Kündigung einer Fondsgebundenen LV

Hallo liebe Versicherungsexperten,

mich interessieren Ihre Meinungen zu folgendem abstrakten Fall:

Frau B. (26 Jahre) schließt zum 01.01.06 eine fondsgebundene Lebensversicherung mit einer Laufzeit von 40 Jahren und einer Prämiensumme von 65.000 Euro ab.

Die monatlichen Prämien sind dynamisch gestaffelt, d.h. im ersten Jahr sind 70 Euro/Monat zu zahlen, im zweiten Jahr 84 Euro/Monat usw. bis hin zu 140 Euro/Monat ab dem sechsten Jahr bis zum Ende der Laufzeit.

Frau B. kündigt die Versicherung nach nur zwei Jahren Laufzeit zum 01.01.08. Bis zu diesem Zeitpunkt hat sie also 1.848 Euro an Prämien eingezahlt.

Die Abschlusskosten der Lebensversicherung belaufen sich lt. Versicherungsvertrag auf „bis zu 6,75% der Prämiensumme“, d.h. über 4.000 Euro (!!!).

Auf die Kündigung hin teilt die Versicherungsgesellschaft mit, der Rückkaufswert zum 01.01.08 beträgt 160 Euro.

Frau B. ist aber der Meinung, dass ihr mindestens 40% der eingezahlten Prämien, also ca. 700 Euro zustehen (BGH-Urteil vom 12.10.2005, Az.: IV ZR 162/03).

Was sollte Frau B. tun?

Danke für Ihre Meinungen zu dem Fall!

Hallo,

das Urteil bezieht sich auf einige Verträge, die zwischen 1994 und 2001 abgeschlossen wurden. Somit hat es nichts mit dem geschilderten Fall zu tun.

Gruß
CM

Frau B. sollte überlegen, warum sie vor zwei Jahren einen Vertrag mit
40 Jahren Laufzeit abgeschlossen hat und warum sie zwei Jahre später das Dingen weghaut und sich darüber wundert, dass 1700 € ein bisschen
weg sind. Wie lange wird schon darauf hingewiesen, dass Fondsgebundene
LVen allein schon 5 bis 10 % Abschlussprovision kosten ? Und dass am
laufenden Band Verwaltungskosten anfallen ? Zusätzlich zu den Abschlusskosten ? Weil die Versicherung leben will ? Und die Fondsgesellschaften auch ? Und die Vermittler zwischen den Fondsgesellschaften und der Versicherung auch ? Und evtl. die
Dachfondsgesellschaften auch noch ?

Seit einem Jahr vielleicht ? Oder seit zwei ? Oder seit drei ?
Oder seit sieben ? Oder schon solange es Fondsgebundene LVen gibt ?
Und dann stehen diese grandiosen 6,75 % auch noch explizit im Versicherungsvertrag ?
Was ist ein Versicherungsvertrag ? Etwas womit man sich seine
Pommes einwickelt ? Oder etwas, das man tunlichst lesen sollte ?

Frau B. hat vermutlich Grund unzufrieden zu sein. Aber sie sollte sich nicht bei anderen darüber beschweren.

Gruß
Günther

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Frau B. (26 Jahre) schließt zum 01.01.06 eine fondsgebundene
Lebensversicherung mit einer Laufzeit von 40 Jahren und einer
Prämiensumme von 65.000 Euro ab.

Die monatlichen Prämien sind dynamisch gestaffelt, d.h. im
ersten Jahr sind 70 Euro/Monat zu zahlen, im zweiten Jahr 84
Euro/Monat usw. bis hin zu 140 Euro/Monat ab dem sechsten Jahr
bis zum Ende der Laufzeit.

Frau B. kündigt die Versicherung nach nur zwei Jahren Laufzeit
zum 01.01.08. Bis zu diesem Zeitpunkt hat sie also 1.848 Euro
an Prämien eingezahlt.

