Kündigung rechtens oder unwirksam?

Hallo.

Folgende Situation (Achtung! Langer Text):

Herr A. arbeitet seit 9 Monaten, 4x die Woche, ca. 16 Wochenstd.(auf Midi-Job-Basis) als Teamleiter. Da es an Personal fehlt, stellt er seine Lebensgefährtin ( Frau B.) auf 400 Euro-Basis ein, die von allen Mitarbeitern freudig begrüßt wird. Sie hilft zweimal die Woche für 3-4 Std.
Nach ihrem dritten Arbeitstag wird sie von ihrem Lebensgefährten auf dem Nachhauseweg angesprochen. Zwei schon länger dort miteinander arbeitende Mitarbeiter haben sich beschwert. Sie sind der Meinung er hätte Frau B. nur als Maulwurf eingestellt um das Personal zu überwachen.
Frau B. ist sauer, findet das dies Mobbing ist und verlangt eine Aussprache / Klärung mit den beiden Mitarbeitern. Herr A. ruft seinen Chef an und bittet um Rat. Er möchte sich absichern, damit nichts schief läuft. Der Chef stimmt einem Gespräch zu, dem er aber nicht beiwohnen wird, da er glaubt Herr A. bekommt dies in den Griff.

Am nächsten Arbeitstag bei dem auch Frau B. wieder arbeiten wird, wird das Team zusammen gerufen und eine Klärung soll stattfinden.
Inzwischen aber weigert sich ein Mitarbeiter zur Arbeit zu kommen, wegen Frau B., mit der er zu diesem Zeitpunkt nur ZWEIMAL gearbeitet hat. Somit ist nur noch ein Mitarbeiter da, der sich beschwert hatte. Die anderen Mitarbeiter haben keine Probleme mit Frau B., sind aber bei dem Gespräch dabei.
Frau B. beschwert sich in die „Runde“. Sagt sie findet das unmöglich und das sie so etwas nicht nötig hätte. Sie findet, das man sie mobbt. Dann hat Herr A. das Wort und bittet um Ruhe im „Team“ und das hier kein Mitarbeiter spioniert wird, das alle dazu da sind um ihre Arbeit zu machen und Geld zu verdienen. Es werden ALLE gleich behandelt.
Nun geht der Streit los. Der sich beschwerende Mitarbeiter wird nun laut. Er regt sich über Herrn A. auf. Er hätte gepetzt, beim Chef, bei Frau B. und dass dies so nicht gehe. Er, Herr A. bevorzuge seine Lebensgefährtin und man hätte gewusst dass dies so kommt. Herr A. hätte sich verändert seit Frau B. da ist und und und…Man würde nun nach Hause gehen, man habe keine Lust mehr hier zu arbeiten. Mit den Worten: Leck mich am Arsch, verabschiedet sich der Mitarbeiter von Herrn A.

Herr A. ruft den Chef an. Er sag er wird mit diesen beiden Mitarbeitern nicht mehr zusammen arbeiten, man solle sie an anderern Orten einsetzen, was der Chef am Telefon als gute Idee bezeichnet. Der Chef sagt, er würde mit den Mitarbeitern reden.
Dies tut er und möchte nun ein klärendes Gespräch mit Herrn A. und den beiden Mitarbeitern. Jedoch solle Frau B. zu Hause bleiben. Das Gespräch findet statt. Die beiden Mitarbeiter bombadieren Herrn A. mit Vorwürfen die er guten Gewissens zurückweisen kann. Dann werden Themen aufgetischt, die aber weder bewiesen noch zurückgewiesen werden können, da keine Zeugen vorhanden sind.

Letztendlich bekommt Herr A. gekündigt. Die Vorwürfe gegen ihn würden zu schwer „wiegen“.

Welche Rechte hat nun Herr A.? Kann er auf Einstellung klagen?

Hallo,

zum Glück ist das ja alles nur hypotetisch.
Aber Herr A wäre gut beraten, einen Anwalt für Arbeitsrecht aufzusuchen. Vor allem, wenn er eine Rechtsschutzversicherung hat, die das einschließt.
Vom Gefühl her könnte es so ausgehen, dass er zwar Recht bekäme, wegen des nachhaltig gestörten Vertrauensverhältnisses das Arbeitsverhältnis jedoch nicht fortgesetzt würde. D.h., es gänge in Richtung Abfindung.

Gruß, Heiko

Hi!

Da niemand die genauen Umstände, die genauen Wortlaute, die genauen Anschuldigungen kennt, ist jeder Hinweis mit einer Tendenz purer Unsinn.

Gruß
Guido