Kündigungen von LV-Verträgen

Wer kann mir eine grobe Einschätzung geben, was bei einem mittelgrosser Versicherer jährlich insgesamt an Kündigungen von Lebensversicherungen anfällt. Und damit meine ich Anzahl der Verträge, Gesamtversicherungssumme und Beitragsvolumen.

Vielen Dank im voraus
Gruss
Stefan Janicz

Letzte Schätzungen lagen glaube ich bei etwa 10-15%

Gruß
Marco

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Letzte Schätzungen lagen glaube ich bei etwa 10-15%

Hmm scheint mir recht viel…
bei welchem Prämienvolumen und beziehen sich die 10-15% auf die Vertragsanzahl, auf die VSU oder die Prämien bzw. Beitragseinnahmen?

Danke
Stefan

Wenn wird sowas immer in PRämienminus angegeben…
Das ganze nennt sich dann Stornoquote… dies ist aber dann auch der Marktschnitt…

Marco

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hallo, Janisz,
es gibt in Bad.Württ. eine Versicherung, die hatte zeitweise fast 30 % Storno. Das kam daher, weil sie einen Großteil des Umsatzes mit Strukturvertrieben machte. Die Ausbildung solcher Leute ist katastrophal und die Fluktuation noch mehr. Die werden angehalten sich erst mal an Oma, Opa, Tante, Bruder… zu halten. Wenn dann die Familie abgegrast ist, haben sie keine Kunden mehr und hören wieder auf. Oft fangen sie dann bei einem anderen Strukturvertrieb neu an und das Spiel geht von vorne los!
Grüße
Raimund

Gute Versicherungen haben eine Quote unter 5/6 %, schlechte bis über 30 % wie Strukturvertriebe / HMI etc
Die Stornoquote spricht für die Beratungsqualität.

Gute Versicherungen haben eine Quote unter 5/6 %, schlechte
bis über 30 % wie Strukturvertriebe / HMI etc
Die Stornoquote spricht für die Beratungsqualität.

Deswegen sagte ich ja auch ca. 15% über den Markt verteilt.

Die Strukturvertriebe produzieren zweifelsohne eine höhere Stornoquote, wobei hier immer ein Versicherungskonzern im Hintergund agiert.

Aber das die Stornoquote allein an der Beratungsqualität hängt ist so einfach nicht zu bejahen…

Etwa 60% aller Kapital-LV-Verträge (Rente + Kapital-LV) werden vor Vertragsende aufgehoben. Das bedingt vieler Dinge… finanzielle Schwierigkeiten, d.h. aktuelle Beiträge können nicht finanziert werden. Schulden müssen gezahlt werden oder anderer plötzlicher Geldbedarf… etc.pp.

Es gibt also viele Gründe…
Beratung macht sicherlich einiges aus. Ist aber nicht der ausschlaggebende Faktor.

Marco

Sicherlich gibt es viele Gründe, doch der Frühstorno zeigt zumindest ein hohes Beratungsdefizit… Cosmos etc. liegt weit unter 5 % z.B. die anderen Gründe hat dann ja das Unternehmen nicht zu vertreten / Arbeitslosigkeit o.ä.
Hohe Frühstorno sprechen doch eher für „Drückermethoden“.

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Hallo Carsten,

Sicherlich gibt es viele Gründe, doch der Frühstorno zeigt
zumindest ein hohes Beratungsdefizit… Cosmos etc. liegt weit
unter 5 % z.B. die anderen Gründe hat dann ja das Unternehmen
nicht zu vertreten / Arbeitslosigkeit o.ä.
Hohe Frühstorno sprechen doch eher für „Drückermethoden“.

Da hast du wohl recht… aber das kam bei deinem Artikel nicht ganz klar rüber, deswegen wollte ich das noch anfügen.

Wobei du eben auch selbst sagst, dass die direkte Beratung nicht der maßgebliche Grund ist, denn Cosmos ist ja ein Direktversicherer.

In diesem Sinne…
marco