Kryptosporidien beim Mensch - wässriger Durchfall

Hallo zusammen,
ich war im in Mexico und jetzt bin ich krank - ich habe starken wässrigen Durchfall und jetzt wurde festgestellt, dass ich Kryptosporidien habe.
Hat jemand sowas schon mal gehabt?
Wie lange dauert das?
Was soll ich tun?
Ich habe es schon zwei Wochen und angeblich gibt es dagegen kein Medikament, was bestätigt ist.
Ich verliere sehr viel Wasser, da ich alles wieder ausscheide.
Vielen Dank für eure Tipps!

Viele Gruesse aus den hohen Norden!

Hallo,
zum Glück kann ich nicht aus eigener Erfahrung berichten. Kryptosporidien machen genau wie beschrieben einen teilweise heftigen wässrigen Durchfall. Eine spezifische Behandlung, die die Kryptosporidien abtötet, gibt es nicht. Künstlich den Durchfalll zu stoppen, wäre nicht sinnvoll, denn die Erreger würden länger im Darm bleiben und eher Komplikationen verursachen. Im Regelfall klingt die Symptomatik nach ca. 10 - 14 Tagen ab, müßte also jetzt langsam der Fall sein. Bis dahin ist die einzige Behandlung symptomatisch, also Flüssigkeits- und ggfls. Elektrolytersatz. Falls die Durchfälle so schlimm sind, dass das mit Trinken nicht zu schaffen ist, wären Infusionen erforderlich. Sollte der Durchfall weiter unvermindert anhalten, müßte man schauen, ob die Abwehr gestört ist und deshalb die Infektion nicht überwinden kann.
Info: http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkbla…

Gute Besserung!
TS

Hallo Glueckspilz81,
die Informationen, die Du hast sind zutreffend. Es gibt keine Medikamente und so werden nur die Symptome behandelt mit (i.v.) Flüssigkeitszufuhr, Loperamid (o.ä.) Somatostatin.
Nach ca. 14 Tagen sollte sich der Zustand bessern, wenn keine Erkrankung vorliegt, die das Immunsystem beeinträchtigt. Bei immunindefizienten Menschen kann sich alles viel länger hinziehen und über Jahre schwerste Probleme machen.
Schon mal bei einem Tropenmediziner gewesen?
Gute Besserung.
Pumelchen

Hallo, es scheint wirklich kein Medikament dagegen zu geben. Woher weißt du von dieser Diagnose?
Dann heißt es wohl nur abwarten und Tee trinken. In jedem Fall viel trinken, das ist bei Durchfall immer wichtig.

Gute Genesung und hier noch was zum lesen, Lara

http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/MOGTP_7_0…

Hallo, es scheint wirklich kein Medikament dagegen zu geben.
Woher weißt du von dieser Diagnose?

Mein Arzt hat mir das gesagt. Und er hat mir auch gesagt, dass man nicht sagen kann, wie lange die Heilung dauert… Ich hie, das mir das Antibiotikum hilft…
Danke für eure Antworten!

Dann heißt es wohl nur abwarten und Tee trinken. In jedem Fall
viel trinken, das ist bei Durchfall immer wichtig.

Gute Genesung und hier noch was zum lesen, Lara

http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/MOGTP_7_0…

Hallo Glueckspilz81,
die Informationen, die Du hast sind zutreffend. Es gibt keine
Medikamente und so werden nur die Symptome behandelt mit
(i.v.) Flüssigkeitszufuhr, Loperamid (o.ä.) Somatostatin.
Nach ca. 14 Tagen sollte sich der Zustand bessern, wenn keine
Erkrankung vorliegt, die das Immunsystem beeinträchtigt. Bei
immunindefizienten Menschen kann sich alles viel länger
hinziehen und über Jahre schwerste Probleme machen.
Schon mal bei einem Tropenmediziner gewesen?

Nein, da war ich noch nicht. Wo gibt es solche Tropen
Mediziner? Wissen die echt mehr?
Eigentlich bin ich nicht immun schwach, habe es ja trotzdem schon 14 tage, warum?
Danke!

Gute Besserung.

