kündigungsschutz wegen depression?

welche möglichkeiten hat ein arbeitnehmer der an depressionen leidet einer möglichen kündigung zu entgehen?

ist es sinnvoll in diesem fall eine arbeitsrechtschutzversicherung abzuschliessen? wie schnell kann man deren leistungen in anspruch nehmen?

bekommt man von einer gewerkschaft unterstützung, wenn ja, wie schnell, wenn man noch kein mitglied ist?

ist es sinnvoll sich ein ärztliches gutachten erstellen zu lassen, dass einem eine vorrübergehende eingeschränkte leistungsfähigkeit bescheinigt? unterliegt man in diesem fall wo eine psychische krankheit vorliegt nicht einem kündigungsschutz?

wird man vom arbeitgeber auch noch unter druck gesetzt („wenn sich die leistungen in den nächsten 4 wochen nicht bessern, droht die kündigung“), ist sicherlich nicht sonderlich förderlich für den arbeitnehmer der an einer depression erkrankt ist.

leider kenne ich zur zeit viele menschen, die an diesen problemen leiden, und ich möchte helfen. ich selbst hab dieses dilemma auch schon durchmachen müssen, nur kam mir rechtzeitig ein günstiges abfindungsangebot entgegen :wink:

bitte helt mir und anderen weiter, danke!

Hallo Cypuls,

welche möglichkeiten hat ein arbeitnehmer der an depressionen
leidet einer möglichen kündigung zu entgehen?

Schwierig… Aber hier ist ein sehr umfangreicher Link zum Thema: http://www.kanzlei-kranz.de/Arbeitsrecht/Kundigung/K…

Viele Grüße

Tessa

welche möglichkeiten hat ein arbeitnehmer der an depressionen
leidet einer möglichen kündigung zu entgehen?

Da hat Tessa schon was zu geschrieben…

ist es sinnvoll in diesem fall eine
arbeitsrechtschutzversicherung abzuschliessen? wie schnell
kann man deren leistungen in anspruch nehmen?

bekommt man von einer gewerkschaft unterstützung, wenn ja, wie
schnell, wenn man noch kein mitglied ist?

In der Regel (kann unterschiedlich sein) nach drei Monaten… Allerdings rate ich Dir nicht unbedingt zum gewerkschaftlichen Rechtsschutz! Zumindest die DBG-Rechtssekretäre, die ich bisher kennengelernt habe, waren schrecklich schlecht! Zu den Anwälten kann ich nichts sagen!

ist es sinnvoll sich ein ärztliches gutachten erstellen zu
lassen, dass einem eine vorrübergehende eingeschränkte
leistungsfähigkeit bescheinigt? unterliegt man in diesem fall
wo eine psychische krankheit vorliegt nicht einem
kündigungsschutz?

Das Problem ist: Ein Arzt kann Dich eigentlich nur arbeitsunfähig schreiben, oder eben nicht! Viele Betriebe tun psychische Probleme leider immer noch als lächerlich ab.
Wie sieht es denn mit der Möglichkeit eines persönlichen Gesprächs mit dem Personalleiter oder Geschäftsführer aus?

wird man vom arbeitgeber auch noch unter druck gesetzt („wenn
sich die leistungen in den nächsten 4 wochen nicht bessern,
droht die kündigung“), ist sicherlich nicht sonderlich
förderlich für den arbeitnehmer der an einer depression
erkrankt ist.

Das hängt ganz vom Arbeitgeber ab! Ich kenne welche, die sogar bei der Suche nach professioneller Hilfe unterstützend tätig sind - mir fällt da aber auch der ein oder andere ein, für den so etwas wie psychische KRANKHEIT einfach nicht existiert! Allgemein: Je größer der Betrieb, desto sozialer das Umfeld (ist aber auch keine goldene Regel!)

leider kenne ich zur zeit viele menschen, die an diesen
problemen leiden, und ich möchte helfen. ich selbst hab dieses
dilemma auch schon durchmachen müssen, nur kam mir rechtzeitig
ein günstiges abfindungsangebot entgegen :wink:

Das Problem, welches viele nicht kennen: Psychische Erkrankungen entwickeln sich langsam zur Berufsunfähigkeitsursache Nr.1.

Liebe Grüße
Guido