Hallo,
ist da etwas dran, daß die Badenia-Bausparkasse (es hätte wohl auch eine andere sein können) zur Rechenschaft gezogen werden soll, weil sie für überteuerte Wohnungen, die zum Verkauf anstanden, Kredite angeboten hatte und sie hätte wissen müssen, daß die Wohnungen zu teuer waren? Wenn dem so wäre, könnte man ja vielleicht auch noch etwas bei den Bauherrenmodellen machen, bei denen die Wohnungen ja auch viel zu teuer waren und der Kreditgeber (der ja wohl auch von den zu teueren Wohnungen wußte) gleich vom Treuhänder mitgeliefert wurde. Danke schon mal.
Wynmuck
Hallo,
ja, gegen die Badenia und auch gegen die Hypo-Vereinsbank laufen einige Verfahren, bei denen es um das kollusive Zusammenarbeiten von Immobilienvermittlern und Banken geht, wobei die Immobilienvermittler nach eigenem Gusto die Preise und Bewertungen vornehmen durften und dafür dann auch die passenden Kredite ohne böse Nachfragen für ihre Kunden bekamen. Die Chancen stehen aber in solchen Fällen grundsätzlich nicht so ganz gut, weil es eben wahnsinnig schwierig ist, diese Zusammenarbeit a) überhaupt zu beweisen und b) dass sie vorsätzlich und zum Schaden des Kunden stattfand.
Problematisch ist vor allen Dingen immer die Tatsache, dass eine schlechte Entwicklung einer Kapitalanlage zunächst einmal immer das Risiko des Käufers ist, und viele Prozesse in diesem Umfeld sich fälschlicherweise genau darauf beziehen, so nach dem Motto: „Die böse Bank hat mir diese Anlage empfohlen und die läuft jetzt schlechter als ich sie mir vorgestellt hatte.“ Vergessen wird dabei natürlich, dass auch Banken keine Glaskugeln haben und nicht in die Zukunft schauen können und es eben gerade bei Geldanlagen mit möglicherweise höheren Renditen zig Faktoren gibt, die dazu führen können, dass es eine eher unterdurchschnittliche Rendite gibt. Der Anleger hat ja schließlcih ganz bewusst kein Sparbuch gewählt, sondern wollte ja mehr und muss für die Chance auf eine höhere Rendite eben auch ein höheres Risiko in Kauf nehmen.
Kriminell wird es erst, wenn nachweisbar von vorne herein vorsätzlich ein überhöhtes und nicht erreichbares Renditeversprechen gemacht worden ist, und dies kann man ohne Insiderwissen eben kaum nachweisen. In den beiden Fällen hier gibt es aber offenbar inzwischen aussagebereite Aussteiger und teilweise auch von diesen mitgenommenen Unterlagen, die ein planvolles Vorgehen zum Nachteil der Kunden belegen könnten. Für alle weiteren zukünftigen Fälle mit anderen Beteiligten, müsste man ebenfalls erst einmal so gute Beweise finden.
Gruß vom Wiz
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