Pumelchen

Danke, dann hoffe ich, dass mein Immunsystem derb Erreger schnell los wird…

Hallo,
ich würde sehr gern weiterhelfen aber damit kenne ich mich nicht aus.Ich wünsche trotzdem gute Besserung!!!
LG Rübe

Hallo
ich habe ein bericht gefunden :Merkblatt Kryptosporidiose
Was ist die Kryptosporidiose?
Die Kryptosporidiose ist eine Durchfallerkrankung verursacht durch den Erreger Cryptosporidium parvum. Kryptosporidien sind weltweit verbreitet und zählen zu den Parasiten. Der Erreger wird von befallenen Haustieren, Rindern und Menschen mit dem Stuhl ausgeschieden
und über verunreinigtes Wasser oder verunreinigte Lebensmittel übertragen.
Übertragungsweg
Die Krankheitserreger werden insbesondere von infizierten Rindern, Pferden, Ziegen und
Schafen, aber auch Hunden, Katzen und Vögeln mit dem Stuhl ausgeschieden. Die Infektion
erfolgt überwiegend durch die Aufnahme von verunreinigtem Wasser (z.B. Trinkwasser, Eiswürfel, Badewasser). Aber auch fäkal-orale Schmierinfektionen von Mensch zu Mensch, Tier
zu Mensch oder Infektionen durch mit Erregern behaftete Nahrung (z.B. durch verunreinigtes
Fleisch) sind möglich.
Symptome der Kryptosporidiose
Die Krankheitsbeschwerden beginnen nach 1 bis 12 Tage, in der Regel 7 bis 10 Tage mit
meist erheblichen wässrigen Durchfällen, die teilweise mit großen Flüssigkeitsverlusten einhergehen können und manchmal in Verbindung mit Bauchschmerzen, Übelkeit, Fieber
und/oder Gewichtsverlust auftreten.
Bei Menschen mit einem intakten Immunsystem heilt die Erkrankung nach 1 bis 2 Wochen
von selbst aus, allerdings kann es bei abwehrgeschwächten Patienten zu schweren chronischen und unter Umständen tödlichen Verläufen kommen.
Wie wird die Erkrankung behandelt?
Es gibt bisher keine spezifische Therapie, die die Parasiten zuverlässig abtötet. Die Therapie
erfolgt daher im Allgemeinen durch Ersatz von Flüssigkeit und Elektrolyten.
Bitte lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt beraten.
Wie kann eine Übertragung von Erkrankten auf Gesunde verhütet werden?
Die Erreger (Oozysten) sind widerstandsfähig gegenüber allen Desinfektionsmitteln, auch gegen Chlor. Durch Erhitzen auf über 60 °C für mindes tens 30 Minuten werden sie jedoch sicher
abgetötet. Weitere Möglichkeiten zur Vermeidung einer Ansteckung ist regelmäßiges Händewaschen nach Toilettenbenutzung, Kontakt mit Windeln, ebenso vor der Nahrungszubereitung und dem Essen. Ausscheider der Krankheitserreger (Kryptosporidien-Oozysten) sind
Dienstgebäude:
Blaschkoallee 32, Haus 1
Verkehrsverbindung:
U 7, Blaschkoallee
Bus 170, Haltestelle Riesestr.
Tel.: Durchwahl
Intern
90239-0
90239-2671
9239-
[email protected]
www.bezirksamt-neukoelln.de
Stand: Juli 20112
eine Quelle für fäkal-orale Ansteckung. Sie sind auf eine effektive Händehygiene hinzuweisen
und müssen Schwimmbäder strikt meiden.
Für Personen, die gewerblich mit Lebensmitteln umgehen, gilt gemäß § 42 Abs. 1 des
Infektionsschutzgesetzes im Fall der akuten Erkrankung ein Tätigkeitsverbot.
Kinder, die unter 6 Jahre alt sind, dürfen eine Kindertagesstätte nicht besuchen, solange sie noch Durchfall haben.
Ihr Gesundheitsamt

vielleicht hilft der etwas weiter…

Vielen dank! Ich bin nur sehr verwirrt, klar wasche ich mir nach dem Klo die Hände, aber gehen die Erreger dann wirklich weg? Weil sie doch bis 60 Grad resistent sind und auch gegen Chlor!

