Hallo,
wir haben gerade das Jahr der Küchenplanung hinter uns uns sollen unsere Traumküche in den nächsten Wochen geliefert bekommen. Wir haben tatsächlich über ein ganzes Jahr immer mal wieder an dem Thema dran gesessen und ich als Möchtegern-Profi, der schon einige Küchen mitgeplant und auch in Profiküchen schon gearbeitet hat, hatte natürlich immer wieder noch was zu meckern.
Herd wird jetzt ein megamäßiger Altar der Kochkultur von ILVE (Tipp kam hier aus dem Forum). Das ist ein massiver Edelstahl-Standherd mit fünf Gasbrennern (inkl. Wok-Brenner und Bräterzone die man auch mit einer Gussplatte zum Grill machen kann) und zwei Elektrobacköfen darunter. Finde diese Kombination immer noch ungeschlagen, da Gas im Backofen nicht so mein Fall ist, auf dem Herd aber einfach immer noch die beste Wahl darstellt (neben den sauteuren Halogenbrennern oder Induktionskochfeldern auf denen man dann aber nur noch Eisentöpfe einsetzten kann). Die Position des Ofens in Augenhöhe wäre sicher auch nicht schlecht gewesen, aber die Trennung der Geräte kostet zusätzlich Geld, und unter dem Kochfeld kann man ohnehin nicht mehr viel sinnvoll unterbringen (Schrank ist klein und wird heiß, Dreck und Feuchtigkeit vom Kochfeld ist immer eine Gefahr für den Inhalt).
Bei uns wird der Herd als Mittelinsel stehen, was hinter dem Herd eine kleine Theke ergeben wird, an der Gäste dann beim Kochen zusehen oder auch mithelfen können. Außerdem ist es optisch sicher ein Hingucker, da genau hinter dem Herd ein breiter Durchgang ins Esszimmer ist, und man daher auch vom Esstisch direkt auf Herd und die passende große Edelstahlesse schauen kann (Edelstahl deshalb, weil man an den ganzen schönen Glasessen täglich Stunden putzen darf). Ansonsten würde ich raten auf jeden Fall zu berücksichtigen, dass neben dem Herd auf beiden Seiten ausreichend Stellfläche und Freiraum für lange Pfannenstiele ist. Bei uns wird der Herd entsprechend umbaut und hat ja durch die freistehende Position im Raum genug Platz auf allen Seiten. Im Umbau sind Auszüge für Kräuter- und Gewürzdosen, Öl- und Saucenflaschen etc. beiderseits vom Herd vorhanden, und seitlich an den Umbau kommen Relings für Handtücher, Topflappen und Pfannenwender, Suppenkellen, etc. Baut man den Herd in eine Zeile ein, sollte für dieses Zubehör immer ein Platz in direkter Herdnähe vorhanden sein. Günstig ist auch der Wasserhahn in der Nähe des Herdes (bei uns direkt gegnüber in der Zeile).
Statt dem Herd steht bei uns der Geschirrspüler etwas höher als üblich und bekommt eine Schublade im Sockel darunter, dies beugt Rückenschmerzen beim Be- und Entladen vor.
Als Kühlschrank haben wir uns für ein großes Side-by-Side-Gerät mit getrennten Kühlkreisläufen für Gefrier- und Kühlschrank sowie Barfach entschieden, da dies die Energiekosten eines solch großen Teils massiv drückt. Positioniert ist er so, dass man ihn mit einem Griff von der Herdinsel aus erreichen kann, was auch wichtig ist.
Ganz wichtig war uns eine große Spüle, die auch mal einen Bräter o.ä. aufnimmt. Hier haben wir uns für eine semiprofessionelle Lösung in Edelstahl von Franke entschieden, die auf der Arbeitsplatte aufliegt und somit auch Rückenschmerzen vorbeugt. Dazu dann selbstverständlich ein Wasserhahn mit Ausziehbrause, mit der man prima Töpfe füllen kann, auch wenn das Becken gerade anderweitig belegt ist.
Ansonsten haben wir extra-hohe und extra-tiefe Arbeitsplatten genommen Die sind rückenfreundlich und bieten viel Platz (brauchen aber auch entsprechend Raum). Die Schränke haben alle Vollauszüge, damit nichts nach hinten geraten und verloren gehen kann. Die Ecken sind mit großen Karrussels ausgestattet und neben einer verglasten Vitrine haben wir keine Oberschränke, dafür aber zwei auf die Arbeitsplatte gestellte Rollschränke mit Edelstahlrollos. Da kommen die ganzen Elektrokleingeräte rein und können dort auch größtenteils direkt über Stromanschlüsse in den Schränken betrieben werden. Ansonsten bekommen wir statt einer normalen Wandabschlussleiste auch noch einen pultförmigen Kabelkanal in Edelstahl, in den weitere Steckdosen und Schalter, etc. untergebracht werden können.
Damit es auch überall schön hell in der Küche wird haben wir uns drei getrennt schaltbare Lichtanschlüsse legen lassen, und die Esse hat auch noch mal Licht.
Unabhängig vom Küchenlieferanten werden wir dann noch eine größere Butcherbank aufstellen und haben auch noch einen kleinen hohen Bistrotisch mit Hockern in der Küche stehen, den wir in Zukunft dann für ein schnelles Frühstück nutzen wollen oder an dem die Gäste schon mal einen Prosecco trinken können.
Also Einzelideen und Überlegungen haben wir in der Küche sicher in einer Größenordnung, dass man ein Buch darüber schreiben könnte. Ist für uns aber auch der Hobbyraum (Kochen ist unser größtes und einziges Hobby) und unser 18m²-Tempel ist sicher nicht mit einer Durchschnittsküche vergleichbar (leider auch nicht vom Preis her). Aber wenn du noch konkrete Fragen hast, kannst du mich gerne per Mail ansprechen.
Gruß vom Wiz
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