Ende Oktober/Anfang November soll es nach Kuba gehen. Geplant ist ein dösiger Hotel-/Strandurlaub, aber mit diversen Ausflügen, d.h. die Lage sollte so sein, daß man ohne Flugausflug bspw. nach Havanna kommt.
Nun habe ich die einschlägigen Hotelkritikenseiten durchsucht und stolpere - auch bei den relativ teuren Hotels - immer wieder über die gleichen Kritikpunkte:
abgewohnte und ungepflegte Zimmer bzw. gealterte Anlage
wenig abwechslungsreiches und relativ fades Essen
Personal, das nur unter „Bestechung“ mit Dolores in Wallung kommt
verdreckte Strände
Wer war in letzter Zeit (scheint wichtig zu sein, denn es ist von enigen Hotels zu lesen, die in kürzester Zeit z.B. nach Managementwechsel stark abgebaut haben) in der Gegend und kann über ein Hotel ausnahmesweise mal nur gutes berichten? Der Preis steht bei der Veranstaltung nicht unbedingt im Vordergrund. Primär geht es darum, sich nicht jeden Tag über etwas ärgern zu müssen, d.h. ich erwarte gutes Essen (und darunter verstehe ich nicht Nudeln, Pizza und Schnitzel, sondern möglichst „authentisches“ Essen und insgesamt große Auswahl und Abwechslung), gepflegte und großzügige Zimmer, freundliches Personal, unaufdringliche Animation (noch besser: keine) und die anderen Gimmicks, die eben ein gutes Hotel ausmachen.
wenn, dann kommt nur Varadero in Frage. Dort solltest Du relativ weit weg von der Stadt sein da dort Benzindüfte die Luft vermiesen.
Ich fand das Tryp sehr gut, das Paradisus ist spitze und das RIU Turquesa ist ein gutes Mittelklassehotel.
Für alle Häuser gilt: Das Essen ist im Vergleich zu ähnlichen Kategorien im Mittelmeerraum relativ eintönig. Das Nachschubproblem ist vorhanden und nicht zu leugnen. Auch haben die Arbeitskräfte ein Problem mit dem öffentlichen Nahverkehr - der existiert nämlich nur manchmal mit dem Effekt, dass man sich auch zwischendurch auf LKWs verlassen muß. Wenn aber keine LKWs kommen dann kommt auch die Putzfrau nicht und dann ist Dein Zimmer auch um 17.00 Uhr noch nicht gemacht. Ist so, ist auch nicht zu ändern.
Das Trinkgeldproblem ist von den Touristen hausgemacht. Die Amis kommen, zahlen und erwarten erst dann Bedienung. Die Deuschen umgekehrt. Leider sind die Amis in der Mehrzahl
Speziell im Paradisus habe ich das erlebt. Wenn Du am ersten Tag an der Bar nen Zehner über den Tresen schiebst dann flutscht die Sache. Wenn nicht dann wird der Service etwas schleppend und das Lächeln schwindet.
Für alle Häuser gilt: Das Essen ist im Vergleich zu ähnlichen
Kategorien im Mittelmeerraum relativ eintönig. Das
Nachschubproblem ist vorhanden und nicht zu leugnen. Auch
haben die Arbeitskräfte ein Problem mit dem öffentlichen
Nahverkehr - der existiert nämlich nur manchmal mit dem
Effekt, dass man sich auch zwischendurch auf LKWs verlassen
muß. Wenn aber keine LKWs kommen dann kommt auch die Putzfrau
nicht und dann ist Dein Zimmer auch um 17.00 Uhr noch nicht
gemacht.
Naja, letzteres stört mich nicht so sehr. Ich sehe keinen Grund, im Urlaub mehr Sauereien in der Wohnung zu veranstalten als zuhause und da mache ich schließlich auch nicht jeden Tag Großputz Die Nachschubprobleme sind natürlich nachvollziehbar, auch wenn ich dachte, daß die großen Hotels auf andere Nachschubwege zurückgreifen als der Rest des Landes. Ich gebe jedenfalls die Hoffnung auf kubanische Elemente am Buffet nicht auf.
Das Trinkgeldproblem ist von den Touristen hausgemacht. Die
Amis kommen, zahlen und erwarten erst dann Bedienung. Die
Deuschen umgekehrt. Leider sind die Amis in der Mehrzahl
Ja, das Problem kenne ich. Innerhalb eines knappen Jahres haben die amerikanischen und kanadischen Touristen ein traumhaftes Hotel in der Dominikanischen Republik komplett versaut. Von den freundlichen Mitarbeitern und der angenehmen Atmosphäre war jedenfalls nichts mehr zu finden. Vielleicht sollte ich doch an die Nordsee…?
Danke jedenfalls für die Hinweise. Jetzt muß ich noch ein passendes Angebot finden; im Augenblick sieht es da irgendwie nicht so gut aus.
in allen drei Hotels hatte ich in den letzten zwei Jahren mehrere Kunden die alle, bis auf Kleinigkeiten, sehr zufrieden waren. Die Größenordnung geht vom RIU über das Tryp bis zum Paradisus, dem besten, aber auch teuersten, Haus.
Achja, das Iberostar Tainos ist auch ganz gut und liegt etwa in der Größenordnung wie das RIU. Wenn Du was besseres willst kommst Du um das Tryp oder das Paradisus nicht herum. Die beiden Melias sind mir zu unpersönlich, zu groß und zu kalt gewesen.
