Kühlkörper für Hochleistungstransistoren

Hallo,
ich will eine Wechselrichterbrücke mit vier IGBT-Modulen (Maße der Bodenplatten je 140mm*130mm) betreiben und die Überschlagsrechnung der Verlustleistung ergab im schlimmsten Fall (Vollast mit max. Frequenz) ca. 20kW.
Bei Normalbetrieb hätte ich dann noch etwas Leistungsreserven.
Anzustreben wäre eine Temperatur am Modul von maximal 30 Grad.

Eine solche Leistung kann ich mit normalen Kühlkörper / Lüfterkombinationen nicht mehr abführen, deshalb brauche ich eine wassergekühlte Montageplatte. Die gesamte Schaltung wird über einen Trenntrafo betrieben und die Bodenplatten der IGBTs sind auch isoliert. Daher keine Gefährdung durch das Wasser. Wasseranschluss (15 Grad, gefiltert, beliebige Mengen) ist kein Problem, ich brauche keine Rückkühlung.

Hat jemand eine Ahnung, wie solche Kühler intern aufgebaut sind? Ich werde mir das Teil wohl selber aus Kupfer zusammenlöten.

Für Hinweise wäre ich sehr dankbar, da ich mir nur ungern unnötige Arbeit machen will…

Grüße,
Wepster

Hat jemand eine Ahnung, wie solche Kühler intern aufgebaut
sind? Ich werde mir das Teil wohl selber aus Kupfer
zusammenlöten.

Hallo,

Standardlösung: die KW-Kanäle sind lange gerade Bohrungen durch die ganze Platte, an beiden Enden mit einem Stück Gewinde für genormte Rohrverschraubungen. Mit kurzen Rohrbogen oder Schlauchstücken werden sie dann mit Zulauf und Ablauf verbunden, das kann parallel oder in Serie geschehen. Ich habe dazu Kunststoff-Fittings und Schläuche aus dem Pneumatik-Programm von Festo verwendet, die vertragen auch ausreichend warmes Wasser.

Vorsicht muss man aber walten lassen bei metallischen Kombinationen: Kupferrohre an einem Alu-Block wird massiven Ärger geben. Und man muss auch mit Algen- oder Bakterienwachstum rechnen, die sind viel zäher als man denkt.

Gruss Reinhard

Hallo,

Und man muss auch mit Algen- oder
Bakterienwachstum rechnen, die sind viel zäher als man denkt.

nicht im Dunkeln. Also keine durchsichtigen Schläuche verwenden.

Vielleicht aber auf Kalkablagerungen achten, falls das Kühlwasser wärmer als 60° wird.

Gruß
loderunner

Hallo Reinhard,
danke für die Info. Wie dick sollte das Material zwischen Bohrung und Montageseite sein?

Da ich große Wärmemengen abführen will, brauche ich einen großen Wasserdurchsatz. Das bedingt entweder große Fließgeschwindigkeit oder große Querschnitte.
Also müsste ich entweder Löcher in eine dicke (und damit sehr teuere) Kupferplatte bohren oder mehrere dünnere, die ich dann parallel schalte und hoffe, dass sich das Wasser gleichmäßig aufteilt.

Wäre es auch möglich, auf eine 1cm Kupferplatte senkrecht stehende Stege aufzulöten, die die seitlichen Begrenzungen meiner Kanäle und „Strömungshindernisse“ darstellen, und dann eine Dichtung und eine Platte aus Kunststoff als Rückwand anzuschrauben? Dadurch könnte ich ca. 80% der Platte mit Wasser bespülen und die Stege würden außerdem wie Kühlrippen wirken.
Außer Kupfer (und Cu-Lot) würde ich kein anderes Metall verwenden.
Ich will eine Temperatur von 30 Grad am Halbleiter nicht überschreiten, also wird das Wasser auch nicht wärmer werden.

Was meinst Du?

Grüße,
Wepster

Hallo Loderunner,
prinzipiell hast Du Recht, ich würde aber in meinem Fall eher das Gegenteil machen und bewusst durchsichtige Schläuche verwenden.
Gründe:

  1. Der Kühlkörper wird in einem Schaltschrank montiert, in dem sowieso kein Licht ist. Bis auf die Belüftungsöffnungen für andere Baugruppen ist der Schrank dicht. Der Bereich, in dem getaktete Ströme fließen ist als Entstörmaßnahme sowieso gut „eingepackt“.

