Kühlschrank läuft ununterbrochen; Kühl-Gefrierkomb

Hallo,

mein Liebherr Kühlschrank KSD 2642 (997166200) läuft ununterbrochen.
Am Thermostat kann ich drehen wie ich will, es passiert nichts.
Natürlich läuft der Kompressor heiß, so dass sich die schwarze Masse gelöst hat.
Den Tipp, der in einem andren Thread beschrieben wurde, habe ichmit folgendem Ergebnis ausgeführt.

  1. ganz abtauen lassen
  2. Stecker rein, Thermometer rein und stündlich messen:
  3. nach etwa 1 Stunde hatte der Innenraum 16°C
    -nach 2 Std. 15° C
    -nach 3 Std. 12,5
    -nach 4 Std. 10,8°C
    -weiter ging die Temp nicht runter (Thermostat auf höchster Stufe)

Frage:
ist hier der Thermostat hinüber?
oder der Aggregat (der läuft aber -nur eben ständig)
oder fehlt Kühlmittel im Kreislauf? oder was könnte hier defekt sein?

Besten Dank!

Hallo Andreas,
war das ein separates Thermometer, mit dem Du gemessen hast? Oder stammen die Zahlen von einem eingebauten Thermometer?
Im ersten Fall kann es sein, dass der Kompressor nicht mehr richtig kühlt (zu wenig Kühlmittel?) oder dass die kalte Luft aus dem Gerät entweicht (Türdichtung ok?).
Im zweiten Fall kann es sein, dass das eingebaute Thermometer einen Defekt hat.
In beiden Fällen läuft der Kompressor ständig, was dem auch nicht gut tut (vom Stromverbrauch abgesehen).
Gruß
Jürgen

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Hallo Jürgen,

dann vermutlich doch zu wenig Kühlmittel -vielen Dank für Deine Antwort.
die Luft entweicht nicht -der Kühlschrank schließt dicht ab.
ja! -den Thermometer habe ich seperat reingelegt.
Meine Hoffnung war, das es doch noch der Thermostat ist, den hätte ich dann wechseln können…kann ich mir vermutlich sparen.
Zur Not benutze ich ihn als Zweitkühlschrank und hänge eine Zeitschaltuhr dran.
Hoffe trotzdem auf weitre Ratschläge, wie ich das Gerät reparieren kann.
Gruss

Andreas

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Hoffe trotzdem auf weitre Ratschläge, wie ich das Gerät
reparieren kann.

Hallo Andreas,
ich würde mal bei einer „Heizung-Kälte-Klima“-Firma nachfragen, ob die helfen können. Normalerweise können die prüfen, ob genug Kältemittel vorhanden ist und die können auch nachfüllen.
Gruß
Jürgen

Hoffe trotzdem auf weitre Ratschläge, wie ich das Gerät
reparieren kann.

Hallo Andreas,
ich würde mal bei einer „Heizung-Kälte-Klima“-Firma
nachfragen, ob die helfen können. Normalerweise können die
prüfen, ob genug Kältemittel vorhanden ist und die können auch
nachfüllen.

Das Prüfen geht m.W. nicht so einfach. Sobald vom Kältmittel sowohl die flüssige als auch die gasförmige Phase vorhanden ist, stellt sich (egal wieviel drin ist) ein nur noch Temperatur abhängiger Druck ein.
Messen bedeutet: Absaugen und wiegen.
Alleine das übersteigt i.d.R. den Wert jedes Kühlschranks. Kältemittelmangel bedeutet ja auch, dass ein Leck vorh. ist. Dies ist der finanzielle Totalschaden für praktisch jeden (Haushalts-)Kühlschrank.

Hi Carsten,

Das Prüfen geht m.W. nicht so einfach. Sobald vom Kältmittel
sowohl die flüssige als auch die gasförmige Phase vorhanden
ist, stellt sich (egal wieviel drin ist) ein nur noch
Temperatur abhängiger Druck ein.
Messen bedeutet: Absaugen und wiegen.

Das glaube ich nicht. Kältemittel hat naturgemäß einen hohen Dampfdruck und es ist drucklos schneller verschwunden, als man gucken kann. Absaugen und Wiegen wäre deshalb mit einem hohen apparativen Aufwand verbunden. In der Praxis füllt man Kältemittel aus einer Druckflasche (wie beim Nachfüllen von Gas-Feuerzeugen) bis zu einem bestimmten Druck nach. Das kostet nicht die Welt. Es muss natürlich am Gerät die Möglichkeit zum Nachfüllen bestehen, aber das sollten die Fachleute wissen.

Kältemittelmangel bedeutet ja auch, dass ein Leck vorh. ist.
Dies ist der finanzielle Totalschaden für praktisch jeden
(Haushalts-)Kühlschrank.