Ein Kommentar eines Kollegen zum Thema Ausflüge:
„ich darf den Gästen noch mit auf den Weg geben, dass die Ausflüge zu dieser Krokodil-Farm ein Schmarrn sind, da hat man 1-2 kleinen Krokodilen die Gosch zugebunden, so eine Tierquälerei, der Ausflug von der Marina(man kann direkt vom Tainos dort hin laufen ist schräg gegenüber) ist ein einziger Nepp!!!
Havanna und auch Trinidad sind als Ausflüge besonders empfehlenswert“
Varadero ist für mich z. B. nicht Kuba! Diese für Touristen erbaute „Halbinsel“ ist für mich eine Trennung wie die ehmalige DDR von Westdeutschland. Wer Kuba wirklich kennenlernen will sollte sich außerhalb von Varadero aufhalten. Hotels in Varadero fand ich vor drei Jahren okay (Service, Essen etc.), aber wenn man dann nach Havanna etc. will hat man einiges an „Weg“.
das Problem ist, wohin dann? Guadalavaca (Holguin) ist genauso ein Ghetto und die Cayos im Süden sind Sandhäufen mit Hotels drauf.
Vor ein paar Jahren bin ich alleine mit einem Mietwagen über den Ostteil der Insel gedüst. Es war wunderschön, hat aber natürlich nichts mit einem Erholungs- oder Badeurlaub zu tun. Ausserdem findet man wenige Hotels mit hohem Standard wenn man ausserhalb der Touristenzentren und der größeren Städte übernachtet.
Für Erholung und einen Ausflug nach Havanna ist m.E. Varadero immer noch die einzig vernünftige Möglichkeit wenn man eine gewisse Hotelqualität schätzt. Sonst gebe ich Dir recht, die Insel ist viel zu groß um von einer Ecke aus mehr als nur einen Basiseindruck zu bekommen.
Hi Christian
Playas del’Este
da bist du etwa 20 KM von Habana weg.
Ich würde mich eher in Habana niederlassen und wenn ich Bock hab an den strand fahren - andersrum limitiert es über das Nachtleben so, denn man wil/muss ja irgendie wieder zurück.
allerdings entgeht dir mit der prämisse die Karibische Seite und in den Südosten ists auch ziemlich weit…
Mach ne tour nach Trinidad auf der Karibischen seite, die Stadt ist halbwegs unverfälscht. ansonsten ne Runde durch den West Zipfel, pinar del Rio etc. damit deckst du auch einen teil des hemingwaykultes ab.
der andere Teil ist zwischen den Playas del Este und Habana, der Hafen in dem er sich immer besoffen gekloppt hat…
Playas del Este bis etwa Guanabo.
Ich kann dir ne Tel. Nummer von nem deutschsprechenden Prof geben der Wanderungen im Rest-Urwald veranstaltet.
Mit dem Essen wars schon immer so ne Sache in Cuba.
Die Hotelküchen sind extrem schlecht. ich hatte das Glück ab und an mit dem Koch Rum zu trinken und hatte dann: zum Frühstück meine 3 Spiegeleier mit Speck
ansonsten a la carte bäh. meist. typisch cubanisch heisst: Arroz mit Bohnen, abwechselnd mit Bohnen und arroz. Jenachdem was es gerade gibt mit nix oder zadderigem Schwein. In Habana empfehle ich dir (auch das ist Cuba) gegenüber Capitolio (eine Querstrasse weit rein) das Restaurant Hanoi - billig und es kommt was essbares. Ansonsten in chinatown sehr gutes essen möglich, aber nur nach meis anmeldung. Privat ist (gegen Vorkasse) fast alles möglich. würd ich dir ein oder 2x jedenfalls empfehlen. rechne 10-15$pP und du kriechst glücklich und besoffen raus.
ansonsten gibts überall die berühmten Napalm-Hühnchen. je nach laune und geschick des Friteusenmaschinisten von kruste mit knochen drin bis mit Tabasco geniessbar. illegal aber passiert einem manchmal: nen hummerschwanzmit Pfeffer und Limette am strand erwischen. oder nen Lebenden für 3$ kaufen und in der nächsten Spelunke für nochmal 3$ zubereiten lassen. Ich bin relativ anspruchslos - aber das was die da als Pizza verkaufen ist nicht essbar. Ach - teuer aber Essbar - über der Bodeguita del Medio. Touris, aber dafür gibts was.
Statt dem dösigen Urlaub und dem freundlichen Personal wirst du es eher umgedreht haben - dösiges Personal.
Ich hab da Barkeeper erlebt, die musste man echt zwingen mal nen Drink zu machen. Ein türkischer Mit-Tourist übernahm mal den Job vom gelangweilten Keeper und machte in 2 Stunden dessen Tagesumsatz…
Ich würd wie gesagt Habana als Station nehmen, nen Not-Strand hats da auch. Die Qualität der Hotels steigt nicht parallel zum Preis…
den Unterschied zwischen 35 $ unf 160-200$/Tag merkt man schon, aber 80 von den 160 sind für die Hasen.
Privat wohnen wäre das beste, meine eine adresse ist aber gerade in Berlin und im 8ten Monat.
Ansonsten 3 Tage buchen und dann da was nettes suchen, ein paar kontakttelefonnummern kannst du haben.