Kündigungsformulierung

Hallo,
nehmen wir einmal ein, Karl ist unglaublich unglücklich in seinem Betrieb, da er
von er Geschäftsführung (!) gemoppt wird.
Die Firma ist ein Einzelunternehmen mit 2 Azubis, 1 TZ-Angestellte, 3 VZ
Angestellte. Betriebszugehörigkeit: 3,5 Jahre.
Klar hat Karl die Mögllichkeit auch als AN zu künmdigen, wegen des Mobbings,
allerdings ist das ja alles nicht so einfach, da die GF ja dazu Stellung nehmen
muss und das ganze wohl kaum zugeben wird.
Also bittet Karl die GF ihn zu kündigen.
Im Kündigungsschreiben findet sich nun folgende Formulierung:
„hiermit kündige ich das mit ihnen bestehende Arbeitsverhältnis
vereinbarungsgemäß zum xx. Die Gründe haben wir persönlich miteinander
besprochen.”
Damit hat Karl doch sicherlich Probleme AL zu bekommen?
Außerdem hat Karl noch 8 Resturlaubstage und 60 Überstd.
Die Überstunden bekommt er nicht ausgeglichen. Keine einzige.

Karl hat also die Schn… voll und will nur noch weg.
Aber was passiert, wenn er sich jetzt, in der Kündigungsfrist krankschreiben
lässt… Geht das???
Was für Möglichkeiten hat er da schnellstmöglich weg zu kommen???

Klar hat Karl die Mögllichkeit auch als AN zu künmdigen, wegen
des Mobbings,
allerdings ist das ja alles nicht so einfach, da die GF ja
dazu Stellung nehmen
muss und das ganze wohl kaum zugeben wird.

Wegen Arbeitslosengeld vielleicht, aber ansonsten kann der Arbeitnehmer natürlich ohne Mitwirkung von irgendwem kündigen.

Karl hat also die Schn… voll und will nur noch weg.
Aber was passiert, wenn er sich jetzt, in der Kündigungsfrist
krankschreiben
lässt… Geht das???

Das ist eine komische Frage. Entweder ist er krank oder nicht. Wenn ja, dann geht es, wenn nicht, darf er es natürlich nicht. Wie sonst könnte die Antwort auf diese Frage lauten?

Levay

Hallo

Klar hat Karl die Mögllichkeit auch als AN zu kündigen, wegen
des Mobbings,
allerdings ist das ja alles nicht so einfach, da die GF ja
dazu Stellung nehmen
muss und das ganze wohl kaum zugeben wird.

So einfach ist das auch nicht. Selbst, wenn tatsächlich Mobbing vorliegen sollte. Wie schlimm wird Karl denn so gemobbt?

Also bittet Karl die GF ihn zu kündigen.
Im Kündigungsschreiben findet sich nun folgende Formulierung:
„hiermit kündige ich das mit ihnen bestehende
Arbeitsverhältnis
vereinbarungsgemäß zum xx. Die Gründe haben wir persönlich
miteinander
besprochen.”
Damit hat Karl doch sicherlich Probleme AL zu bekommen?

Bei Dir wird nicht klar, ob das ganze zukunftstheoretisch ist, oder ob die Kü schon ausgesprochen wurde. Wenn die Kü dem Karl schon zugegangen ist, dann hat Karl längst das Problem am Hals, daß er eine Sperrfrist (zurecht) bekommen wird, wenn der AG pflichtbewußt und wahrheitsgetreu den Bogen von der AfA ausfüllt. Und zwar wegen Deines Satzes „Also bittet Karl die GF ihn zu kündigen.“ Folge: Sperrfrist.

Außerdem hat Karl noch 8 Resturlaubstage und 60 Überstd.
Die Überstunden bekommt er nicht ausgeglichen. Keine einzige.

Na, dann muß Karl die Abgeltung eben einklagen, soweit er den Nachweis über die Überstunden auch im Streitfalle führen kann. Die Urlaubstage sind ebenfalls abzugelten, soweit unmöglich in Natura zu gewähren, und der Zeitpunkt der ALG-Zahlung verschiebt sich entsprechend nach hinten.

Karl hat also die Schn… voll und will nur noch weg.
Aber was passiert, wenn er sich jetzt, in der Kündigungsfrist
krankschreiben
lässt… Geht das???

Klar, wenn der Arzt mitmacht ist eine Straftat eventuell auch der schnellste Weg, dort wegzukommen. Denn Du würdest für Karl sicher nicht fragen, wenn Karl wirklich krank wäre. Nachdem der Arbeitgeber also Karls erschlichene AU erschüttert hat, kündigt er fristlos, sein Zeugnis verschlechtert sich, evtl gibt es Schadensersatzansprüche, Vertragsstrafen werden - soweit vereinbart - fällig, ein Verfahren wegen Sozialbetrugs gegen Karl und ein Verfahren gegen den Arzt könnten folgen und so weiter und so weiter.

Was für Möglichkeiten hat er da schnellstmöglich weg zu
kommen???

Schnell einen Job finden und Aufhebungsvertrag mit Zustimmung des AG schließen.

Ansonsten gelten für Karl die gleichen Regeln wie für den AG. Verträge sind einzuhalten bis zu ihrem rechtlichen Ende. Wenn Du Karl mal siehst, sag ihm: „Weil ich mich gemobbt fühle, schrecke ich vor einer Straftat nicht zurück und schädige einfach meinen Arbeitgeber“ ist an übelkeiterregender Scheinheiligkeit schwer zu überbieten.

Gruß,
LeoLo