Ich bin ein dunkler Typ (dunkle Haare, Augen usw.) und bin aktuell leicht vorgebräunt. Wenn ich mich ohne Sonnencreme sonne, kann ich „pro Seite“ durchaus eine Stunde in der Sonne liegen ohne rot zu werden.
Da man fast immer nur liest, dass Sonnencreme „Pflicht“ ist, mir diese allgemeinen Diskussionen aber zu oberflächlich sind, wollte ich hier mal etwas nachfragen, wozu ich kaum etwas finden kann:
- Wenn jemand eine Eigenschutzzeit von 20 Minuten hat und sich entweder ohne Sonnencreme nur diese 20 Minuten in die Sonne legt oder alternativ mit Sonnencreme mit LSF 10 ganze 200 Minuten. Ist das Bräunungsergebnis dann eigentlich gleich? Sprich, bräunt man mit LSF auch 10 mal langsamer und muss sich entsprechend länger bräunen? Oder liegt das Ergebnis irgendwo dazwischen, weil auch Strahlen die nicht gefiltert werden, für eine Bräunung sorgen? (Das Beispiel ist jetzt stark vereinfacht. Ich weiß, dass der LSF sich durch Schweiß etc. abschwächt).
Mir geht es darum: Natürlich wäre es mit Sonnencreme im Hinblick auf die UV-Belastung gesünder, wenn man denn mit und ohne Sonnencreme gleich lange in der SOnne liegt, aber: Wer sich zum Braun werden in die Sonne legt und angenommen man wird bei einem LSF von 10 nur in der zehnfachen Zeit so braun wie ohne Sonnencreme. Ist es dann nicht im Hinblick auf die Gesundheit völlig gleich, ob ich nur ein zehntel der Zeit in der Sonne liege (ohne Sonnencreme) oder zehnmal so lange mit Sonnencreme?
In unserer Gesellschaft ist es ja inzwischen Mainstream, dass Sonnencreme unverzichtbar ist, aber dafür bruzeln die Leute dann stundenlang in der Sonne, um dann (trotz) des hohen LSF braun zu werden… Dann ist es doch auch nicht gesünder.
