Kündigung wegen Personalkosteneinsparung rechtens?

HAllo zusammen,

darf ein Arbeitgeber einem Mitarbeiter kündigen aus dem Grund, dass Personalkosten eingespart werden müssen.
Wenn ja muss es eine Abfindung geben.

Daten:

Betriebsgrösse 4 Mitarbeiter
Besteht seit 7 Monaten

Betreffender Mitarbeiter ist seit 7 Moanten im Unternehmen.

Lohnt es sich ggf. zu klagen?

MFG Salvo

Hallo.

darf ein Arbeitgeber einem Mitarbeiter kündigen aus dem Grund,
dass Personalkosten eingespart werden müssen.

– Klar. Wie soll er sonst Personalkosten einsparen? Da bei Dir das Kündigungsschutzgesetz keine Anwendung findet, bist Du dagegen auch machtlos. Der AG hätte auch einfach keinen Grund nennen müssen.

Wenn ja muss es eine Abfindung geben.

– Nein. Es gab doch Gehalt. Würdest Du dem AG eine Abfindung zahlen, wenn Du einen neuen Job annimmst und bei ihm kündigst?

Daten:

Betriebsgrösse 4 Mitarbeiter
Besteht seit 7 Monaten

Betreffender Mitarbeiter ist seit 7 Moanten im Unternehmen.

Lohnt es sich ggf. zu klagen?

– Bei den Daten? Auf gar keinen Fall.

Tut mir leid, daß keine für Dich erfreuliche Nachricht dabei ist.

Alles Gute.

Gruß,
LeoLo

Warum gilt bei mir das kündigungsschutzgesetz nicht?

Warum gilt bei mir das kündigungsschutzgesetz nicht?

Weil in Eurem Betrieb fünf oder weniger AN arbeiten…

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hi salvo!

wenn ich dein posting lese muss ich sagen, dass:

a) ich deinen arbeitgeber wohl sehr gut verstehen kann, wenn er dir gekündigt hat, mit so einer einstellung…

b) was denken eigentlich die arbeitnehmer? der unternehmer investiert sein geld und seine zeit, und wenn es mal nicht so läuft wie es sollte (was bei der jetzigen wirtschaftskrise verständlich ist), wollen die arbeitnehmer noch das maximum an kohle rausziehen… traurig sowas!!

c) zum glück gibts (soweit die postings hier stimmen) kein kündigungsschutzgesetz - der staat soll nur noch mehr auflagen zu gunsten der AN machen, dann finden sich immer weniger leute, die noch den mut besitzen, selbst etwas anzufangen.

bye

laurent

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hi salvo!

wenn ich dein posting lese muss ich sagen, dass:

a) ich deinen arbeitgeber wohl sehr gut verstehen kann, wenn
er dir gekündigt hat, mit so einer einstellung…

Wollte eigentlich nur eine Antwort auf meine Fragen und keine subjektiven Auslassungen-ausserdem gehts nicht um mich sondern um eine Kollegin

b) was denken eigentlich die arbeitnehmer? der unternehmer
investiert sein geld und seine zeit, und wenn es mal nicht so
läuft wie es sollte (was bei der jetzigen wirtschaftskrise
verständlich ist), wollen die arbeitnehmer noch das maximum an
kohle rausziehen… traurig sowas!!

Hört sich an wie O-Ton Merkel oder Merz…Auf deinem Mist ist das ja wohl nicht gewachsen, oder sag bloss DU freust dich, wenn Dir gekündigt wird? (Wahrscheinlich gehst Du noch zur Schulke oder bist Student :wink: )

c) zum glück gibts (soweit die postings hier stimmen) kein
kündigungsschutzgesetz - der staat soll nur noch mehr auflagen
zu gunsten der AN machen, dann finden sich immer weniger
leute, die noch den mut besitzen, selbst etwas anzufangen.

mit solchen Pauschalen Aussagen magst Du Deine Stammtischkollegen beeindrucken können…

bye

laurent

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hi salvo!

