Küche&Ofen,Gas&Strom - was ist praktisch?

Hallo!
Ich will eine neue Küche einrichten. Da gibt es ja eine Menge Möglichkeiten, ich würde gern wissen: Was ist praktikabel und erschwinglich, d. h. im Preis der Praktikabilität angemessen. Die Frage betrifft z. B.
Backofen auf Augenhöhe? Oder als ausziehbarer Rollschrank unterm Herd? Oder ganz herkömmlich?

Mein Backofen ist z. Zt. ein Gas-Ofen; die Gasleisten liegen in T-Form hinten an der Wand u. senkrecht dazu in der Mitte des Ofens. Das hat den Nachteil, dass ein Kuchen hinten immer eher verbrennt, während er vorn noch nicht gar ist (wenn ich ihn nicht regelmäßig drehe).
Gibt es neuere Modelle, die diese SChwierigkeit umgehen?

Wie lange braucht heutzutage ein Elektro-Ofen, um auf 200 Grad aufzuheizen?
Lohnt der auch als Warmhalte-Möglichkeit oder dauert dazu das Aufheizen zu lange?

Auf welche anderen praktischen Küchenbausteine/Utensilien würdet ihr nicht verzichten wollen?
Danke für eure Tipps, Kidie

Hai, Kidie,

Backofen auf Augenhöhe?

d.h. die Klappe in Bauch oder Brusthöhe? Find ich 'ne komische Idee…
In der Höhe hab ich lieber Schränke, an die ich dauernd ran muß (wie oft back ich schon?)

Oder ganz herkömmlich?

Halt ich nach wie vor für das Praktischste…
Ich hab inzwischen einen Herd, der oben mit Gas arbeitet und unten, der Ofen, mit Strom. Für mich ist das perfekt - ich mach die Flamme an und sie ist an - ich mach das Ding aus und es ist aus. Nix mit Vorheizen oder Nachwärme…
Der Ofen hat allen Pipapo, den es so gibt - gar nicht mehr verzichten möchte ich auf die Umluft-Funktion.

Wie lange braucht heutzutage ein Elektro-Ofen, um auf 200 Grad
aufzuheizen?

Meiner keine 5 Minuten…

Lohnt der auch als Warmhalte-Möglichkeit oder dauert dazu das
Aufheizen zu lange?

Klappt auch…

Auf welche anderen praktischen Küchenbausteine/Utensilien
würdet ihr nicht verzichten wollen?

Kaffee-Maschine von Saeco (darf auch ein anderer Hersteller sein) - auf Knopfdruck wird der Kaffee frisch gemahlen und aufgebrüht…
Viele Schubladen… (Nachzählen, wieviele man zu brauchen meint und eine mehr nehmen)
Ordentliche Arbeitsplatzbeleuchtung…

Gruß
Sibylle

Hallo Kidie,

wir haben den Herd mit Gas und wollen niiiiiiiiiiiiie was anderes haben! Der Ofen ist (leider) mit Strom betrieben, weil die hohe Installation einen recht hohen Installationsaufwand bedeutet hätte.

Die Probleme mit der ungleichen Bräunung sollte bei guten Geräten durch die Umluft nicht vorhanden sein, egal ob Gas oder Strom.

Gandalf

Hallo kidie,

bei mir funktioniert leider beides mit Strom.

In meiner Traumküche (die gut 3 mal so groß wäre wie diese jetzt - obwohl die wirklich nicht eng ist) hätte ich auf jeden Fall:

Gaskochfelder - denn m.E. kocht es sich auf nichts besser - und die Hitze ist weg wenn man Ihn aus macht. Eventuell auch eine Kombi mit Ceranfeld und Gas.

Ofen auf „Bauch bis Brusthöhe“ - weil ich es super komfortabel finde sich nicht bücken zu müssen und die Sachen so problemlos im Auge behalten kann. Wichtig allerdings eine Front die nicht heiss wird.

Aber Küchen sinde eher eine Frage der Bezahlbarkeit, denn der Machbarkeit.

Gruß Ivo

Hallo,

wir haben gerade das Jahr der Küchenplanung hinter uns uns sollen unsere Traumküche in den nächsten Wochen geliefert bekommen. Wir haben tatsächlich über ein ganzes Jahr immer mal wieder an dem Thema dran gesessen und ich als Möchtegern-Profi, der schon einige Küchen mitgeplant und auch in Profiküchen schon gearbeitet hat, hatte natürlich immer wieder noch was zu meckern.

Herd wird jetzt ein megamäßiger Altar der Kochkultur von ILVE (Tipp kam hier aus dem Forum). Das ist ein massiver Edelstahl-Standherd mit fünf Gasbrennern (inkl. Wok-Brenner und Bräterzone die man auch mit einer Gussplatte zum Grill machen kann) und zwei Elektrobacköfen darunter. Finde diese Kombination immer noch ungeschlagen, da Gas im Backofen nicht so mein Fall ist, auf dem Herd aber einfach immer noch die beste Wahl darstellt (neben den sauteuren Halogenbrennern oder Induktionskochfeldern auf denen man dann aber nur noch Eisentöpfe einsetzten kann). Die Position des Ofens in Augenhöhe wäre sicher auch nicht schlecht gewesen, aber die Trennung der Geräte kostet zusätzlich Geld, und unter dem Kochfeld kann man ohnehin nicht mehr viel sinnvoll unterbringen (Schrank ist klein und wird heiß, Dreck und Feuchtigkeit vom Kochfeld ist immer eine Gefahr für den Inhalt).

