Hallo Fritz,
Woher kommt diese Bezeichnung ?
Meine Vermutung:
Bei Geburt zusammenfallende kreisrunde Bäuche oder Ringelreihentanz der Damen im Kreis herum,…
kann es sicher nicht sein.(lach)
Bei Filmgeburten könnte man eher auf Schreisaal
schliessen.
Herzlichen Dank für Aufklärung der „Biertischfrage“
Gruss
Fritz
a.d.Uw.
MOD: Titel archivtauglich gemacht.
Hallo,
das heißt Kreißsaal und nicht Kreissaal. Kreißen soll von Kreischen (Schreien) kommen, eben wegen der Geburtsschmerzen.
Gruß
Thomas
Hallo Fritz,
Woher kommt diese Bezeichnung ?
Meine Vermutung:
Bei Geburt zusammenfallende kreisrunde Bäuche oder
Ringelreihentanz der Damen im Kreis herum,…
kann es sicher nicht sein.(lach)
Bei Filmgeburten könnte man eher auf Schreisaal
schliessen.
Herzlichen Dank für Aufklärung der „Biertischfrage“
Gruss
Fritz
a.d.Uw.
Hallo Thomas,
Danke für ausführliche Auskunft.
Die „Googeli“ mit 40800 Seiten, sowie mein altes Meyers Handlexikon 1893 haben nichts gebracht.
In einer neueren Auflage jetzt auch gefunden.
Das komische „ss“ kennen wir bei uns nicht.
Meine Frau hat damals nicht geschreit, dachte das sei ein „Filmgag“.
Warum dann nicht richtig verdeutschen mit „Schreisaal“,
oder einfach Gebährsaal?
Es ist verwirrend wie die deutsche Sprache früher und auch heute vers… (verstümmelt(:°)wird.
Gruss
Fritz
a.d.Uw.
Hallo,
das heißt Kreißsaal und nicht Kreissaal. Kreißen soll von
Kreischen (Schreien) kommen, eben wegen der Geburtsschmerzen.
Gruß
Thomas
Hallo Thomas,
das weckt bei mir Bedenken. Es kreisst der Berg und gebiert ein Mäuslein… hast du schon mal einen Berg schreien hören?
Gruss Reinhard
Hallo Reinhard,
nein, ich habe noch keinen Berg schreien gehört, aber hast Du schon mal einen Berg gesehen, der eine Maus geboren hat? Ist eben ein Sprichwort.
Schöne Grüße
Thomas
Hallo Thomas,
das weckt bei mir Bedenken. Es kreisst der Berg und gebiert
ein Mäuslein… hast du schon mal einen Berg schreien hören?
Gruss Reinhard
Hallo, Fritz,
ich habe mal im Grimm’schen Wörterbuch nachgesucht und folgendes gefunden:
2) parturire, eigentlich vom schmerzlichen stöhnen, schreien der gebärenden, wie kreisten 2 (kreischen entbehrt dieser bed.); eben so gilt engl. dial. groaning, eigentlich stöhnen, für niederkunft (groaning-chair gebärstuhl, groaning-cake kindbettkuchen). während kreiszen ein dem mitteld. eignes wort scheint, ward es doch in diesem sinne schriftdeutsch; dasz es aber auch so nur noch ein künstliches wort ist, zeigt sein blosz bildlicher oder schriftstellerischer gebrauch, niemand wird im leben mehr von dem kreiszen einer frau reden. auch kommen im allgemeinen nur praesensformen vor, die starken sind längst vergessen, mit krisz, gekrissen (vergl. doch I, c) wüszte niemand etwas anzufangen. übrigens denkt man dabei jetzt an kreis (s. unter d).
Und in der Tat hat „kreißen“ nur in der Zusammensetzung mit „Kreißsaal“ und in dem Sprichwort „Es kreißte der Berg und gebar eine Maus.“ überlebt.
Grüße
Eckard
Da Prof.Fritz nicht erreichbar ist, habe ich mich nach Studium nachstehender Seiten, für obige Bezeichnung entschieden.(°,-)
http://wiki.starfrosch.ch/index.php/Kreissaal
http://rechtschreibreform.de/Forum/showthread.php?th…
auf meiner CH-Tastatur kann ich das komische scharfe „S“
so oder so nicht anklicken.
nochmals vielen Dank an alle Autoren
Fritz
a.d.Uw.
