Kündigung GKV wg. Beitragserhöhung

Hallo…

heute erhielt ich einen Brief der Schwenninger BKK, in dem eine Erhöhung des Beitrags von 13,5 auf 13,9% ab 1. August angekündigt wurde. Wieviel Zeit habe ich jetzt für eine Kündigung ?
Welche andere GKV hat Ihre Betragserhöhung schon hinter sich und liegt deutlich unter 13,9% ?

Gruß
Wolfgang

hallo Wolfgang
m.W. 4 Wochen.
Suche bei http://www.softfair.de/gol/akt10/resources/golfs0001…
Grüße
Raimund

Hallo,
warum willst Du wechseln - Du hast doch deine bisherige Kasse
doch auch wegen Ihrer guten Leistungen ausgesucht ???

Gruss

Günter

Hallo Günter,

da bei der GKV die Leistungen zu fast 100% gleich sind, ist das primäre Argument für einen Wechsel der Krankenkasse der Beitragssatz.

Wenn man natürlich bei jeder Frage eine persönliche Beratung benötigt, ist natürlich eine Kasse mit Präsentz in Form von örtlichen Vertretungen notwendig. Das kostet aber dann auch mehr!

Gleiches gilt natürlich auch für Versicherungen, die einen überaus hohen interen Kostenblock haben (Verwaltungskosten), diese kann man natürlich mit seinen Beiträgen unterstützen und dadurch den Druck zum Sparen nehmen.

Gruß
Karl-Heinz

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Hallo Karl-Heinz,

da bei der GKV die Leistungen zu fast 100% gleich sind, ist
das primäre Argument für einen Wechsel der Krankenkasse der
Beitragssatz.

Ersteinmal ja, wenn alles normal läuft!

Wenn man natürlich bei jeder Frage eine persönliche Beratung
benötigt, ist natürlich eine Kasse mit Präsentz in Form von
örtlichen Vertretungen notwendig. Das kostet aber dann auch
mehr!

Ist auch klar, da der Vertreter vor Ort auch Kosten produziert.

Gleiches gilt natürlich auch für Versicherungen, die einen
überaus hohen interen Kostenblock haben (Verwaltungskosten),
diese kann man natürlich mit seinen Beiträgen unterstützen und
dadurch den Druck zum Sparen nehmen.

Sparen muß sein?!? Darüber streiten sich die Geister. Leider gehen die Unternehmen dazu über, am Personal als erstes zu sparen. Dabei wird meistens die Frage der Machbarkeit außer acht gelassen. Das Beipiel hier kommt auch von einer GKV: Um den Beitragssatz niedrig zu halten, wurden keine neuen MA in das Unternehmen eingefügt. Dadurch kam es in der Schadenabwicklung zu einen Rückstand von mehreren Wochen. Solange mußten die Patienten warten, bist die Kosten und Heilpläne bearbeitet waren. Auch im Service mußten Anfragen wochenlang unbeantwortet gelassen werden. Fördert das die Kundenzufriedenheit?? Das Resultat war einfach, die „genervten“ Kunden gingen zu einer anderen GKV, sodaß das Unternehmen gezwungen war, schnellstens Leute einzustellen. Wo bleibt da die Effizienz??

Meiner Meinung nach, kommt der Druck zum Sparen auch durch einen gesunden Wetttbewerb und durch eine transparente Kostendarstellung (Es geht ja auch im Lebensversicherungs- und Krankenbereich).

Das natürlich unnütze Kosten vermieden werden müssen, ist klar. Leider haben und da gebe ich dir gerne recht, viele Unternehmen noch „Altlasten“ aufzuräumen. Ich denke aber, das diese immer schneller abgebaut werden.

Gruß
Martin

Hallo Wolfgang!

