Kündigung steht an: Was beachten?

Hallo liebe Leute

Nach 4 Monaten in meinem ersten richtigen Job nach der Uni steht am Montag ein Gespräch mit der Geschäftsführung an.
Man wird mir sagen, dass meine Leistungen nicht gut genug seien und dass dieser Job wohl nicht der richtige für mich sei.
Ich selbst möchte auch nicht mehr bleiben, weil mir die Arbeit inhaltlich nur wenig Spaß macht und weil ich sie nach Ansicht der
Vorgesetzten nicht in der gewünschten Qualität erledige.
Die Geschäftsführung ist fair und gutmütig. Ich gehe davon aus, dass sie den Abschied sanft gestaltet, d.h. Entgegenkommen zeigen
wird.
Ich bin noch in der Probezeit.

Jetzt meine Fragen:

  1. Was bedeutet die Formulierung „mit Monatsfrist zum Monatsende kündigen“? Wir haben jetzt den 3. Feb. Bin ich dann am 28.2.
    oder am 31.3. draußen?

  2. Soll ich selbst kündigen oder mir kündigen lassen? Wenn ich selbst kündige, droht die Sperrfrist beim Arbeitslosengeld, aber
    vielleicht ist es dann einfacher, einen neuen Job zu finden, weil es im Lebenslauf besser kommt, selbst zu gehen als rausgeworfen zu
    werden. Ist das so richtig?

  3. Wäre eine Aufhebung besser als eine Kündigung? Ist eine Aufhebung dasselbe wie eine Kündigung in gegenseitigem Einvernehmen? Die Sperrfrist droht dann zwar auch wieder, aber vielleicht ist es so auch wieder einfacher, einen neuen Job zu finden.

  4. Wenn ich die Kündigung entgegennehme: Soll diese dann ohne Angabe von Gründen sein? Betriebsbedingt wäre gelogen und auch
    unglaubwürdig so kurz nach der Einstellung, personen- oder verhaltensbedingt kommt schlecht bei einer Bewerbung.

  5. Soll ich um ein unqualifiziertes Arbeitszeugnis bitten, also um eines, das keine Beurteilung enthält, sondern nur aufzählt, was
    meine Tätigkeiten waren?

Vielen Dank, Tychi

Auch hallo.

Ich bin noch in der Probezeit.

Auch auf die Gefahr hin, auf „Arbeitsrecht“ verwiesen zu werden.

  1. Soll ich selbst kündigen oder mir kündigen lassen? Wenn ich
    selbst kündige, droht die Sperrfrist beim Arbeitslosengeld,
    aber
    vielleicht ist es dann einfacher, einen neuen Job zu finden,
    weil es im Lebenslauf besser kommt, selbst zu gehen als
    rausgeworfen zu
    werden. Ist das so richtig?

Grundsätzlich ja.

  1. Wäre eine Aufhebung besser als eine Kündigung?

http://www.fachanwalt-arbeitsrecht.com/aufklaerungsp…

Man sollte schon bei der Wahrheit bleiben: man hat gemerkt, dass man nicht zu dem Umfeld „passt“ (so als Idee für eine Formulierung)

  1. Soll ich um ein unqualifiziertes Arbeitszeugnis bitten,
    also um eines, das keine Beurteilung enthält, sondern nur
    aufzählt, was
    meine Tätigkeiten waren?

Das wäre wohl das Beste…:frowning:

Auf jeden Fall sollte bereits jetzt die Suche nach einer neuen Stelle anstehen um dort nicht den Eindruck entstehen zu lassen, dass man beim jetzigen AG kurz vor der Kündigung steht…

mfg M.L.

  1. Was bedeutet die Formulierung „mit Monatsfrist zum
    Monatsende kündigen“? Wir haben jetzt den 3. Feb. Bin ich dann
    am 28.2.
    oder am 31.3. draußen?

Datum der Kündigung + 1 Monat (Monatsfrist) zum Monatsende, also 31.03.

Es kann (!) sein, dass du freigestellt wirst (wenn die Geschäftsführung so kulant ist wie du schreibst), d.h. du bleibst zuhause und bekommst dein Gehalt bis zum Ausscheidungstermin weiterbezahlt.

Hallo Tychi,

au weia, das klingt ja nicht besonders gut *tröst* Wie war denn das Gespräch?

Generell würde ich erstmal hingehen und mir anhören, was die Jungs zu sagen und anzubieten haben. Da Du ja „offiziell“ noch nichts ahnst, wird man Dir sicherlich zugestehen, wenn Du für den Rest des Tages Bedenkzeit erbittest. Das heisst erstmal: Unterschreib gar nix, notfalls machst Du für morgen nochmal nen Termin bei Scheffe aus.

Dann lässt Du Dich für den Rest des Tages beurlauben und taperst aufs nächste Arbeitsamt. Solltest Du irgendwelche Dokumente (Kündigung, Aufhebungsvertrag) bekommen, nimmst die natürlich mit. Plus Deiner Abschlusszeugnisse, Lebenslauf, aktueller Arbeitsvertrag und sowas halt. Und dann gehst dorthin und lässt Dich von den Jungs beraten.

So wie ich Dich verstehe, hängt Dein Herz eh nicht an diesem Job, das heisst, Du wirst eher nicht den Rechtsweg versuchen wollen?

Wegen dem Zeugnis: da würde ich mir erstmal was von denen geben lassen. Wenn Du den Eindruck hast, dass das unfassbar schlecht ist (eventuell stell’s hier im Forum nochmal ein), dann entweder um bessere Variante bitten oder ein unqualifiziertes :wink:

*wink*

Petzi