Institute befinden sich in fast allen größeren Städten: HH, B, D, TÜ
Wenn Du aus dem Norden? kommst könnte HH wohl am Ehesten interessant sein.
Ob man dort mehr für Dich tun kann, kann ich nicht sagen. Aber da steckt zu mindest das geballte Wissen, was Erkrankungen/Infektionen in den Tropen angeht.
Frag doch telefonisch einfach an.

Gruß
Pumelchen

Hallo Glueckspils

von Robert Koch !!!..

Kryptosporidiose
Aktualisierte Fassung vom November 2004; Erstveröffentlichung im Epidemiologischen Bulletin
34/2004.
RKI-Ratgeber für Ärzte
Herausgeber: Robert Koch-Institut, 2004
Die Herausgabe dieser Reihe durch das Robert Koch-Institut (RKI) erfolgt auf der
Grundlage des § 4 Infektionsschutzgesetz (IfSG). Praktisch bedeutsame Angaben zu
wichtigen Infektionskrankheiten sollen aktuell und konzentriert der Orientierung
dienen. Die Beiträge werden in Zusammenarbeit mit den Nationalen
Referenzzentren, Konsiliarlaboratorien sowie weiteren Experten erarbeitet. Die
Erstpublikation erfolgt im Epidemiologischen Bulletin und die Publikation von
Aktualisierungen im Internet (http://www.rki.de). Eine Aktualisierung erfolgt nach den
Erfordernissen, aktualisierte Fassungen ersetzen die älteren. Kryptosporidiose
 Erreger
 Vorkommen
 Reservoir
 Infektionsweg
 Inkubationszeit
 Dauer der Ansteckungsfähigkeit
 Klinische Symptomatik
 Diagnostik
 Therapie
 Präventiv- und Bekämpfungsmaßnahmen
o 1. Präventive Maßnahmen
o 2. Maßnahmen für Patienten und Kontaktpersonen
o 3. Maßnahmen bei Ausbrüchen
 Meldepflicht
 Falldefinition für Gesundheitsämter
o Weitergehende Meldepflicht
 Spezialdiagnostik und Beratung
 Ausgewählte Informationsquellen Erreger
Erreger der Kryptosporidiose ist Cryptosporidium parvum (Protozoa, Sporozoa), ein
obligat intrazellulärer Erreger, der den Kokzidien zugeordnet wird. Von den vier
bekannten Spezies führen zwei (C. muris und C. parvum) zu Erkrankungen bei
Säugetieren. Cryptosporidium sp. wurde im Jahr 1976 erstmals als humanpathogen
beschrieben. Die Erreger der Kryptosporidiose bilden Oozysten, welche die infektiöse
Form darstellen und eine Größe von etwa 4 x 20 μm besitzen. Die in ihnen liegenden
Sporozoiten, die die Infektion hervorrufen (s. Infektionsweg), sind mit etwa 5 μm sehr
klein.
Durch das gehäufte Auftreten bei AIDS-Patienten und die verbesserte Diagnostik
wurden Kryptosporidien als Auslöser von Infektionen des Intestinaltraktes auch bei
immunkompetenten Personen erkannt.
Vorkommen
Kryptosporidien sind weltweit verbreitet.
Verschiedene Studien haben in Industriestaaten bei gesunden Individuen in bis zu
0,2 % der Fälle Kryptosporidien im Stuhl nachgewiesen und bei etwa 2 % der
Patienten mit Durchfällen. Bei HIV-infizierten Personen mit Durchfällen wurden in 14
% bis 24 % Kryptosporidien nachgewiesen, bei asymptomatischen HIV-Infizierten in
