Krone oder Implantat?

Liebe Leut

Ich habe mir als Kind den einen vorderen Schneidezahn abgebrochen (so etwa die Hälfte). Daraufhin wurde das abgebrochene Stück ersetzt, was zu allseitigem Erstaunen jetzt immer noch hält. Ich hatte nie Probleme damit, er blieb auch schön weiss. Vor einem Jahr ungefähr meinte mein Zahnarzt aber, der Zahn sei tot und man müsse eine Wurzelbehandlung durchführen, bzw. die Wurzel entfernen. Doch danach begann sich der Zahn zu verfärben und ist jetzt sehr grau und dunkel geworden, was mich ausserordentlich stört.

Nun habe ich mich bei zwei Zahnärzten erkundigt, was man tun könne. Von einer Bleichung rieten beide ab, da sässe ich in einem halben Jahr wieder bei ihnen. Der eine riet mir nun zu einem Implantat, der andere zu einer Krone.

Pro Implantat spricht (ich kann nur nachreden, was ich gehört habe):
dauerhafter
Dagegen:
man hat noch nicht so viel Erfahrung damit (?)? teurer, kann ebensogut wie die Krone wieder „rausfallen“.

Ich habe keine Ahnung, wofür ich mich entscheiden soll. Das Geld spielt keine Rolle. Ausserdem weiss ich gar nicht, was man eigentlich unter einer Krone versteht… was wird da genau gemacht? *schäm*

Danke im Voraus,

Semiramis

Servus Semiramis,

… schnipp …

Von einer Bleichung rieten beide ab, da sässe ich in
einem halben Jahr wieder bei ihnen.

Schau auf den thread, der ein paar Zeilen weiter unten steht. Vor allem auf die Antwort von Dantis. Freilich kann man das mit dem Bleichen machen. Vor allem, wenn die Verfärbung noch relativ neu ist. Weitere Maßnahmen sind immer noch möglich, solange der Zahn noch da ist.

Was eine Krone ist, sagt Dir die DGZMK.

http://dgzmk.de/index.php?site=Einzelzahnkrone

Da sind jetzt zwas keine Bilder dabei, aber die finde ich Dir noch.

Der eine riet mir nun zu
einem Implantat, der andere zu einer Krone.

Pro Implantat spricht (ich kann nur nachreden, was ich gehört
habe):
dauerhafter
Dagegen:
man hat noch nicht so viel Erfahrung damit (?)? teurer, kann
ebensogut wie die Krone wieder „rausfallen“.

Wenn man nicht soviel Erfahrung damit hat, woher weiß man dann, daß es dauerhafter ist?

Erstmal ganz deutlich: vor dem Implantat kommt die Extraktion - ist Dir das überhaupt klar? Hast Du Lust -

  1. Dir den Zahn ziehen zu lassen,
  2. 90 Tage mit einer Zahnlücke zu leben, die mit einer kleinen einzähnigen Prothese unvollkommen versorgt ist und die Dich möglicherweise zum Lispeln bringt,
  3. danach ein 14 - 18 mm tiefes Loch in den Knochen bohren zu lassen, in das dann so etwas wie ein Dübel geklopft wird,
  4. ein weiteres halbes Jahr die Prothese zu tragen, um
  5. dann einen schönen, weißen, natürlich aussehenden Zahn darauf geschraubt zu bekommen.,

wenn Du alternativ UNTER BEIBEHALTUNG Deines eigenen Zahnes einiges davon abschleifen lassen kannst (geht in Deinem Fall sogar ohne Spritze, weil der Zahn ja keinen Nerv mehr hat)

  • die weggeschliffene Substanz durch ein zahnfarbenes -, natürlich transparentes Material in Form der alten Zahnkrone wieder neu einkleben lassen kannst

  • und das ganze noch in diesem Jahr?

Implantate sind ein Segen - in meinem Mund stecken auch einige. Die Erfahrungen damit sind ausreichend lang (in nennenswerter Zahl seit über 30 Jahren). Sie halten meistens ziemlich lange (bei Nichtrauchern, Zahnbürstenbesitzern und Nicht-Diabetikern noch länger). AAABER - der eigene Zahn ist das beste Implantat. Wer was anderes sagt, redet Schmarrn.
Und - wenn Du dreißig Jahre älter bist, kannst Du Dir an derselben Stelle immer noch ein Implantat machen lassen - dann gibt es nochmal 30 Jahre mehr Erfahrungen damit.

Also - Kurzempfehlung:
Ein - zwei Bleichversuche (schlag nach bei Dantis)
Wenn nicht zufrieden: Keramikkrone, oder Zirkonoxidkrone (beide schön transparent). Basta. Das gesparte Geld legst Du 30 Jahre an und kaufst Dir dann einen Zahnkeim von der Gen - Zahn - Bank. Im Foyer dort steht dann eine Statue von der Ulla Schmid

Kai

Nachtrag

Servus Semiramis,

Das erste mit guten Bildern, das ich gefunden habe:

http://www.zahntechnik-friese.de/arbeitenneu.html

Kai

Lieber Kai

Wow! Herzlichen Dank für Deine gründliche und schnelle Info! Bin ja ganz begeistert!

Nun, da mir beide Ärzte vom Bleichen vehement abgeraten haben, da es ja in diesem Fall bei mir eh nichts nützen würde, denke ich schon, dass ich mich für eine der beiden… äh… aufwändigeren Methoden entscheiden werde.

Schau auf den thread, der ein paar Zeilen weiter unten steht.
Vor allem auf die Antwort von Dantis. Freilich kann man das
mit dem Bleichen machen. Vor allem, wenn die Verfärbung noch
relativ neu ist. Weitere Maßnahmen sind immer noch möglich,
solange der Zahn noch da ist.

Ja, den Thread habe ich natürlich gelesen, aber bei mir ist die Verfärbung nicht neu (ein Jahr - oder ist das neu?) und eben sehr stark. Der Zahn wird auch immer dunkler, also es sieht wirklich sehr hässlich aus (nicht nur meine subjektive Meinung, habe schon öfter mit Leuten darüber gesprochen - schliesslich mussten alle zugeben, es „sähe ja schon nicht gerade schön aus…“) Möchte lieber etwas Defitive(re)s haben.

Erstmal ganz deutlich: vor dem Implantat kommt die Extraktion

  • ist Dir das überhaupt klar? Hast Du Lust -
  1. Dir den Zahn ziehen zu lassen,
  2. 90 Tage mit einer Zahnlücke zu leben, die mit einer kleinen
    einzähnigen Prothese unvollkommen versorgt ist und die Dich
    möglicherweise zum Lispeln bringt,
  3. danach ein 14 - 18 mm tiefes Loch in den Knochen bohren zu
    lassen, in das dann so etwas wie ein Dübel geklopft wird,
  4. ein weiteres halbes Jahr die Prothese zu tragen, um
  5. dann einen schönen, weißen, natürlich aussehenden Zahn
    darauf geschraubt zu bekommen.,

Nojo… „Lust“ kann man das ja nicht gerade nennen, aber wenns eben ein unvermeidbares Übel ist - und dazu noch der Krone gegenüber eine klaren Vorteil bringt… dann ja.

Und - wenn Du dreißig Jahre älter bist, kannst Du Dir an
derselben Stelle immer noch ein Implantat machen lassen - dann
gibt es nochmal 30 Jahre mehr Erfahrungen damit.

Ja, genau das meinte derjenige Arzt, der zu einer Krone riet, auch.

Herzlichen Dank!

Semiramis

Dem kann ich nur zustimmen. OWT
OWT