  2. Durchsichtige Schläuche bieten mir eine Kontrollmöglichkeit, ob irgendein Keimwachstum vorliegt. Kupfer ist wegen der Cu-Ionen meistens sauber, also kann ich die Schläuche als Frühwarnsystem nutzen.
    Kalk ist unwahrscheinlich, da ich mich deutlich unter 60 Grad bewegen werde und wir hier sehr kalkarmes Wasser haben.

Grüße,
Wepster

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

ich wollte nur die einfachste Möglichkeit beschreiben, in Richtung höherer Aufwand gibt es keine Grenzen, du kannst ja Kanäle in einen Block fräsen und dann abdecken (Dichtungsproblem) oder was auch immer sich fertigungstechnisch realisieren lässt. Dass man für Kühlkörper viel Masse braucht, zumindest am Ort der Wärmeentstehung, ist nunmal nicht zu ändern.

Die Bohrungen, wenn du welche verwendest, muss jemand machen, der sich mit Tiefbohrtechnik auskennt, mit einer Handbohrmaschine ist das nicht zu realisieren. Als Restwand reichen 2-3mm sicher aus, wenn man eben das Bohren beherrscht - also eine 15mm-Platte mit 10mm-Löchern ist schon recht wirksam, weil der Wärmeübergang vom Cu auf das Wasser sehr effektiv ist. Im Endeffekt kommt es darauf an, dass das Gewinde für die Anschlüsse nicht die Oberfläche durchbricht!

Unter Kenntnis des Wärmeflusses könnte man natürlich die massive Platte abspecken, indem man an Stellen Material wegfräst, durch die der Wärmefluss gering ist, aber dadurch wird das Teil ja nur leichter, aber keineswegs billiger.

Gruss Reinhard

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Danke,
Du hast mir jedenfalls wertvolle Anregungen gegeben.
Grüße,
Wepster

Hallo,

ich will eine Wechselrichterbrücke mit vier IGBT-Modulen (Maße
der Bodenplatten je 140mm*130mm) betreiben und die
Überschlagsrechnung der Verlustleistung ergab im schlimmsten
Fall (Vollast mit max. Frequenz) ca. 20kW.

laut Vika hast du absolut nix mit Leistungselektronik oder
Energietechnik zu tun. Die Angaben sind deshalb etwas unplausibel.
Um an einer IGBT-Brücke Verlustleitungen im Bereich von 20KW zu
verbraten, müßte man Ströme mind. im kA-Bereich und Leistungen
im MW-Bereich schalten.
Das ist aber absolut nix mehr für Bastler!

Bei Normalbetrieb hätte ich dann noch etwas Leistungsreserven.
Anzustreben wäre eine Temperatur am Modul von maximal 30 Grad.

Auch die Angabe der max. Temp. von 30°C erscheint mir so pauschal
völlig abwegig zu sein! Warum soll das so sein???

Eine solche Leistung kann ich mit normalen Kühlkörper /
Lüfterkombinationen nicht mehr abführen, deshalb brauche ich
eine wassergekühlte Montageplatte. Die gesamte Schaltung wird
über einen Trenntrafo betrieben und die Bodenplatten der IGBTs
sind auch isoliert. Daher keine Gefährdung durch das Wasser.
Wasseranschluss (15 Grad, gefiltert, beliebige Mengen) ist
kein Problem, ich brauche keine Rückkühlung.
Hat jemand eine Ahnung, wie solche Kühler intern aufgebaut
sind? Ich werde mir das Teil wohl selber aus Kupfer
zusammenlöten.

Die Parallelschaltung dünner Bohrungen, wie von Reinhard vorgeschlagen
wäre sicher die vernüftigste Variante.
Die gleichmäßige Durchströmung stellt sich bei passender Dimensionierung
automatisch auf Grund des Strömungswiderstandes ein.
Wenn wirklich so hohe Leistung bei so geringer Temp.-Diff. umgesetzt werden
muß, dann spielt auch der Wärmedurchgang im Kühlkörper und der Wärmeübergang
zur Flüssigkeit eine Rolle (Oberfläche und Strömungsgeschwindigkeit).
Da sollte man noch mal genau nachrechnen.

Gruß Uwi

Hallo Uwi,
im Dauerbetrieb (60kW) muss ich mit maximalen Durchlassverlusten von 3500Watt rechnen. Die Schaltverluste kann ich schlecht abschätzen, mit entsprechenden Schaltentlastungsnetzwerken kann ich sie evtl. bis auf 3000W drücken.
Kurzzeitig können aber tatsächlich Leistungsspitzen bis zu 0.8MW aufreten, die meine Halbleiter nur im gut gekühlten Zustand verkraften.
D.h. die Verlustleistung im Dauerbetrieb darf den Kühlkörper nicht deutlich über 25Grad aufheizen, 40Grad wären evtl. noch akzeptabel.
Die Verluste im Extrembetrieb werden für die Gesamtwärmebilanz keine Rolle spielen, da sie nur für ca 2 bis 15ms auftreten. Wichtig ist in dem Moment nur die niedrige Sperrschichttemperatur.