Auch das muss nicht sein. Ein Gerät kann im Laufe der Zeit langsam ganz geringe Mengen verlieren. Bis irgendwann die beschriebenen Probleme auftreten. Eine neue Füllung Kältemittel reicht dann aber wieder ein paar Jahre.

Gruß
Jürgen

Hi,

vor etwa einem halben Jahr hatte ich bei einem Kühlschrank von Liebherr ein Problem mit ähnlicher Symptomatik. Es lag bei mir daran, dass die Kühlmittelleitung am Rücken des Kühlschrankes undicht war und Kühlmittel in den Isolierschaum gefördert wurde. Das ließ sich daran feststellen, dass die Rückwand an manchen Stellen weich und aufgequollen war und von innen herausgebeult werden konnte.
In diesem Fall konnte der Kundendienst-Mensch, den ich gerufen hatte, eine Kulanzregelung mit Liebherr aushandeln, so dass ich das Nachfolgemodell zu etwa der Hälfte des Listenpreises bekommen habe, obwohl das alte Gerät schon aus der Gewährleistungsfrist heruas war.

Könnte ja sein, dass bei Dir etwas Ähnliches aufgetreten ist. Mein Tipp also: Kundendienst verständigen!

Gruß,
V.

Hallo Jürgen, Hallo Carsten, Hallo V.,

vielen Dank für Eure Hinweise. Es sieht also ganz nach Kältemittelmangel aus -(ein Leck konnte ich aber nicht ausfindig machen). Und da der Kühlschrank bis etwa 10 °C abkühlt, scheint auch nur eine geringe Menge zu fehlen.
Ich werde mich -wie Jürgen es vorgeschlagen hat -über das Nachfüllen beim Fachmann erkundigen.
Auf das Glückspiel über den Kundendienst auf Kulanz einen neuen Kühlschrank zu bekommen, möchte ich mich nicht einlassen (Habe den Kühlschtank auch gebraucht gekauft)
Vielen Dank nochmal.

Gruss

Andreas

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Hoffe trotzdem auf weitre Ratschläge, wie ich das Gerät
reparieren kann.

Hallo Andreas,
ich würde mal bei einer „Heizung-Kälte-Klima“-Firma
nachfragen, ob die helfen können. Normalerweise können die
prüfen, ob genug Kältemittel vorhanden ist und die können auch
nachfüllen.

Das Prüfen geht m.W. nicht so einfach. Sobald vom Kältmittel
sowohl die flüssige als auch die gasförmige Phase vorhanden
ist, stellt sich (egal wieviel drin ist) ein nur noch
Temperatur abhängiger Druck ein.

Das stimmt nicht. Die evakuierung des Kältemittel ist durch setzen eines Schraderventil und zu Hilfenahme eines Kälte-Klima-Manometers überhaupt kein Problem. Das sich nur noch ein Temperaturabhängiger Druck eistellt musst Du mal erklären. Wir setzen aber vorraus, dass es sich eine Kühlschrank-Typische Kapilareinspritzung handelt, und nicht um ein Einspritzventil.

Messen bedeutet: Absaugen und wiegen.
Alleine das übersteigt i.d.R. den Wert jedes Kühlschranks.
Kältemittelmangel bedeutet ja auch, dass ein Leck vorh. ist.
Dies ist der finanzielle Totalschaden für praktisch jeden
(Haushalts-)Kühlschrank.

Kältemittel bedeutet als allererstes Verluste durch Ausgasung des Kältemittels. Hervorgerufen durch ständiges verflüssigen im Verdichter und expansionsgasung im Verdampfer. Bei Kältemittel mit einem Chloratom R22, oder mit zwei Chloratomen R12, und der zwischenlösung als Temperaturspezifisches Kältemittel R502 waren diese Ausgasungen weniger. Darüberhinaus ist zu berücksichtigen, dass Kältemittel die Eigenschaft hat sich mit Allem zu binden, was sich im System befindet. Was auch den Einsatz des Trockners erklärt.

Wenn es der Kühlschrank wert ist, dann kann man ruhig über Kältemittelfüllung nachdenken.

Gruß Michael

Kältemittel bedeutet als allererstes Verluste durch Ausgasung
des Kältemittels. Hervorgerufen durch ständiges verflüssigen
im Verdichter und expansionsgasung im Verdampfer. Bei
Kältemittel mit einem Chloratom R22, oder mit zwei Chloratomen
R12, und der zwischenlösung als Temperaturspezifisches
Kältemittel R502 waren diese Ausgasungen weniger.
Darüberhinaus ist zu berücksichtigen, dass Kältemittel die
Eigenschaft hat sich mit Allem zu binden, was sich im System
befindet. Was auch den Einsatz des Trockners erklärt.

