Guten Morgen.
Zu Meiner Situation: Ich begann direkt nach dem Diplomstudium an einer technischen Universität bei einem kleinen Unternehmen mit der Arbeit. Da ich mich nun entschieden habe, das Doktoratsstudium zu machen, kündigte ich vor 3 Monaten um nun mit Ende September aus dem Unternehmen auszuscheiden.
An diesem Standort gibt es 18 Mitarbeiter, die sich mehr oder wenig gut kennen. Ich war eher jemand, der nicht sehr intensiv den Kontakt zu den anderen Mitarbeitern gepflegt hat (kein gemeinsames Mittagessen/Kaffeepause eher selten) - vielleicht gerade deshalb weil ich mir früh (zumindest unterbewusst) im klaren war, dass ich diesen Job sicher nicht ewig lang machen werde.
Da nun mein letzter Arbeitstag immer näher rückt, frage ich mich, wie ich mich von meinen Arbeitskollegen verabschieden soll.
- Abschiedsfeier veranstalten oder ist das übertrieben?
- Getränke kaufen und ein gemütliches Bier mit den Kollegen trinken?
- Kuchen mitbringen, ein E-Mail an jeden Mitarbeiter senden und am letzten Arbeitstag persönlich mit einem Händedruck bei jedem verabschieden?
vielleicht mache ich mir auch zu viel Gedanken über dieses Thema aber ich natürlich den Kollegen nicht in schlechter Errinnerung bleiben.
Für Ratschläge und Tipps wäre ich sehr dankbar.
lG,
Bernd
Guten Morgen, Bernd,
Deine Überlegungen finde ich sehr angenehm und angebracht,
aus verschiedenen Gründen:
- es entspricht tatsächlich gutem Benehmen,
nicht sang- und klanglos auseinanderzugehen
- beide Seiten hatten ja keine Probleme miteinander
- Du kannst Dich immer an Deine alten Arbeitskollegen wenden
- Kuchen mitbringen, ein E-Mail an jeden Mitarbeiter senden
und am letzten Arbeitstag persönlich mit einem Händedruck bei
jedem verabschieden?
find ich die beste Lösung.
Wenn Du ggf. zeitweise Ratschläge aus der Praxis bräuchtest,
würde ich auch noch über die Promotion unterrichten.
Networking ist das Gebot der Stunde…
mfg:stuck_out_tongue:itbull
[dr.hazeh]
Danke für die rasche Antwort.
Punkto Promotion werden garantiert noch Fragen auftauchen. Ich werde wohl auf Dein Angebot zurückkommen 
Grüsse,
Bernd
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi,
ich finde es schon angebracht „Danke zu sagen“ und dieses mit einem Kuchen, Bier was auch immer. Theoretisch könnte es ja auch sein, dass deine Kollegen für dich gesammelt haben und dir ein kleines Abschiedsgeschenk zukommen lassen. Da würde ich mich komisch fühlen wenn ich so rein gar nichts hätte.
Viele Grüße
Me
PS: Wir hatten am letzten Freitag eine Abschiedsfeier von einer Kollegin die knapp fünf Jahre bei uns war und sind nach der Arbeit gemeinsam losgezogen. So kann man sich jederzeit und überall wieder in die Augen schauen.
Punkto Promotion werden garantiert noch Fragen auftauchen. Ich
werde wohl auf Dein Angebot zurückkommen 
Kleines Missverständnis,
ich meinte, Deine ehemaligen Kollegen
über die Promotion zu unterrichten.
Meine eigene ist in Kunstgeschichte,
das hilft Dir wohl „nicht wirklich“ 
mfg:stuck_out_tongue:it
[kunsthysteriker]
HAllo, also ich hab mir das Vorgehen von anderen Feierlichkeiten in der Firma abgeguckt.
Da bei mir einfach nur der befristete Praktikumsvertrag auslief und es also nicht wirklich was zu feiern gab (Übernahme wirtschaftlich nicht möglich), hab ich eben wie es Kollegen machten wenn sie Geburtstag hatten, den Sozialraum/Küche meiner Etage vor der Mittagspause mit Naschis dekoriert und hab mich dann in der Mittagspause bereits „verabschiedet“ also statt dem Tagesgeschehen wurde halt darüber geschnackt, was ich denn nun als nächstes vorhab, ob ich schon was anderes gefunden hab oder zumindest als Stelle gesichtet hab, über … und wie und wann wir das mit dem Zeugnis machen (wer soll in welcher Funktion unterschreiben- wegen Unstrukturierung zu der Zeit gar nicht so leicht und bis wann solls fertig sein, besteh ich drauf, dass es über den Anwalt geht wg. Formulierungen, oder…)
Also insgesamt gab schon so einiges zu bereden, grad bei dem Promotionsvorhaben kann ich mir das auch vorstellen, ohne das es unangenehm wird.
Hatte schon einen feierlichen Rahmen, ohne dass es zu steif wurde und Arbeitszeit raubte (Bier oder Sekt tät ich aus ersichtlichen Gründen weglassen, allenfalls KAffe und Schnitten oder Kuchen wenns formeller sein soll und das bisherige Gehalt dafür reicht)
Nach der Mittagspause bin ich dann noch zu meinen Pappenheimern in der Produktion (war im QM) und so gegangen und hab mich von denen persönlich verabschiedet (also immer in Kleingrüppchen, durch die Halle brüllen wär nicht so meine Art), hab mich nochmal entschuldigt, dass ich ja nunmal dazu da war um zu schimpfen und hab zur Wiedergutmachung nochmal Naschis verteilt.
Als Ergebnis hatte ich einen Betriebrat, der noch eine Zeitlang bei geplanten Neueinstellungen auf mich plädierte oder mich zumindest informierte was anlag, einen Auftrag für meine frische Selbstständigkeit und ein paar gute Kontakte.
Gruß Susanne