Hallo zusammen,
folgender Fall: in einem Unternehmen wird eine Abteilung aufgelöst, die von zwei Mitarbeitern seit 1,5 Jahren aufgebaut wird. Die GF hat beschlossen, dieses „Projekt“ nicht weiter zu verfolgen und kündigt daher einem der beiden MItarbeiter. Dieser ist de facto der „Kopf“ der Abteilung und Vorgesetzter des anderen Mitarbeiters, er wird jedoch zu Stillschweigen verpflichtet.
Mit dem zweiten Mitarbeiter spricht niemand. Weder wird darüber gesprochen, was seine künftigen Einsatzgebiete sein sollen, noch, ob er die Abteilung allein, ggf. mit weiteren Mitarbeitern fortführen soll.
Die beiden Mitarbeiter beschließen, gemeinsam zu einem anderen Unternehmen zu wechseln. Kann der zweite Mitarbeiter (ungekündigt und in unbefristetem Vertrag tätig) kündigen und gleichzeitig um Freistellung bitten? Argument für die Freistellung wäre: wenn die Abteilung aufgelöst ist, kann der Mitarbeiter nicht mehr zum Umsatz der Firma beitragen, da Einsatzgebiet ungeklärt und er explizit (allerdings nicht im Vertrag festgehalten) Teil dieser Abteilung.
Dem Mitarbeiter geht es definitiv NICHT um einen Aufhebungsvertrag, sondern um fristgemäße Kündigung und Freistellung.
Wie seht Ihr das? Kann der Mitarbeiter das „bringen“, bzw. gibt es Erfahrungswerte, ob Firmen sich dann auf so was einlassen?