Wenn es der Kühlschrank wert ist, dann kann man ruhig über
Kältemittelfüllung nachdenken.

Bei einer Befüllung mit neuem Kältemittel ist zu berücksichtigen, dass das alte Kältemittel(mit den vielen Ausgasungen), nicht aufgefüllt wird. Es wird absorbiert, und erneuert. Vor der Neubefüllung muss der Trockner getauscht werden, welcher nochmal mit ein paar Euro zu Buche schlägt.

Preise kann man bei einer örtlichen Kälte-Klima Firma erfragen. Meistens sind die bei privaten Haushalten aber eher zurückhalten. Die wissen genau um den Preiskampf der Elektrogeräte-Discounter.

Gruß an Alle Michael

Gruß Michael

Das Prüfen geht m.W. nicht so einfach. Sobald vom Kältmittel
sowohl die flüssige als auch die gasförmige Phase vorhanden
ist, stellt sich (egal wieviel drin ist) ein nur noch
Temperatur abhängiger Druck ein.

Das stimmt nicht. Die evakuierung des Kältemittel ist durch
setzen eines Schraderventil und zu Hilfenahme eines
Kälte-Klima-Manometers überhaupt kein Problem. Das sich nur
noch ein Temperaturabhängiger Druck eistellt musst Du mal
erklären.

Stell Dir ein Gefäß vor mit 10l Inhalt. Jetzt füllen wir langsam immer mehr gasförmiges Kältemittel ein. Zunächst steigt der Druck proportional zur Gasmenge (die Temperatur sehen wir mal als gleichbleibend an). Irgendwann gelangt der Druck aber an den Dampfdruck des Mittels. Nun verflüssigt sich immer soviel Kältemittel, wie ich einfülle.
Oder anschaulich: Ob ich 1l flüssiges Mittel und 9l Gas habe oder 9l Flüssigkeit und 1l Gas: Der Druck, den ich messe, ist immer der Dampfdruck des jew. Mittels.

Ich kenne das nur so, dass beim Befüllen grundsätzlich eine Waage zur Bestimmung der Füllmenge gebraucht wird, da eine Befüllung „nach Druck“ nicht möglich ist.

Vermutlich kann man aber bei laufendem Kompressor eine Aussage über die Füllmenge treffen, wenn man die Druckverhältnisse misst - aber dazu fehlen mir Infos.

Das glaube ich nicht. Kältemittel hat naturgemäß einen hohen
Dampfdruck und es ist drucklos schneller verschwunden, als man
gucken kann. Absaugen und Wiegen wäre deshalb mit einem hohen
apparativen Aufwand verbunden.

Man benutzt eine Füllstation, die alle notwendigen Komponenten hat.

In der Praxis füllt man
Kältemittel aus einer Druckflasche (wie beim Nachfüllen von
Gas-Feuerzeugen) bis zu einem bestimmten Druck nach.

Tja, dann hat der Kälteanlagenbauer mir wohl Mist erzählt.
„Bis zu einem bestimmten Druck“ - komisch, dass aber alle Leute immer die Flasche auf einer Waage stehen haben. Bei größeren Kühlanlagen habe ich schon öfters mit den Kälteanlagenbauern geredet, die berechnen immer erst die Füllmenge (in Gramm) - wozu das, wenn man das am Druck viel einfacher sehen könnte?

Das stimmt nicht. Die evakuierung des Kältemittel ist durch
setzen eines Schraderventil und zu Hilfenahme eines
Kälte-Klima-Manometers überhaupt kein Problem. Das sich nur
noch ein Temperaturabhängiger Druck eistellt musst Du mal
erklären.

Oder noch mal recht simpel:
Wenn Du einen Dampfkochtopf hast und misst 2,4bar Überdruck, dann erlaubt dies eine Aussage über die Temperatur des kochenden Wassers, aber nicht darüber, ob da unten im Topf ein oder vier Liter Wasser drin sind.

Hallo Carsten,

Vermutlich kann man aber bei laufendem Kompressor eine Aussage
über die Füllmenge treffen, wenn man die Druckverhältnisse
misst - aber dazu fehlen mir Infos.

Genau so wird das auch gemacht. Mit einem Kälte-Klima-Manometer wird das Verhältnis der evakuirten Anlage, welches sich annähernd im Vakuum befindet(ca.0,1-0,2 bar), mit dem Fülldruck des Kältemittel ermittelt. Der Fülldruck wird dann mit der Temperatur im Verdampfer verglichen. So kann man eine hinreiched ganaue Aussage machen, was die Beurteilung der Füllmenge angeht. Und genau wie Du schon sagst, halt bei laufenden Kompressor.

Gruß Michael