bis zu 5 %. In Entwicklungsländern liegt die Prävalenz der Kryptosporidien sehr viel
höher, sie kann in bestimmten ländlichen Gegenden über 9 % liegen. Die
Seroprävalenz beträgt in den USA 17 % bis 32 %, in Entwicklungsländern 5 0% bis
über 90 %. Kinder im Alter von 6 bis 24 Monaten erkranken besonders häufig.
Bei einem Ausbruch durch infiziertes Trinkwasser in Milwaukee im Jahr 1993
erkrankten 400.000 Menschen.
In Deutschland besteht seit Einführung des IfSG im Jahr 2001 eine Meldepflicht. So
wurden 1.481 Kryptosporidiosen im Jahr 2001, 817 Erkrankungsfälle im Jahr 2002
und 885 Erkrankungsfälle im Jahr 2003 übermittelt.
Reservoir
Kryptosporidien wurden bei mehr als 40 Wirbeltierarten festgestellt, das Reservoir
stellen insbesondere Rinder, Pferde, Ziegen und Schafe, aber auch Hunde, Katzen
und Vögel dar.
Infektionsweg
Sporozoiten enthaltende Oozysten werden vom infizierten Wirt fäkal ausgeschieden.
Die Infektion erfolgt überwiegend durch die Aufnahme von kontaminiertem Wasser
(z.B. Trinkwasser, Eiswürfel, Badewasser). Aber auch fäkal-orale Schmierinfektionen
von Mensch zu Mensch, Tier zu Mensch oder Infektionen durch kontaminierte Nahrung (z.B. mit Oozysten kontaminiertes Fleisch) sind möglich. Die ID50, die
Infektionsdosis, bei der 50 % der Exponierten infiziert werden, liegt bei 10–1.000
Oozysten.
Nach der Aufnahme von Oozysten kommt es im Dünndarm zur Freisetzung der
Sporozoiten. Sie adhärieren an die Oberfläche der Microvilli der Darmepithelzellen,
drängen diese Villi auseinander und induzieren die Bildung einer parasitophoren
Vakuole direkt unterhalb der Wirtszellmembran. Diese Lage wird als intrazellulär,
aber extrazytoplasmatisch bezeichnet. Im weiteren Verlauf der Infektion werden
mehrere Merozoiten gebildet, die nach Ruptur der Vakuole wieder in die
Darmepithelzellen eindringen und so einen ungeschlechtlichen Zyklus bilden. In
einem geschlechtlichen Zyklus gehen aus Merozoiten Mikro- und Makrogameten
hervor, die durch Verschmelzung eine Oozyste bilden. Es entstehen zwei Arten von
Oozysten: dickwandige (etwa 80 %), deren Wandung aus drei Membran- und zwei
Chitinschichten besteht, und dünnwandige (etwa 20 %), die nur von einer Membran
umgeben sind.
Zwischen 5 bis 21 Tage nach Infektion beginnt die Ausscheidung der Oozysten im
Stuhl. Dickwandige Oozysten werden mit dem Kot ausgeschieden; sie sind sehr
widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse und Chemikalien, im feuchten Milieu
können sie über Monate, in Einzelfällen bis zu 2 Jahre infektiös bleiben.
Dünnwandige Oozysten können bereits im Darm rupturieren, Sporozoiten freisetzen
und insbesondere bei Abwehrgeschwächten Autoinfektionen bewirken.
Inkubationszeit
Sie beträgt 1 bis 12 Tage, in der Regel 7 bis 10 Tage.