Die Abschlusskosten der Lebensversicherung belaufen sich lt.
Versicherungsvertrag auf „bis zu 6,75% der Prämiensumme“, d.h.
über 4.000 Euro (!!!).

Auf die Kündigung hin teilt die Versicherungsgesellschaft mit,
der Rückkaufswert zum 01.01.08 beträgt 160 Euro.

Frau B. ist aber der Meinung, dass ihr mindestens 40% der
eingezahlten Prämien, also ca. 700 Euro zustehen (BGH-Urteil
vom 12.10.2005, Az.: IV ZR 162/03).

Was sollte Frau B. tun?

Danke für Ihre Meinungen zu dem Fall!

Auch bei einer fondsgebundenen LV ist doch meistens ein Todesfallschutz drin oder nicht? Daher kann der Rückkaufswert doch gar nicht so hoch sein in den ersten Jahren. Immerhin sicher mehr als bei einer nicht fondsgebundenen LV. Da hätte sie sicher überhaupt keinen Cent bekommen, soweit ich das bisher kennengelernt habe.

Auch bei einer fondsgebundenen LV ist doch meistens ein
Todesfallschutz drin oder nicht?

In einer LEBENSversicherung ist immer der Todesfall abgesichert, sonst wäre es eine Rentenversicherung.

Daher kann der Rückkaufswert
doch gar nicht so hoch sein in den ersten Jahren. Immerhin
sicher mehr als bei einer nicht fondsgebundenen LV.

Wie kommen Sie darauf?

Daher kann der Rückkaufswert
doch gar nicht so hoch sein in den ersten Jahren. Immerhin
sicher mehr als bei einer nicht fondsgebundenen LV.

Wie kommen Sie darauf?

Weil Zinsen bei der normalen KLV auf fast nichts im Topf doch wohl weniger ergibt als eine höhere Rendite bei einer fondsgebundenen LV, oder nicht? Z.B.: 3% Zinsen auf 5€ ergeben doch weniger als 10% auf 5€, richtig? Oder seh ich das falsch?

Hallo Fabiola,
wie kommst du auf 10%? Was machen wir denn, wenn der Fonds in dieser Zeit in´s Minus gegangen ist?
Gruß cooler

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

oweiowei! Ach, was machen wir denn dann? Und wenn die LV-Gesellschaft jedes Jahr dem Kunden mitteilt: Leider ist die berechnete Summe, die Sie am Ende der Laufzeit zugeteilt bekommen aufgrund der wirtschaftlichen Situation von 180.000 auf 170.000 € gesunken…etc.
Möglich ist alles, Beispiele gibt es genug!!! Sachwerte steigen langfristig immer habe ich mal gelernt. Ist das falsch? Außerdem sind auch 5 oder 6% mehr als 3, wenn dir das besser gefällt. Bei 3 habe ich ja sogar noch hoch gegriffen! :wink:

Gruß zurück Fabi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

oweiowei! Ach, was machen wir denn dann? Und wenn die
LV-Gesellschaft jedes Jahr dem Kunden mitteilt: Leider ist die
berechnete Summe, die Sie am Ende der Laufzeit zugeteilt
bekommen aufgrund der wirtschaftlichen Situation von 180.000
auf 170.000 € gesunken…etc.

Dies hängt daran, dass Lebensversicherer im Vergleich zu Fondsgesellschaften dem Kunden die prognostizierte Ablaufleistung mitteilen. Wenn eine Fonds im Jahr 2006 bei X steht und im Jahr 2007 bei weniger als X sinkt die „Ablaufleistung“ ebenso, nur bekommt es niemand so mitgeteilt.

Möglich ist alles, Beispiele gibt es genug!!! Sachwerte
steigen langfristig immer habe ich mal gelernt. Ist das
falsch? Außerdem sind auch 5 oder 6% mehr als 3, wenn dir das
besser gefällt. Bei 3 habe ich ja sogar noch hoch gegriffen!

Naja, die 3% jeder LV zu unterstellen ist schon dreist, Aspekte wir Anlagerisiko ignorieren wie zudem noch!