Hmm, aus welcher Generation Du stammst, ist mir schon klar 
Frau mit Kind hat im Berufsleben nichts verloren, weil sie da
eh nichts leisten kann?
Falsch: Meine Frau hat selbst eine Allfinanzdienstleistung mit Anschluß an mehr als 140 Produktpartnern und Anbindung über ein Lead-Partner-Programm zu 8 weltweit operierenden Banken.
Neeee, sorry, Du hast nur ein einziges Bein, und das ist Dein
Job. Für den Rest hast Du eine Frau (engagiert), falls ich das
mal so knallhart sagen darf.
Schau mal auf www.zeigdeingesicht.de
Auch dafür bleibt Zeit. Und für einen Hund und Ausflüge mit einem Drike reicht es auch noch.
Ein Kind kann man auch zwischen zwei „Schichten“
produzieren (wozu gibt es Quickies). Für den Rest müssen die
armen Unternehmensberater, Ärzte und Berufskraftfahrer dann
eben eine Ehefrau engagieren… Aber Du wirst kaum eine
ÄrztIN finden, die 60 Stunden ackert
Da stimme ich Dir zu, meine Frau ist keine Ärztin… aber sehr erfolgreich in dem was sie tut … mit Kind!
Meine Arbeitszeiten werden sehr unregelmäßig sein, aber mir
auch viele Freiräume lassen.
Genau daas ist das schöne an der Selbstständigkeit. Die freiräume. Also, auch wenn wir uns beim gehalt noch nicht so nah sind, hier sind wir fast untrennbar.
Netterweise übernimmt mein Mann Buchhaltung und Mahnwesen, das
kann er auch besser. Zunächst einmal kostenlos.
Vorsicht, der Mann nimmt sich eine Frau…und Du Dir einen Mann (nur ein kleiner Bummerrang am Rande)
Wie hoch ist Dein geplanter ROI? Welches Kennzahlen-Management
wirst Du ansetzen. Wie ist Dein Risk-Mamnagement aufgebaut?
Ich bin eine kleine Einzelunternehmerin, vergiss das bitte
nicht. Ich hatte nicht vor einen Konzern zu gründen.
Einen ROI errechnet man bereits mit dem ersten Euro den ich als EK investiere. Denn ich möchte wissen, ob dieser Euro mehr Zinsen auf der Bank bringt, oder in meinem kleinen Unternehmen. Dazu ist wahrlich kein Konzern nötig. Nur ein etwas pfiffiger Steuerberater der Dir diese Kennzahlen schon lange hätte vermitteln sollen.
Kleine KMUs als Kunden. KMUs sind schneller
weg vom Markt, als Du um die Ecke schauen kannst…und
dann?
Tja, alleine in der Wirtschaftsregion Stuttgart (wo ich sitze)
machen diese kleinen KMU’s (unter 50 MA) rund 90% aller
Unternehmen am Standort aus (Konjunkturbericht IHK). Ne Menge
Potential, findest Du nicht auch?
Schade dass Du so klingst, als haben kleinere Betriebe keine
Daseins-Berechtigung. Dabei hat sogar IBM inzwischen erkannt,
wie wichtig der SMB-Markt ist…
…und die Preise mit einem 8% Wagnispotential gerechnet. Bei Großunternehmen belaufen sich die kalkulatorischen Wagnisse nur bei 3%.
KMU`s sind auch mein Schwerpunkt (kaum zu verstehen? Aber bei der IHK:Stuttgart machen sie 98% des Runden Tisches aus. (Der Runde Tisch?..für Firmen in Schieflage, Liquiditätsprobleme, fehlende Barliquidität, Kundenschwund und Insolvenzgefahr) In Stuttgart bin ich aufgewachsen. Ich kenn die Laternen dort sehr gut. Mein Bruder treibt dort noch sein Unwesen…und ich bin verliebt in den Schlossplatz und das Kö im Königsbau.
Gut gemachtes Marketing muss nicht
unbedingt teuer sein, da habe ich mein Improvisationstalent in
den letzten 7 Jahren wirklich schulen können, weil mein
Arbeitgeber eigentlich NIE Geld für mich hatte 
Das spricht für Dich!
Leitende Marketingfachkraft…bei 45 Wochenarbeitsstunden???
Kenne ich keine! Ich kenne Fach- und Führungskräfte in diesem
Bereich von 45p.a. und 50 - 55 Stunden und 55- 60`p.a. bei
60 und mehr Stunden.
Ja, ich hab’ ja schon gelesen, was Du über kleine KMU’s
denkst. Da Dir diese Welt offenbar fremd ist,
Siehe oben!