Aus eigener Erfahrung: Auf der sicheren Seite bist Du, wenn Du innerhalb von vier Wochen nach der Beitragserhöhung kündigst, denn das akzeptieren die Krankenkassen brav.
Und nun kommt das ABER: Theoretisch kannst Du kündigen, wann immer Du willst, wenn der Beitragssatz erhöht wurde. Der Gesetzgeber hat - auch wenn die Krankenkassen anderes behaupten - KEINE Fristen für diesen Fall vorgesehen. Er hat das nicht, wie mir seinerzeit die BKK Herkules weismachen wollte, versäumt, sondern mit gutem Grund nicht gemacht. Uns war damals eine sehr nette Dame vom Landesversicherungsamt (?) sehr behilflich - nach dem Schreiben von ihr an die KK hatten wir urplötzlich die Kündigungsbestätigung zu dem von uns gewünschten Termin im Kasten… Das war ein wundervolles Beispiel - zum einen dafür, daß man sich nicht immer alles gefallen lassen darf und zum anderen dafür, daß Behörden auch mal auf der Seite des „kleinen Mannes“ stehen. (Für weitere Auskünfte stehe ich in Sachen Kündigung nach Beitragserhöhung gern zur Verfügung…)

Welche andere GKV hat Ihre Betragserhöhung schon hinter sich
und liegt deutlich unter 13,9% ?

Die berühmt berüchtigte TaunusBKK arbeitet zwar noch dran, will aber soweit ich weiß auf 12.8 oder 12.9 % …

Grüßle
Kari

einige strategische Gedanken dazu
Hallo Wolfgang,

meine KK hat auch gerade erhöht. Du kannst in jedem Fall in den nächsten 4 Wochen kündigen, mit Wirkung zum 30.9.03.

Aber: In der neuen Krankenkasse bist Du - sofern diese die Beiträge nicht erhöht - 18 Monate gebunden.
Wenn Du in Deiner jetzigen Krankenkasse schon 18 Monate bist, kannst Du aber jederzeit mit 2-Monatsfrist kündigen. Durch die Gesundheitsreform werden warscheinlich viele Kassen die Beiträge zum 1.1.04 senken.
Suchst Du Dir jetzt eine preiswerte Kasse, die zum 1.1.04 nicht erhöht - aber auch nicht senkt, kann es sein, Du ärgerst Dich, weil Du dann noch über ein Jahr bei der im August 03 gewählten Kasse bleiben musst.

Ich für meinen Teil habe mich deshalb entschlossen, zum 31.12. zu kündigen und abzuwarten, wie die Beiträge ab 01.01.04 aussehen. Ich zwinge natürlich niemanden, diesen Gedankengängen zu folgen :wink:).

Gruß,
Micha

HALLO
also mit der Kündigung wegen Beitragssatzerhöhung, das stimmt
einwandfrei - das bestreiten wir von der Krankenkasse auch nicht,
nur, das wir damir hausieren gehen ist wohl verständlich -
ich meine aber, das gehört zum Service (auch wenn es noch so
beknackt klingt).
Was die Taunus-BKK betriftt - auch das stimmt - diese Billig-Krankenkasse erhöht seine Beiträge kräftig - ist aber immer noch
billiger als die grossen Krankenkassen - aber auch hier gilt
wie immer der Spruch " es war schon immer etwas teurer einen
besonderen Geschmack zu haben" - will meinen - wir haben
20% der Kassenwechsler zur Taunus-BKK zurückgewinnen können -
und das , obwohl wir zu den teuren im Lande gehören.

Noch Fragen ?

Gruss

Günter Czauderna

Ja, ja,… War früher bei der TK… jetzt ist selbst die wieder mit 13,7 billiger als die Schwenninger mit 13,9… Wenn das so weitergeht, hat man jedes Jahr eine andere KK.

Gruß
Wolfgang

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Taunus BKK - berühmt berüchtigt…???
Hallo,

12,8% ab 1.9.2003. Selbst wenn meine bisherige Krankenkasse den Beitrag zum Jahreswechsel um einen vollen Prozentpunkt senken würde, wäre die Taunus BKK mit Ihrem bisherigen Beitrag noch günstiger. Daher wäre sie ein möglicher Kandidat für einen Wechsel, allerdings habe ich noch Zweifel bezüglich des Service.