Bei uns wird der Herd als Mittelinsel stehen, was hinter dem Herd eine kleine Theke ergeben wird, an der Gäste dann beim Kochen zusehen oder auch mithelfen können. Außerdem ist es optisch sicher ein Hingucker, da genau hinter dem Herd ein breiter Durchgang ins Esszimmer ist, und man daher auch vom Esstisch direkt auf Herd und die passende große Edelstahlesse schauen kann (Edelstahl deshalb, weil man an den ganzen schönen Glasessen täglich Stunden putzen darf). Ansonsten würde ich raten auf jeden Fall zu berücksichtigen, dass neben dem Herd auf beiden Seiten ausreichend Stellfläche und Freiraum für lange Pfannenstiele ist. Bei uns wird der Herd entsprechend umbaut und hat ja durch die freistehende Position im Raum genug Platz auf allen Seiten. Im Umbau sind Auszüge für Kräuter- und Gewürzdosen, Öl- und Saucenflaschen etc. beiderseits vom Herd vorhanden, und seitlich an den Umbau kommen Relings für Handtücher, Topflappen und Pfannenwender, Suppenkellen, etc. Baut man den Herd in eine Zeile ein, sollte für dieses Zubehör immer ein Platz in direkter Herdnähe vorhanden sein. Günstig ist auch der Wasserhahn in der Nähe des Herdes (bei uns direkt gegnüber in der Zeile).

Statt dem Herd steht bei uns der Geschirrspüler etwas höher als üblich und bekommt eine Schublade im Sockel darunter, dies beugt Rückenschmerzen beim Be- und Entladen vor.

Als Kühlschrank haben wir uns für ein großes Side-by-Side-Gerät mit getrennten Kühlkreisläufen für Gefrier- und Kühlschrank sowie Barfach entschieden, da dies die Energiekosten eines solch großen Teils massiv drückt. Positioniert ist er so, dass man ihn mit einem Griff von der Herdinsel aus erreichen kann, was auch wichtig ist.

Ganz wichtig war uns eine große Spüle, die auch mal einen Bräter o.ä. aufnimmt. Hier haben wir uns für eine semiprofessionelle Lösung in Edelstahl von Franke entschieden, die auf der Arbeitsplatte aufliegt und somit auch Rückenschmerzen vorbeugt. Dazu dann selbstverständlich ein Wasserhahn mit Ausziehbrause, mit der man prima Töpfe füllen kann, auch wenn das Becken gerade anderweitig belegt ist.

Ansonsten haben wir extra-hohe und extra-tiefe Arbeitsplatten genommen Die sind rückenfreundlich und bieten viel Platz (brauchen aber auch entsprechend Raum). Die Schränke haben alle Vollauszüge, damit nichts nach hinten geraten und verloren gehen kann. Die Ecken sind mit großen Karrussels ausgestattet und neben einer verglasten Vitrine haben wir keine Oberschränke, dafür aber zwei auf die Arbeitsplatte gestellte Rollschränke mit Edelstahlrollos. Da kommen die ganzen Elektrokleingeräte rein und können dort auch größtenteils direkt über Stromanschlüsse in den Schränken betrieben werden. Ansonsten bekommen wir statt einer normalen Wandabschlussleiste auch noch einen pultförmigen Kabelkanal in Edelstahl, in den weitere Steckdosen und Schalter, etc. untergebracht werden können.

Damit es auch überall schön hell in der Küche wird haben wir uns drei getrennt schaltbare Lichtanschlüsse legen lassen, und die Esse hat auch noch mal Licht.

Unabhängig vom Küchenlieferanten werden wir dann noch eine größere Butcherbank aufstellen und haben auch noch einen kleinen hohen Bistrotisch mit Hockern in der Küche stehen, den wir in Zukunft dann für ein schnelles Frühstück nutzen wollen oder an dem die Gäste schon mal einen Prosecco trinken können.

Also Einzelideen und Überlegungen haben wir in der Küche sicher in einer Größenordnung, dass man ein Buch darüber schreiben könnte. Ist für uns aber auch der Hobbyraum (Kochen ist unser größtes und einziges Hobby) und unser 18m²-Tempel ist sicher nicht mit einer Durchschnittsküche vergleichbar (leider auch nicht vom Preis her). Aber wenn du noch konkrete Fragen hast, kannst du mich gerne per Mail ansprechen.

Gruß vom Wiz

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Hallo,

wir haben letztes Jahr gebaut und natürlich auch eine Küche eingebaut.
Da wir keinen Gas anschluß im Haus haben laufen alle Geräte mit Strom.
Allerdings wäre eine Gasherd und elektro backofen wohl die beste wahl.
Der Ofen ist oben eingebaut machts etwas leichter.
Wenn es geht würde ich auch die Spüle etwas höher setzen kommt allerdings immer auf die eigene Größe an.
Ach ja und wir haben nur Schubladen da man diese besser einräumen kann.
Wichtig ist auch eine Gute Beleuchtung.
Im Großen und ganzen ist alles eine Frage des Geldes.
Uns kam zu Gute das mein Schwiegervater Schreiner ist und bei einem großen Küchenhersteller arbeitet.
Ansonsten würde ich mir überlegen wieviel kann ich für meine Küche ausgeben und mich dann von einigen Küchenherstellern beraten lassen.
Anfangen würde ich mal bei einer kleinen Firma und dann mal in eins der großen Einrichtungshäuser schauen. Denn ich hab die Erfahrung gemacht das die kleinen oft nich teurer sind aber dafür besser arbeiten.
Wir haben uns interessehalber mal erkundigt was unsere Küche normal kosten würde und siehe da der kleine Handwerksbetrieb bei uns im Ort war um 2000.- € günstiger und das bei gleicher ausstattung und qualität.

Hersteller von Gas-Backöfen?
Danke für eure Tipps.
Mein Problem ist nun: Welchen Hersteller gibt es denn noch, der überhaupt Gas-Backöfen herstellt?
kidie