Die Parallelschaltung dünner Bohrungen, wie von Reinhard
vorgeschlagen
wäre sicher die vernüftigste Variante.
Die gleichmäßige Durchströmung stellt sich bei passender
Dimensionierung
automatisch auf Grund des Strömungswiderstandes ein.
Wenn wirklich so hohe Leistung bei so geringer Temp.-Diff.
umgesetzt werden
muß, dann spielt auch der Wärmedurchgang im Kühlkörper und der
Wärmeübergang
zur Flüssigkeit eine Rolle (Oberfläche und
Strömungsgeschwindigkeit).
Da sollte man noch mal genau nachrechnen.

Genau da kommen wir zum kritischen Punkt. Je größer die Oberfläche, desto besser die Wärmeübertragung. D.h. lieber viele dünne Bohrungen, soweit technisch zu realisieren.
Mein Konstruktionsvorschlag in diesem Sinne wäre:

Eine Kupferplatte mit 600mm*180mm und 12mm Stärke auf der Längsseite mit vielen 6mm Bohrungen/ 3mm Abstand versehen (lassen), wobei nur die Bereiche der Modulbefestigungen freibleiben. Die Bohrungen wären bei 180mm Länge noch gut realisierbar.
An diese Platte löte ich im Bereich der Bohrungsöffnungen jeweils ein geschlitztes Hohlprofil an, über das an allen Bohrungen einer Seite der gleiche Druck anliegt, und an das meine Wasserzuführung angeschlossen wird.
Somit müsste man bei vertretbarem Aufwand und Materialeinsatz eine gute Kühlwirkung erreichen. Bei grob geschätzt 50 Bohrungen kommt eine Fläche von ca. 1700cm2 zustande. Bei einem Querschnitt von 14cm2 ist allerdings mit einem großen Wasserverbrauch zu rechnen. Naja, macht in meinem Fall nichts.

Klingt das vernünftig?
Grüße,
Wepster

Hallo,

im Dauerbetrieb (60kW) muss ich mit maximalen
Durchlassverlusten von 3500Watt rechnen.

Wie kommst du auf diese Verlustleitung. Bei welcher Spannung
fließen welche Ströme real?
Für z.B. 400V kommt mir das deutlich zu hoch vor.
Ohne daß ich mich jetzt damit beschäftigt habe, schätze ich, daß
du Ströme um ca 1000A oder noch mehr hast.
Dann wäre die Spannung aber nur ca. 60V oder weniger?

Bei niedrigeren Spannungen sind ABER evtl. IGBT nicht optimal.
Da wären womöglich FET (parallel geschaltet) deutlich effektiver?
Mit einem Innenwiderstand von z.B. 0,001 Ohm bei 1000A wäre die
Verlustleistung nur ca. 1KW. Schaltverluste wären bis zu einigen
kHz vernachlässigbar.

Die Schaltverluste kann ich schlecht abschätzen, mit entsprechenden
Schaltentlastungsnetzwerken kann ich sie evtl. bis auf 3000W
drücken.

Als Annahme also mal ca. 8KW.

Kurzzeitig können aber tatsächlich Leistungsspitzen bis zu
0.8MW aufreten, die meine Halbleiter nur im gut gekühlten
Zustand verkraften.
D.h. die Verlustleistung im Dauerbetrieb darf den Kühlkörper
nicht deutlich über 25Grad aufheizen, 40Grad wären evtl. noch
akzeptabel.

Ok.

Die Verluste im Extrembetrieb werden für die Gesamtwärmebilanz
keine Rolle spielen, da sie nur für ca 2 bis 15ms auftreten.
Wichtig ist in dem Moment nur die niedrige Sperrschichttemperatur.

Wenn die Halbleiter schon dicht an der Kotzgrenze betrieben werden,
dann ist das plausibel. Muß das aber sein?
Sonst hat man bei Si-Halbleitern in der Regel locker den Faktor 10
zwischen Nennlast und max. Impulslast.

Wärmeübergang zur Flüssigkeit eine Rolle (Oberfläche und
Strömungsgeschwindigkeit).
Da sollte man noch mal genau nachrechnen.

