Kleine Anmerkung
Halli Hallo!
Ich fand den bisher stattgfundenen Disput sehr interessant und erinnerte mich dadurch auch an das Buch „Weltmacht USA. Ein Nachruf“ von Emmanuell Todd, worin der Autor beschreibt, wie sich die titulierte Weltmacht in den letzten Jahren langsam von der Demokratie weg bewegt hat und nunmehr zu den Oligarchien gezählt werden muss, wenn man die Definitionen auf die Spitze treibt. Er leitet daraus ab, dass alle westlichen Demokratien einen gesellschaftspolitischen Verfall erleben, der zu einer suksessiven Machtverschiebung in Richtung Wirtschaft und kleinerer Interessenverbände führt. Somit ist laut Todd das friedliche Zeitalter, welches von einigen optimistischen Demokratien-Verfächtern postuliert wird (indem eines Tages alle Staaten demokratisch sind und Demokratien keine Kriege untereinander führen ergo nie wieder Krieg), hinfällig, weil die Demokratie eben nicht die oberste und letzte Stufe ist. Wir sollten uns vielmehr darauf einrichten, dass, je älter und wässriger eine Demokratie ist, sie zunehmend instabiler und korrumpierter wird, bis schließlich einstige Demokratie-Vorreiter wie die USA selbst zur Gefahrenquelle werden.
Ein, wie ich finde, interessanter Gedanke, den man berücksichtigen sollte, wen man dem Glauben des friedlichen, demokratischen Zeitalters anhängt. In Anbetracht der täglichen Vernebelung und Verdummung des Volkes liegt die Idee des „bewussten Ablenkens und unmündig-machens“ gar nicht so fern
meint
the_digger