das den ganzen Datensatz kaputt.