Krichhoffsches Gesetz Reihenschaltung

Hallo,

ich beschäftige mich gerade autodidaktisch mit Elektrotechnik und bin auf mein erstes Problem gestoßen. Das Kirchhoffsche Gesetz besagt dass die gesamt Spannung eines Systems gleich der Teilspannungen an den Widerständen des Systems ist. Wenn ich also exemplarisch eine Ausgangsspannung von 15V hätte und drei gleich große Widerstände. Dann hätte jeder Widerstand eine Teilspannung von 5V richtig?
Aber wie lässt sich das erklären? Ich hätte es mir gefallen lassen, wenn der erste Widerstand quasi 5V „verschluckt“ dann nur noch 10V übrig bleiben und der zweite wieder 5V „verschluckt“…
Aber ich schätze, das ist der falsche Denkansatz. Wie kann es sein, dass an einem Widerstand 15V ankommen, aber nur 5V rauskommen?

Vielen Dank schoneinmal für die Hilfe

Hallo,

Auch Hallo

ich beschäftige mich gerade autodidaktisch mit Elektrotechnik, und bin auf mein erstes Problem gestoßen. Das Kirchhoffsche Gesetz besagt dass die gesamt Spannung eines Systems gleich der Teilspannungen an den Widerständen des Systems ist.

Nicht ganz korrekt zitiert.
Hier kommt das zweite Kirchhoffsche Gesetz, der sogenannte „Maschensatz“ zum Tragen.

Und dieser lautet:

„In einem geschlossenen Umlauf einer Masche ist die Summe aller Quellenspannungen und aller Spannungsabfälle gleich Null“

Wenn ich also exemplarisch eine Ausgangsspannung von 15V hätte und drei gleich große Widerstände. Dann hätte jeder Widerstand eine Teilspannung von 5V richtig?

Richtig!

Aber wie lässt sich das erklären? Ich hätte es mir gefallen lassen, wenn der erste Widerstand quasi 5V „verschluckt“ dann nur noch 10V übrig bleiben und der zweite wieder 5V „verschluckt“…
Aber ich schätze, das ist der falsche Denkansatz. Wie kann es sein, dass an einem Widerstand 15V ankommen, aber nur 5V rauskommen?

Aua!

Also: Du hast eine Schaltung, bei der der Pluspol und der Minuspol einer Spannungsquelle (G1) durch drei in Reihe geschaltete Widerstände (R1; R2 und R3) verbunden sind. Das Ganze bildet (nach Kirchhoff) eine Masche, bei welcher der (gleiche) Strom durch G1, R1, R2 und R3 fließt. Also ein Kreislauf.

Nehmen wir, um mit Zahlen rechnen zu können, pro Widerstand einen Wert von 100 Ohm an.

Der Gesamtwiderstand der in Reihe geschalteten Widerstände ist
R1+R2+R3=Rg=300Ohm

Die Spannung (Quellenspannung) an G1 beträgt Uq=15V. Laut Kirchhoff II ist die Summe aller Spannungsabfälle gleich der Quellenspannung, also auch 15 V.

Also fließt in der Masche (laut Ohmschem Gesetz) ein Strom I von Uq/Rg=15V/300Ohm=50mA.

Die Spannungsabfälle an den Widerständen errechnen sich – wieder nach dem Ohmschen Gesetz:
U1=I*R1=0,05A*100Ohm=5V
U2=I*R2=0,05A*100Ohm=5V
U3=I*R3=0,05A*100Ohm=5V

Probe aufs Exempel:
U1+U2+U3=Uq
5V+5V+5V=15V

Voila.

Was hast Du jetzt nicht verstanden?

Vielen Dank schon einmal für die Hilfe

Immer gern zu Diensten
merimies

Moin,

… Das Kirchhoffsche
Gesetz besagt dass die gesamt Spannung eines Systems gleich
der Teilspannungen an den Widerständen des Systems ist. Wenn
ich also exemplarisch eine Ausgangsspannung von 15V hätte und
drei gleich große Widerstände. Dann hätte jeder Widerstand
eine Teilspannung von 5V richtig?

http://de.wikipedia.org/wiki/Reihenschaltung

Aber wie lässt sich das erklären? …
Aber ich schätze, das ist der falsche Denkansatz.
Wie kann es sein, dass an einem Widerstand 15V ankommen, aber nur 5V
rauskommen?

http://leifi.physik.uni-muenchen.de/web_ph10/grundwi…

Vielen Dank schoneinmal für die Hilfe

mfg
W.

Hi,
vielleicht hilft es, die Spannung als Differenz zu betrachten.
Die Differenz zwischen den 3 Widerstaenden, also die Punkte ausserhalb der 3 Widerstaende, weisen 15 Volt auf. Und diese 15 Volt verteilen sich wie die Widerstaende, hier eben gleich.
Wuerdest Du einen Widerstand kurzschliessen, waeren immer noch 15V, nun auf zwei verteilt.
Hast Du ein Messgeraet und paar Widerstaende und eine Batterie zur hand? Dann koenntest Du es locker ausprobieren.
Gruss Helmut