Liebe/-r Experte/-in,
ich habe zum 01.08.09 einen neuen Job begonnen, als Bürokraft. Standardarbeitsvertrag, kleine Handwerksfirma. Ausgemacht war, dass ich in der 6 Monatigen Probezeit 20 Std/wöchentlich arbeite und nach der Probezeit ein Volltagsjob draus wird.
Es lief auch alles gut an, ich komme mit meinem neuen Chef sehr gut klar und auch der Job macht Spaß.
Als ich heute morgen in den Betrieb kam, bat mich der Chef um ein Gespräch. Der Firma geht es durch einen nicht zahlenden Großkunden finanziell sehr schlecht und es hagelt Mahnverfahren etc. Es wurde ein Darlehen beantragt, aber das dauert alles und meinem Chef sitzen wiederum die Lieferanten im Nacken. Ein Großauftrag kann wegen fehlendem Material nicht begonnen werden. Eine Katze die sich in den Schwanz beißt. Man kennt das ja, dies also nur kurz zum Hintergrund.
Er teilte mir mit, dass aufgrund der finanziellen Situation und des noch nicht bekommenden Darlehns er mir leider kündigen müsste, ab sofort (Standardvertrag 2 Wochen Frist / Probezeit). Wahrscheinlich wird er die Firma schließen, versucht jedoch dies zu verhindern und behält deswegen auch noch die Monteure, denn die bringen ja nun wiederum Geld rein. Sollte er das Geld bekommen und die Firma nicht schließen müssen, würde ich auch sofort wieder eingestellt. Er wolle mich so 1mal die Woche anrufen und mich auf dem laufenden halten. Nach diesem längeren Gespräch bin ich dann also erstmal schockiert udn doch mit Verständnis für seine Lage heimgefahren.
Wie so oft denkt man erst später darüber nach. Eine schriftlich Kündigung habe ich noch nicht erhalten, brauche die aber natürlich, schon alleine wegen dem Arbeitsamt.
Nun ist es nicht so, dass ich meinem Chef Ärger machen will, ich will aber auch nicht aus lauter „Güte“ einen Fehler begehen, der mir schadet. Ich habe ja die Zahlen und Rechnungen usw gesehen und weiß, dass die Firma durch die Nichtzahlung des Großkunden sehr schlecht da steht und glaube ihm auch, dass er mich wieder einstellen würde, wenn er kann.
Nur muss ich auch sehen, dass ich bald möglichst wieder Arbeit bekomme, was ja in der heutigen Zeit schwer genug ist.
Daher folgende Fragen:
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Ist die Kündigung so (also quasi sofortige Freistellung, ohne Kündigungsfrist) rechtswirksam?
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Kann das Arbeitsamt mir bei einer Kündigung aus diesem Grund eine Sperrfrist anhängen?
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Wie verhalte ich mich jetzt am besten? (Wie gesagt, ich will meinem Chef keine reinwürgen, ich verstehe seine Lage, nur Job weg ist für mich auch alles andere als gut)
Im Voraus Danke für die Beantwortung der Fragen.
MfG
EB