Kündigung einer Pauschalbeschäftigung

Guten Tag,

ich bin seit 25.09.09 Arbeitnehmer ein einem Unternehmen, das ständig auch unausgebildete Arbeitnehmer zum Einräumen von Waren im weitesten Sinne sucht. Dieses arbeitet einvernehmlich mit einer bekannten Warenhauskette zusammen.

Ich habe einen Vertrag unterschrieben, der die Vereinbarungen als „Dienstleistungsvertrag für Pauschalbeschäftigte“ für AN und AG regelt.

Ich nahm diese Beschäftigung als Student an.

Zur Stunde der Unterzeichnung hatte ich mit meinem AG meine Arbeitszeiten besprochen.
In den Vertragsbedingungen niedergeschrieben, durfte ich somit mit der monatlichen Ableistung von Arbeitsstunden nicht auf mehr als 400€ Gehalt kommen. Das war mir schon vorher bekannt gewesen.

Ich hörte damals vor meinem Beitritt in dieses Unternehmen von einer Bekannten, die sich die Stunden so einteilen konnte, dass diese 400€-Grenze nicht überschritten wird.
Der AG konnte mich so steuerfrei einstellen, behielt anlässlich dazu aber meine Lohnsteuerkarte 09 ein, um die 2% Pauschalsteuer nicht ans Amt zahlen zu müssen.

Zu Beginn war es so, dass ich feste Arbeitstage hatte, die wir vereinbart hatten. Die Arbeit war jeweils im „Team“ verrichtet worden. Kurz gesagt war es dann so, dass es eine Stammbelegschaft gab, die mit mehr Sagen ausgestattet waren.

Es gab zuerst immer ein Briefing, um das Arbeitskonzept festzulegen und um zu wissen, was und wie gearbeitet werden sollte.

Danach aber wars so, dass es Leute mit mehr Sagen gab (aber mit der gleichen Anstellung!!!) irgendwelche sporadischen Aufgaben verteilt haben.

Wenn man etwas fragte, kam es bei diesen „joberfahreneren“ und mir zu Mißverständnissen und es wurde sich ohne Aussprache meinerseits bei höherer Stelle beschwert und ich sollte am nächten Montag ins Büro kommen, wo ich davon erfuhr, dass sich jemand über mich beschwert hatte.

Die Chefin bot mir gleich einen Aufhebungsvertrag an oder aber die Möglichkeit, im anderen Marktabschnitt zu arbeiten. Ich wählte die letzte Variante.
Vielleicht wären da, so dachte ich, andere Strukturen am Walten. Dem so gedacht war es aber nicht ganz so.

Die Mitarbeiter waren zwar nicht auf das „hohe Ross gesetzt“, aber diesmal war die Teamchefin nicht soviel verantwortungsvoll, wie es guter Mitarbeiterführung zukommen würde.
Erst sollte ich 7 Stunden am ersten Arbeitstag Samstags umsonst „auf Probe“ arbeiten. Da noch kein Schichtplan für die nächste Woche geschrieben war, sagte mir die chefin dort, dass Sie mich anrufen würde, um mir bescheid zu sagen, wann ich die nächste Woche arbeiten sollte.

Am Montag darauf bekam ich GENAU EINEN Anruf von Ihr. Zu meinem Bedauern aber saß ich grad in der Vorlesung und das konnte ich ja nicht rangehen, und auch nach schnellem Verlassen des Raumes kam jedes Abnehmen des Handys zu spät.
Um nichts zu verpassen, rief ich gleich zurück,
leider war diese anscheinend schon mit etwas besserem beschäftigt, ich erreichte einen Mitarbeiter, der sagte, dass er ihr von meinem Anruf erzählen solle.