Genau da kommen wir zum kritischen Punkt. Je größer die
Oberfläche, desto besser die Wärmeübertragung. D.h. lieber
viele dünne Bohrungen, soweit technisch zu realisieren.
Mein Konstruktionsvorschlag in diesem Sinne wäre:
Eine Kupferplatte mit 600mm*180mm und 12mm Stärke auf der
Längsseite mit vielen 6mm Bohrungen/ 3mm Abstand versehen
(lassen), wobei nur die Bereiche der Modulbefestigungen
freibleiben.

Vor allem direkt unter der aktiven Fläche muß die Wärmeabführ
optimal sein. Die Modulbesfetigung also unbedingt nach außen
zum Rand hin legen.
Die Bohrungen sollten auch so dicht wie möglich unter die aktive
Fläche gelegt werden.
Allerdings mußt du aufpassen, daß die Flache noch steif genug bleibt
und die Kontaktfläche der Halbleiter optimal eben und glatt ist.
Beim bohren wird sich das Kupfer aufbauchen. Da müßte die
Oberfläche eh nachbearbeitet werden.
Also evtl. mal nach passendem Mat. suchen, kein reines Kupfer,
weil zu weich.

Ich hätte noch eine andere konstruktive Lösung.
Eine Platte mit dünnen Kanälen, die über die Breite eingefräst
werden und an beiden Enden gleich in Sammelkanäle enden.
Darüber eine rel. dünne und glatte Abdeckplatte, die über die
Flache mit Senkschrauben befestigt wird (oder von unten - keine
Löcher von oben nötig).
Außen herum brauchst du natürlich eine Dichtung (Nut auch gleich
mit einfräsen lassen).

Die Bohrungen wären bei 180mm Länge noch gut realisierbar.
An diese Platte löte ich im Bereich der Bohrungsöffnungen
jeweils ein geschlitztes Hohlprofil an, über das an allen
Bohrungen einer Seite der gleiche Druck anliegt, und an das
meine Wasserzuführung angeschlossen wird.
Somit müsste man bei vertretbarem Aufwand und Materialeinsatz
eine gute Kühlwirkung erreichen. Bei grob geschätzt 50
Bohrungen kommt eine Fläche von ca. 1700cm2 zustande. Bei
einem Querschnitt von 14cm2 ist allerdings mit einem großen
Wasserverbrauch zu rechnen. Naja, macht in meinem Fall nichts.

Da würde ich anders rangehen. Der Wasserverbrauch kann ja nicht
von den Abmessungen der Bohrungen abhängig gemacht werden!

Du brauchst bei ca. 8KW mit 10grd Temp.-Diff. eine Wassermenge
von ca. 0,2 l/s = 720 l/h. Wenn’s etwas mehr ist, umso besser.

Um das Wasser auf eine große Menge Bohrungen gleichmäßig zu
verteilen und den Durchfluß auf vernüftige Werte festzulegen,
würde ich Düsen einsetzen.
Wenn du die Düsen im Einlauf hast, ist das ganze weitgehend
druckfrei, so daß alles einfacher wird (wenig Probleme mit Dichtheit).

Muß ja nicht vor jede Bohrung eine Düse, aber z.B. pro 3-6 Bohrungen könnstest du eine setzen.
Entweder die Düsen gleich mit konstruktiv vorsehen (an einer Seite
auf 1-2mm nur mit kleinem Durchmesser durchbohren) oder z.B.
Schlauchanschlüsse mit z.B. 1/8" einsetzen. Da kannst du die Düssen
auch irgendwo in die Schlauchverteilung integrieren und bei
Bedarf anpassen.

Da ich keine Randbed. kenne, kann es sein, daß ich völlig falsch liege.
Evtl. hast du aber ein eher schlechtes Gesamtkonzept?

Gruß Uwi

Hallo,
der Gleichspannungszwischenkreis wird über einen Tiefsetzsteller (Drosselabwärtswandler) versorgt. Maximaler Ausgangsstrom 540A, maximale Leistung 60kW. De Ausgang ist durch eine Kondensatorbatterie abgepuffert (30*3000uF), so dass kurzfristig auch höhere Ströme fließen können.

2(immer zwei IGBTs in der Brücke leitend)*3.5V (Datenblatt)*500A=3.5kW

An FETs habe ich auch schon gedacht. Ich brauche aber Halbleiter, mit denen ich den gesamten Spannungsbereich bis 600V abdecken kann. Meine IGBT-Module, die ich schon habe, vertragen 1600V/1200A. Laut Datenblatt für 1ms bei 25Grad auch 2400A.