Hört sich an wie O-Ton Merkel oder Merz…Auf deinem Mist ist
das ja wohl nicht gewachsen, oder sag bloss DU freust dich,
wenn Dir gekündigt wird? (Wahrscheinlich gehst Du noch zur
Schulke oder bist Student :wink: )

ich führe nun seit 6 jahren ein kmu mit knapp 20 angestellten…

mit solchen Pauschalen Aussagen magst Du Deine
Stammtischkollegen beeindrucken können…

ich habe es nicht nötig meine stammtisch kollegen zu beeidrucken, auch prahle ich nie damit, dass ich eine firma leite. wenn mich wer nach meinem beruf fragt, gebe ich stets zur antwort, dass ich in einem büro arbeite, mehr nicht.

ich kann dir nur sagen, dass ich schon manche trauerspiele in unserer firma erlebt habe: die tendenz ist so, dass der AN sowenig leistung wie möglich erbringen will, für soviel kohle wie möglich.

meine meinungen sind immer subjektiv, hättest du etwas anderes erwartet? mit merkel und co. hab ich nichts am hut, da ich nicht in deutschland lebe und arbeite.

bye

laurent

ich kann dir nur sagen, dass ich schon manche trauerspiele in
unserer firma erlebt habe: die tendenz ist so, dass der AN
sowenig leistung wie möglich erbringen will, für soviel kohle
wie möglich.

ahoi.

… das macht dein kmu doch sicher genauso: möglichst lukrative aufträge mit dem geringstmöglichen aufwand ausführen …

wo ist das problem?

huhu!

… das macht dein kmu doch sicher genauso: möglichst
lukrative aufträge mit dem geringstmöglichen aufwand ausführen

wo ist das problem?

ich denke mir, dass ich auch eine soziale verpflichtung habe. es ist zudem erwiesen, dass kmu’s erst im äussersten notfall leute entlassen. es ist nur in grossen multis gang und gäbe, dass abteilungen gestrichen werden und plötzlich zig 1000 auf der strasse stehen. wenn manager irgendwelche anonyme arbeitnehmer entlassen, ist das kein problem.

ich jedenfalls pflege ein eher kollegiales verhältnis mit meinen angestellten. ich sehe unsere firma als team: ich beute die AN nicht aus und versuche, ein bestmögliches umfeld zu schaffen, dasselbe erwarte ich auch vom AN. deshalb sträuben sich mir die haare, wenn ich lese, dass ein AN von einer 4-mann firma eine abgangsentschädigung erwartet…

vielfach wird auch gerne darüber hinweggesehen, dass nicht ich als AG die preise, resp. die löhne bestimme, sondern die kunden und die konkurrenz. und solange die AN bei aldi und andern grossverteilern einkaufen anstatt im laden „um die ecke“, sollte man sich nicht wundern, wenn auch kmu’s leute entlassen müssen…

bye

laurent

… das macht dein kmu doch sicher genauso: möglichst
lukrative aufträge mit dem geringstmöglichen aufwand ausführen

Hallo!

So auf den Punkt gebracht beschreibst Du einen Abzocker. Du beschreibst aber kein auf dauerhaften Bestand angelegtes Geschäft.

Ein Kunde kauft eine Ware oder nimmt eine Dienstleistung in Anspruch, weil er einen Nutzen haben will. Der Anbieter will für seinen Lebensunterhalt Geld verdienen. Beide Geschäftspartner ziehen also ihren Nutzen aus dem Geschäft. Nur dann taugt ein Geschäft etwas. Nur wer den beiderseitigen Nutzen im Blickfeld behält, wird auf längere Sicht erfolgreich Geschäfte machen können.

Der Arbeitnehmer bietet seine Arbeitskraft an. Vom Verkaufserlös will er leben. Der Arbeitgeber hat Arbeit zu erledigen, braucht dafür den Mitarbeiter und bezahlt seine Arbeitskraft. Das ist das Geschäft zum beiderseitigen Nutzen. Damit alles geregelt und verläßlich abläuft, gibts Arbeitsverträge. Darin sind u. a. Kündigungsmodalitäten geregelt. Schließlich kann keiner davon ausgehen, jemanden zum lebenslangen Geschäft zu zwingen. Die Vertragspartner können also kündigen. Bis dahin hat jeder seine Pflichten zu erfüllen. Aber nicht darüber hinaus.

