Hallo,
so ein bißchen dient dieser Artikel dazu, Frust abzulassen…
Meine Freundin und ihr Mann haben ein Haus gekauft, Neubau - also Küchenplanung. Der Architekt empfahl und der Küchenplaner plante - Preis wurde auch eingehalten, samt E-Gerät-Wünschen. Planer empfahl auch, Vergleichsangebote beim örtlichen Fach- und Möbelhandel einzuholen.
Also gestern los… in das Möbelhaus mit „mehr sog i ned“…
Die Küchenplanerin hörte nicht zu, unsere Preisvorstellung war von vornherein zu niedrig angesetzt für sie, von den laut beworbenen Rabatten war keine Rede. Dann wurden uns amerikanischen Küchen gegenüber den deutschen als so fortschrittlich beworben (hallo - ich kenne amerikanische Küchen - reichlich - und es gibt nahezu keine rückständigere Nation, was Einbauküchen angeht als Amerikaner - mal von denen abgesehen, die am Boden mit Propangaskochern kochen…)
Die Preise der Einzelelemente scheinen das letzte Mysterium dieser Welt zu sein. In einem Nebensatz erfährt man dann, daß der gewünschte Aufsatzschrank gerade mal 1400 € kostet… von Preise für Eckdrehkarussels ganz zu schweigen und der utopische Preis von 1500 € für den 90 cm Dunstabzug setzte uns etwas unter Schock.
Jede Idee von uns wurde mit einem: Na ja - es ist ja ihre Küche quittiert und meine Freundin wurde scharf zurecht gewiesen, als sie im Eifer mal mit dem Finger auf den bildschirm faßte ( ja - ich mag das auch nicht - aber wenn jemand 10.000 € ausgeben will oder mehr, nehm ich danach das Sidolin und gut…)
Sicher war die Beraterin mies… aber ist es ein Wunder, wenn die Leute danach das Gefühl haben, nach Strich und Faden ausgenommen zu werden? Vor allem: Die Planung darf man nicht mitnehmen - erst nach Unterschrift gibt es nen Ausdruck!
Ich verstehe, daß man nicht die geistige Leistung gratis abgibt - aber man muß doch eine gewisse Vergleichsmöglichkeit haben!
Es ist doch traurig, daß die einzigen, die ihre Elementpreise offen legen, IKEA und der Baumarkt sind!
Und wenn ein Oberschrank mit Klappe (diese Milchglas-Querschränke, 90 cm breit) bei Ikea irgendwas um 90 € kosten und beim Küchenstudio 450 €, dann stimmt was nicht!)
Wenn man dann mitkriegt, daß die gleiche Dunstabzugshaube im Internet für 450 € zu bekommen ist, die im Möbelhaus 1500 € kostet.
http://www.dunstabzugshauben-shop.de/
Und hier nehm ich sogar ausdrücklich den Fachhandel aus - meine Freundin ist froh, daß sie verglichen hat und wird ein paar Ideen noch mit ihrem Küchenplaner besprechen… und dann dessen Küchen nehmen - da kriegt sie auch noch genau ihre Wunschfarbe lackiert, denn der Verbund besitzt wohl ne eigene Lackierstraße… und sie muß nicht das Babyblau aus dem Prospekt nehmen. Und der nimmt Maß auf der Baustelle und scheißt sie nicht zusammen, wenn er nicht kapiert, daß sie ein offenes Wohnzimmer hat, so wie die Frau im Möbelhaus… Und seufzt auch nicht entnervt, wenn sie nicht aus dem Stegreif weiß, wie hoch ihr Fenster ist…
Ein Beispiel dafür: Wer ordentlich kalkuliert, muß auch nichts verbergen und sich nicht verstecken und kann seine Planung auch dem Kunden übergeben… und muß auch keine Rabatte bewerben, die er eh vorher doppelt aufschlägt.
So - im Grunde war das jetzt einfach ein Frustartikel zu der Kunden-Verdummung und Übervorteilung, die diese Möbelhäuser betreiben.
Man stößt dann im Internet auch auf diese Seite - und einiges dort bestätigt uns nur:
http://www.cleverkuechenkaufen.de/
Grüße
Wendy