Dauer der Ansteckungsfähigkeit
Mit Ausscheidung von Oozysten im Stuhl besteht Ansteckungsfähigkeit. Sie können
noch etliche Wochen nach Rückgang der Symptome im Stuhl ausgeschieden
werden.
Klinische Symptomatik
Das klinische Bild variiert von asymptomatischen Infektionen bis zu erheblichen
wässrigen Durchfällen, die teilweise mit großen Flüssigkeitsverlusten einhergehen
können und manchmal in Verbindung mit Bauchschmerzen, Übelkeit, Fieber
und/oder Gewichtsverlust auftreten.
Beim immunkompetenten Menschen verschwinden die Symptome nach 1 bis 2
Wochen, während der Durchfall bei Säuglingen und immunsupprimierten Patienten –
insbesondere bei AIDS-Patienten – chronisch werden kann. Dieser persistierende
Durchfall führt zu massiven Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten, Gewichtsabnahme
und Malabsorption. Die Schwere und Dauer der Erkrankung hängt vom Grad der
Immunschwäche ab, sie kann im Extremfall zum Tode führen. – Durch die mögliche intraintestinale Autoinfektion wird die chronische Infektion bei immundefizienten
Patienten unterhalten.
Extraintestinale Manifestationen kommen vor allem bei AIDS-Patienten vor. Am
häufigsten erfolgt eine Beteiligung des Gallengangsystems, die an einem Anstieg der
Cholestase-anzeigenden Parameter (Gamma-GT, AP) erkennbar ist und bis zur
sklerosierenden Cholezystitis führen kann. Seltener sind Pankreatitis, Appendizitis,
Otitis und ein Befall der Lunge mit respiratorischen Symptomen.
Diagnostik
Methode der Wahl ist der mikroskopische Nachweis von Oozysten im Stuhl nach
einer modifizierten Ziehl-Neelsen-Färbung. Es existieren aber auch
Immunfluoreszenztests und ELISA-Kits zum Nachweis von Antigen im Stuhl.
Da die Ausscheidung der Oozysten intermittierend sein kann, sollten drei
verschiedene Proben untersucht werden, bevor die Erkrankung ausgeschlossen
werden kann. Weiterhin kann die Diagnose histologisch aus endoskopisch
gewonnenen Gewebeproben gestellt werden. Differenzialdiagnostisch müssen die
(größeren und unsporulierten) Zysten von Cyclospora cayetanensis ausgeschlossen
werden.
Therapie
Es gibt bisher keine spezifische Therapie, die die Parasiten zuverlässig eradiziert.
Die Therapie erfolgt daher im Allgemeinen symptomatisch durch Ersatz von
Flüssigkeit und Elektrolyten. Bei AIDS-Patienten kann vor allem die Verbesserung
der Immunabwehr durch die hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) die
Erkrankung positiv beeinflussen. Nitazoxanid (Breitspektrum-Antibiotikum mit
antiparasitärer Wirkung, das bisher nur in den USA für die Therapie von
Kryptosporidiosen bei Kindern im Alter von 1 bis 11 Jahren zugelassen ist) führt zur
klinischen Besserung. Zusätzlich erwies sich die Gabe von Paromomycin in einigen
Studien als partiell effektiv.
Präventiv- und Bekämpfungsmaßnahmen