Die Sache mit den Abfindungen ist ein Auswuchs. Da soll ohne Gegenleistung bezahlt werden, was ich für einen Bruch in der Systematik dauerhaft funktionierenden Geschäfts halte. Das Geschäft wird einseitig, der beiderseitige Vorteil entfällt. Damit nimmt man einem Geschäftspartner die Lust, solche Geschäfte zukünftig wieder einzugehen. Auf gut deutsch: Der Arbeitgeber wird sehr vorsichtig mit Neueinstellungen sein.

Etliche Leute, die früher Mitarbeiter beschäftigten, haben längst beschlossen, man möge sich zukünftig einen anderen Dummen suchen. Es reicht nicht, oft genug nur deshalb bezahlen zu müssen, weil der Monat zu Ende ist. Abfindungsforderungen verlangen die Zahlung ohne jeden Grund. Lieber vergibt man Aufträge an andere Selbständige. Darin liegt nach meiner Einschätzung die Zukunft: Viel mehr Menschen müssen selbständig tätig werden. Dann gibt es nur noch Geld aufgrund erbrachter Leistung - ein sehr gesundes Prinzip. Diese Leistung zu kaufen ist etwas teurer als die Leistung vom eigenen Angestellten. Dafür muß aber auch nur für erfolgreiche Arbeit bezahlt werden. Man muß nichts bezahlen, weil Weihnachten ist. Man muß niemanden dafür bezahlen, daß er seinen Bauch in die Sonne hält, auch nicht dafür, daß jemand weshalb auch immer im Bett liegt und man bezahlt nicht für anderer Leute Rente.

Die verbreitete Versorgungsmentalität führt dazu, daß immer mehr Inhaber von KMUs Aufgaben ausgliedern. Man bedient sich lieber Leuten, die nur Geld für erbrachte Leistung erhalten. Das stößt zwar auf Grenzen, aber es gibt Fälle, in denen ein Kleinbetrieb mit ehemals 10 bis 20 Mitarbeitern auf Null heruntergefahren wurde, der Inhaber arbeitet alleine und erledigt nur noch die Dinge, die den Kern des Know-hows ausmachen. Alles andere machen Zulieferer. Am Ende kommt für den Inhaber keineswegs weniger heraus als zuvor mit dem Haufen sorgenmachender Leute.

Mir sind mehrere solcher Beispiele bekannt. Dabei wurden auch Keimzellen für weitere selbständige Existenzen gelegt, aber insgesamt werden weniger Menschen beschäftigt. Ein paar selbständige Leistungsträger, die knackig zu tun haben, bleiben übrig.

Wenn ich einige Fragen in den Brettern Recht und Jobs sehe, nehme ich an, daß immer mehr Selbständigen die Lust auf Mitarbeiter vergehen wird: „Habe ich Anspruch auf Sonderurlaub für die goldene Hochzeit meiner Schwiegereltern?“ oder „Der Chef will mir das private Surfen im Internet in der Arbeitszeit verbieten. Darf der das?“ Hinzu kommen nicht zuletzt irrwitzig hohe Sozialabgaben für die Absicherung der Mitarbeiter und fertig ist ein wesentlicher Bestandteil des Rezepts für Massenarbeitslosigkeit.

Gruß
Wolfgang

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Hallo Laurent,

sorry, aber dieses Posting ist echt das letzte!

Sicherlich muss sich (zwangsläufig) hier etwas in Richtung Arbeitgeber verschieben.

Aber deinen persönlichen Angriff kannst du echt vergessen. Wenn jemand gekündigt wird, ist er sich zunächst mal selbst der nächste. Bei allem Verständnis für den Arbeitgeber, er muss nun mal sehen wo er bleibt!

Und die Frage nach einer Abfindung ist sicherlich gerechtgfertigt, da sich das deutsche Kündigungsrecht immer mehr in ein Abfindungsrecht verschiebt.

