Krustenbraten mit Biersoße

Hallo,

wer kennt ein Rezept für Schweinekrustenbraten in Biersoße?

Gruß Isolde

Moin,
daß der Braten an der Schwarte kreuzweise angeschnitten werden (muß) soll brauch ich wohl nicht schreiben. Auch wie man Schweinebraten fabriziert, setzte ich mal voraus.
Die Geschichte fängt also mit dem Bier an. Ein mir sehr lieber Anfang einer Geschichte.
Nimmst Du dunkles Bier ( kein Malz) wird die Soße dunkel und der Geschmack etwas süßlich. Hier empfehle ich zum andicken kleingeriebenes Pumpernickel. Das paßt zur leichten Süße des Bieres.
Magst Du es etwas herber, so nimm ein helles Bier.Ich mag dann das Jever, oder ein anderes nordisches Bier. Hier kannst Du die Soße mit geriebenem Roggenbrot binden.
Zur Soße kannst Du mit dem Braten Möhren, Zwiebel und Porree in kleinen Würfeln mitbraten.
Ich verwende in dieser Art gerne den Römertopf.
Das Gemüse, den Sud nachher mit einem passenden Gerät durchhäckseln, das Brot zugeben nochmal durch den Häcksler. Ein Schuß Vino hat auch noch nie geschadet.
Gruß
Dirk m.

Hallo,

wer kennt ein Rezept für Schweinekrustenbraten in Biersoße?

Gruß Isolde

Knuspriger Schweinebraten in dunkler Biersoße

Hier handelt es sich das bayrische Gericht schlechthin, sozusagen um die Mutter aller bayrischen Gerichte - der knusprige Schweinebraten in dunkler Biersoße, auch Krustenbraten genannt.

Und so wird’s gemacht (für 4 Portionen):

Putzen Sie einen Bund Suppengrün und zerhacken Sie ihn. Schneiden Sie eine Zwiebel in ca. 2 Zentimeter große Würfel. Geben Sie alles mit 2 Lorbeerblättern und 3 Nelken in einen flachen Bräter. Reiben Sie ein Kilogramm Schweinekrustenbraten aus der Keule mit Salz und Pfeffer ein. Ritzen Sie dann die Schwarte rautenförmig ein, achten Sie darauf, sie nicht ganz durchzuschneiden. Setzen Sie das Fleisch mit der Schwarte nach oben auf das Gemüse und geben Sie es in einen mit 175°C (Gas: Stufe2/Umluft: 150°C) vorgeheizten Backofen und lassen Sie alles 50 Min. braten. Verrühren Sie 100 ml Malz- oder Dunkelbier mit 1 Eßlöffel Senf (und, nach Belieben, mit einem Eßlöffel Honig) und bestreichen Sie den Braten in regelmäßigen Abständen gleichmäßig. Erhöhen Sie die Temperatur im Backofen auf 220° und lassen Sie das Fleisch weitere 20 Minuten braten. Nehmen Sie danach den Braten heraus und stellen Sie ihn warm. Den Bratensatz vermengen Sie mit 300 ml Wasser und etwas Bratenfond (am besten aus dem Bioladen ohne Zusätze wie z.B. Glutamat). Gießen Sie anschließend die Soße durch einen Sieb und schmecken Sie sie mit Salz, Pfeffer und Muskatnuß ab.

Garnieren Sie die Teller mit einem kleinen Bund Petersilie.

Servieren Sie passend dazu Semmelknödel und Krautsalat.
gesehen bei:
http://www.bayrisch-lernen.de/rezepte/rezepte.html
Guten Appe
Manu

Moin,
immer biste fast schneller als ich :frowning:((
Aber trotzdem * dafür, hätte ich nicht besser schreiben können.
Gruß
Dirk m.

Es wurde alles gesagt, bis auf das
Hallo Isolde,

Winterbiere wie Bock, Doppelbock oder Eisbier erfrischen nicht nur, sondern geben auch Backwaren oder Süßspeisen eine besondere Note.
Ein klassischer Bierteig aus Mehl, etwas Öl, Eiern und einer Prise Salz schmeckt mit Winterbier besonders würzig.
Äpfel, Zwetschgen, Trauben oder Beeren werden in den flüssigen Bierteig getaucht, frittiert und beispielsweise mit Eis serviert. Auch Cremedesserts können mit dem kräftigen Bockbier angerührt werden.
Das malzbetonte Winterbier lässt sich auch gut zum Schaum, Parfait oder Eis aufschlagen. Aus einem einfachen Rührteig, in dem das Bockbier die Milch ersetzt, wird ein vollmundiger Bierkuchen.
Wird karamellisierter Zucker mit dunklem Bier abgelöscht, entsteht z.B. eine raffinierte Bier-Karamell-Sauce.

Meine Biersauce sieht anders auf: Speise rein und mit Veltins nachspülen. *duckundweg*
Claude

Moin,

das nennen wir dann halt mal Teamwork!

Manu

So wird die Kruste essbar!
Hallo Isolde,

ich will den Leuten, die schon Rezepte gepostet haben nicht zu nahe treten, aber ich befürchte, daß sie entweder noch nie einen Krustenbraten selbst gemacht haben, oder die Kruste zwar optisch schön hin kriegen, dieselbige aber ungenießbar hart und/oder zäh ist.

Die Kunst ist die, die Schwarte so hin zu bekommen, daß sie knusprig, aber nicht hart ist, und daß sie sich ohne minutenlanges Kauen essen läßt.
Folgende Vorgehensweise habe ich bei Herrn Schubeck, seines Zeichens Urbayer und Sternekoch, gelernt.

Die Schwarte wird erst mal NICHT eingeschnitten. Nach dem Anbraten, Röstgemüse, Ablöschen usw… kommt die Schwarte erst mal nach UNTEN. Bei niedriger Temperatur (120ºC - 140ºC) gart sie dann in der Schmorfüssigkeit für etwa 70-90 min (je nach Größe des Bratens). Dann nimmt man das Fleisch raus und schneidet erst jetzt die Schwarte ein. Das geht dann auch recht einfach, weil sie jetzt weich ist. Nun wird die Temperatur erhöht (165ºC - 175ºC)und das Fleisch mit der Schwarte nach oben wieder in den Backofen geschoben. Mit Einpinseln usw… wird dann die Kruste knusprig, ist aber ohne besondere Kauanstrengung genießbar.

Habe diese Vorgehensweise schon öfters praktiziert und kann sie zur Nachahmung empfehlen.

Liebe Grüße,

Thomas.