Hallo Forianer,
folgender Sachverhalt:
Ein im letzten Jahr begonnener Providervertrag wurde bereits nach 3 Monaten Mindestlaufzeit wieder gekündigt. Jeweils der 17. des Monats war der Abrechnungstermin. Die Kündigung erfolgte per Mail am 17.11.03 mit einmonatlicher Frist zum 17.12. Die Antwort des Providers auf die Kündigung kam am 19.12. Darin stand, dass die Kündigung nicht per Mail möglich sei (!). Man muss eine gebührenpflichtige Hotline anrufen, um zu erfahren, wie man kündigen kann. Nachdem man ca. 15 Minuten in der Warteschleife hängt, bekommt man von einem Supportmitarbeiter die Nummer einer wiederum gebührenpflichtigen 0180-Faxnummer für die Kündigung. Selbstverständlich ist es aber jetzt zu spät für die fristgerechte Kündigung zum 17.12. Also erfolgt die Kündigung per Fax zum 17.01.04. Vom Provider bleibt die gefaxte Kündigung unbeantwortet. Der Abbuchungsauftrag wird nicht eingestellt. Stattdessen wird am 17.02. wieder eine Rechnung per Mail zugestellt und kurz darauf abgebucht. Die Abbuchung wird per Mail moniert, mit der Bitte um Richtigstellung und Stornierung innerhalb von 14 Tagen, da sonst die Lastschrift wegen Widerspruch zurückgegeben wird. Hierauf kommt als Antwort, dass zwar die telefonische Betreuung vom 19.11. in der Datenbank vermerkt ist, nicht aber die Kündigung. Obwohl es ausschließlich um die Kündigung ging. Der Eingang eines Faxes ist natürlich nicht vermerkt. Desweiteren wird noch beschrieben, wie man zu kündigen hat. Nämlich per Fax. Die daraufhin erfolgte Lastschriftrückgabe wird kurz danach brieflich moniert mit der Aufforderung zur Zahlung zzgl. einer Gebühr von 9,60Euro. Andernfalls wird die Leistung (die seit nunmehr 6 Monaten nicht mehr in Anspruch genommen wird) eingestellt. Zwei Wochen später erfolgt eine Mahnung mit der Androhung der Forderungsbeitreibung per Inkassobüro oder RA. Wie soll man dagegen vorgehen?
Gruß
Markus BvG
Hallo Markus,
-
Grundsätzlich kann Dir der Provider nicht vorschreiben, wie
Du zu kündigen hast. Ein Brief (Einschreiben mit Rückschein)
beseitigt jede Unklarheit. -
Erzähl uns doch mal, welcher Provider das war. Das wäre
doch interessant zu wissen.
Grüße vom T.
Hallo Markus,
erst einmal locker machen. Ich sehe das so: da benimmt sich jemand,
wie er nicht sollte, sprich treuwidrig. Du da denen schon
entgegengekommen bist, in dem Du Deine Kündigung in den Jänner gelegt
hast, ist jetzt auch Schluss.
Das Einzige, was ich jetzt machen würde ist folgendes: einen
klärenden Brief, in dem alles nochmal chronologisch und sachlich
aufgelistet wird mit der Schlussfolgerung, dass Du seit Jänner keine
Verpflichtungen mehr gegenüber dieser Firma hast und Deinerseits
einen RA beauftragen wirst, sollte das nicht aufhören. Diesen Brief
dann als Einwurfeinschreiben aufgeben (Vorteil: der Empfänger kann´s
nicht ablehnen wie beim Einschreiben mit Rückschein und es ist
billiger). Anschliessend abwarten und je nach Laune einen RA, die
Verbraucherzentrale, die lokale Presse darüber in Kenntnis setzen.
Ich würde also allem ganz gelassen entgegensehen, IMHO haben die
keine Chance noch was von Dir zu bekommen und Klagen werden die
erfahrungsgemäß nicht wegen solcher Beträge.
Nur bei Mahnbescheiden aufpassen und fristgerecht widersprechen.
Gruß - Jaschiii
Hallo Telefonmann,
zu 1.: werde zunächst mal den Mahnbescheid erwarten, widersprechen und anschließend nochmal den Sachverhalt mit einem Einwurf-Einschreiben klarstellen.
zu 2.: Der Provider ist bzw. war 1&1. Den größten Scherz dabei haben die sich erlaubt, als sie doch glatt nach der Beschwerde bzgl. der Abbuchung im Februar eine Mail mit folgendem Text senden:
Sie oder einer Ihrer Mitarbeiter hatten vor kurzem Kontakt mit Herrn x von unserem Supportteam. Bitte helfen Sie uns, unseren Service zu verbessern und beantworten Sie ein paar Fragen: Wie zufrieden waren Sie mit der Leistung des Supportmitarbeiters…
Auch diese Gelegenheit habe ich natürlich nicht ungenutzt gelassen, um den kompletten Sachverhalt darzustellen. Genützt hats natürlich nix.
Danke und Gruß
Markus BvG
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]