Hallo zusammen,
jemand hat ein unbefristetes Arbeitsverhältnis in einem Büro, z.B. einer Steuerkanzlei.
Zu Beginn wird ein schriftlicher Arbeitsvertrag verfaßt, der ein monatliches Bruttogehalt von 3500,00 € + Weihnachtsgeld vorsieht. Der Arbeitnehmer tritt kurz nach Antritt des Beschäftigungsverhältnisses an seinen Chef heran, weil er sich privat krankenversichern möchte und deswegen ca 80 €/Monat mehr verdienen muß. Der Arbeitgeber ist direkt einverstanden und vereinbart mündlich, daß ein paar Überstunden im Monat erbracht werden müssen.
Auf der nächsten Gehaltsabrechnung sind 400 € für Überstunden aufgeführt, also brutto 3.900 €. Auf zweimaliges Nachfragen des Arbeitnehmers, wieviel Stunden dafür im Monat geleistet werden müssen, vertröstet der AG nur mit „ich kümmere mich darum“.
Dies läuft 1,5 Jahre so weiter, während der AN mangels Weisung keine Überstunden erbringt, die 400 € aber weiterhin fließen.
Nach 1,5 Jahren erfolgt abrupt die fristgerechte Kündigung wegen „Vertrauensbruch“. Weder ein Angebot zur Bereinigung der Situation noch ein klärendes Gespräch sind vorher erfolgt. Verrechnung der Gehaltsansprüche bis Ende Arbeitsverh. mit angebl. zuviel gezahltem Gehalt. Freistellung bis Ende AV.
Meinung des Forums zu folgenden Fragen:
- Allgemeine Einschätzung des Rechtslage
- Besteht Anspruch des AG auf Rückzahlung des angeblich zuviel gezahlten Geldes ?
- Oder besteht Anpsruch auf Abfindung seitens AN ?
- oder beides ?
- Wie seht Ihr die Chancen bei Klage auf Wiedereinstellung ?
- War die Kündigung berechtigt ?
Vielen Dank im Voraus für jede Antwort !
MadMorphi
