Krisenberatung bei Depression wegen Erbschaftsstreit

Hallo,
ich will einer Freundin helfen, und finde keine brauchbare Adresse im Netz. Sie hat vor einem halben Jahr ihren Mann (nach 3 Jahren Krebs - Pflege zu Hause) verloren und nun streitet sie sich mit dessen Kindern um die Erbschaft. Inzwischen ist sie regelrecht depressiv und nicht mehr in der Lage den Alltag zu bewältigen. Nevenarzt hat noch Urlaub, Termin aber schon gemacht.
Dennoch: gibt es irgendwo so etwas wie ein Krisenzentrum, wo Leute sich austauschen können, die genau dieselbe Erfahrung gemacht haben? Es geht um ihre blanke Existenz und dabei bleibt ihr keine Zeit für die Trauerarbeit.
Ich helfe so gut ich kann, aber eine solche Erfahrung sollte man quasi im Rahmen einer „Selbsthilfegruppe“ durchmachen und da kann ich nicht mitreden.
Vielen Dank für Eure Antwort.
Ulrike

Hallo Ulrike
Kriseninterventionszentren und SH-Gruppen gibts in jeder grösseren Stadt. Leider weiss ich ja nicht wo diese Freundin wohnt. Aber www.depri.ch ist ne mögliche Adresse im Internet… Die Gefahr ist einfach, dass gewisse Leute dann für längere Zeit dort „hängen“ bleiben… Gruss ste

Hallo Ulrike,
mir ist so etwas nicht bekannt. Der Hausarzt sollte aber schon mal
ein Antidepressivum verschreiben um keine Zeit zu verlieren.
Alles Gute für Ihre Freundin wünscht Dr. U

Hallo,
bei einem Depri kann man überhaupt hängen bleiben, stimmt, egal ob im Netz oder beim Dr.
Die Nr. vom Krisenzentrum hat sie, und auch noch anderes Nützliches, was ich doch noch gefunden habe. Wir reden halt viel über’s Telefon, weil ich zu weit weg wohne, um immer gleich loszufahren. Ob’s reicht…
Vielen Dank jedenfalls für die schnelle Antwort.
Schönen Abend noch und
viele Grüße
Ulrike

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Hallo Ulrike,
mir ist so etwas nicht bekannt. Der Hausarzt sollte aber schon
mal
ein Antidepressivum verschreiben um keine Zeit zu verlieren.
Alles Gute für Ihre Freundin wünscht Dr. U

Hallo Dr. U,
ja, die Hausärztin hat schon etwas verschrieben, und ich/wir Halbprofis kommen mit allen möglichen Tips, Vitasprint, Tees u.s.w.
Hilft halt alles nicht genug.
Wichtig ist halt auch, daß sie sich nicht alleingelassen fühlt und ich glaube, das bekommen wir noch hin.
Vielen Dank auch und
viele liebe Grüße
Ulrike

Hallo Ulrike,
Ihre Freundin kann schauen, ob es bei der örtlichen
KISS (Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe)
eine passende Selbsthilfegruppe gibt. Darüber hinaus
ist der SPD (Sozialpsychiatrische Dienst), der zum
zuständigen Gesundheitsamt gehört, möglicher
Ansprechpartner. Wenn gar nichts anderes mehr geht,
biete eine psychiatrische Klinik (stationäre)
Krisenintervention an. Zum Teil gibt es auch regionale
psychiatrische Ambulanzen.

Für einen weiteren Austausch stehe ich ihnen gerne zur
Verfügung.
Viele Grüße
Thomas Kühn

Gern geschehen.

Liebe Grüsse

Ruedi Steiger

Ruedi Steiger
Psychotherapeut SPV-SVG-GedaP
Paar- und Familientherapeut
Dipl. Supervisor IAP-BSO, Coach BSO und Org.berater BSO
Postfach 1062, 8201 Schaffhausen
Telefon: 052 - 624 92 12
[email protected]
http://www.therapiedschungel.ch

Hallo,
oh ja, SPD klingt nach einem guten Tip, an den wir noch nicht gedacht haben, und man kann ja auch mal in den Kliniken fragen, ob die etwas anbieten.
Prima, danke schön.
Viele Grüße
Ulrike