  1. Präventive Maßnahmen
    Oozysten sind widerstandsfähig gegenüber allen Desinfektionsmitteln, auch gegen
    Chlor. Durch Erhitzen auf über 60 °C für mindestens 30 Minuten werden sie jedoch
    sicher abgetötet.
    Gefährdete Personen, z.B. HIV-Infizierte, sollten über die Ansteckungswege
    aufgeklärt sein: Vorsicht ist angeraten bei Kontakt mit infizierten Menschen und
    Tieren, Trinken bzw. Verschlucken von kontaminiertem Leitungswasser oder Wasser
    aus Seen, Flüssen, Swimmingpools. Möglicherweise kontaminiertes Trinkwasser
    muss abgekocht werden. Weitere Möglichkeiten zur Vermeidung einer Ansteckung sind eine gute sanitäre
    Hygiene (regelmäßiges Händewaschen nach Toilettenbenutzung, Kontakt mit
    Windeln sowie Abwasser, Gartenerde und Haustieren, ebenso vor der
    Nahrungszubereitung und dem Essen). Bei Aufnahme von neuen Haustieren (s.
    Reservoir), insbesondere Welpen, sollte ggf. eine tierärztliche Untersuchung auf
    Kryptosporidien durchgeführt werden.
  2. Maßnahmen für Patienten und Kontaktpersonen
    Ausscheider von Kryptosporidien-Oozysten sind eine Quelle für fäkal-orale
    Ansteckung. Sie sind auf eine effektive Händehygiene hinzuweisen und müssen
    Schwimmbäder strikt meiden. Bei stationärer Unterbringung sollte eine eigene
    Toilette gewährleistet sein. Infizierte sollen nicht gemeinsam mit immunsupprimierten
    Patienten untergebracht werden.
    Nach § 34 Abs. 1 IfSG dürfen Kinder unter 6 Jahren, die an einer infektiösen
    Gastroenteritis erkrankt oder dessen verdächtig sind, Gemeinschaftseinrichtungen
    nicht besuchen.
    Personen, die an einer infektiösen Gastroenteritis erkrankt sind oder bei denen der
    Verdacht auf eine Erkrankung besteht, dürfen gemäß § 42 IfSG nicht in
    Lebensmittelbetrieben tätig sein. Diese Personen dürfen gemäß § 42 IfSG beim
    Herstellen, Behandeln oder Inverkehrbringen bestimmter Lebensmittel (s.
    nachfolgende Aufstellung) nicht tätig sein, wenn sie mit dem Lebensmittel in
    Berührung kommen. Das gilt auch für Beschäftigte in Küchen von Gaststätten und
    sonstigen Einrichtungen mit oder zur Gemeinschaftsverpflegung.
    Lebensmittel gemäß § 42 Abs. 1 IfSG sind:
     Fleisch, Geflügelfleisch und Erzeugnisse daraus
     Milch und Erzeugnisse auf Milchbasis
     Fische, Krebse oder Weichtiere und Erzeugnisse daraus
     Eiprodukte
     Säuglings- und Kleinkindernahrung
     Speiseeis und Speiseeishalberzeugnisse
     Backwaren mit nicht durchgebackener oder durcherhitzter Füllung oder
    Auflage
     Feinkost-, Rohkost- und Kartoffelsalate, Marinaden, Mayonnaisen, andere
    emulgierte Soßen, Nahrungshefen
  3. Maßnahmen bei Ausbrüchen
    Die Maßnahmen entsprechen denen, die allgemein bei Gastroenteritisausbrüchen
    erforderlich sind. So ist eine unverzügliche labordiagnostische Klärung zur
    Absicherung der Diagnose erforderlich. Weiterhin müssen Infektionsquellen und
    mögliche Übertragungsfaktoren ermittelt werden, um baldmöglichst effiziente
    Maßnahmen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung einzuleiten. Dazu ist das
    zuständige Gesundheitsamt unverzüglich zu informieren. Meldepflicht
    Dem Gesundheitsamt wird gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 10 IfSG der direkte oder indirekte
    Nachweis von Cryptosporidium parvum, soweit er auf eine akute Infektion hinweist,
    namentlich gemeldet. Darüber hinaus stellt das Gesundheitsamt gemäß § 25 Abs. 1
    IfSG ggf. eigene Ermittlungen an.
    Falldefinition für Gesundheitsämter
    Die vom RKI für Kryptosporidiose verfasste Falldefinition für Gesundheitsämter kann
    im Internet eingesehen werden.
    Den Gesundheitsämtern liegen die Falldefinitionen des RKI als Broschüre vor. Diese
    kann durch Einsendung eines mit 2,20 Euro frankierten und rückadressierten DinA4-
    Umschlags an folgende Adresse kostenfrei bestellt werden: Robert Koch-Institut, Abt.
    für Infektionsepidemiologie, Fachgebiet Surveillance, Seestr. 10, 13353 Berlin,
    Stichwort „Falldefinitionen“.
    Weitergehende Meldepflicht
    Dem Gesundheitsamt wird gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 2 IfSG ggf. auch der Verdacht auf
    und die Erkrankung an einer akuten infektiösen Gastroenteritis ohne
    labordiagnostischen Nachweis und ohne epidemiologische Bestätigung gemeldet.
    Spezialdiagnostik und Beratung
    Nationales Referenzzentrum für tropische Infektionserreger
    Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
    Bernhard-Nocht-Str. 74
    20359 Hamburg
    Leitung: Herr Prof. Dr. B. Fleischer
    Tel.: 040 . 4 28 18–401, Fax: 040 . 4 28 18–400
    E-Mail: [email protected]