- Ich habe auch extra nochmal mit meinem Steuerberater
gesprochen und das ganze auch dort nochmal durchgerechnet:
Ich-AG kommt für mich günstiger und sinnvoller. Nur wenn ich
das nicht kriegen sollte (unwahrscheinlich) würde ich statt
dessen Überbrückungsgeld beantragen. Und müsste dann alle
Finanzpläne nochmal neu aufrollen… :-/
Da komm ich nicht ganz mit? Was bedeudet Ich-AG kommt für mich sinnvoller und günstiger? Was willst Du denn außer Überbrückungsgeld beantragen, wenn Du das 6-montige Eingliederungsgeld nicht beantragen willst? Es gibt nur „diese“ 2 Fördermöglichkeiten…Aber fixe: Denn der Antrag muss bis 30.06. abgegeben sein, denn danach läuft die Fördermaßnahme aus (zumindest nach dem heutigen Stand der Kabinettsberatung).
Jaja, unglücklich ausgedrückt, ich weiß. Aber meine Einnahmen
habe ich zu Unternehmensbeginn tatsächlich nur sehr vorsichtig
kalkuiert. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Auftrag
platziert wurde, ohne vorher nochmal den Preis zu drücken. Wie
gesagt: In der Welt, in der ich lebe und praktiziere, sitzt
das Geld nie sehr locker. Auch das muss ich mit
einkalkulieren. Neue Kunden sind meist sehr preisorientiert.
Habe ich es aber einmal geschafft, mich wertvoll zu machen und
mir die Kundentreue zu sichern, dann kommen auch mehr
Aufträge, und damit mehr Einkommen. Bis ich dass geschafft
habe, könnte ich mein günstiges Honorar ohne anfängliche
Förderung nicht halten. Und wenn ich zu teuer bin, schaffe ich
es nicht, als Newbie am Markt Fuß zu fassen…
Ich möchte an dieser Stelle das Ping-Pong-Spiel beenden und Dir etwas anbieten!
Du gibst mir ein Stichwort zu Deinem Gründungsvorhaben…und ich sage Dir mein (im Schatten stehendes) Wissen.
Lass uns mit dem Preis beginnen… und wenn ich Dir irgendwie weiter helfen kann, dann lass es mich wissen (das ist ehrlich gemeint), denn Deine Hartnäckigkeit hat mich unheimlich beeindruckt.
Hoch- contra Niedrigpreise
Ein Dienstleister legt seine Preisstrategie mittel- bis langfristig fest. Er bestimmt damit im Wesentlichen das Preisniveau bzw. den Preisrahmen, innerhalb dessen er operieren will. Die Preisstrategie ist deshalb von maßgeblicher Bedeutung für den Marktauftritt und die Erfolgsaussichten einer Selbstständigkeit.
Bedeutung der Preisstrategie
Nimmt ein Freiberufler eine neue Dienstleistung ins Portfolio auf, muss er einen Angebotspreis festlegen. Die preisliche Positionierung in einer unteren, mittleren oder oberen Preislage erfolgt dabei nicht nur nach Maßgabe betriebswirtschaftlicher und marktseitiger Erfordernisse, sondern richtet sich auch nach der Preisstrategie des Unternehmens. Die Preisstrategie wiederum dient der Erreichung bestimmter Unternehmensziele, die beispielsweise in der Sicherung von Marktanteilen oder der Umsatzmaximierung liegen können.
So bieten zum Beispiel Hompage-Discounter Dauerniedrigpreise bei gleichzeitig akzeptabler bis annehmbarer Produktqualität in Standartausführungen an. Wird ein Produkt neu ins Sortiment aufgenommen, erfolgt die Preisfindung auf Basis dieser Unternehmenspolitik. Bei einem Anbieter mit einem gehobenen Qualitätsimage muss die preisliche Positionierung eines neuen Produktes auf einem entsprechend höheren Niveau vorgenommen werden.
Preisliche Positionierung von Produkten
Für neue Dienstleistungen können verschiedene Positionierungsstrategien unterschieden werden, nämlich die Hoch- bzw. Prämienpreisstrategie, die Mittel- bzw. Durchschnittspreisstrategie oder die Niedrig- bzw. Promotionspreisstrategie.
Hoch- oder Prämienpreisstrategie
Bei der Prämienpreisstrategie wird versucht, langfristig möglichst hoch angesetzte Preise zu erzielen. Als Grund für hohe Preise werden Qualität, Exklusivität, das Image, Innovationsführerschaft oder ähnliche Alleinstellungsmerkmale herangezogen. Die Preiselastizität ist bei diesen Produkten sehr gering, so dass die (zahlungskräftigen) Nachfrager auf Preisänderungen nicht oder kaum reagieren. Mit der Prämienpreisstrategie werden häufig exklusive Dienstleistungen (Premium-Service) angeboten.