Da Prof.Fritz nicht erreichbar ist,
Ja, weißt du, mein lieber Urwald-Fritz 
auch als Professor, der ich nicht einmal bin, muss ich bisweilen weg vom PC und sogar aus dem Haus verschwinden, um ein paar Euro zu verdienen, um die Netzgebühren bezahlen zu können.
Der Vollständigkeit halber:
_ kreißen
schwaches Verb erweiterter Standardwortschatz obsolet (14. Jh.), mhd. krIzen Vst. „schreien, stöhnen“, mndd. kriten, mndl. criten, nwfr. krite Stammwort.
Schallverb zu der Sippe von schreien (ohne s mobile), speziell „Wehen haben“ (vgl. Kreißsaal); eine Weiterbildung ist kreischen.
nach Kluge_
Es gab also zuerst „kreißen“ = schreien; dann die Spezialisierung zu: „gebären“, wovon der „Kreißsaal“ herrührt, und auch noch die „Kreißende“ kann man bei älteren Medizinmännern hören.
„Kreischen“ ist dann eine Weiterbildung, die wohl im Zug der 2. Lautverschiebung entstand. Aber da haben die Eidgenossen schon nicht mehr mit dem Reich mitgezogen. Daher deann auch „Hûs, Wîp“ und die anderen Schweizer Idiotika!
Gruß Fritz
off topic, aber …!!!
hi,
„Kreischen“ ist dann eine Weiterbildung, die wohl im Zug der
2. Lautverschiebung entstand. Aber da haben die Eidgenossen
schon nicht mehr mit dem Reich mitgezogen. Daher deann auch
„Hûs, Wîp“ und die anderen Schweizer Idiotika!
ich bin erschüttert, fritz 
bitte bring nicht auch du wörter wie hûs und wîp mit der lautverschiebung in verbindung. das ist unsinn. lautverschiebung ist viel früher (8. jh. und davor), ist eine erscheinung des konsonantismus (und nicht der vokale!) und trennt z.b. niederdeutsches bzw. englisches pîpe von oberdeutsch pfeife bzw. alemannisch pfiifa.
was du hier meinst, ist die vom alemannischen (den schweizern und anderen) und dem niederdeutschen (den holländern und anderen) nicht mitgemachte diphthongierung (ca. 12. jh.), eine rein vokalische entwicklung, die die leute im südosten des sprachgebiets (sozusagen: die steirer, und sie sprechen die diphthongierung auch heute noch so ausgeprägt wie keine anderen) erfunden haben und die von dort richtung norden exportiert worden ist. (aber eben nicht ganz nach norden und auch nicht in den westen.)
hth
m.
ß ?
Hoi Fritz
Also um das ein für alle Mal klar zu stellen: Das ß kann auch ein
Deutscher nicht auf der Tastatur anklicken 
Du findest ß wenn Du den Nummernblock einschaltest und einfach mal
durchprobierst:
Alt + 1, Alt + 2, Alt + 3… Alt + 256 und wenn sie nicht gestorben
sind, haben sie ß gefunden.
Grüessli vom Heinz
Begrifflichkeit
Hi!
ich bin erschüttert, fritz 
Ist vielleicht nicht nötig.
Es mag sein, dass du eine schärfere Begrifflichkeit verwendest
und Lautveschiebung nur für die Konsonantenveränderung
gebraucht werden sollte.
Ich habe halt gelernt, dass es zwei Lautverschiebungen gab,
die erste , die das Althochdeutsche von den anderen germanischen Sprache trennte,
und die zweite , die das Oberdeutsche vom Niederdeutschen trennete mit den von dir genannten regionalen Besonderheiten. Und dabei wurde die Diphtongierung als ein Element der Veränderung betrachtet.
Ich müsste jetzt erst in einigen Büchern nachsehen, aber so
wichtig scheint mir dieser „Streit um Begrifflichkeiten“ nicht
zu sein.
Gruß Fritz
Hallo,
Also um das ein für alle Mal klar zu stellen: Das ß kann auch
ein
Deutscher nicht auf der Tastatur anklicken 
echt? bei mir ist es in der obersten Reihe gleich neben 8, 9, 0, ß
So selten wird es auch nicht benutzt, dass man es mit dem Ziffernblock suchen müsste…
Viele Grüße
C.
