Kündigen eines Betriebsratsmitglieds wegen

… Arbeitsmangel
Nun haben wir im Betrieb fast unsere 2Jahre Kurzarbeit ausgeschöpft. Unsere Firma hat 2 Produktionszweige: Maschinenbau und Kunststoffverarbeitung (Spritzguß-Teile). Nun geht im Maschinenbau nichts mehr, ich soll Aufgrund dessen, dass eine Abteilung geschlossen wird in den Bereich Kunststofftechnik überwechseln. (Mit enormen Lohneinbußen). Oder ich könne weiter als Schlosser arbeiten im Montagebereich.
In meinem etwa 29 Jahre alten Arbeitsvertrag habe ich keine Montagearbeit unterschrieben. Und von Versetzungen in andere Firmenzweige ist auch nichts festgehalten.
Ich bin Betriebsratsmitglied.
Wie soll ich reagieren? Was kann passieren?
Mfg
Rotstift2010

Hallo Rotstift,

das läuft dann unter betriebsbedingter Änderungskündigung. Ich würd auf jeden Fall bei der Gewerkschaft nachfragen auf der Rechtsabteilung. Mit den Lohneinbußen würde ich mich an Deiner Stelle nicht zufrieden geben, auf der anderen Seite, kannst Du doch froh sein, daß Du noch nen anderen Job als Schlosser in der Montageabt. angeboten bekommst. Was hast Du seither gemacht ?
Lieber Gruß Wolfwoman

Hallo,

ich würde einer Änderung zu Ihrem Nachteil erst mal nicht zustimmen.
Als Betriebsrat ist man doch nicht so einfach kündbar, oder?
Warscheinlich würden Sie mehr Arbeitslosengeld bekommen und eine Abfindung, wenn Sie denn gekündigt würden.

Viele Grüße
M. Seßler

Hallo und erst einmal Danke.
Den selben Gedanken habe ich auch ständig im Hinterkopf, was ist wenn ich einer Änderungskündigung mit Lohneinbußen zustimme und später doch gekündigt würde.
Hierdurch hätte ich gleichzeitig ein viel geringeres Arbeitslosengeld.
Ich weiß auch noch nicht genau ob man als Betriebsratsmitglied gekündigt werden kann? (einige Sachen ausgenommen zB. Diebstahl)
Werde so glaube ich nichts unterschreiben u. sollte es so kommen einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht hinzuziehen müssen.
Schöne Feiertage

mfg
Andreas

Hallo Wolfwoman,
danke für die Antwort. Ich denke auch ich werde nichts unterschreiben. Montage gut und schön, will eigentlich nicht ständig in Deutschland u. der Welt herumkreisen.
Denn dann bleibt privat sehr viel auf der Strecke. Anders als Junggeselle.
Diese Jahr habe ich etwa 180 Montagetage gehabt, und ich merke wo die Reise hingeht.
Kann ein Betriebsratsmitglied überhaupt gekündigt werden?? Sollte es soweit sein muß ich wohl einen Rechtsanwalt hinzuziehen.
Gewerkschaft gut und schön, aber aus eigener Erfahrung muß ich sagen besser nicht. Bin vor ca.10Jahren ausgetreten und habe privaten Rechtschutz abgeschlossen.
Schöne Feiertage

mfg
Rotstift

Hallo Rotstift,

einen Betriebsrat zu kündigen ist nicht so einfach, vor allem, wenn es noch andere Arbeitsplätze in der Firma gibt, die Du besetzen kannst, wenn Deine Abt. geschlossen wird. Wenn Du einen Rechtsschutz abgeschlossen hast, würde ich auf jeden Fall nen Anwalt aufsuchen, aber erkundige Dich vorher gut, welches ein guter Anwalt für Arbeitsrecht ist, da ich aus eigener Erfahrung (Schöffin) weiß, daß es da sehr große Unterschiede gibt.
Wünsch Dir auch noch schöne Tage und für Deinen weiteren Job alles Gute !
LG - Wolfwoman

Hallo,

Du bist doch sicherlich nicht allein Betriebsrat, besprich Dich doch mal mit Deinen Betriebsratskollegen, vielleicht weiß einer was wegen dem Kündigungsschutz.
Ich würde auch zu einem Anwalt für Arbeitsrecht raten. Das Geld was der kostet, bekommst Du allemal wieder rein.
Schöne Feiertage
M. Seßler

Hallo und erst einmal Danke.

Den selben Gedanken habe ich auch ständig im Hinterkopf, was
ist wenn ich einer Änderungskündigung mit Lohneinbußen
zustimme und später doch gekündigt würde.
Hierdurch hätte ich gleichzeitig ein viel geringeres
Arbeitslosengeld.
Ich weiß auch noch nicht genau ob man als Betriebsratsmitglied
gekündigt werden kann? (einige Sachen ausgenommen zB.
Diebstahl)
Werde so glaube ich nichts unterschreiben u. sollte es so
kommen einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht hinzuziehen müssen.
Schöne Feiertage

mfg
Andreas