Ich hätte noch eine andere konstruktive Lösung.
Eine Platte mit dünnen Kanälen, die über die Breite eingefräst
werden und an beiden Enden gleich in Sammelkanäle enden.
Darüber eine rel. dünne und glatte Abdeckplatte, die über die
Flache mit Senkschrauben befestigt wird (oder von unten -
keine
Löcher von oben nötig).
Außen herum brauchst du natürlich eine Dichtung (Nut auch
gleich
mit einfräsen lassen).

klingt auch gut!

Das mit Düsen zur Wasserverteilung leuchtet mir ein.

Da ich keine Randbed. kenne, kann es sein, daß ich völlig
falsch liege.
Evtl. hast du aber ein eher schlechtes Gesamtkonzept?

Du kennst bisher nur einen kleinen Teilaspekt der geplanten Anlage. Die meisten konstruktiven Probleme sind bereits gelöst, es gibt aber noch genügend, was mir Kopfzerbrechen bereitet…
Das GESAMT-Konzept ist schlüssig, an den Details muss ich noch arbeiten, um das Ganze zu optimieren. Die Anlage ist eine Art „eierlegende Wollmilchsau“, was immer wieder zu Kompromissen führt.

Grüße,
Wepster

Hallo,

Maximaler Ausgangsstrom 540A, maximale Leistung 60kW.
Der Ausgang ist durch eine Kondensatorbatterie abgepuffert
(30*3000uF), so dass kurzfristig auch höhere Ströme fließen können.

An FETs habe ich auch schon gedacht. Ich brauche aber
Halbleiter, mit denen ich den gesamten Spannungsbereich bis
600V abdecken kann.

Ja, bei 600V sieht es schon wieder nicht so gut aus :frowning:
Ich würde aber trotzdem mal darüber nachdenken.
FET kann man in der Regel ganz gut parallel schalten.
Damit ist es theoretisch möglich, extrem kleine Ron zu erreichen.
Auch IGBT kann man parallel schalten. Hier ein paar Hinweise dazu:
http://www.semikron.com/internet/webcms/objects/appl…

Wenn du also z.B. 20 kleinere FET zusammenschaltet,
http://www.st.com/stonline/products/literature/ds/14…
dann hättest du bei 540A rein rechnerisch eine Verlustleistung
um ca. 2 x 600W.
Dann könnte auch der Spitzenstrom locker 3-4kA sein.
Die Temp. wäre dann nicht mehr begrenzend. Chiptemp. bis mind. 80°C
wären unproblematisch.
Damit ist auch eine Wasserkühlung nicht mehr nötig.

Die Dynamik und Ansteuerung müßtest du mal prüfen.
Diese Teile haben aber auch recht fixe Schaltzeiten.

Meine IGBT-Module, die ich schon habe,
vertragen 1600V/1200A. Laut Datenblatt für 1ms bei 25Grad auch
2400A.

Das ist einfach sehr eng. Bei so einer knappen Auslegung sind die
Folgeaufwendungen wegen der Wasserkühlung ja enorm. Ich würde auf
alles Fälle versuchen, das zu umgehen.

Ich hätte noch eine andere konstruktive Lösung.
Eine Platte mit dünnen Kanälen, die über die Breite eingefräst
werden und an beiden Enden gleich in Sammelkanäle enden.
Darüber eine rel. dünne und glatte Abdeckplatte, die über die
Flache mit Senkschrauben befestigt wird (oder von unten -
keine :Löcher von oben nötig).
Außen herum brauchst du natürlich eine Dichtung (Nut auch
gleich mit einfräsen lassen).

klingt auch gut!

Wie ich gelesen habe, hat Reinhard auch schon mal diesen Vorschlag
gemacht.

Du kennst bisher nur einen kleinen Teilaspekt der geplanten
Anlage. Die meisten konstruktiven Probleme sind bereits
gelöst, es gibt aber noch genügend, was mir Kopfzerbrechen
bereitet…

Ist klar, hohe Ströme und hohe Spannung ist nicht so einfach.

Das GESAMT-Konzept ist schlüssig, an den Details muss ich noch
arbeiten, um das Ganze zu optimieren. Die Anlage ist eine Art
„eierlegende Wollmilchsau“, was immer wieder zu Kompromissen führt.

Entwicklung ist immer nur die Suche nach einem vernüftigen Kompromiss.

Gruß Uwi

1 „Gefällt mir“

Danke,
ich werde Dir ein Bild des fertigen Kühlkörpers zukommen lassen. Kann aber durchaus ein paar Monate dauern, bis es soweit ist.
Grüße,
Wepster