Küche verlegen, worauf besonders achten?

Hallo.

Ich möchte in meinem Elternhaus eine Etage um- bzw. ausbauen. Leider finde ich den Standort der Küche nicht sehr praktisch und würde diese daher gerne in einen anderen Raum verlegen.

Wasseranschluss dürfte kein Problem sein, da das neue Zimmer an das Bad grenzt und man so recht leicht ans Wasser kommt, richtig?

Nun die Frage nach dem Starkstromanschluss. Braucht eigentlich jeder Herd einen solchen? Wird das sehr teuer, wenn man erst einen Anschluss legen muss?

Ich bedanke mich schon mal für Eure Antworten…

Grüße Markus

Hallo Markus,

Nun die Frage nach dem Starkstromanschluss. Braucht eigentlich
jeder Herd einen solchen? Wird das sehr teuer, wenn man erst
einen Anschluss legen muss?

ich weiß nicht, was du unter „Starkstrom“ hier verstehst.
Nach meiner Kenntnis reichen die gelieferten Stromstärken
für eine Wohnung auch für E-Herde aus.
Es ist nur so, daß für „stärkere“ Verbraucher (ab ca 1,5KW/h) die
Absicherungen mit einer höheren Ampere-Stärke vorgenommen werden.
(Statt mit 6 A mit 16 A - mit bis 3,5 KW/h)
Dies bedeutet i.R. einen eigenen Stromkreis mit einer eigenen
Sicherung.Auch ist die Drahtstärke dann meist etwas größer was aber
kaum vom Preis her in Gewicht fällt.Eine Stromleitung zum Sicherungs-
kasten brauchst Du sowieso wenn Du nicht an die Leitung des bisherigen
E-Herdes „andocken“ kannst.
Was man als „teuer“ ansieht ist Ansichts Sache aber man sollte hier
alles richtig machen.
Gruß VIKTOR

Hallo,

man kann so ziemlich jeden Herd mit Drehstrom oder auch mit 220V Wechselstrom betreiben. Dazu wird im Herd selbst etwas überbrückt. Kann jeder elektriker problemlos, dauerd nur wenige Minuten.
Wenn man ihn aber mit 220V betreibt geht das nicht über die normalen 1,5er Leitungen. Man muss 2,5er nehmen und auch höher absichern. (20 statt 16A)
alles normalerweise keine große Sache, dürfte auch kein Vermögen kosten.
Eventuell kannst Du das Kabel schon selbst verlegen so dass der Elektriker nur anklemmt.
Gruß elmore

Hallo,

man kann so ziemlich jeden Herd mit Drehstrom oder auch mit
220V Wechselstrom betreiben. Dazu wird im Herd selbst etwas
überbrückt. Kann jeder elektriker problemlos, dauerd nur
wenige Minuten.

Da wäre ich vorsichtig, bin beim Herd auch erst hinterher schlauer gewesen: „mein“ Elektriker meinte, dass standardmäßig ein Dreiphasenanschluß zu legen ist. Ich wusste damals noch nicht, für welchen Herd wir uns entscheiden und verlegte nur ein 3 x 2,5 Kabel.
Hab nachträglich zum Glück noch ein 5 x 1,5 Kabel gelegt bekommen, weil das Bad unter der Küche noch nicht fertig war.

Bei der Auftrennung auf 3 Phasen ist meist ein geringerer Leitungsquerschnitt notwendig; es genügen die 1,5 Quadratmillimeter. Die Phasenbrückung ist meist nur ne Notlösung. Entscheidend ist, was der Hersteller für Anschlussvorgaben macht.

M.E. 2 Lösungen:

  • jetzt schon für einen Herd entscheiden und Kabel gem. techn. Merkblatt verlegen

  • 3 Phasen legen, also 5 x 1,5 oder (falls tatsächlich ein einphasiger Anschluß aktuell wird) 5 x 2,5

Gruß
AallRounder

Hallo !

Beim Umlegen der Küche in einen anderen Raum ist weniger der benötigte Stromanschluß(sicher mehrere !) das Problem,sondern die Wasserver- und Entsorgungsleitungen,schließlich muß das Abwasser der Spüle(WM,GS) irgendwo hin.
Wenn man das Bad auch neu machen will,kein Problem dort an die Anschlüsse zu kommen.
Thema „Starkstromanschluß“,ich weiss, Laien sagen es immer so,dabei sind die 16 A-Sicherung(-en) nicht größer als die üblichen für die Steckdosen.
Warum also Starkstrom ?
Etwa weil es ein Drehstromanschluß ist,bei dem alle drei ins Haus kommenden Außenleiter(„Phasen“) am Herd angeschlossen werden ?

Das macht man nur wegen der besseren Stromverteilung und man kommt mit dünneren Leitungen aus (meist 5 x 1,5 mm²,je nach Länge ab Sicherungskasten),trotzdem funktioniert alles am Herd,so wie alle Steckdosengeräte nur mit 230 V,dem normalen Haushaltsstrom also.

Also als Info für die Küchenplanung:

Herdanschluß 5 x 1,5 mm²
Geschirrspüler extra Leitung 3 x 1,5 mm²
Waschmaschine(wenn in Küche) ebenfalls 3 x 1,5 mm"
Weitere Großgeräte auch einzeln (Warmwasserspeicher unter der Spüle,falls WW nicht über Zentralheizung), extra Backofen usw.
Steckdosen in der Küche mind. 1 weitere Zuleitung 3 x 1,5 mm²

Licht evtl. auch,könnte man aber aus dem Raum nehmen,dort wird es ja schon sein.

Für die neuen Stromkreise braucht man Platz im Sicherungskasten,hinzukommt ein Fehlerstromschutzschalter(falls noch nicht vorhanden,wenn nur einer fürs Bad da ist,reicht der nicht !)
Mindestens die neuen Steckdosen in der umgebauten Küche müssen über einen solchen Schutzschalter geschützt werden(zwingend,ohne Ausnahme !)
Der Fachmann wird aber die gesamte Hausinstallation damit ausrüsten um den Schutz auf alles auszudehnen.

Ich wünsche gutes Gelingen beim Umbau !

MfG
duck313

Also es ist in jedem Fall ein min. 1,5 bis 2,5 mm Kabel für den Herd nötig. Auch andere Verbraucher über 2KW benötigen eine extra Leitung. Grund ist die mögliche gleichzeitige Belastung. Was in den anderen Beiträgen steht ist Elektroinstallation von gestern. Selbstverständlich kann ich den Herd an 220V und die Waschmaschine ans Wohnzimmer anschließen, hat man nach dem Krieg auch gemacht.
Viel Spaß bei ordentlicher Arbeit!