Mittel- oder Durchschnittspreisstrategie
Hierbei wird die Dienstleistung in einer durchschnittlichen Preislage eingeführt, die auf Dauer beibehalten werden soll. Die Durchschnittspreisstrategie findet beispielsweise bei standardisierten Produkten oder nicht-exklusiven Lizenzprodukten mit einem mittleren Qualitätsniveau Anwendung.
Niedrig- oder Promotionspreisstrategie
Bei dieser Strategie wird eine Dienstleistung zu einem niedrigen Preis auf den Markt gebracht. Hierdurch werden schnell sehr hohe Absatzmengen erreicht und damit Marktanteile gesichert. Sie wird vor allem bei solchen Dienstleistungen angewendet, die sich durch eine hohe Preiselastizität der Nachfrage (das heißt: Preisänderungen verursachen eine deutliche Nachfrageänderung) auszeichnen. Das Qualitätsniveau genügt den Mindestanforderungen.
Die Vorteile der Niedrigpreisstrategie bestehen in
-der hohen Geschwindigkeit der Marktdurchdringung
-der Nutzung von Kostendegressionseffekten,
-der geringen Fehlschlagwahrscheinlichkeit (der niedrige Einführungspreis senkt das Risiko, dass die Dienstleistung vom Markt nicht akzeptiert wird),dem Aufbau einer starken Marktposition und der Errichtung von Markteintrittsbarrieren.
Eine dauerhafte Niedrigpreispolitik wird beispielsweise von Discountern und zum Großteil von Franchice-Nehmern verfolgt.
Die Preisstrategie im Zeitablauf
Ist die preisliche Positionierung der Dienstleistung auf dem Markt erfolgt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie sich die Preise im Zeitablauf entwickeln können. So kann das Einstiegspreisniveau beibehalten werden oder die Preise bleiben unter Umständen eine Zeit lang sogar völlig konstant. Oder es findet eine Entwicklung weg von der Eingangspreislage statt: Werden die Preise ausgehend von einem niedrigen Niveau auf längere Sicht angehoben, spricht man von einer Penetrationspreisstrategie, sinken sie, so handelt es sich um eine Abschöpfungsstrategie.
Abschöpfungsstrategie (Skimming-pricing)
Bei der Strategie der Marktabschöpfung - dem Skimming-pricing – wird eine Dienstleistung mit einem hohen Preis am Markt eingeführt. Ist die Nachfrage der kleinen Zielgruppe, die den hohen Preis zu zahlen bereit ist, gedeckt, wird der Preis schrittweise gesenkt. Damit wird in jedem Marktsegment der größtmögliche Umsatz abgeschöpft.
Wird mit dem hohen Einführungspreis zunächst eine kleine Zielgruppe angesprochen, so sinkt deren Exklusivität im Zuge der Preissenkungen. Entsprechend kann die Distribution, die beispielsweise zunächst nur über Eigenakquise erfolgt, auf andere Vertriebsformen ausgedehnt werden.
Aufgrund der hohen Gewinnerwartungen werden mögliche Mitbewerber versuchen, möglichst schnell nachzuziehen und das Produkt ebenfalls anzubieten. Die Abschöpfungsstrategie bietet sich daher vornehmlich bei der alleinigen Markteinführung echter Innovationen an, die die Konkurrenz erst mit Zeitverzögerung ebenfalls anbieten kann, da ansonsten die Gefahr der Preisunterbietung besteht.
Vorteile des Skimming-pricing:
• Es werden kurzfristig hohe Gewinne realisiert.
• Der hohe Preis suggeriert hohe Qualität oder gar Exklusivität.
• Preiserhöhungen können vermieden werden; es besteht ein Preisspielraum nach unten.
Mit der Abschöpfungsstrategie werden besonders Dienstleistungen und Produkte der IT-Branche in den Markt eingeführt.
Penetrationspreisstrategie
Wie bei der Niedrigpreisstrategie wird ein Produkt zu einem geringen Preis in den Markt eingeführt, so dass schnell Marktanteile gewonnen werden und damit ein Abschotten gegenüber der Konkurrenz gelingt. Danach werden schrittweise Preiserhöhungen vorgenommen.