Von einer guten Krankenkasse erwarte ich auch einen günstigen Service. Warum kann man die Taunus BKK aber nur über eine Telefonnummer erreichen, die 9 ct. pro Minute kostet ? Warum besteht offensichtlich Bedarf für ein Qualitäts-Sicherungs-Center:

„… Für diejenigen, die dringende Anfragen haben oder auf Unterlagen der TAUNUS BKK länger als drei Wochen warten, haben wir das neu gegründete Qualitäts-Sicherungs-Center eingerichtet.“ (http://www.taunusbkk.de/)

Wie sind Eure Erfahrungen mit dieser Kasse ?

Gruß
Wolfgang

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Ja, ja,… War früher bei der TK… jetzt ist selbst die
wieder mit 13,7 billiger als die Schwenninger mit 13,9…
Wenn das so weitergeht, hat man jedes Jahr eine andere KK.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,
wenn das so weitergeht…, tja, es wird sogar noch schlimmer werden. Ist es aber dem Druck der Versicherten zu zuschreiben, das die KK mit günstigsten Beiträge die Kunden locken wollen und wenn es nur für ein Jahr ist?? Diese hin und her gehobse wird erst dann aufhören, wenn es in Deutschland ein KK-System gibt, welche Mitgliedschaft belohnt und auch die Höhe der Aufwendungen berücksichtigen kann. Von einem „gerechten“ (marktwirtschaftlichem) System sind wir allerdings noch weit entfernt.

Gruß
Martin

Hallo,
als Ergänzung noch folgendes:

Die Taunus BKK fusioniert ab 01.10.2003 mit der Forum-BKK, die
bisher einen Beitragssatz von weit über 14% hatte - Die neue
Kasse heisst dann Taunus-BKK mit dem Beitrag von 12,8 %.

Wie wird das ab 1.1.2004 aussehen ??

Gruss

Günter Czauderna

TaunusBKK - ‚Erfahrungsbericht‘
Hallo Wolfgang!

Besser eine späte Antwort als gar keine!
Wir (mein Mann und ich) sind seit 1.4. Mitglied bei der TaunusBKK. Bis die Bestätigung kam hat ein wenig gedauert und einiges Nachtreten per Telefon erfordert. Die Versichertenkarten kamen dann aber zügig, auch meine zweite Karte, da die erste den falschen Namen trug. Ansonsten kann ich wenig berichten - ein Heilkostenplan vom Zahnarzt wurde in vernünftigem Zeitrahmen bearbeitet und die Ärzte gucken einen mit der Karte nicht komisch an :wink: … Bisher funktionierts, und wenn es das mal nicht tun sollte, stell ich mich in deren Frankfurter „Filiale“ auf die Fußmatte.

Daß mit der teuren Servicenummer finde ich auch daneben - wenn ich mir allerdings andererseits überlege, was wir sparen dadurch daß wir schon vor zwei Jahren von der Techniker weggegangen sind - dafür kann ich ziemlich lange ungünstige Servicenummern anrufen… Und die Leistungen, sprich was die Kasse zahlt und was nicht, sind so wie ich das verstehe, ohnehin zu 99% vom Staate vorgeschrieben.

Das einzige Argument, das ich im Moment gegen den Wechsel sehen würde, ist das von Günter (man verzeihe mir die evtl. falsche Schreibweise oder gar den falschen Namen, aber ich schreibe gerade offline) vorgebrachte - daß keiner weiß, wie das alles in einem halben Jahr ausschaut und daß Du dann evtl. erstmal nicht wechseln kannst… Vielleicht würde ich jetzt also auch nochmal ein, zwei, drei Monate warten.

Soviel an Erfahrungsbericht.
Gruß
Kari