Kritik an Dr. Piepenbrocks BAHAMAS website

Kritik an Dr. Piepenbrocks BAHAMAS website

Wenn man Prospekte vom inzwischen verkleinerten Bahamas Tourist Office in Frankfurt erhält, dann weiß man genau, dass es sich um Werbematerial handelt. Dass die Diskrepanz zwischen Werbeaussagen und der Wahrheit aber so groß sein kann wie im Falle Bahamas, das kann man sich nur schwer vorstellen.

Jetzt habe ich die Internetseite des bahamesischen Honorarkonsuls für Deutschland, Dr. Hartwig Piepenbrock, gelesen. Obwohl er mehr für Visumfragen etc. zuständig ist, erscheint diese Plattform doch als eine irreführende und eine ins Internet gestellte Werbebroschüre des Fremdenverkehrsministeriums der Bahamas. Wer hat denn eine andere Meinung?

Ich finde, dass mit dem verwendeten Werbeslogan „It´s better in The Bahamas“ der Eindruck erweckt wird, als würde es sich hier um ein lohnendes Reiseziel handeln. Hinter der Fassade von frisch gestrichenen Regierungsgebäuden, geputzten Namenschildern und einem Wall von Hochglanzbroschüren sieht es allerdings ganz anders aus. Nachdem mehrere offizielle Untersuchungen (National Tourism Quality Assurance Survey), die bei Urlaubern in der Hauptstadt Nassau und auf Paradise Island, wo sich auch das berühmte Atlantis Resort befindet, durchgeführt wurden, extrem negative Ergebnisse brachten, habe ich selbst mal eine Homepage http://www.reporter.int.tc über die bahamas ins Netz gestellt. Ihr könnt also mal selbst urteilen.

Ich denke, wenn auf den Bahamas festgestellt wird, dass jeder zweite Tourist unzufrieden ist und Freunden der Urlaub dort nicht empfohlen wird, dann sollten wir dies in Deutschland und Europa ebenso beschreiben. Kritisiert werden insbesondere eine nur vordergründige Freundlichkeit gegenüber Ausländern, die ungenügende Servicebereitschaft sowie überzogene Preise.

Die Bahamas kommen aber auch bei Investoren negativ ins Gerede. Schlagzeilen machen die weit verbreitete Kriminalität und Korruption sowie die für einen Inselstaat vergleichsweise hohe Mordrate und der extrem hohe Drogenhandel.

Skandalös das Verhalten der Regierung, wenn Ausländer ihre Belange geltend machen wollen. Der amtierende Premierminister Perry Christie und andere Mitglieder des Kabinetts verspielen auf dem internationalen Parkett durch deutliche Ignoranz und fehlende Moral jede Glaubwürdigkeit. Zu kritisieren ist auch das korrupte Rechtswesen, das tief in der politischen Kultur eingebettet ist. Wer sich also beispielsweise um Jobs oder eine selbständige Tätigkeit auf den Bahamas bemühen sollte, kann sich bei mir gerne mal informieren.

Hallo Harald,
du hast mit deiner Kritik Recht.Ich kenne die Bahamas zwar nicht so gut wie du, war aber auch schon ein paar mal da.
Was mich nur stört ist die Ausrichtung auf Grand Bahama, Nassau/Paradise Island. Bist du wirklich der Meinung das dies die Bahamas sind. Besonders Paradise Island ist doch ein Touristenmoloch, jeder der dorthin fährt ist doch selber Schuld wenn er ausgenommen wird.
Warum wird aber so wenig über die Outerislands geschrieben?
Zum einen ist es gut so, dann bleiben sie noch Ursprünglicher, zum anderen wird so das Bild verzerrt. Was die Politik betrifft, kann ich nicht viel zu sagen, jedoch wären die Bahamas ohne Massentourismus arm dran.
Wir werden weiter auf die Bahamas fahren und werden jedesmal froh sein, wenn wir Nassau hinter uns haben.

Gruß Gerhard

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