Küchenarbeitsplatte aus Beton

Hi,
ich möchte mir gerne eine Küchenarbeitsplatte (L-Form,3-teilig) aus Beton gießen.
Die Oberfläche sollte so glatt wie möglich werden und natürlich
weitestgehend wasserdicht.Da ich ein Mamordekor möchte,verbieten sich grobe Zuschläge.Über Farbzuschläge habe ich mich schon informiert.
Nun stellen sich folgende Fragen dazu:
Welche Zuschläge eignen sich (Feinstsand 0-0,2)?
Welches Mischungsverhältnis (Z:S:W / 1:2:0,5)?
Welches Trennmittel (erzielt Folie eine glatte Oberfläche)?
Wie stark sollte die Platte mindestens sein?(Unterkonstruktion 19mmm Spanplatte)
Muß eine Armierung eingelegt werden?
Wann kann die Verschalung abgenommen werden?
Wie behandle ich die Oberfläche ?
Können die Anschlüsse mit Beton verbunden werden ?
Ich würde mich über Erfahrungsberichte,Tips und Rezepte sehr freuen.
Gruß Sabine

Tach Sabine,

bei Deinem Vorhaben bin ich etwas skeptisch.
Du wirst Beton kaum so dicht und porenfrei kriegen, daß sich nichts dort festsetzt und ein zweites Leben beginnt. Beton ist sehr spröde, auch mit Armierung wird er schnell abplatzen.

Er läßt sich zwar schleifen und erscheint dann recht glatt, aber porenfrei ist er dann immer noch nicht.

Gandalf

Google mal ne Runde, hab letztens im TV eine Firma gesehen, die sich auf so was spezialisiert haben - Küchenplatten, Waschbecken etc. denke dass es wirklich Beton war, anzufertigen. Die hatten mit Formen etc. den Dreh richtig raus, die Flächen glatt zu bekommen und natürlich auch den Guss ohne Blasen.

ich möchte mir gerne eine Küchenarbeitsplatte
(L-Form,3-teilig) aus Beton gießen.

Eine interessante Idee.
Ich würde hierzu die altbewährte Technik der TERRAZZO Böden verwenden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Terrazzo

ob Du das allerdings selber hinbekommst ??

OT Terrazzoboden ohne Maschinen schleifen

Ich würde hierzu die altbewährte Technik der TERRAZZO Böden
verwenden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Terrazzo

ob Du das allerdings selber hinbekommst ??

Hallo Holger,

danke für den Link, ich kenne so Böden, weiß aber nie wie heißen und Terrazzo hab ich leider auch bald wieder vergessen :frowning:

und, da diese Bodenart ja schon älter ist, aber oben immer sehr glatt ist, ist mir unklar wie man das hinkriegt, wenn man z.B. keinen Strom zur Vefügung hat und entsprechende Schleifgeräte.

Aus dem Hinweis auf
„Der Schleifvorgang wurde vor der Elektrifizierung mittels Eisenklötzen, Schleifsand und menschlicher Muskelkraft durchgeführt“ wird mir nur bestätigt was ich vorher schon dachte, war sicher ein Sch…***-Job dieses Schleifen durchzuführen.

*** die … stehen für „leif“, nicht daß jemand denkt ich würde pöse" Wörter benutzen *grien*

Mit so Schleifsand sah ich schon mal was Interessantes im Fernsehen, die wollten da eine, ca. 1 m im Durchmesser große Steinkugel so genau rund schleifen, damit sie in einer halbrunden Schale, trotz ihres hohen Gewichtes, mit Zugabe von Wasser zwischen den beiden Körpern, auch von Kinderhand drehbar ist.

Dazu haben sie die Dinger, wie auch immer, grob vorgeformt, dann die Kugel in die Schale gelegt, durch die Kugel eine Art Querstange durchgesteckt und ein Traktor, oder wars ein Pferd? wurde an der Querstange befestigt und lief/fuhr laufend im Kreis.

Und zwischen den beiden Körpern war nur Sand, von mir aus ein spezieller.

