Hallo!
Bei der Kristallstrukturanalyse bringt man Folie in den von einer Röntgenröhre ausgesandten Röntgenstrahl (zwischen Röhre und Probe); und zwar verwendet man gemäß nachstehender Tabelle in Abhängigkeit des Targetmaterials der Röntgenröhre folgende Folinewerkstoffe:
Target - Folie
Chrom - Vanadium
Eisen - Mangan
Kobalt - Eisen
Kupfer - Nickel
Molybdän - Zirconium
Silber - Rhodium
Weiß zufällig jemand, was der Grund hierfür ist?
Vielen Dank im Voraus.
Nils
Hallo.
Meinst du mit Targetmaterial das Anodenmaterial? Ich gehe einfach mal davon aus.
Für die Strukturanalyse benötigt man halbwegs monochromatische Röntgenstrahlen. Da aber eine Röhre ein Spekrum emitiert, welches aus der Überlagerung von Bremsstrahlung und der Charakteristischen Röntgenstrahlung (CR) des Anodenmaterials (AM) entstanden ist, muss man den monochromatischen Charakter erst noch erzeugen. Das macht man am besten mit Filtern und zwar nicht mit beliebigen, sondern solchen, die im Bereich der CR des AM eine sogenannte Absorptionslücke haben und im restlichen Spektrum Röntgenstrahlen mehr oder weniger gut absorbieren.
Die unerwünschte Bremsstrahlung wird dadurch weitgehend absorbiert und die CR durchdringt den Filter fast ungehindert, man hat Röngenstrahlung hoher Intensität in einem sehr scharfen Wellenlängenbereich.
mfG Dirk