Gruß Ivo

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Etliche Leute, die früher Mitarbeiter beschäftigten, haben
längst beschlossen, man möge sich zukünftig einen anderen
Dummen suchen. Es reicht nicht, oft genug nur deshalb bezahlen
zu müssen, weil der Monat zu Ende ist. Abfindungsforderungen
verlangen die Zahlung ohne jeden Grund. Lieber vergibt man
Aufträge an andere Selbständige. Darin liegt nach meiner
Einschätzung die Zukunft: Viel mehr Menschen müssen
selbständig tätig werden. Dann gibt es nur noch Geld aufgrund
erbrachter Leistung - ein sehr gesundes Prinzip. Diese
Leistung zu kaufen ist etwas teurer als die Leistung vom
eigenen Angestellten. Dafür muß aber auch nur für erfolgreiche
Arbeit bezahlt werden. Man muß nichts bezahlen, weil
Weihnachten ist. Man muß niemanden dafür bezahlen, daß er
seinen Bauch in die Sonne hält, auch nicht dafür, daß jemand
weshalb auch immer im Bett liegt und man bezahlt nicht für
anderer Leute Rente.

Hi,

es kommt ja nicht oft vor, aber hier muß ich Dir widersprechen.
Natürlich bezahlst Du niemanden dafür daß er in der Sonne liegt oder krank ist.
Das bezahlt letzlich immer der Arbeitnehmer selbst.
Jeder Arbeitgeber berechnet die Gesamtkosten eines Arbeitnehmers, also Gehalt + Sozialleistungen + Kosten für die Bereitstellung des Arbeitsplatzes + das was ich jetzt vergessen habe. Dafür bekommt er die durchschnittliche Arbeitszeit. Also Arbeitstage - Urlaub - durchschnittliche Krankheit - sonstiges.
Wenn der Arbeitgeber glaubt daß sich das lohnt wird eingestellt.
Und natürlich bezahlt der Arbeitnehmer auch den Kündigungsschutz selbst. Schließlich zahlen Arbeitgeber freien Mitarbeitern erheblich mehr, sozusagen eine Prämie für die Option, den Mitarbeiter jederzeit entlassen zu können.
Fest ANgestellten zahlen sie weniger, die dafür den Kündigungsschutz genießen. Wirtschaftlich gesehen haben also die Arbeitnehmer für den Kündigungsschutz gezahlt.

Max

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Hi Wolfgang,

ich kann den meisten Aussagen Deines Postings zustimmen. Allerdings fehlt mir bei allem Verständnis für die Position von Arbeitgebern die Sicht auf die Interessen der Arbeitnehmer.

Viele Mitarbeiter werden nicht deshalb gekündigt weil sie sich daneben benehmen, im Internet surfen oder anderweitig Schaden für ein Unternehmen verursachen. Vielfach dient der Austausch von festangestellten Mitarbeitern gegen freie Honorar-Dienstleister allein dem Zweck den Preis der Arbeitnehmer-Leistung zu drücken, es geht um schlichtes Lohn-Dumping.

Eine Win-Win-Situation für beide Seiten ist dadurch letztlich nicht mehr gegeben weil viele Geschäftsinteressen eines Unternehmens auf dem Rücken der sozial nicht mehr wirklich gut abgesicherten Zuarbeiter ausgetragen werden, die sich Preise am Rande des Zumutbaren diktieren lassen müssen.

Mich regt schon seit längerem auf daß insbesondere in Deutschland die Fronten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern verhärten und man sich immer mehr darauf verlegt nur noch den eigenen Vorteil zu verteidigen und gegen die Interessen des anderen durchzukämpfen anstatt Zufriedenheit und Vorteile für beide Seiten zu suchen…

MecFleih

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off topic
Hi Laurent!

Wofür zur Hölle steht KMU?!

Nur der Neugierde wegen…

Grüße
Guido

Hi Laurent!

Wofür zur Hölle steht KMU?!

Nur der Neugierde wegen…

Grüße

Hallo Guido.

K leines
M ittelständisches
U nternehmen

Gruß,
LeoLo

Danke
Hi Leo!

Manchmal reicht es sogar, mal ganz einfach zu denken…

Grüße
Guido