Nachteile dieser Strategie sind vor allem darin zu sehen, dass niedrige Preise aus Kundensicht häufig mit einer geringen Qualität gleichgesetzt werden. Zudem bildet sich ein Preisbewusstsein der Verbraucher auf dem niedrigen Einführungsniveau. Infolgedessen kann es schwierig sein, die Preiserhöhungen am Markt durchzusetzen. Problemlos gelingt dies jedoch, wenn der Anbieter die potenziellen Konkurrenten so sehr vom Markt ausschließen konnte, dass er eine monopolartige Stellung auf dem Markt inne hat. Dies setze ich in Deinem Fall nicht voraus.
Fazit
Veränderungen des Preisniveaus wollen für einen Selbstständigen gut überlegt sein. Eine durchgängige Anhebung des Preisniveaus ist problematisch, wenn beispielsweise die Dienstleistung bereits als Billig- oder Standartprodukt abgestempelt ist. In der Regel gelingen häufige Niveauwechsel nicht, denn auch das Leistungsangebot erfordert dazu meist einen jeweils anderen Zuschnitt. Wichtig ist grundsätzlich, dass ein Selbstständiger seine Preisstrategie mittel- bis langfristig ausrichtet, was kurzfristige, preistaktische Maßnahmen – abgestimmt auf das Langfristkonzept - aber nicht ausschließt.
Einflussfaktoren bei der Preisfindung
Um den Preis für seine angebotenen Leistungen zu ermitteln, muss ein Selbstständiger wissen, welche Einflussfaktoren dafür relevant sind. Typischerweise sind die Konzepte zur Preisfindung
- betriebswirtschaftlich,
- beschaffungspolitisch oder
- nachfragepolitisch orientiert.
Es sind verschiedene Einflussfaktoren auf die Preisbildung abgrenzbar. Unternehmensintern sind die Kosten zu berücksichtigen. Als externe Größen spielen die Konkurrenz, die Nachfrager sowie die eventuelle Lieferanten eine Rolle.
Prinzip der Kostendeckung
In der Praxis erfolgt die Preisbildung in erster Linie nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Neben den im eigenen Unternehmen entstehenden Handlungskosten werden dabei auch die Modalitäten des Wareneinkaufs und des Unternehmerlohnes sowie Wagnisse und Risiken berücksichtigt. Bei einer rein betriebswirtschaftlich bzw. beschaffungsorientierten Preisbildung besteht jedoch die Gefahr, dass Gewinnpotenziale nicht ausgeschöpft werden. Denn das Ergebnis der Preisermittlung zeigt lediglich an, wie hoch der Preis mindestens sein muss, damit die mit der Dienstleistung verbundenen Kosten gedeckt sind, nicht aber, wie hoch er höchstens sein darf, damit das Produkt noch verkäuflich ist.
Preisspielräume
Nicht hinterfragt wird bei der betriebswirtschaftlichen Preisbestimmung, ob die Dienstleistung gegebenenfalls auch zu einem höheren als dem kostendeckenden Preis (inklusive Gewinnzuschlag) verkauft werden könnte. Aufschluss hierüber gewährt die Einbeziehung der übrigen Marktteilnehmer – also der Wettbewerber und der Nachfrager - in die Preisfindung.
Die Konkurrenzpreise dienen als Orientierung für den Marktwert der Dienstleistung und sind daher von wesentlicher Bedeutung. Wird die Preisbildung jedoch ohne Beachtung der übrigen Faktoren allein auf dieser Basis vorgenommen, wird auf eine eigene Preispolitik verzichtet. Es besteht die Gefahr, dass Gewinne verschenkt werden oder dass der Absatz der Dienstleistung zu einem nicht kostendeckenden Preis erfolgt.
Von besonderer Bedeutung für eine effektive Preispolitik ist daher die Nachfrageseite. Wenn es gelingt, die Wertvorstellungen der Kunden zu ermitteln, kann der gewinnmaximale Preis gefordert werden. Die Marktpreise dienen dabei stets als Richtgröße; der kostendeckende Preis, der bei einer rein nachfrageorientierten Preisfindung gegebenenfalls unterschritten werden könnte, ist als Preisuntergrenze zu beachten.
Fazit
Im Sinne einer gewinnmaximierenden Preispolitik ist es erforderlich, alle drei Einflussfaktoren auf die Preisbildung, d.h.
- die Kosten (betriebswirtschaftliche Preisbildungsfaktoren),
- den Wareneinkauf (beschaffungspolitische Preisbildungsfaktoren) und
- den Absatz (absatzpolitische Preisbildungsfaktoren)
zu berücksichtigen. Nur so ist gewährleistet, dass weder ein zu geringer Preis gefordert wird, der unterhalb des am Markt erzielbaren Preises oder gar des kostendeckenden Preises liegt, noch dass der Preis zu hoch - das heißt: nicht konkurrenzfähig - ist.