Könnt ihr eine Beobachtung, die ich seit wenigstens einem Jahr und im zunehmenden Maße mach, bestätigen?
Nämlich diese:
Die in den hiesigen Supermärkten, aber auch auf Märkten und an Gemüseständen erwerbbaren gelben Spitzpaprikas, die ich, weil ich sie dort als Kind erstmals kennen und schätzen lernte, „ungarische“ Paprikas nenne, egal woher sie stammen, sich inzwischen dem Hybridisierungs- und damit dem Degenerationsprozess der anderen Papriken, also dieser dicken, aufgeplusterten, roten, gelben und grünen, angeschlossen haben?
Die Farbe geht gegen ein indifferentes Grün, die Kerngehäuse enthalten immer weniger Kerne, die Knackigkeit nimmt ab, sie werden wässriger und geschmackloser.
das ist in der Regel bloß die Form - so wie bei den Tomaten auch: Die Standardsorten bekommen ungefähr die Form reingedrückt, die bekannt gute Sorten hatten, damit sie für die Selbstbedienung attraktiver werden. Seit ein paar Jahren für holländische Anbaumethoden entdeckt, wird jetzt sozusagen „die Marke verbrannt“, solang sich noch viele Verbraucher an den ungarischen Freilandpaprika erinnern. Die ungarischen Freilandsorten wären für die intensive Treibhauskultur auch bloß bedingt geeignet.
Die tendenziell konservativen türkischen Anbauer liefern ab und zu noch „richtige“ gelbe Spitzpaprika.
Und wenn Du mir die Daumen drückst, daß weder Spätfrost noch Hagel das Werk vernichten: Meine ungarischen „Pusztagold“ sind dieses Jahr schön aufgegangen, sind grad im Sechsblattstadium, und wenn alles gut geht, könnent wir sie im September goutieren.
Und wenn Du mir die Daumen drückst, daß weder Spätfrost noch Hagel das Werk vernichten: Meine ungarischen „Pusztagold“ sind dieses Jahr schön aufgegangen, sind grad im Sechsblattstadium, und wenn alles gut geht, könnent wir sie im September goutieren.
Nicht nur die Damen, auch die dicken Zehen drücke ich so sehr ich kann!
im Supermarkt gibt es doch schon seit Jahren nur die „runden“.
Bei dem uns benachbarten türkischen Gemüsegeschaft gibt es immer auch spitze (rot und gelb, gelb seltener), darunter im Sommer auch die Sorten, die nicht soviel Wasser enthalten, d.h. bei denen das Fruchtfleisch eher dünn und trockener ist.
Also: probier’s mal beim Türken, die Leute dort kaufen das Zeug säckeweise!
Also: probier’s mal beim Türken, die Leute dort kaufen das Zeug säckeweise!
Zu meinem Leidwesen habe ich herausgekriegt, dass Türken und Griechen, jedenfalls hier in KA, immer häufiger ihre Waren am frühen Morgen aus dem Großmarkt in Stuttgart holen.
Und die Ware sieht aus wie die im Supermarkt.
Vielleicht fehlt mir bloß die Lage eines guten Händlers.