Hi@all
Wo fange ich an… eigentlich bin ich ja nicht neu hier und habe auch schon so einige gute Tips bei www bekommen, aber diesmal fällt es mir schwer einen anfang zu finden:-/
Vielleicht kennen manche von euch ja das Phänomen das eines Tages alles um einen herum zusammenbricht was einem etwas bedeutet oder wichtig für ein glückliches leben ist. Angefangen hat das als mich meine damalige Freundin wegen eines anderen verlassen hatte (nov02). War sehr schwer für mich wieder in ein einigermaßen normales leben zu kommen.
Dann ist schließlich im nov03 mein Vater gestorben und zwei Wochen nach Silvester mein Bruder in eine Alkohol und Drogen entzugstherapie gegangen die er leider wieder abbrach.
Zu allem Überfluß habe ich dann noch vor ein paar tagen erfahren das sich eine ehemalige bekannte (ist auch erst ein halbes Jahr her das ich sie das letzte mal sah) den goldenen Schuß verpaßt hat.
Mittlerweile bin ich wegen all dem schon ziemlich depressiv und langsam macht sich mein Kopf selbständig und meine eigenen Gedanken machen mich fertig.
Außerdem habe ich das Problem das ich mich sehr einsam und ungeliebt fühle, keine Beziehung seit dem ende der letzten und auch sonst nur Abweisungen bei Menschen bekommen die mich interessierten.
Ich kann auch nicht in mir selbst ruhen und alles genießen ohne Sehnsucht nach einer Beziehung zu haben.
Dann hab ich angefangen nach mir selbst zu suchen um vielleicht wieder zu ruhe zu finden, habe dann viel gelesen da ja bekanntlich ein gebildeter Geist viel stabiler ist.
Aber puste Kuchen es wird immer noch schlimmer.
Ein Freund hat mir auch schon angeraten doch mal zu einem therapeuten zu gehen aber ich wüßte gar nicht was ich dem erzählen soll, weiß doch selbst nicht wo mein Problem liegt.
Weiß auch gar nicht was ich mir davon erhoffe wenn ich das hier schreibe. Vielleicht wollte ichs einfach nur mal los werden…
danke
benny
Hi:benny,
scroll mal einfach runter, denn weiter unter haben wir genau das besprochen. Ich hab mich da eingehend zu dem Gegensatz VERARBEITEN - VERDRÄNGEN geäußert.
Gruss, Branden
Hallo benny!
Ein Freund hat mir auch schon angeraten doch mal zu einem
therapeuten zu gehen aber ich wüßte gar nicht was ich dem
erzählen soll, weiß doch selbst nicht wo mein Problem liegt.
Wenn du schon wüßtest, wo dein Problem liegt, brauchtest du doch nicht mehr hinzugehen, oder? 
Die meisten wissen nicht genau, woran es denn liegt, wenn sie zum Therapeuten gehen. Das ist der Normalfall und genau dafür sind TherapeutInnen da.
Wenn du es versuchen solltest, erzählt ihm oder ihr einfach, was dir einfällt (so wie hier auch) und wie es dir dabei geht. Das Gute an Therapeuten ist: Sie sind meistens ziemlich gut darin, die richtigen Fragen zu stellen. Da kommen dann die Gedanken schon „von selbst“ ins Rollen.
Und warum man Dinge erzählt, gerade auch, wenn man nicht genau weiß, was eigentlich los ist? Weil’s gut tut und mal raus muss! Es beschäftigt dich doch, geht dir im Kopf rum, wenn du’s nicht mal raus lässt und auch mal Gedanken von anderen dazu hörst, kann das zum Karussel werden, das sich immer nur im Kreis dreht und außer dem Kreiseln passiert nichts. Nicht so gut. 
Besten Gruß,
Christiane
Jetzt mach ich wahrscheinlich wieder unbeliebt, aber ich sags nochmal.
Nicht du gehörst zum Psychologen sondern deine Bekannten und Verwandten. Deine Reaktion ist total normal, es ist einfach eine scheiss schwere Situation. Ich kenne ähnliches aus eigener Erfahrung, und der Rat zum Psychologen zu gehen, ist oft einfach die Faulheit der Leute sich selbst mit dir auseinanderzusetzen, einfach eine ziemlich eklige Art selbstgefällig zu sein.
Was würde ich dir raten? Ich kann nur sagen wie ich damit umgehe oder umgegangen bin. Ich hab mich erstmal aus dem Kreis der Selbstzerstörer zurückgezogen um nicht noch weiter von ihnen runtergezogen zu werden bzw. habe mich emotional von ihnen getrennt.
Fokussier dich auf das was für dich Leben bedeutet. Ich weiss das Trennungsschmerz gerade wenn man im Sumpf lebt, nicht gerade das einfachste ist, aber gib nicht auf vor deinen Gefühlen, hinter der Wand des Schmerzes geht das Leben weiter, bleib nicht darauf sitzen.
Tu am besten selber irgendwas, mal Bilder, schreib etwas, bau oder bastel, aber pass auf das du nicht im ‚Selbstmitleid‘ versinkst, wenn du über deine Situation schreibst, da fixierst du dann Dinge die nicht fixiert werden sollten. Wenn deine Gefühle uspezifisch sind, nimm sie einfach so wie sie sind und versuch nicht darin herumzubohren, das bringt nichts, solange deine Lebenssituation nicht besser ist. Ich kann meine/ein Gefühl als Ganzes nehmen und wenn ich mich dann auf dieses Ganze konzentriere lößt es sich meist auf, das klappt nicht immer, weil ich nicht immer diesen Emotionalen überblick habe, vielleicht klappt es bei dir auch gar nicht. Eins noch, lass die Finger von Drogen jeder Art, damit machst du es nur noch schlimmer. Ich wünsch dir Kraft und Lebenslust für deinen nächsten Lebensabschnitt!
T.
Hallo Benny!!
Erwarte einfach, dass es Dir nach der Therapie besser geht, und das Du f+r Dich lernst, mit solchen Problemen des Lebens anders umzugehen, damit sie Dich nicht mehr so runterziehen, wie sie es im Moment tun!
Ich schreibe Dir nachher noch eine email!
Viele Grüße
Und Kopf hoch, Du schaffst das!!!
Berlind