Am nächsten Tag erfuhr ich dann telefonisch von meinem ehemals Teamchef, dass eine Beschwerde eingegangen war, da ich telefonisch nicht erreichbar wäre, was ja nicht stimmt, zumindest wenn man es 2 Mal verscuht.Ich erfuhr also, dass ich am Mittwoch 3 Stunden arbeiten sollte.:smile:

Wie abgemacht kam ich zu meiner Arbeitsstätte wo auch gleich meine Chefin auf mich zukam und sagte, „Sie hätte soo einen Hals gehabt!“

Ich muss an dieser Stelle sagen, dass ich den Fehler gemacht hatte, meinem Namen nicht zu hinterlassen, weil ich gedacht hatte, dass der schnelle Rückruf nur von sein hätte können, aber wie erwähnt hätte man nicht gleich einen Hals bekommen dürfen.

Nach verrichteter Arbeit am Mittwoch sollte ich nun Samstags 6,5 h lang arbeiten, aber wenigstens wusste ich wann, das war schon mal gut.

Kurzum, an diesem Tag arbeitete ich nun, wie mir jetzt langsam dämmert zum letzten Mal. Einerseits, weil mir die Chefin an diesem Tag verschwieg, dass sie eine halbe Woche Urlaub machte, andererseits, weil diese verantwortungsvolle Person ohne was zu sagen einfach verschwunden war. Ich machte dann Feierabend, ohne etwas über den Schichtplan zu erfahren.
Aber warum zum letzten Mal?
Wie ich unter der Woche telefonisch erfuhr(wieder vom unbekannten Mitarbeiter), war ich gar nicht mehr eingeteilt worden, weil ich nicht in den Schichtplan eingetragen worden war. Aus diesem Grund wollte ich mich jetzt mit meiner Teamchefin absprechen, hatte aber keine chance, weil niemand ran ging.
Ich beschwerte mich also deswegen bei der Person, mit der ich den Vetrag unterzeichnet hatte.
Ich sagte, dass das nicht so gehe und bei der ersten Gelegenheit unterstellt wird, dass man nicht erreichbar ist. Zum Unterschied zum AG hatte ich es aber mehr als 5 Mal täglich anzurufen vesucht.

Ich dachte mir nur, was das für ein „Sch…Laden ist“.
So langsam dämmerte mit, dass die jeden Bewerber nehmen, nur damit, dass wenn jemand aus der Stammbelegschaft (die ja die gleichen Vertragsbedingungen haben) ausfällt, noch jemand anderer von der Ersatzbank zu holen.
In den Vertragsbedingungen steht ja auch vereinbart, dass mindestens 1 Stunde pro Woch gearbeitet werden muss.
Wenn man bedenkt, dass das 4 Stunden pro Monat sind,
dann hatte ich mit meinen 2 Arbeitstagen (10,5 h) schon für 2,5 Monate quasi vorgearbeitet!

Es ist jetzt so, dass ich schon 3-4 Wochen nichts mehr von meinem AG gehört habe.
Das letzte, was ich bekam, war eine SMS mit dem Text „Ich sage die Bescheid, wenn ich dich wieder eintrage“!

Soweit die Vorgeschichte dazu.

Mitlerweile habe ich mir überlegt, dass das nichts mehr bringt und ich jetzt lieber die Kündigung schreibe.

Habt Ihr vielleicht Erfahrung mit solchen Pauschalbeschäftigungen? Was denkt ihr, was ich jetzt besser tun sollte? Was sind meine Rechte?
Sollte man einen Aufhebungsvertrag machen oder Kündigung schicken?

Ich wäre erfreut über jede Antwort, die Sie/Ihr schreibt. Vielen Dank!!!

Liebe Grüße
Tobi

Sorry, da kann ich Ihnen nicht weiterhelfen.

Gruß tobi-stern

Du hast sehr viel geschrieben. Ich würde an deiner Stelle mit den Leuten reden und den Vertrag in gegenseitigem Einverständnis aufheben.

Allgemein:
Als Student muss man eben das nehmen was es an Arbeit gibt und sich den Bedingungen anpassen. Wenn man das nicht will, dann gibts nur eines: Einen neuen Job suchen.

Gruß
Gerhard