Irgednwann, Wochen später oder so, passte alles perfekt, drucklos da dann Wasser dazwischen gebracht, und das Ding dreht sich und ich sah das schon real, ist schon toll wenn man da mit nem kleinen Fingerstups paar hundert Kilo kreiseln läßt.

Sorry, wie nicht unüblich bei mir bin ich grade abgeschweift, was ich gerne wissen würde, „Eisenklotz“ und „Schleifsand“, solll das heißen, die haben da Sand auf den Boden gekippt, einen 200kg schweren Eisenklotz darauf gelegt und laufend hin- und her gezogen?

Wenn das so war, wie schwer war der Klotz, wie lange hat das gedauert bei, k.A., 20 qm? Wie kamen sie damit in die Ecken?

Fragen über Fragen

Danke ^ Gruß
Reinhard

Hi,
ich möchte mir gerne eine Küchenarbeitsplatte
(L-Form,3-teilig) aus Beton gießen.

Hallo Sabine,
gehe doch mal zum Steinmetz oder Stukkateur, die können Dir sagen, wie Terrazzo hergestellt wird. In Deinem Fall sollte dem Beton Wasserglas zugesetzt werden. Bin mir da aber nicht so sicher.

Gruss Netti

Ich würde hierzu die altbewährte Technik der TERRAZZO Böden
verwenden.

Es gibt ja Terrazzoplatten, da sind die Ecken kein Problem. Schleifen muss man die auch nicht.
:wink:
Netti

Ich würde hierzu die altbewährte Technik der TERRAZZO Böden
verwenden.

Es gibt ja Terrazzoplatten, da sind die Ecken kein Problem.
Schleifen muss man die auch nicht.

Hallo Netti,

ich weiß ja über Terrazzo nix. Deshalb frage ich ja nach, denn gesehen habe ich das schon.
Jetzt wurde gesagt, die wurden „oben“ mit Eisenklotz und Sand abgeschliffen. Ich mutmaße mal „damals“ gabs auch keine fertigen Terrazzostücke die man irgendwie einmörtelt.

Soweit ich den Link verstanden habe wurde da ein Zement-Wasser Gemisch samt dem Terrazzo-Zeugs vermischt und auf dem Boden glatt verteilt.

Dann ahben sie wohl das geschliffen mit Eisenklotz und Sand, meine Nachfrage ist nun, wie machten sie das Schleifen genau und wie schliffen sie in den Ecken, mit ner Feile, Schmirgelpapier, sonstawas.

Gruß
Reinhard

Hi,
vielen Dank an Euch alle für die Anregungen und fachlichen Ratschläge.
Vor der Fragestellung habe ich natürlich schon einiges über Beton gegoogelt.Es fasziniert mich was mit Beton,besonders im Designbereich, alles so möglich ist.Das geht von Terrazzoböden über
Skulpturen ,Arbeitsplatten,Tische,Sessel,Waschbecken bis hin zu „Badewannen“(wie sieht es hierbei eigentlich mit der Hygiene aus?Besondere Versiegelung?).Selbst teiltransparenten Beton gibt es (wird,glaube ich, mit Glasfaserzuschlägen hergestellt).
Dann wäre da noch SVB(Selbstverdichtender Beton),der, wohl durch seine
Fließeigenschaft,Lufteinschlüsse verhindert.
Unendlich viele Möglichkeiten und genausoviele Fragen.Deshalb: Alle Achtung vor Experten,die sich durch viel Fleiß ihr kompetentes Fachwissen angeeignet haben und all diese tollen Dinge herstellen können.
Ich (von Beruf Schneiderin)weiß wie das ist wenn ein „Laie“ daherkommt und denkt :smiley:as ist doch einfach ,das mach ich mir mal selbst.Bei mir „Laien“ kommen da ganz fatale Komponenten zusammen,die den unbändigen Drang zum Selbermachen auslösen:Handwerkliche Begabung,vielzuviel Kreativität,Hang zum exklusiven Design und ein knappes Budget.So nun werde ich meine Küche weiterbauen, (wenn nötig
auch ganz pragmatisch mit handelsüblichen Arbeitsplatten)sonst muß ich noch Langzeitverträge mit dem Pizzadienst schließen(kicher).
Schönen Tach auch noch
Sabine

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