Du findest ß wenn Du den Nummernblock einschaltest und einfach
mal
durchprobierst:
Alt + 1, Alt + 2, Alt + 3… Alt + 256 und wenn sie nicht
gestorben
sind, haben sie ß gefunden.
Grüessli vom Heinz
hi,
ich bin erschüttert, fritz 
Ist vielleicht nicht nötig.
ich war ja uch erschüttert mit 
Es mag sein, dass du eine schärfere Begrifflichkeit verwendest
und Lautveschiebung nur für die Konsonantenveränderung
gebraucht werden sollte.
Ich habe halt gelernt, dass es zwei Lautverschiebungen gab,
die erste , die das Althochdeutsche von den anderen
germanischen Sprache trennte,
und die zweite , die das Oberdeutsche vom
Niederdeutschen trennete mit den von dir genannten regionalen
Besonderheiten. Und dabei wurde die Diphtongierung als ein
Element der Veränderung betrachtet.
was die lautverschiebungen betrifft, hast du recht, da stimmen wir überein. nur: die diphthongierung gehört nicht dazu; sie ist definitiv später und keine erscheinung der lautverschiebung.
wetten wir was?
m.
Wette gewonnen!
wetten wir was?
Nimm die Wette mal als von dir gewonnen. Und um was haben wir gewettet?
Ein * ? Oder zwei?
Ich habe wohl in der Tat zwei Sachen zu sehr in eins gebracht.
Mein kleines Handbüchlein handelt die 2. Verschiebung und die Diphtongierung in einem Kapitel ab.
Die Überleitumg gegen Ende des Kapitels lautet:
„Die Auseinanderentwicklung von Hochdeutsch und Niederdeutsch beruht nicht nur auf der 2. Lautverschiebung. Die frühmittelalterliche Stufe des Hd., das Ahd., ist auch durch vokalische Veränderungen gekennzeichnet. Im 8. und 9. Jh. sind die germanischen Langvokale ô und ê zu uo, ia, diphtonggiert worden …“
aus: Peter von Polenz, Geschichte der deutschen Sprache.
Über den Zeitrahmen der Verschiebungen und der Diphtongierung müsste man nochmals genauer forschen.
Ich habe da im Moment keine klare Zeitangaben vorliegen.
Gruß Fritz
hi fritz,
wetten wir was?
Nimm die Wette mal als von dir gewonnen. Und um was haben wir
gewettet?
Ein * ? Oder zwei?
sind sternchen transferierbar?
nein, meine kostbaren sternchen würd ich nie verwetten.
ich würde sagen, gehen wir mal auf ein bier, wenn wir uns bei einem usertreffen übern weg laufen.
Ich habe wohl in der Tat zwei Sachen zu sehr in eins gebracht.
Mein kleines Handbüchlein handelt die 2. Verschiebung und die
Diphtongierung in einem Kapitel ab.
Die Überleitumg gegen Ende des Kapitels lautet:
„Die Auseinanderentwicklung von Hochdeutsch und
Niederdeutsch beruht nicht nur auf der 2. Lautverschiebung.
Die frühmittelalterliche Stufe des Hd., das Ahd., ist auch
durch vokalische Veränderungen gekennzeichnet. Im 8. und 9.
Jh. sind die germanischen Langvokale ô und ê zu uo, ia,
diphtonggiert worden …“
aus: Peter von Polenz, Geschichte der deutschen Sprache.
Über den Zeitrahmen der Verschiebungen und der Diphtongierung
müsste man nochmals genauer forschen.
Ich habe da im Moment keine klare Zeitangaben vorliegen.
polenz behandelt da nicht die „neuhochdeutsche“ dipthongierung, die nachgefragt war, sondern eine frühere phase. jetzt wird mir klar, in welche falle du da getappt bist.
lg
m.
Hei Heinz,
Dem Fritz ging’s glaub ich nicht um die Tastatur,
sondern darum, dass das schweizerische SChriftdeutsch
ein ß nicht kennt.
Meine (Schweizer) Freundin sagte dazu immer: Preussen-S
(oder auch: Sauschwobe-S).
Gruesse
Elke
(auch auf englischer Tastatur und nach 25 Jahren mit wenig Lust mich umzugewoehnen)