Ich hoffe das die Krankheit bald vorbei ist ,die Symptome sollen nach 2 Wochen meißt verschwinden.
Bitte bleiben Sie weiter mit dem Arzt in Kontakt wegen der
Elektrolyten Aufnahme!Die gibt es als Pulver oder besser beim Arzt als Infusion.

Mehr kann ich von hier aus nicht für Sie tun…Ich hoffe trotzdem ein klein wenig weitergeholfen zu haben.
Alle liebe und Gute Besserung!
wünscht Rübe aus Celle.

Vielen dank! Ich bin nur sehr verwirrt, klar wasche ich mir
nach dem Klo die Hände, aber gehen die Erreger dann wirklich
weg? Weil sie doch bis 60 Grad resistent sind und auch gegen
Chlor!

ich war im in Mexico und jetzt wurde festgestellt, dass
ich Kryptosporidien habe.

Hallo Glueckspilz81,
leider bin ich kein Fachmann fuer Infektionskrankheiten, aber ich weiß, dass bei einem guten Immunstatus die Krankheit von selbst wieder aufhört.
Wenn das nicht der Fall ist, MUSS der Immunstatus durch einen Facharzt überprüft werden. (z.B. HIV,CMV,EBV,HBV,HSV und Immunglobulinkonzentrationen usw.) Die Behandlung ist langwierig, aber kann mit Paromomycin oder Spiramycin Erfolg haben.
Viele Grüße und Gute Besserung
Ralf Becker

Hallo, Glückspilz,

ich hoffe, Du bist inzwischen wieder genesen. Ich habe folgenden Link zu Deiner Frage gefunden, der Dir nachträglich vielleicht noch Deine Frage beantwortet:
http://www.nlga.niedersachsen.de/portal/live.php?nav…

Bei Tieren bzw. Reptilien scheint die Krankheit fast immer tödlich auszugehen. Wahrscheinlich hast Du nach der Erkrankung keine Probleme mehr mit Übergewicht, das ist das einzig Positive, was man dem entnehmen könnte.

Liebe Grüße

Gaby

Hallo Gaby,

Leider habe ich diese blöden Erreger immer noch in mir und sie machen mir echt zu schaffen!
Es läuft einfach raus - Loperamid hilft auch nicht mehr! Ich kann dass manchmal gar nicht kontrollieren. Es ist echt ätzend und ich will einfach, dass das aufhört…

Viele Grüsse

Geht es besser? Hab die gleiche Diagnose
Habe heute auch diese Diagnose bekommen und bin ziemlich verunsichert. Habe seit 8 Tsgen starke Durchfälle und Übelkeit.
Kannst Du normal essen? Ich habe schon 5 kg abgenommen.
Habe mich allerdings in Deutschland infiziert.

Geht es Dir schon besser?

Ich baue jetzt mein Immunsystem auf und hoffe, dass es schnell vorbeigeht!

LG

Hallo Bandit, wie geht es dir? Ich kämpfe nicht mehr damit - aber ich habe auch nicht soviel Gewicht verloren. Ich konnte einigermaßen essen. Infusionen bauten mich immer total auf… Und die Hoffnung nie aufgeben - das geht geht vorbei, immer genug trinken! Man braucht, auch wenn es blöd klingt gedult!

Hast du dich bei einem Haustier angesteckt?

Gute Besserung Bandit2010!

Hi Glueckspilz!
Danke für Deine Antwort und schön zu hören, dass es Dir besser geht.
Das macht ja Mut und Hoffnung, dass es tatsächlich von selbst weggeht.
Aber bei Dir hat es länger gedauert als 2 Wochen, oder?
Ich habe mich wahrscheinlich bei Hund oder Pferd angesteckt, es ist beides vorhanden.:wink:
Seit gestern kann ich auch wieder essen, ich hoffe, jetzt es aufwärts!

Beste Grüße!

Könntest Du mir sagen wie das Antibiotikum heißt, dass Du genommen hast?

Herzlichen Dank und VG!

Hallo,

Bei mir wurde es auch festgestellt. Hatte von letzten Montag bis Samstag heftig Durchfall. Der ist jetzt vorbei, aber habe übelste Blähungen und merke wie mein Darm arbeitet. Außerdem habe ich prompt ne Erkältung mit eingefangen. Wie lange hat es nun bei dir gedauert?

Mfg